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Test zu Paper Wars: Cannon Fodder Devastated - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Paper Wars: Cannon Fodder Devastated
  • USA USA: Paper Wars: Cannon Fodder Devastated
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
01.03.2018
Vertrieb
iFun4All
Entwickler
iFun4All
Genre
Action
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Gekritzelte Verwüstung

Von Maik Dallherm () Mit Paper Wars: Cannon Fodder Devastated feiert Paper Wars ein kleines Comeback. Nach Paper Wars: Cannon Fodder, das unter anderem auch für den alten Zauberkasten, die Nintendo Wii, erhältlich ist, erscheint diese Neuauflage jedoch exklusiv für die Nintendo Switch. Dieses zweidimensionale Action-Spiel richtet sich ganz an die Fans von Tower Defense und klassischeres Tower Defense könnte Paper Wars eigentlich fast nicht sein. Offensichtlich soll wohl der minimalistische Papier-Look den Reiz des Titels ausmachen, denn dieser ist relativ einzigartig und mit den groben Rändern irgendwie auch niedlich.

„Teh Tank: Shootz bulletz at enemiez."

Bevor wir aber ins Spiel einsteigen, werfen wir vom Hauptmenü aus einen kleinen Blick in das Optionsmenü, denn viel sehen wir da auch wieder nicht. Abgesehen von den "Creditz", also den Mitwirkenden (das Spiel ist vollständig in englischer Sprache, und zwar gerne umgangssprachlich), sehen wir noch eine Hilfe-Seite und drei Checkboxen. Der gesamte Sound, Bluteffekte und Controller-Vibration können wahlweise ausgeschaltet werden. Und solltet ihr nicht mit einem Nintendo Switch Pro Controller spielen, würde ich empfehlen, die letzte Option zu deaktivieren, denn die Vibration der Joy-Con ist in diesem Titel nicht ohne. Ansonsten findet ihr im Hauptmenü noch einige nette Statistiken wie die Anzahl besiegter Gegner aller Arten oder gesammelte Power-ups. Die Navigation durch die Menüs ist leider etwas hinderlich. Das Steuerkreuz, beziehungsweise die Pfeiltasten werden nicht unterstützt und oft erkennt das Spiel bei einem Knopfdruck diesen doppelt, wodurch zum Beispiel die Aufgabenbeschreibungen versehentlich übersprungen werden und ihr planlos im Geschehen landet. (Zum Glück reicht ein Tastendruck auf B, um sie nachzulesen.) Paper Wars: Cannon Fodder Devastated ist auch mit dem Touchscreen spielbar, falls ihr gerade mobil spielen solltet.

Eure Aufgabe ist im Grunde sehr einfach beschrieben: Steuert das Geschütz eines Panzerfahrzeugs und bombt damit alle feindlichen Truppen nieder – oder zumindest jene, die eure Mission abverlangt. Die Feinde kommen von der rechten Seite. Je nach Typ sind sie unterschiedlich schnell oder stark gepanzert. Verhindert, dass sie den Bildschirm über den linken Rand verlassen. Mit dem linken Analogstick oder dem Touchscreen zielt ihr mit dem Fadenkreuz über den Bildschirm und haltet den A-Knopf gedrückt, um einen Schuss aufzuladen. Damit eine Rakete abgefeuert wird, muss mindestens der rote Teil des Balkens gefüllt sein. Je weiter der Ladevorgang anhält, desto stärker wird der Schuss. Die Stärke einer Rakete wird übrigens auf nette Weise visuell dargestellt: Von einem Knalleffekt bis hin zu einer großen Druckwelle. Nur von den Soundeffekten solltet ihr nicht zu viel erwarten, denn Variationen dieser halten sich stark in Grenzen, falls es überhaupt welche gibt. Die normalen Raketen sind in unbegrenzter Stückzahl vorhanden. Eine Spezialmunition, die vier Raketen verschießt, ist stark limitiert. Um noch etwas mehr Spielraum zu schaffen, gibt es noch eine Palette an Power-ups. Nachdem ihr eine Gruppe von Feinden beseitigt habt, tauchen diese Power-ups eventuell an der entsprechenden Stelle auf. Wählt ihr sie mit dem A-Knopf aus oder tippt sie an, können darin zum Beispiel Minen sein, die beim Auslösen eine schnelle Explosion erzeugen. Aber auch spezielle Effekte wie eine verlangsamte Zeit oder ein schnelleres Aufladen der Kanone sind dabei. Extramunition und Luftangriffe sind ebenso zu finden. Passt allerdings auf: Explosionen zerstören Power-ups und dies wird oftmals bestraft, indem ihr wenige Sekunden lang keine Angriffe mehr ausführen könnt.

Das Rage-Power-up annulliert jegliche Ladezeiten und hebt eventuelle Munitionskosten auf.

Um das Spiel zu beginnen, könnt ihr zunächst die klassische Kampagne spielen. Ihr werdet zwar feststellen, dass mit "Winter Assault" und "Zombie Warz" noch zwei weitere Kampagnen dabei sind, doch diese sind zuvor blockiert und müssen freigeschaltet werden, indem die jeweils vorangegangene Kampagne mit den ersten acht oder zehn Akten abgeschlossen wird. Jede Kampagne besitzt 28 Missionen, die eigene Regeln vorschreiben. Sie geben meistens Aufschluss darüber, welche Formation die Feinde einnehmen, welche Gegnertypen auftauchen oder welche Power-ups hauptsächlich auftreten werden. Jede Mission gibt es in drei voneinander getrennten Schwierigkeitsgraden. Diese wirken sich auf Geschwindigkeit und Standhaftigkeit der Gegner aus. Ebenso wird pro Kampagne ein endloser Survival-Modus angeboten, ebenfalls in drei Schwierigkeitsgraden. Paper Wars: Cannon Fodder Devastated ist ein reiner Einzelspieler-Titel und bietet keinerlei Mehrspieler- oder Online-Funktionen. Fans von kooperativen Spielen gehen hier also leer aus. Ebenso richtet sich die Musik innerhalb des Spiels nach der gespielten Kampagne. Der Soundtrack bildet sich als ein Hybrid-Genre aus Marschmusik mit 8-Bit-Einlagen. Die recht coole Musik aus dem Hauptmenü sticht am ehesten heraus – die aus den Leveln hält sich hingegen im Hintergund und ist nicht besonders einprägsam.

Winter Assault ist schon etwas komplizierter. Abgesehen vom Survival-Modus sind hier auch eure normalen Raketen in der Stückzahl begrenzt. Ohne Munitions-Power-ups, die normalerweise häufiger auftreten, müsst ihr also vorsichtig sein und die Raketen so effektiv wie möglich einsetzen. Es gibt mehr und speziellere Gegnertypen, wie Truppentransporter oder Schilde, die gegen Frontattacken immun sind. Dank dem kalten Klima werden hier Eisraketen als Spezialmunition, sowie Eisminen als Power-ups eingesetzt. Zombie Warz ist entgegen eventueller Erwartungen sogar eine ziemlich farbenfrohe Kampagne. Es gibt sowohl Infanterie-Zombies als auch motorisierte Zombies – in jeweils drei verschiedenen Farben: Rot (langsam & stark), grün (schnell & schwach) und blau (durchschnitt). Euer Panzer ist mit begrenzter Munition ausgestattet, rein zufällig den Farben entsprechend. Ihr müsst die Zombies mit den Raketen der jeweiligen Farbe ausschalten, gegen andere sind sie immun. Schwarze Raketen sind gegen alle Zombies wirksam.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

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Unser Fazit zu Paper Wars: Cannon Fodder Devastated

Meinung von Maik Dallherm
Paper Wars: Cannon Fodder Devastated ist einfach gesagt ein klassisches Tower-Defense-Spiel. Die Regeln sind sehr einfach zu verstehen und sonderlich viel tut sich dann auch nicht. Die zusätzlichen Kampagnen, Winter Assault und Zombie Warz, sorgen für etwas größere und abwechslungsreichere Spielweisen. Da alle Modi in drei Schwierigkeitsgraden spielbar sind, können sich Tower-Defense-Fans unterschiedlicher Erfahrungsstufen in vollem Umfang an dem Titel messen. Ein Umfang, der an sich lediglich nicht besonders hoch ausfällt. Aber ehrlich gesagt kann man auch nicht viel mehr tun, wenn es nun einmal einem klassischen Prinzip folgen soll.
Mein persönliches Highlight: Hier hätte irgendwas mit Drachen stehen können. Aber in Paper Wars gibt es keine Drachen...

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