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Test zu Spy Chameleon - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Spy Chameleon
  • USA USA: Spy Chameleon
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
09.03.2018
Vertrieb
Unfinished Pixel
Entwickler
Unfinished Pixel
Genre
Action, Puzzle
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Der Farbagent tritt erneut in Aktion

Von Marco Kropp () Bereits auf der Wii U konnte Spy Chameleon gespielt werden, nun tritt der Farbagent auf der Nintendo Switch erneut in Aktion. In dem Spiel geht es vor allem ums Schleichen, wie man anhand des „Spy“ (zu Deutsch Spion) im Titel schon erahnen konnte. In 75 Leveln könnt ihr euer Geschick auf die Probe stellen.

In diesem Level befindet sich eine Kamera, die den Raum beobachtet. Der blaue Kreis um den Agenten wird kleiner, je länger ihr euch nicht tarnt. Solltet ihr zu lange ungetarnt agieren, werdet ihr entdeckt und müsst das Level von vorne beginnen.

Dabei ist der zweite Teil des Namens, der des Chamäleons, nicht nur ausschlaggebend für die Titelfigur, sondern auch für die Grundmechanik des Spiels. Denn mit den Knöpfen Y, X, A und B könnt ihr den Agenten in grün, blau, rot oder gelb färben. Dies kommt bei Teppichen beispielsweise zum Einsatz, da ihr so nicht von den Kameras oder überwachenden Personen gesehen werdet. Diese Idee ist der große Reiz des Spiels und das weitgehendste Alleinstellungsmerkmal. Viele der Level sind nämlich darauf ausgelegt, dass ihr durch Umfärben geschickt an den Kameras vorbei könnt. Ab und an blockieren Hindernisse das Sichtfeld diverser Überwachungsroboter und Mäuse, welche entweder stationär sind, den Blick schweifen lassen oder sich sogar in diversen Mustern bewegen. Doch berühren solltet ihr beides auf keinen Fall, da ihr sonst auffliegt. Und auch vor den Kameras gilt es sich möglichst schnell farblich zu tarnen, denn sonst entdecken sie euch. Jedes Level kann durch Umsehen mit dem rechten Analog-Stick studiert werden... oder ihr rennt blindlings los und habt durch gutes Können schnell einen Weg durch die Hindernisse gefunden oder werdet entdeckt.

Mehr grundlegende Mechaniken sind nicht vorhanden. Später gibt es noch ein paar erschwerende Dinge und neue Methoden zum Verstecken, aber punkten tut der Titel vor allem durch das Level-Design, was euch zum geschickten Schleichen, Tarnen und Ausweichen antreibt. Es kam aber des Öfteren vor, dass ich an einem Level verzweifelte, weil ich immer wieder ertappt wurde, zu schnell war oder einfach nur zu vorsichtig. Ab und an waren Goldfische, dessen Goldfischgläser es von hinten anzurempeln gilt, auch Grund für einen Neustart, da der Goldfisch sich manchmal in die falsche Richtung drehte und ich so nicht vorbeikam und entdeckt wurde. Das Level-Design ist an sich ansonsten relativ gelungen, jedoch ist die Erkennung der Blickfelder manchmal ungenau. Oft rannte ich über eine Ecke des Sichtfeldes eines Roboters und wurde nicht entdeckt, manchmal reichte eine kleine Berührung des Sichtfelds aus, um aufzufliegen. Auch die Teppiche haben in der Regel weiße Ränder, sodass, wenn man zu weit geht, man direkt erkannt wird. Aber sonst haben sich die Entwickler meist feine Sachen im Level-Design einfallen lassen, jedoch gibt es meist nur einen zu beschreitenden Weg.

Nicht nur die Level wechseln sich ab, sondern auch die Möglichkeiten. In dieser Laboreinrichtung habt ihr Wände zum Hochfahren, um das Sichtfeld des Roboters zu trüben. Aber auch die Bodenplatten können ihre Farbe ändern.

Die Level-Anzahl ist eigentlich ausreichend, das Spiel selbst allerdings etwas kurz. Nach weniger als zwei Stunden habe ich alle Level mindestens einmal gespielt, jedoch hört der Titel damit nicht auf. Für die Sammler unter euch gilt es, alle im Level verstreuten Fliegen einzusammeln, eine Zeit zu schlagen und alle Marienkäfer zu sammeln. Doch das Voranschreiten erfordert, dass ihr in den meisten Leveln alle Fliegen gesammelt habt. Dies ist nicht wirklich schwer angesichts der Tatsache, dass diese euch den zu gehenden Weg in der Regel vorgeben. Nach Abschluss eines Levels wird euch eure benötigte Zeit (wie auch im Level selbst) abgebildet und mit Spielern weltweit oder von eurer Freundesliste über das Internet verglichen. Habt ihr ein Level einmal gespielt, werden Marienkäfer freigeschaltet, die es ebenfalls zu sammeln gilt. Des Weiteren gibt es zwei Schwierigkeitsgrade. Der schwere bietet jedoch dasselbe wie der normale. Ihr müsst alle Level noch einmal spielen und alle Sachen ebenfalls einsammeln, allerdings wurden hier die Intervalle der Blickwechsel etwas beschleunigt, weswegen es etwas kniffelig ist, jedoch nicht wirklich viel schwerer wird als am Anfang. Wer geschickt ist und in beiden Schwierigkeitsgraden alles sammelt, der hat das Spiel auch schon durch.

Grafisch sieht es schick aus und ich habe kaum etwas zu bemängeln. Auch technisch läuft es sowohl im TV- als auch im Handheld-Modus der Nintendo Switch flüssig und ich habe dahingehend nichts zu beanstanden, außer den oben bereits erwähnten Ungereimtheiten bei der Berechnung der Sichtfelder. Musikalisch ist der Titel keine große Bombe, aber die Musik hat mir auch nicht missfallen und war durchgängig stimmig. Und wer nach Abschluss aller Level noch einen Grund zum Weiterspielen sucht, der kann sich dem Sammeln aller Erfolge im Spiel widmen.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Spy Chameleon

Meinung von Marco Kropp
Spy Chameleon ist ein kurzes, aber gut gemachtes Indie-Spiel, was eine gesunde Abwechslung zwischen Herausforderung und Spaß bietet. Das Spiel ist zwar etwas kurz, aber nicht zu kurz und die Level sowie Mechaniken sind relativ gut durchdacht. Hier gilt das Prinzip, weniger ist mehr. Nach einigen Leveln wird stets etwas neues eingeführt und Langeweile kommt selten auf. Sollte euch das Geschick fehlen oder ihr sehr schnell das Handtuch werfen, dann ist der Titel eigentlich nichts für euch. Alle anderen können sich auf ein kurzes, aber gutes Indie-Spiel freuen.
Mein persönliches Highlight: Die ganzen Bilder, wenn man erwischt wird.

Kommentare 4

  • Albert Turmfürst - 21.03.2018 - 08:03

    Danke für den Test. Das Spiel kommt auf meine "ntower - Most Wanted" Liste.
  • RealJack Turmritter - 21.03.2018 - 08:48

    Ich hab es mir damals auf der WiiU gekauft und war sehr zufrieden damit.
    Ein paar Levels zwischendurch gingen immer und durch die Herausforderungen pro Level muss man diese manchmal auch öfters spielen um alles zu erreichen.

    Auch das erkennen der Abläufe im Level war interessant.
    Jedoch muss ich zugeben dass man manchmal win dickes Fell braucht um den Controller bei 25 Fehlersuche nicht gegen due Wand zu werfen:)

    Für mich eine gute Unterhaltung für wenig Geld.
  • retr089 Einzelgänger - 21.03.2018 - 11:44

    Hätte ich fast gekauft. Dann hab ich festgestellt, dass es das wohl schon mal im Rahmen der PS+-Titel gab und ich es bereits auf der PS4 hatte.
  • Fabinho84 Turmheld - 21.03.2018 - 14:50

    Ist ein richtig guter Puzzler. Hatte es vor Jahren in einem Bundle für Steam. Aus dem kurz antesten, wurde dann ein durchzocken. Wobei gerade die letzten Levels echt schwer waren.