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Test zu Scribblenauts Showdown - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Scribblenauts Showdown
  • USA USA: Scribblenauts Showdown
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
09.03.2018
Vertrieb
Warner Bros. Interactive Entertainment
Entwickler
Shiver
Genre
Party
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Wenn der Zusatzmodus das Highlight ist...

Von Ilja Rodstein () Im Jahr 2009 ist die Spiele-Serie Scribblenauts geboren, die mich schon vom ersten Teil an positiv überrascht hat. Mit der Freiheit jedes beliebige Objekt durch das Eingeben des jeweiligen Begriffs erscheinen zu lassen, stand dem Sandbox-Spielprinzip nicht mehr viel im Wege. Nur selten hat es mich zu dem Punkt gebracht, dass mein eingegebener Begriff nicht im Wörterbuch des Spiels existiert hat und so waren für mich unendliche Freiheiten gesetzt. Anders als die anderen Scribblenauts-Spiele wurde Scribblenauts Showdown nicht von 5th Cell, sondern von Shiver Entertainment entwickelt, und diesen Unterschied merkt man enorm.

Nicht das, was man von der Reihe kennt

Scribblenauts Showdown verfolgt nicht das klassische Spielprinzip, sondern fügt die Scribblenauts-Serie in ein Party-Spiel ein. Euch stehen dazu im Startmenü mehrere Optionen zur Verfügung. Selbstverständlich ist auch hier ein klassischer Sandbox-Modus enthalten, jedoch ist dieser, anders als in den anderen Spielen, nur ein Zusatzmodus.

Der Delfin ist wohl chancenlos gegen den Drachen. Beim Drachen braucht man nicht einmal die Sprungtaste zu drücken, er fliegt einfach drüber!

In diesem Spiel gibt es zwei Arten von Minispielen, nämlich Wort- und Rasant-Minispiele. Die Rasant-Minispiele sind die kürzeren, in denen man schnelle und kurze Aktionen durchführen muss. Oftmals ist hierbei Bewegungssteuerung gefragt, wenn es darum geht, um die Wette mit dem Joy-Con als Gitarre zu rocken, oder auch darum, wer schneller die Axt schwingt. Die Minispiele sind dabei recht simpel gehalten und dauern manchmal sogar nur fünf Sekunden und erinnern dabei eher an Mikrospiele aus WarioWare. Die deutlich umfangreicheren Minispiele sind die Wort-Minispiele, die sich jedes Mal anders spielen. Zu Beginn jeder Runde wird ein Glücksrad gedreht, welches entweder einen Anfangsbuchstaben oder eine Kategorie auslost. Wurde ein Anfangsbuchstabe ausgewählt, sollte man ein zum Minispiel passendes Objekt wählen. Geht es um ein Rennen und es wurde ein Reitobjekt mit dem Anfangsbuchstaben R ausgelost, so lohnt es sich natürlich eher die Rakete und weniger das Raclette auszuwählen. Ja wirklich, wenn man ein Raclette eingibt, so reitet der spielbare Charakter auf einem Raclette-Grill. Es ist wirklich lustig, aber gegen eine Rakete hat man wohl keine Chance.

Nur 27 Minispiele und geringer Wiederspielwert

Insgesamt stehen euch dabei 27 Minispiele aus beiden Kategorien zur Verfügung, und dies ist leider wirklich sehr wenig. Oftmals sind die Spiele auch sehr langweilig und abwechslungsarm, wobei es da auch einige Ausnahmen ist. Bei einigen Minispielen entscheidet auch der geschriebene Begriff den gesamten Spielverlauf, bei anderen geht es trotz des Objekts auch oft um die eigenen Fähigkeiten. Es ist jedoch sehr verwunderlich, dass die Minispiele allesamt für nur zwei Personen ausgelegt sind. Das Spiel wird als ein Vierspielerspiel beworben, dennoch ist das Spiel nie richtig zu viert spielbar. Im Showdown-Modus, dem vermeintlichen Haupt-Modus des Spiels, ist es möglich zu viert zu spielen. Der Spielmodus ist wie ein Spielbrett ausgelegt, und man gewinnt, sobald man die Zielflagge erreicht. Auf dem Weg dahin werden Spielkarten gesetzt, die entweder golden sind und direkt gespielt werden können oder normale Karten sind – deren Aktion erfolgt erst durch den Gewinner des jeweiligen Minispiels. Die Aktionen können lauten „gehe 4 Felder vor“ oder auch „klaue einem Mitspieler eine Karte“. Spielt man zu viert, wird der Minispiel-Gegner einem zugelost, sodass man das Minispiel trotzdem nur zu zweit spielt. Selbst wenn es auf den ersten Blick sehr taktisch klingt, ist der Modus alles andere als taktisch geprägt, denn man gewinnt eher, wenn man die meisten „gehe x Felder vor“-Karten zur Verfügung hat.

Der Sandbox-Modus funktioniert außerordentlich gut zu zweit. Dies ist besonders der guten Tippsteuerung zu verdanken.

Das einzige Highlight des Spiels ist aber der Sandbox-Modus, denn es ist die einzige Möglichkeit klassische Scribblenauts-Missionen in diesem Spiel zu erleben. In klassischer Scribblenauts-Manier geht es hier darum, anderen Persönlichkeiten Gefallen zu tun. Ist jemand verliebt, lasst ihr der Person einen passenden Traumpartner erscheinen, indem ihr einen Begriff wie zum Beispiel Feuerwehrmann eingebt. Was mir an dem Modus besonders gefällt, ist die Möglichkeit im Split-Screen-Modus mit einem zweiten Mitspieler zu spielen. Ihr könnt euch unabhängig voneinander bewegen und Objekte erscheinen lassen, ohne den anderen zu stören. Nur wenn ihr die Auftragsübersicht sehen möchtet, müsst ihr das Pausenmenü betreten. Eine große Frage ist immer, wie das Eintippen der Wörter mit einem Controller funktioniert, doch die Entwickler haben das hier bestens gelöst, denn mit Rotation des Analog-Sticks lassen sich sehr einfach Wörter eintippen. Auch wenn die Steuerung allgemein ziemlich gewöhnungsbedürftig ist, kommt man sich nach kurzer Zeit damit klar. Leider ist der Umfang nur auf acht Level à 10 Aufträge begrenzt, was dem Hauptfokus auf den Minispielen geschuldet ist. Somit ist dieser leider nur als ein sehr guter Zusatzcontent anzusehen, der nach 1-2 Stunden durchgespielt ist.

Der Sandbox-Modus ist wirklich gut, aber leider der unwichtige Nebencharakter in diesem Spiel

Fans des Joy-Con- und Nintendo Switch Pro Controllers werden hier leider in die Röhre schauen, denn das Spiel unterstützt unlogischerweise nur einzelne Joy-Con, wenn man zumindest im TV-Modus spielt. Der Pro Controller wird von dem Spiel gänzlich nicht unterstützt. Schön ist es übrigens, dass ihr euren eigenen Charakter erstellen könnt. Dabei steht euch eine Vielzahl an Optionen zur Auswahl. So bringt ihr etwas Individualität ins Spielprinzip, sehr schön!

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu Scribblenauts Showdown

Meinung von Ilja Rodstein
Scribblenauts Showdown hat einen wundervollen Sandbox-Modus, der sich an den alten Scribblenauts-Spielen orientiert, aber leider ist dies nur ein kleiner Zusatz, denn der Hauptfokus ist auf die leider nicht so gut funktionierenden Minispiele gesetzt. Diese sind nicht abwechslungsreich und können auch nur zu zweit gespielt werden. Wer den Partyspaß zu viert erleben möchte, sollte den Titel meiden, alle anderen sollten sich den Kauf gut überlegen, denn es ist größtenteils nicht das Scribblenauts, das ihr schätzt und liebt. Nicht einmal dieselben Entwickler waren daran beteiligt.
Mein persönliches Highlight: Was sicherlich schon jeder weiß: Der Sandbox-Modus!

Kommentare 2

  • Artiwa Turmritter - 22.03.2018 - 11:29

    Es isch schade beim namen dachte ich WOW Krasse Schlachten wer denkt sich zuerst etwas aus und tippt schneller mit joycon motion controll den gegenstand ein um die Aufgabe zu lösen. Dann lass ich den ersten bericht und das Spiel war direkt gestorben für mich. Schade man hätte hier Echt etwas einzigartiges Geniales erschaffen können.
  • Albert Turmfürst - 22.03.2018 - 11:42

    "können auch nur zu zweit gespielt werden"
    Was muss man tun, damit bis es auf der Switch ein anständiges 4 (bis 8 ) Spieler fähiges Partyspiel gibt?