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Test zu BINGO for Nintendo Switch - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: BINGO for Nintendo Switch
  • USA USA: BINGO for Nintendo Switch
  • Japan Japan: Party Bingo
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
15.03.2018
Vertrieb
Starsign
Entwickler
Sims
Genre
Puzzle, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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B-I-N-G-O und Bingo war sein Name

Von Matthias Ksoll () Dank BINGO for Nintendo Switch könnt ihr das klassische Lotteriespiel nun auch, wie der Name schon sagt, auf Nintendos Konsolen-Hybriden immer und überall spielen. Dabei bietet das Spiel vier verschiedene Spielmodi zur Auswahl: Buzzer BINGO, Slide BINGO, BINGO Poker und Classic BINGO. Alle Spielmodi besitzen ein sehr ausführliches und verständliches Tutorial.

Wenn man die richtige Zahl hat, wird deren Feld rot markiert.

In allen Spielmodi konkurrieren jeweils vier Spieler miteinander um den Sieg. Für alle gilt jeweils: Spiele enden unentschieden, wenn niemand ein BINGO schafft. Der Spieler, der ein BINGO erzielt, gewinnt die Runde und erhält Punkte von den drei Mitstreitern. Zusätzlich erhält dieser noch verschiedene Bonuspunkte bei Erreichen bestimmter Bedingungen während eines Spiels. Am Ende hat bei allen Spielvarianten der gewonnen, welcher nach Beendigung aller Spiele die meisten Punkte auf dem Konto hat. Es stehen hierbei eine, vier oder acht Spiele in den Regeleinstellungen zur Verfügung. In 2 der 4 Modi gibt es außerdem eine Strafe – zum Beispiel, wenn man eine Zahl sein Eigen nennen will, welche nicht auf dem eigenen Blatt steht. Dieser Spieler muss dann Punkte an seine Mitstreiter abgeben und eine Runde aussetzen.

Starten wir am besten mit dem Modus Classic BINGO. Denn damit wird natürlich auch gleich das Grundspielprinzip von Bingo erklärt. Jeder Spieler hat beim Bingo verschiedene zufällige Zahlen auf dem Blatt, eine Zahl wird zentral für alle angezeigt. Wer diese Zahl auf dem eigenen Blatt hat, markiert sie. Wenn eine Reihe von Zahlen komplett markiert ist (horizontal, vertikal, diagonal), dann schreit man Bingo, sodass der Omi nebenan das Gebiss aus dem Maul fliegt und hat gewonnen. Wenn eine Zahl angezeigt wird, markieren die Spieler, die die Zahl auf ihrem Blatt haben, diese durch Drücken einer der Aktionstasten. Die eigenen Felder werden dabei mittels Analog-Stick ausgewählt. Ist man zu langsam und markiert die Zahl nicht innerhalb des Zeitlimits, wird das Feld schwarz. In einer Reihe mit einem schwarzen Feld ist in allen Spielmodi kein Bingo mehr möglich. Drückt man den Knopf, obwohl man die angezeigte Zahl nicht auf dem Blatt hat, wird dies als Fehler gewertet und man erhält seine Strafe.

In Buzzer BINGO drückt man einen der Aktionsknöpfe, wenn die erscheinende Zahl mit der auf dem eigenen Blatt übereinstimmt. Es kann hier sein, dass mehrere Spieler dieselbe Zahl haben. Dann erhält sie der Schnellste. Schafft man es nicht, die Zahl innerhalb des Zeitlimits zu sichern, bzw. hat ein anderer Spieler sie geschnappt, wird das eigene Feld schwarz. Die Zahl wird nicht mehr erscheinen und so vermindern sich die Chancen auf den eigenen Sieg. Gerade in Buzzer BINGO geht es also um Schnelligkeit und Reaktionsfähigkeit, um zu gewinnen.

Eine lebendige Uhr zeigt euch während des Spiels das Zeitlimit an.

Slide BINGO bringt Taktikelemente in dieses sonst so vom Glück dominierte Spiel. Hier muss man rundenbasiert die Reihen so bewegen, dass die roten Felder eine Reihe bilden. Man wählt mit dem Joy-Stick die horizontale bzw. vertikale Reihe aus, die bewegt werden soll. Dann drückt man entweder die linke, rechte, obere oder untere Aktionstaste auf dem Joy-Con, um die Reihe nach links/rechts oder oben/unten zu verschieben. Der Kniff dabei ist, dass diese Verschiebung auch die Reihen der Gegner betrifft. So kann man ihnen Steine in den Weg legen bzw. aber auch unabsichtlich zum Sieg verhelfen.

Die komplexeste Variante der vier Spielmodi ist BINGO Poker. Hier geht es darum, auf dem Blatt verstreute rote Felder mit eingeholten Zahlen zu kombinieren und so Bingos zu erzielen. Man muss dabei aber beachten, dass man im Gegenzug eine eigene Zahl ablegen muss, welche auf dem eigenen Feld nun schwarz markiert und somit nutzlos geworden ist. Außerdem kann man sich Zahlen, die vom vorherigem Gegner abgelegt worden sind und sich auf dem eigenen Blatt befinden, per Knopfdruck schnappen.

Bingo mit Macken

Im Test hat sich logischerweise herausgestellt, dass BINGO for Nintendo Switch im Multiplayer eher zündet, als wenn man es alleine spielt. Denn es ist grundsätzlich auf Multiplayer-Matches ausgelegt. Es gibt keinen Turniermodus oder ähnliches. Man kann nur eine oder mehrere Partien hintereinander absolvieren. Das Spiel erzeugt keinerlei Langzeitmotivation und ist nur für die schnelle Runde zwischendurch gedacht. Aber selbst in den Multiplayer-Runden hat sich schnell Ernüchterung und Langeweile eingestellt. Die vier Spielmodi spielen sich ganz nett, mehr aber auch nicht. Als Partyspiel ist BINGO for Nintendo Switch wirklich nicht zu empfehlen. Bingo ist ja für sich betrachtet schon ein sehr eintöniges Glücksspiel. Bei echten Bingo-Events gibt es immerhin so etwas wie das gesellige Zusammenkommen von Gleichgesinnten, evtl. eine kleine Show drumherum und vor allem Preise zu gewinnen, sodass man sich wie beim Lotto wirklich über den Gewinn freuen kann, auch wenn das Spielprinzip völlig belanglos ist. Auf der Nintendo Switch bleibt aber nur dieses davon übrig, sodass sich selbst Bingo-Fans überlegen sollten, ob sich der Kauf wirklich für sie lohnen würde. Dazu kommen noch einige Ärgernisse, die den Spielspaß weiter trüben. Das wohl größte ist dabei das Fehlen eines Online-Modus. Ja, ihr habt richtig gelesen. Obwohl ein Spiel wie BINGO for Nintendo Switch gerade dafür prädestiniert wäre, seid ihr auf den lokalen Multiplayer beschränkt. Dabei wäre es doch toll gewesen, unterwegs ein, zwei Partien online zu spielen.

In den Einstellungen ist auch ein horizontaler Modus anwählbar. Dadurch können sich die Spieler gegenübersetzen, während die Switch auf dem Tisch liegt.

Den zweiten fetten Minuspunkt gibt es für die Steuerung. Im Handheld-Modus kann BINGO for Nintendo Switch ganz normal mit beiden Joy-Con an der Seite gespielt werden. Will man es auf dem Fernseher bzw. aufgestellter Switch spielen, steuert jeder Spieler das Spiel mit einem waagrecht gehaltenen Joy-Con. Während des Spielens hat sich herausgestellt, dass die Steuerung mit dem Analog-Stick ziemlich hakelig und unpräzise ist. Gerade im Classic-Modus, wenn man die Zahlen schnell erreichen muss, ist es mir passiert, dass eine Zahl daneben ausgewählt wurde und die Zeit abgelaufen ist. Im Handheld-Modus ist das Spiel nicht mit den Pfeiltasten spielbar, obwohl es meiner Meinung nach so eigentlich präziser steuerbar wäre. Optimal wäre eine Unterstützung des Touchscreens gewesen, diese fehlt aber ebenso. Die Steuerung ist in meinen Augen einfach nur schlampig umgesetzt worden.

Was mich dann wirklich zur Weißglut gebracht hat, war aber der „Soundtrack“ des Spiels. Dieser besteht durchgehend (Menü, während des Spiels) aus einem ca. 50-sekündigen Musikstück, welches dann natürlich in Dauerschleife läuft. Immer. DIE GANZE ZEIT! Ich stand dank dieser düdeligen Ausgeburt aus der Synthiehölle dem Wahnsinn nahe, sodass eine Spielesession irgendwann nur noch ohne Musik zu überstehen war. Die Optik des Spiels ist mit ihrem Stil gelungen. Sie ist darauf konzipiert, den Spielern die größtmögliche Übersicht zu gewährleisten und das wurde sehr gut umgesetzt.

Redaktionswertung

3

Eher nicht überzeugend

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Unser Fazit zu BINGO for Nintendo Switch

Meinung von Matthias Ksoll
Wie sich herausgestellt hat, ist die Erwartungshaltung, mit der man an BINGO for Nintendo Switch herangeht, entscheidend. Bingo-Liebhaber, die nur das Spiel an sich unbedingt auf der Konsole brauchen und sonst nichts Anderes, können zugreifen. Denn sonst hat BINGO for Nintendo Switch nichts weiter für die Spieler zu bieten. Das Spiel ist gut für die Bahn- oder Busfahrt zwischendurch, für längere Spielesessions fehlt aber trotz vier Spielmodi einfach die Langzeitmotivation. So gibt es z.B. keinen Turniermodus. Das Spiel ist zu repetitiv. Und auch der Aspekt, dass der Multiplayer nur lokal spielbar ist, hat mich ziemlich enttäuscht. Im Multiplayer-Test mit meinen WG-Mitbewohnern kam auch nicht sonderlich viel Spaß auf. Des Weiteren gibt es Mängel im Gameplay (z.B. keine Touchscreen-Unterstützung) und der „Soundtrack“ ist eine einzige Frechheit. Deswegen kann ich allen anderen nur vom Kauf dieses Spiels abraten.
Mein persönliches Highlight: Die lebendige Uhr ist schon ganz süß.

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