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Test zu Clustertruck - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Clustertruck
  • USA USA: Clustertruck
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
15.03.2018
Vertrieb
tinyBuild Games
Entwickler
tinyBuild Games
Genre
Action, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Von Truck zu Truck

Von Dirk Apitz () Jeder kennt sie, diese waghalsigen Stunts in diesen Action-Filmen, wo unser Action-Held sich mutig auf einen Truck wirft und von diesem fahrenden Truck dann zum nächsten Auto oder Truck springt. Als Zuschauer hinterfragen wir das selten und akzeptieren diese Szene einfach. Aber jetzt unter uns: Was ist das eigentlich für ein Schwachsinn? Der Fahrer könnte eine völlig unglückliche Bewegung machen und schon war es das für unseren Helden und diese Bewegung könnte jeder Zeit passieren! Im Grunde ist es unmöglich zu kalkulieren, ob der Plan oder die Verfolgungsjagd so läuft, wie man es sich vorstellt.

Das war ja eine gute Idee mit dieser Brücke...

Wie schwierig das wird, wird in Clustertruck im Grunde simuliert. Scheinbar haben sich die Entwickler diese verrückte Prämisse zu Herzen genommen und nun werden wir Spieler in den Wahnsinn getrieben und mit dem absoluten Chaos konfrontiert. Wie bei diesen Action-Szenen muss man hier nichts hinterfragen. Es gibt keine Story, alle Trucks sind weiß und gleich aufgebaut, und fragt lieber nicht, wohin diese fahren und warum sie zum Beispiel gegen Zäune fahren. Ihr werdet auch sehr schnell bemerken, dass es gar keine Straße gibt. Hier geht es einfach nur darum, dass ihr die Ziellinie erreicht und nicht den Boden berührt. So springt ihr also von einem LKW zum anderen. Der Rest interessiert schlichtweg nicht.

Jump 'n' Run ist hier Programm. Mit dem linken Stick könnt ihr rennen, mit dem rechten seht ihr euch um. Mit ZR könnt ihr dann auch etwas schneller rennen und springt dann auch deutlich weiter. Das ist am Anfang die Steuerung. Später bekommt ihr noch Upgrades, um zum Beispiel die Zeit einzufrieren oder auch um einen Doppelsprung auszuführen. Die Trucks fahren einfach. Mal lenken die Trucks plötzlich ein, bekommen eine Kurve nicht oder fahren gegen einen Baum. Auch gibt es manchmal aus dem Nichts rotierende Blöcke oder Laser-Mauern. In dem ersten Level, wo ihr theoretisch nicht einmal was machen müsst um zum Ziel zu kommen, ist es ratsam sich mit der Steuerung vertraut zu machen. Denn ihr werdet sehr hohe und lange Sprünge vollführen und auch die Spielphysik sollte euch vertraut sein. So könnt ihr auch etwas abrutschen, wenn ihr auf einem Truck landet, der sich gerade bewegt. Das Ganze steuert ihr außerdem aus der Egoperspektive. In den späteren Leveln wird das Spiel dann unheimlich schwer und es ist sehr wichtig, dass ihr euren Sprung richtig einschätzen könnt, ansonsten habt ihr keine Chance. Glaubt mir, dieses Spiel ist auch so eine Herausforderung.

Jump Up, Super Star!

Denn wie bereits erwähnt sind solche Manöver ja eigentlich unberechenbar. Genau das versucht das Spiel zu simulieren. Ich betone das Wort versucht. Denn schnell werdet ihr bemerken, dass die Trucks immer gleich fahren pro Level. Dennoch fühlt sich jeder Versuch von einem Level völlig anders an. Das liegt daran, dass dieses Spiel sehr genau arbeitet. Springt ihr eine Millisekunde früher ab als vorher, oder landet nicht punktgenau wie bei dem vorherigen Versuch, dann kann sich der komplette Verlauf verändern. Zudem ist es verdammt schwierig sich bei den längeren Leveln auch die genauen Abläufe zu merken, da alle Trucks genau gleich aussehen. Auch macht es keinen Sinn gleich so schnell wie möglich blind nach vorn zu springen, bis ihr den vordersten Truck erreicht habt. Meistens gelingt das so oder so nicht, da ihr zu langsam seid, und meistens sind diese Trucks die ersten, die in die Luft fliegen. Dazu sei gesagt: Die Trucks fahren auch gern gegen einen Baum, schwenken plötzlich aus und rammen einen anderen Truck oder fahren sehr blöd in die Kurve. Auch gibt es Level, in denen ihr plötzlich seitlich auf den Truck oder auf die Motorhaube springen müsst, damit ihr von einem Baum erwischt werdet. Der Schwierigkeitsgrad ist verdammt hoch und es ist fast unmöglich ein Level beim ersten Versuch zu schaffen.

Die Laser ergeben keinen Sinn, machen aber das Spiel schwerer als eh schon. Wer braucht schon Logik?

Die einzelnen Abschnitte sind in Welten unterteilt, die jeweils zehn Level haben. Dabei sind diese sehr abwechslungsreich. Egal ob futuristische Welten, Wüste oder ein Wald, die Trucks fahren halt durch die ganze Welt. Zusätzlich gibt es noch Themenspezifische Welten für Halloween oder Weihnachten. Ob in Zukunft weitere Welten erscheinen, ist bisher nicht bekannt. Ansonsten hat dieses Spiel nichts weiter zu bieten. Keine weiteren Modi oder auch Online-Listen, um sich mit anderen Spielern zu messen. Allein die bereits genannten Upgrades sorgen für etwas Abwechslung. Das Spiel setzt wirklich nur auf seine Prämisse und die daraus resultierende Herausforderung.

Der Artstyle ist sehr plastisch und schlicht, aber absolut ausreichend. Die Explosionen oder auch wenn mehrere Trucks sich stapeln sehen oft etwas lustig aus, und das Spiel läuft immer flüssig, auch im Handheld-Modus. Allerdings, so toll es auch aussieht, wirkt die Welt zur keiner Zeit organisch und die Umgebung leer. Dies ist nicht ganz so schlimm, da ihr bei dem Tempo so oder so nicht auf alles achten könnt. Die Musikstücke sind alle keine Meisterwerke, aber treiben euch mächtig an und heben den Adrenalinpegel mächtig an.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu Clustertruck

Meinung von Dirk Apitz
Die Idee und der Plan der Entwickler sind sofort klar. Im Grunde funktioniert Clustertruck auch gut und unterhält. Dass dieses Spiel aber nur ein Happen für zwischendurch ist und für Leute, die auch eine Herausforderung suchen, sollte ebenfalls jedem bewusst sein. Dennoch muss man sagen, dass die Entwickler sich dabei wenigstens Mühe gegeben haben, einen eigenen Artstyle zu finden, und dadurch wirkt das Spiel nicht so hin geklatscht.

Kommentare 1

  • Bazinga Turmknappe - 27.03.2018 - 23:15

    Ich zock's gerade auf der PS4. Für mich ist es eines der besten Indie-Spiele aller Zeiten. Die Level sind schön herausfordernd, die Spezial-Fähigkeiten sorgen für ein bisschen Taktik, die Grafik und die Musik sorgen für einen grandiosen psychedelischen Rausch. So einen Flow hatte ich noch bei keinem Plattformer.