Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Test zu OPUS: Rocket of Whispers - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: OPUS: Rocket of Whispers
  • USA USA: OPUS: Rocket of Whispers
  • Japan Japan: OPUS: Tamashi no Kakehashi
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
22.03.2018
Vertrieb
Flyhigh Works
Entwickler
Sigono
Genre
Adventure
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
Besitzt du dieses Spiel?
Anmelden
Magst du dieses Spiel?
Jetzt kaufen und ntower unterstützen
eBay

Lasst uns eine Rakete bauen!

Von Lisa Zander () Als OPUS: Rocket of Whispers angekündigt wurde, fragte ich mich, weshalb der Titel genau wie sein Vorgänger, OPUS: The Day we found Earth, in dem ihr mit einem Raumschiff namens OPUS das Weltall erkundet, mit dem Begriff „OPUS“ beginnt. Zu Beginn des Spiels wird diese Gemeinsamkeit schnell klar: Ihr spielt John, den Sohn eines Raketen-Ingenieurs der Firma OPUS. Ihr wohnt in einer Kleinstadt, die regelmäßig Weltall-Bestattungen abhält, für die euer Vater die Raketen baut. In dieser Welt gibt es Weltall-Bestattungen, da nach dem Tod einer Person ihr Geist übrigbleibt und erst im All seine Ruhe findet. Geleitet werden die Bestattungen stets von einer Hexe, die speziell für die Weltall-Bestattungen ausgebildet ist. Aufgrund einer Epidemie und ihrer Folgen wird eure Stadt verlassen und zerfällt, sodass bis auf euch niemand mehr dort wohnt. 25 Jahre nach der Epidemie erscheint eine junge Frau auf dem OPUS-Gelände. Sie erklärt euch, dass sie die letzte Hexe sei, und dass sie eine Weltall-Bestattung abhalten müsse, um die Geister, die sich auf der Welt herumtreiben, zu den Sternen zu schicken. Da ihr selbst die Geister sehen und ihre Stimmen hören könnt, beschließt ihr, der Hexe zu helfen und mit ihr zusammen aus Trümmern eine Rakete zu bauen.

Hier seht ihr eine der vielen Erinnerungen, die ihr im Verlauf des Spiels mitbekommen werdet.

Wie ihr im ersten Absatz merken konntet, liegt der Fokus des Spiels auf seiner Story. Je weiter ihr im Spiel kommt, desto mehr erfahrt ihr über die vergangenen 25 Jahre und über die Charaktere John und die Hexe Fei. Dabei variiert die Art und Weise, wie ihr die Geschichte erzählt bekommt. Ihr könnt Zeitungsartikel oder Gegenstände der ehemaligen Bewohner eurer Stadt finden. Zudem gibt es Cut-scenes und Erinnerungen, die euch von der Vergangenheit erzählen, sowie Geister der verstorbenen Bewohner, die mit euch reden. Interessant daran ist die Art, wie die Hauptcharaktere John und Fei jeweils mit ihrer Vergangenheit und ihrer Aufgabe, die Geister ins All zu schicken, umgehen. Bis zum Schluss bleibt die Beziehung zwischen den beiden interessant und vor allem der Charakter von John hat sehr viel Tiefe für ein Spiel, dessen Story an einem langen Nachmittag durchgespielt werden kann. Aufgrund der gut erzählten und facettenreichen Geschichte bleibt OPUS: Rocket of Whispers fast durchgehend spannend und fesselnd. Lediglich die Endphase des Titels, die, wie mir scheint, extra in die Länge gezogen wurde, um sie dramatischer wirken zu lassen, zieht sich wie Kaugummi. Das ist sehr schade, da das Spiel bis dahin sehr überzeugen konnte.

John erkundet die zugeschneite Umgebung auf der Suche nach Materialien.

Das Gameplay ist simpel. Jeden Tag steht ihr um acht Uhr morgens auf dem Fabrikgelände und müsst losziehen, um die Teile zu finden, die Fei momentan für den Raketenbau benötigt. Das Ganze betrachtet ihr aus der Vogelperspektive. Oben links in der Ecke könnt ihr stets sehen, nach welchem Gegenstand ihr suchen müsst, und könnt diesen auch durch das Drücken des Minus-Knopfes gegen einen anderen Gegenstand austauschen. Das Finden der Gegenstände ist nicht schwierig gestaltet, sodass der Schwierigkeitsgrad des Titels praktisch gleich null ist. Von Aufgabe zu Aufgabe erweitert sich der Bereich, den ihr absuchen müsst, sodass ihr im Verlauf des Spiels auch besseres Equipment braucht, um neue Gebiete erkunden zu können. Auf eurer Suche nach geeignetem Material für die Rakete oder neues Equipment begegnet ihr regelmäßig Geistern, die in Form von farbigen Punkten dargestellt werden. Sobald ihr einen orangenen Geist seht, solltet ihr jedoch auf Abstand gehen, da John von dieser Art von Geistern gestresst wird. Neben Sidequests, die ihr von den anderen Geistern erhalten könnt, gibt es von ihnen auch Material. Sobald es draußen dunkel wird, solltet ihr nach Hause zurückkehren, da John sich beschwert, dass nachts die Stimmen der Geister lauter werden. Tatsächlich ist es so, dass ihr in der Nähe der Geister stets ein Flüstern hört. Wenn ihr – wie vom Entwicklerstudio Sigono empfohlen – Kopfhörer benutzt, könnt ihr die Stimmen rund um euch herum hören. Generell sind die Soundeffekte sowie der Soundtrack sehr passend zum Spiel. Das Setting einer postapokalyptischen Kleinstadt im Winter, mit keinem bestechenden, aber einem wiedererkennbaren Grafikstil, wird begleitet von melancholischer Klaviermusik.

Fei sorgt sich um John, der unter den Stimmen der Geister leidet.

Zuvor merkte ich bereits an, dass es auch Nebenquests gibt, die man in OPUS: Rocket of Whispers erfüllen kann. Diese liefern euch ein längeres Spielerlebnis, wenn ihr das Spiel zu 100 Prozent durchspielen wollt. Sie können euch ebenfalls einen Anreiz geben, das Spiel erneut zu starten, wenn ihr die Story abgeschlossen habt. Solltet ihr euch für letzteres entscheiden, habt ihr die Auswahl zwischen dem „Free Roaming“-Modus und dem „Replay“-Modus. Im Free Roaming könnt ihr alle Sidequests abschließen, die noch offen sind. Der Replay-Modus ermöglicht es euch, das Ende nochmals zu erleben. Ob ihr das Ende überhaupt noch einmal spielen wollt, sei an dieser Stelle dahingestellt. Die Namen der Modi verraten schon, dass das Spiel ein großes Manko hat für alle von euch, die im Englischen nicht firm sind. Das Spiel kann nur auf Englisch, Japanisch oder Chinesisch gespielt werden. Wer jedoch keine Probleme mit einer der genannten Sprachen hat, darf hier gerne zuschlagen. Zuletzt soll noch angemerkt werden, dass das Spiel einiges besser macht als sein Vorgänger, OPUS: The Day we found Earth. Es bietet Abwechslung, eine fesselnde Geschichte und die Möglichkeit, die Welt zu erkunden. Dennoch mindert die Endphase des Spiels das positive Spielerlebnis und auch die Rätsel (Wo könnt ihr welches Material herbekommen?) sind nicht schwer. Insgesamt bietet OPUS: Rocket of Whispers euch einige Stunden Spielspaß ohne hohe Schwierigkeit mit einem geringen Wiederspielwert.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu OPUS: Rocket of Whispers

Meinung von Lisa Zander
OPUS: Rocket of Whispers überzeugt durch seine tiefgründige Story und interessanten Charaktere. Die einzigen Spaßbremser könnten für einige jedoch der fehlende Schwierigkeitsgrad sein und die Tatsache, dass das Spiel nicht auf Deutsch spielbar ist. Wer bei diesem Titel zuschlägt, muss sich darüber im Klaren sein, dass er keine Action liefert, sondern sich hauptsächlich um die Story dreht. Jedem, der genau so einen Titel mit atmosphärischem Soundtrack sucht, sei dieser Titel wärmstens empfohlen.
Mein persönliches Highlight: Die Tiefe der Charaktere

Kommentare 1