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Test zu Flinthook - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Flinthook
  • USA USA: Flinthook
  • Japan Japan: Flinthook
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
09.03.2018
Vertrieb
Tribute Games
Entwickler
Tribute Games
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Hat das Spiel einen Haken?

Von Dennis Gröschke () So ein Haken ist eine feine Sache. Man kann daran etwas befestigen oder auch Dinge an einen Haken dranhängen. Menschen können sich untereinander einhaken, auch völlig losgelöst von Ösen. Auch in der deutschen Sprache sind Haken durchaus positiv besetzt. So macht man "einen Haken dran", wenn man etwas ordentlich erledigt hat oder man hakt etwas gedanklich ab. In der englischen Sprache wird der Ausdruck "hook" benutzt und findet sich sowohl in klassischer Literatur in Form von Peter Pan wieder als auch, wenn man von einer Sache sehr begeistert ist und sich damit intensiv beschäftigen möchte. Wir hier bei ntower sind natürlich "hooked" von Nintendo, denn die Hard- und Software des Konzerns aus Kyoto hat es uns angetan. Haken sind in der Videospielwelt natürlich auch schon länger vorhanden, damit lässt sich eine besondere Form des Gameplays einbauen. In Flinthook von Tribute Games findet der Haken sowohl im Namen als auch im Gameplay Verwendung. Wollen wir mal sehen, ob sich der Weltraumpirat bei uns einhaken kann und auf seine Reise durch die unterschiedlichen Weltraumschiffe mitnimmt.

Eine tolle Introsequenz führt euch in das Spiel ein!

Flinthook ist mal wieder Pixel-Art pur, insbesondere die Introsequenz ist sehr nett pixelig animiert. Wenn es eine Zeichentrickserie mit Captain Flinkhook als Protagonist gäbe, ich wäre sofort dabei. Sprachausgabe sucht man im Spiel zwar vergeblich, aber sie fehlt auch nicht wirklich. Bei Flinthook handelt es sich um einen „Action-Platformer“ bei dem ihr euch mit einem Haken ausgestattet durch die Levels schwingt. Dabei scrollt der Bildschirm eher selten, in der Regel handelt es sich in den Levels um einzelne Bildschirme, auf denen das Geschehen abläuft. Doch worum geht es im Spiel?

Ihr spielt Captain Flinthook, der im Weltraum unterwegs ist und Raumschiffe plündert, so wie das Piraten nun mal tun. Dabei startet ihr in einem Startbildschirm, in dem der Enterhaken eures kleinen Raumschiffes durch die Hülle des anderen Raumschiffes schlägt und ihr am Seil des Enterhakens ins Spiel gelangt. Von hier aus schlagt ihr euch durch das Raumschiff durch, zur Verfügung stehen euch da alle 4 Himmelsrichtungen. Wobei, nicht immer. Es befindet sich zwar entweder oben oder unten im Raum ein Ausgang, manchmal aber auch rechts oder links. Wieso manchmal? Weil die Level in Flinthook jedes Mal neu generiert werden, sobald ihr ein Raumschiff (oder eine Station) betretet. Schafft ihr ein Level mal nicht, müsst ihr dieses beim nächsten Mal wieder von vorne beginnen, wobei es dann aber anders aufgebaut ist. Dies kann euch dabei auch in die Karten spielen, da ein neu gestaltetes Level dann einfacher sein kann, als beim ersten Versuch. Apropos Karte, oben rechts seht ihr eine kleine aber feine Übersichtskarte aus der seitlichen Perspektive, auf der die einzelnen Räume zu sehen sind. Hier sind auch mögliche größere Schätze markiert, nachdem ihr sie geborgen habt, oder auch euer Landungsraum zur Orientierung.

Manche Barrieren überwindet ihr nur mit Hilfe eures Zeitgürtels.

Kommen wir nun zur Steuerung, die einen großen Reiz des Spieles ausmacht. Euren Haken habt ihr sowieso immer am Mann, weitere Gegenstände zur Unterstützung findet ihr im Verlauf der Kampagne oder könnt sie erwerben. Den Haken schießt ihr mit der „ZR-Taste“ ab, jeweils in die Richtung, in die Flinthook schaut. Wollt ihr in eine andere Richtung euren Haken verschießen, so haltet ihr den linken Analog-Stick in die entsprechende Richtung und der Haken wird dorthin verschossen. Die Reichweite ist allerdings begrenzt (ich musste da spontan an „Chibi-Robo!: Zip Lash“ denken), weshalb es notwendig ist, auch mal in die entsprechende Richtung zu springen, um an Ösen bzw. Ringe zu gelangen, die in den einzelnen Bildschirmen verteilt sind. Habt ihr euren Haken an einen Ring geschossen, zieht sich Flinthook daran hoch, jedoch bleibt ihr nicht lange hängen, sondern der Haken löst sich nach sehr kurzer Zeit wieder. Ihr befindet euch dann in der Schwebe und fallt der Schwerkraft entsprechend wieder nach unten. Ihr habt aber nun die Möglichkeit euch immer wieder am selben Ring hochzuziehen, oder ihr wählt einen nahestehenden Ring aus und lasst euch die diese Richtung ziehen. Auf diese Art und Weise lassen sich mit eurem Haken Abgründe bequem über die Ringe überqueren.

Go with the Flow!

Habt ihr den „Flow“ mit den Ringen und dem Haken einmal raus, seid ihr nicht mehr darauf angewiesen auf den Böden der Räume zu wandeln. Jedoch sind die Räumlichkeiten natürlich nicht leer. Manches Mal fliegen Objekte durch die Räume, denen ihr ausweichen müsst, die aber ein gewisses Flugmuster aufweisen. In den Räumen findet ihr auch Gegenstände und Gold, welches ihr einsammeln solltet, bringt dieses euch doch Einkaufsmöglichkeiten beim Händler. Dazu schießt ihr euren Blaster mit der „Y-Taste“ ab um lose Gegenstände zu zerstören und das Gold einzusacken. Ganz hilfreich ist der Blaster auch bei den zahlreichen Feinden, denen ihr begegnet. (Ihr habt nicht wirklich geglaubt, die Raumschiffe mit Gold wären nicht bewohnt, oder?)

Wie es sich für ein Piratenspiel gehört, findet ihr auch einen Schwarzmarkt.

Einige Räume lassen euch auch nicht weiter voranschreiten, ehe ihr nicht alle Gegner erledigt habt. Hier ertönt ein kurzer Alarm, der euch auf diese Notwendigkeit aufmerksam macht. Nun gilt es erst alle Gegnerwellen zu erledigen, bevor ihr die Schatzkiste öffnen könnt, die euch mit allerlei Gold und Edelsteinen versorgt. Die Edelsteine könnt ihr zwischen den Levels auch in neue Fertigkeiten investieren. Das ist durchaus hilfreich, wenn ihr beispielsweise euren Blaster verbessert oder flinkere Stiefel tragt.

Ziel des Spieles ist es zunächst auf den Raumschiffen sogenannte „Ghost Gems“ zu sammeln, damit ihr damit euren Kompass „füttern“ könnt. Habt ihr entsprechend genug gesammelt, werden euch die Standorte von weiteren Levels verraten, gerne auch in Verbindung mit einem Boss. Oftmals solltet ihr die gekaperten Raumschiffe gut durchsuchen, um diese Gems zu finden, aber die Erkundung fühlt sich in den meisten Fällen nicht nach Quälerei an, sondern macht Spaß und gestaltet sich häufig als Herausforderung – nach dem Motto: Den einen Raum dort mache ich noch, bevor ich mich zurückziehe. Es ist aber auch nicht notwendig alle Räume zu absolvieren, solltet ihr den benötigten Edelstein gefunden haben.

Zwischen den Levels könnt ihr eure Energie wieder auffüllen, eure Eigenschaften verbessern oder neue Ausrüstung kaufen. Der Vorteil bei Flinthook ist aber, dass ihr auch für gescheiterte Missionen das eingesammelte Gold erhaltet und im Rang aufsteigt. Es handelt sich also nicht um ein strenges „Rogue-like“-Spiel, sondern eher um ein „Rogue-lite“, um mal die Fachbegriffe auch im Test untergebracht zu haben. Aus diesem Grund konnte ich dem Spiel trotz meines häufigen Scheiterns nicht böse sein, sondern war „gehooked“ dennoch weiter zu spielen und das Level erneut zu versuchen. Wohlwissend, dass sich das Level bei einem erneuten Besuch anders gestaltet, konnte ich nicht selten dann einen Erfolg verbuchen.

Die Steuerung bei Flinthook ist wie aus einem Fluss, habt ihr sie einmal verinnerlicht.

Abschließend möchte ich noch auf die letzten Steuerungsmechaniken eingehen, bevor ich ein paar Worte zu Grafik und Musik verliere. Neben dem Sprungvermögen, dem titelgebenden Haken, mit den weiter oben besprochenen Möglichkeiten und eurem Blaster, steht euch nach kurzer Zeit auch ein „Zeitgürtel“ zur Verfügung, der die Ereignisse um euch herum verlangsamt. Diese Verlangsamung hält zwar nur für ca. 3 Sekunden an, dargestellt durch eine kleine Anzeige, die sich leert, birgt aber viele Optionen, die euch mitunter den Allerwertesten retten. In der verlangsamten Zeit könnt ihr euch weiterhin bewegen und agieren, was es euch erlaubt, gegnerischen Geschossen besser auszuweichen. Um den Reiz von Flinthook zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, dass ihr alle Bewegungsmöglichkeiten kombinieren könnt und müsst, um im Spiel erfolgreich zu sein. Ein abschließendes Beispiel zur Demonstration: Ihr schießt einen Haken an einen Ring, auf dem Weg dorthin greift euch ein gegnerischer Vogel an, der auf euch schießt. Ihr verlangsamt nun mit dem Gürtel die Zeit, peilt mit eurem Haken einen anderen Ring an, entwischt so dem gegnerischen Geschoss (da ihr in diesem Fall aufgrund der verlangsamten Zeit schneller reagieren konntet) und auf dem Weg zum nächsten Haken ballert ihr mit eurem Blaster bereits auf den Gegner ein. Das alles passiert innerhalb von Sekunden(bruchteilen) und macht, einmal verinnerlicht, sehr viel Spaß.

Über den Boden könnt ihr nicht auf die andere Seite des Raumes gelangen, euch bleibt nur der Weg über die Ringe.

Spaß und gute Laune verbreitet auch der Soundtrack von Flinthook. Ich werte es generell positiv, wenn ich beim Schreiben des Testes die Nintendo Switch mit dem Spiel neben mir liegen habe und die Musik quasi im Hintergrund läuft. Alternativ auch im Browser im Hintergrund, wenn es online verfügbar ist. Die Grafik ist wie anfangs bereits angedeutet im schicken Pixel-Look gehalten, sieht animiert aber wirklich geradezu niedlich aus. So hat Flinthook natürlich den „Schalk im Nacken“. Auch die gegnerischen Charaktere sind toll animiert und in den Zeichentricksequenzen wirklich toll getroffen.

Wenn ihr einen weiteren herausfordernden 2D-Sidescrolling-Rogue-like-Action-Platformer sucht, der sich nicht ganz so ernst nimmt, werft einen Blick auf Flinthook. Das Spiel kombiniert eine tolle Steuerung mit schön animierten Sprites und einem Soundtrack, der schnell ins Ohr geht. Habt ihr die Steuerung einmal verinnerlicht und seid in einem „Flow“, entfaltet das Spiel seine ganze Pracht.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu Flinthook

Meinung von Dennis Gröschke
Flinthook hatte mich bereits nach dem ersten Trailer am "Haken". Das sah dort schon sehr spaßig aus, und ich wurde nicht enttäuscht. Ein wenig mehr unterschiedliche Settings in den Levels hätte ich mir gewünscht, dann wäre sogar noch eine höhere Wertung drin gewesen. Flinthook macht aber auch so nicht viel falsch und ist eine echte Empfehlung. Sobald ihr die Steuerung verinnerlicht habt, schwingt, springt und ballert ihr nur so durch die Level. Auch wenn ich oftmals an einigen Stellen gescheitert bin, so musste ich mir eingestehen, dass ich selbst dort versagt habe, nicht das Spiel. Aus diesem Grund konnte ich auch damit leben, einige Level mehrmals zu spielen (wenn auch nicht exakt gleich) um meinen Flinthook weiter im Rang ansteigen zu lassen und endlich die Ghost Gems zu finden. Toll animierte Charaktere, ein Soundtrack mit Ohrwurmcharakter und eine stets faire Steuerung machen Flinthook zu einer kleinen aber feinen Perle.
Mein persönliches Highlight: Die animierten Intro- und Zwischensequenzen.

Kommentare 8

  • Lockenvogel Dumm aber klug! - 30.03.2018 - 11:19

    Soll ja auch noch von Limited Run als Retail für die Switch kommen...
  • justchriz ... fliegt gegen Bayern raus! - 30.03.2018 - 15:41

    Jo, da warte ich auch drauf... angeblich sind die ersten 4 spiele mit Thimbleweed Park, mercenary Kings, Flinthook und einem anderen, welches mir gerade nicht einfällt ja schon fix...
  • Lockenvogel Dumm aber klug! - 30.03.2018 - 15:48

    Thimbleweed Park gibt's ja heute ab 16 Uhr, also jetzt gleich!!! Spiel vier ist soweit ich weiß Golf Story!
  • justchriz ... fliegt gegen Bayern raus! - 30.03.2018 - 16:05

    Ne, ist Saturday night RPG was auch immer das ist... Limited run noch available... be quick
  • rongar Turmbaron - 30.03.2018 - 16:05

    @Lockenvogel Ufff aber 15,00 Euro Versand ist eine Hausnummer. Da kommt man für das Spiel schnell mal auf 50,00 Euro (oder Dollar) und das ist ganz schön viel !
  • justchriz ... fliegt gegen Bayern raus! - 30.03.2018 - 16:07

    Hab zwei geordert, dann bekomme ich die Versandkosten wieder rein... sind 15 Dollar versand...

    Edit: die bigbox ist schon weg... war meines Wissens auf zwei oder dreitausend Stück limitiert, ist auch sehr geil, habe sie nämlich hier schon zuhause, als pc und Mac Version von fangamer... wirklich chick!
  • Lockenvogel Dumm aber klug! - 31.03.2018 - 14:14

    @rongar

    Insgesamt mit Porto hat's mich jetzt knapp 42,-€uro gekostet. Soviel hätte es sicherlich auch bei Amazon gekostet, wenn's regulär als Retail gekommen wäre. Außerdem ist die Ware verzollt und du mußt dir das Game nicht beim nächsten Zollamt abholen und nochmal extra Steuern bezahlen! Hab' ich schon des öfteren gehabt und das ist echt nervig, weil die Öffnungzeiten des Zollamts nicht gerade kundenfreundlich sind und ich mir immer einen halben Tag Urlaub nehmen mußte, um mein Zeug abzuholen. Zudem werden die Pakete sieben Werktage nach der Benachrichtigung automatisch wieder an den Versender zurückgeschickt, womit man dann sogar noch unter Zeitdruck steht.
  • rongar Turmbaron - 31.03.2018 - 19:13

    @Lockenvogel Ja hast recht. Wenn das alles mit drin ist, dann ist das Spiel für den Versand aus Übersee für 42 Euro nicht zu teuer. Mal schauen, ích hab ja noch ein paar Tage zum Überlegen ob ich nicht doch noch zuschlage.