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Test zu A.O.T. 2 - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: A.O.T. 2
  • USA USA: Attack on Titan 2
  • Japan Japan: Shingeki no Kyojin 2
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
20.03.2018
Vertrieb
KOEI Tecmo
Entwickler
Omega-Force
Genre
Action, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 8 - Online: 8
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Der Kampf der Titanen entbrennt auf der Nintendo Switch

Von Marco Kropp () Koei Tecmo hat 2016 das Spiel A.O.T. Wings of Freedom für eine Reihe an Plattformen veröffentlicht. Doch blieb der Titel Nintendo-Systemen fern. Mit A.O.T. 2 haben Fans der Anime- und Manga-Serie nun die Möglichkeit, das Spiel zu Attack on Titan auf der Nintendo Switch zu erleben. Entwickelt wurde es von dem Koei Tecmo-Studio Omega Force, welches die Dynasty Warriors-Spiele und die Toukiden-Titel ebenfalls entwickelte. Doch zunächst einmal sollte ich eine Einführung in die Materie von Attack on Titan geben.

Der Storymodus bringt die Vorlage gut zur Geltung

Die Animeserie startete 2013 mit 25 Episoden. Während in Deutschland die erste Staffel beginnend 2016 auf Blu-ray und DVD erschienen ist und im Free-TV läuft, wurde in Japan 2017 die zweite Staffel mit zwölf Episoden ausgestrahlt. Eine dritte Anime-Staffel soll in Japan folgen. Die Manga-Reihe läuft indes immer weiter und generierte sogar mehrere Manga-Ableger neben der Hauptreihe. In der Welt von Attack on Titan geht es um den Kampf der Menschheit gegen die Titanen, welche urplötzlich aufgetaucht sind und die Menschen an den Rande der Vernichtung brachten. Schutz gewährten drei Mauern, hinter welchen sich die Menschheit zurückgezogen hat. Doch auf ewig konnte kein Frieden gewahrt werden, denn über hundert Jahre nach der Flucht hinter die Mauern wurde die äußere Mauer, die Mauer Maria, am südlichsten Punkt durchbrochen, und so strömten die Titanen in dieses Gebiet. Dort setzt auch die Geschichte an, denn der frei erstellbare Charakter, den ihr in dem Storymodus verkörpert, kommt wie das Protagonisten-Trio aus Attack on Titan – Mikasa Ackermann, Eren Jäger und Armin Arlert – aus Shiganshina und erlebte, wie die Mauer Marie durch den kolossalen Titanen und den gepanzerten Titanen durchbrochen wurde. So zogen die Überlebenden zurück hinter die Mauer Rose, und sie (sowie die drei eben erwähnten Personen) schlossen sich der 104. Trainingseinheit an, mit dem Ziel, sich an den Titanen zu rächen.

Schlüsselszenen wie die Gegenüberstellung von Eren und den kolossalen Titanen sind die Highlights des Animes und haben auch im Spiel eine hohe grafische Qualität.

Wobei, der Storymodus fängt eigentlich nicht beim Angriff auf Shiganshina an, sondern bei der Festsetzung des weiblichen Titans in Stohess, welche am Ende der ersten Staffel von Attack on Titan geschah. Doch abgesehen von der Navigation mittels des 3D-Manövers wird euch in diesem Abschnitt nicht viel erklärt. Stattdessen erhaltet ihr einen kleinen Ausblick auf das, was noch geschehen wird. Doch danach wird der erwähnte Zwischenfall an der Mauer Maria durch Zwischensequenzen erzählt. Auch eure Flucht wird dabei kurz thematisiert, denn nachdem ihr die Mauer Maria mit euren Eltern passiert habt, werden diese von einem Stein getroffen und sterben. Dieser Stein kam vom Durchbrechen der Mauer Maria durch den gepanzerten Titan, an welchem ihr euch rächen wollt. Durch die Worte von Eren auf dem Schiff Richtung Mauer Rose motiviert, folgt ihr diesem in die 104. Trainingseinheit, wo euch die grundlegenden Handlungen im Kampf gegen die Titanen erklärt werden, womit ich auch sogleich auf die Steuerung des Spiels eingehe:

Mit Y manövriert ihr euch dank eurer 3D-Manöver-Ausrüstung geschmeidig durch die Lüfte und mit der Schultertaste R visiert ihr Gegner an. Mit X schießt ihr euch an einen der Ankerpunkte des Gegners, welche auch die Schwachstellen der Titanen darstellen, und schwingt durch nochmaliges Drücken von X eure Klingen, sodass ihr der anvisierten Schwachstelle Schaden zufügt. Davon gibt es, abhängig vom Titan, mehrere, in der Regel bei kleinen nur eine, den Nacken. Bei mittleren und großen sowie bizarren Titanen gibt es fünf (nämlich den Nacken, die Ellenbogen und die Knie). Doch aufgepasst: solltet ihr diese aus einem schlechten Winkel angreifen, fügt ihr weniger Schaden zu. Vermasselt ihr es, rechtzeitig ein zweites Mal X zu drücken, fügt ihr keinen Schaden zu. Auch sind die Titanen nicht dumm und können euch greifen oder im Mund gefangen halten. Hier gilt es schnell X zu hämmern, denn sonst frisst er euch. Habt ihr euch aus den Klauend es Titanen befreit, müsst ihr euch nur heilen. Dazu habt ihr dank der Richtungsknöpfe Gelegenheit, welche nicht nur die Nutzung von Stärkungsmittel zum Heilen, sondern auch den Austausch von Klingen (welche sich mit der Zeit im Kampf abnutzen) und eures Gases (welches im Kampf verbraucht wird), den Einsatz von Blitzgranaten zur Ablenkung und das Abfeuern von Fangnetzen zum Fang der Titanen sowie einigen weiteren Dingen, ermöglicht. Diese werden nach und nach im Laufe des Spiels freigeschaltet. Titanen gibt es jedoch nicht nur in den vorhin genannten Größen, sondern auch in drei Kategorien: Normale, Abnorme und Bizarre. Bizarre tauchen nicht so schnell auf, allerdings sind diese sehr flink und recht gefährlich. Abnorme sind teils unberechenbar in ihrem Verhalten, während normale eigentlich den Großteil der Feinde ausmacht. Es gibt aber auch spezielle Titanen wie den Kolossalen Titanen oder den Gepanzerten Titanen.

Der Spieler kann zu Beginn des Storymodus seinen eigenen Charakter erstellen. Der Charakter-Editor ist recht umfangreich und der Spielercharakter kann im "Anderen Modus" stets geändert werden.

Durch Drücken der Schultertaste L könnt ihr – falls ihr Kameraden im Kampf angeworben habt – bis zu vier Mitkämpfer einsetzen, welche entweder die Titanen am ausgewählten Schwachpunkt (nach Anvisieren durch den rechten Analog-Stick wählbar) angreifen, eure Werte steigern, euch heilen, einen Titanen mit euch fangen oder Blitzgranaten abfeuern. Dies wird auch am entsprechenden Icon dargestellt. Der Einsatz erfolgt durch gedrückt halten der eben erwähnten Schultertaste und dem Betätigen einer der vier Richtungsknöpfe. Nach Einsatz einer Kameradenaktion könnt ihr diese eine gewisse Zeit lang nicht einsetzen. Seid ihr gefangen in einer Hand des Titans oder in seinem Mund, könnt ihr einen zur Hilfe rufen, wenn dieser nicht in der Abklingzeit ist. Übrigens können auch gemeinsame Attacken, wenn das entsprechende Symbol vorhanden ist, mit diesem gestartet werden. Doch im Verlauf des Spiels gibt es auch die Möglichkeit, wenn ein Titanwandler von der Partie ist, diesen als Titan zu steuern – egal ob er ein Teammitglied ist oder ihr ihn im "Anderen Modus" selbst steuert. Titanwandler sind Menschen, die sich in Titanen verwandeln können. Das war es auch schon grob mit der Steuerung im Kampf, welche am Anfang etwas holprig zu erlernen ist, aber nach Erlernen leicht von der Hand geht und auch sonst sehr gut umgesetzt wurde. Lediglich die Richtungstasten wurden sehr oft wie erwähnt verwendet und es kam ab und an vor, dass ich in der Hitze des Gefechts die falsche Taste drückte, verwirrt von den drei Möglichkeiten (es gibt zwei mal vier Item-Felder, welche man durch ZL wechseln kann)

Die Missionen selbst – seien es Story-Missionen oder Aufklärungsmissionen – haben in der Regel dieselbe Struktur. Auf der Karte sind viele Titanen, und euer Hauptziele sind die roten Rauchsignale. Meist erscheinen weitere grüne Rauchsignale, die symbolisieren, dass dort Hilfe benötigt wird. Dort müsst ihr die bedrohenden Titanen vernichten, und der Gerettete baut entweder eine Basis oder schließt sich eurem Team an. Aber Achtung: Die grünen Signale sind nicht sehr lange da und verwandeln sich in lila, wenn nur noch wenig Zeit ist beziehungsweise gelten als Fehlschlag, wenn ihr es versäumt, rechtzeitig zu helfen. Bedeutend ist dies aber für den Kampf bis auf eine Herabstufung des Missionsergebnisses eher weniger. Die Titanen werden lediglich folgend ebenfalls auf der Karte verweilen, was allerdings meist kaum spürbar ist. Und Karten gibt es viele, welche nicht nur die Hauptorte der Geschehnisse aus Attack on Titan widerspiegeln, sondern auch anderes Verhalten erfordern. Während ihr euch geschmeidig mit dem 3D-Manöver beispielsweise durch Trost oder den Wald der Baumriesen bewegen könnt, ist auf den Ebenen ohne Bäumen ein Vorankommen mittels 3D-Manöver fast unmöglich, denn ohne Ankerpunkte an Bäumen, Klippen, Häusern oder Titanen funktioniert dies nicht. Aber glücklicherweise habt ihr bei diesen Karten Pferde, mit denen ihr gut durch die Landschaft reiten könnt.

Meist am Ende einer jeden Mission müsst ihr gegen solch einen Abnormen kämpfen. Und dieser wird gerade von vielen Soldaten umringt, was nicht nur den Titanen, sondern auch die Bildfrequenz in die Knie zwingen kann.

Auf der Karte selbst können diverse Basen errichtet werden, welche entweder eure Items wie Klingen, Gas und Fangnetze auffüllen oder die Titanen mit Kanonen befeuern oder noch vieles mehr. Die Basen werden mit Fortschreiten im Storymodus nach und nach freigeschaltet. Am Ende einer jeden Mission gibt es in der Regel einen Kampf gegen spezielle Abnorme – besondere Titanen mit teils ungewöhnlichen Verhalten. Diese muss man erst an den grün leuchtenden Gliedmaßen schwächen und die Ausdauer reduzieren, bevor am Nacken Schaden zugefügt und ihm dadurch Leben abgezogen wird. Doch die Ausdauer regeneriert sich schnell. Von den Missionen her ist der Ablauf also meist gleich, lediglich die unterschiedlichen Karten und manche Story-Mission generieren Abwechslung im Missionsablauf, welcher aber dank der unterschiedlichen Abschluss-Ränge für mehrmaliges Durchspielen begeistern könnte. Denn abhängig von eurer Beurteilung erhaltet ihr mehr Materialien. Die Beurteilung erfolgt basierend auf der Abschlusszahl, der Zahl an Vernichtungen von Titanen (Gefangennahmen nicht eingeschlossen) und der Anzahl abgeschlossener Missionen (inklusiver der grünen Rauchsignale).

Auch der Spieler selbst schreitet mit den Kämpfen voran, denn er erhält in jedem Kampf neue Erfahrungspunkte und Materialien. Mit Levelanstieg können mehr Fähigkeitenpunkte benutzt werden, um den Spielercharakter mit diversen Fähigkeiten auszustatten. Diese Fähigkeiten sind individuell und erhält man vorwiegend im sogenannten Alltagsleben des Spiels, was neben den Kämpfen der zweite große Schwerpunkt des Storymodus ist. Denn dort sprecht ihr mit euren Kameraden und anderen aus der Vorlage stammenden Charakteren. Durch gemeinsames Handeln in den Kämpfen oder einfache Gespräche steigert ihr so euren Freundschaftsgrad, wodurch diverse Fähigkeiten freigeschaltet werden. Ihr habt so die Möglichkeit, euch mehr mit den Charakteren auseinanderzusetzen und viel über sie zu lernen, egal ob mit Eren, Jean, Levi, Sasha, Ymir, Marlo, Dot Pixis oder Generalissimo Zackly. Diese Namen dürften Attack on Titan-Fans allzu gut kennen. In Gesprächen selbst könnt ihr auch eine Wahl zwischen verschiedenen Antworten treffen. Meist gibt es drei mögliche Antworten, wovon eine den Freundschaftsgrad nicht, eine nur mäßig und die dritte diesen viel ansteigen lässt. Die Gespräche sind recht interessant geschrieben, stärken eure Bindung zu den einzelnen Charakteren und resultieren manchmal sogar in spezielle Missionen.

Titan gefangen! Durch Fangen eines Titans (nachdem all seine Gliedmaßen abgetrennt oder dieser per Kameradenaktion gefangen wurde) wird dieser im Forschungslabor registriert und euer Forschungslevel steigt, wodurch ihr mehr Fähigkeiten erhaltet.

Neben den Gesprächen könnt ihr die Personen auch auf Aufklärungsmissionen mitnehmen oder ihnen ein Geschenk – zu erwerben beim örtlichen Händler – überreichen, wenn ihr diese denn freigeschaltet habt. Dies steigert ebenfalls den Freundschaftsgrad. Allgemein ist die Idee der Freundschaft recht gut und kommt im Spiel auch prima zur Geltung. Leider sterben im Verlauf der Handlung diverse Charaktere, allerdings können diese nach Abschluss des Storymodus durch erneutes Spielen der Missionen und retten der Charaktere wiederbelebt werden, sodass sie im Alltagsleben auftauchen. Nach Abschluss des Storymodus wird auch der Infernomodus freigeschaltet, welcher eigentlich der gleiche Storymodus, jedoch schwerer ist. Im Storymodus habt ihr auch ein Tagebuch, wo allerhand zu den Charakteren, Missionen und allerhand Hintergrundinformationen niedergeschrieben sind. Auch euer Fortschritt bei den Freundschaftsgraden ist dort notiert. Im Alltagsleben werden mit Voranschreiten im Storymodus weitere Orte zum Besuchen und damit neue Charaktere zum Schließen neuer Freundschaften freigeschaltet. Die Geschichte wird zwar aus „eurer“ Sicht erzählt, jedoch dreht sich das Spiel in der Regel um die anderen Charaktere, was nichts Schlimmes ist. Lediglich manche Entscheidungsfreiheit hätte ich bevorzugt, da der Titel aber die Geschehnisse der ersten beiden Anime-Staffeln nacherzählt (was recht gelungen ist), musste der Charakter dementsprechend hingebogen werden.

Die bereits erwähnten Aufklärungsmissionen können sowohl im Storymodus als auch im "Anderen Modus" gespielt werden. Pro Aufklärungsmission gilt es, mehrere Kämpfe zu bestreiten. Mit einem besseren Abschluss beziehungsweise mit einem S-Rang erhaltet ihr mehr Materialien und ein größeres Gebiet zur Aufklärung, also weitere Aufklärungsmissionen. Die Materialien könnt ihr für den Bau von neuen Klingen beim entsprechenden Händler einsetzen. Meist befindet sich auch ein Materialhändler nebenan, doch manche Materialien gibt es nicht einfach so zu erwerben. Denn diese erhält man nur durch Missionen und können nicht beim Waffenschmieden einfach hinzugekauft werden. Fehlende Materialien werden meist angezeigt. Wenn die Schrift beim Händler für Materialknappheit gelb ist, bedeutet dies, dass ihr diese beim Händler gleich erwerben könnt. Bei roter Schrift wisst ihr, dass die Materialien dort nicht erwerbbar sind. Die Klingen könnt ihr nach Erwerb durch Einsatz weiterer Materialien und von Geld aufrüsten, wenn ihr diese haben solltet. Oder ihr nehmt bereits vorhandene Klingen um eine Klinge zu verbessern. Die Möglichkeiten sind meines Erachtens rar und leider nur grob implementiert, da bis auf Schaden, Klingenlänge und Haltbarkeit kaum andere Attribute vorhanden sind und die Klingenlänge bei Aufstufungen in der Regel gleichbleibt.

"Anderer Modus" und weitere Spieldetails

Kommen wir nun zum "Anderen Modus". In diesem könnt ihr als ein Charakter eurer Wahl (je nachdem, ob ihr diese im Storymodus freigespielt habt) losziehen und diverse Aufklärungsmissionen erledigen oder in Online-Partien mit oder gegen andere Spieler antreten. Dies heißt, dass ihr keine unterschiedlichen Fortschritte habt, sondern der Fortschritt in diesen gleich ist. Die Charaktere haben allerdings alle unterschiedliche Werte, die sich auf euren Kampf auswirken. Insgesamt gibt es mehr als 30 spielbare Charaktere, welche man allerdings erst einmal freispielen muss. Der Online-Modus hingegen ist nicht wirklich erwähnenswert. Zwar kann es Spaß machen, in zwei Teams von bis zu vier Spielern gegeneinander zu kämpfen, einen großen Mehrwert stellt dies aber nicht dar. Viele Spiele habe ich leider auch nicht gefunden und die Auswahl an Karten ist im Auslöschungsmodus eher mau. Zwar bekommt man Materialien für ein tägliches Anmelden, eine Online-Rangliste wird jedoch trotz Implementierung aufgrund eines Fehlers nicht abgerufen. Ein paar Partien im eben erwähnten Modus konnte ich spielen, jedoch nur mit zwei Spielern pro Team und einmal mit zwei Spielern im gegnerischen und ich als Solo-Team. Gewonnen habe folglich nicht ich. Im Storymodus könnt ihr auch andere Spieler um Hilfe bei Missionen bitten, dies also im Online-Koop spielen oder lokal mit einem Besitzer des Spiels und einer zweiten Konsole. Mit anderen Spielern können auch Waffen zusammen entwickelt werden. Jedoch ist der Titel für mich als Einzelspieler auch sehr gut so zu bewältigen und bislang gibt es auch kaum einen Grund, den Titel im Online-Modus intensiv zu spielen.

Im Einzelgespräch mit Armin. Der Text unten wirkt etwas gequetscht, was leider oft vorkommt. Es gibt Texte, die sind angenehm, aber auch viele, deren Zeichenabstand teils geringer ist.

Der Titel sieht grafisch recht gut aus, aber außer ein paar gut aufgelösten Texturen und ziemlich guten Charakter-Modellen ist der Titel grafisch eher nicht beeindruckend. Bis auf das Blut (was man auch ausstellen kann) sind die Effekte im Spiel recht mau und allgemein wirkt die Umgebung manchmal im Kampf etwas detailarm. Auch wirken die Animationen in den verschiedenen Events und in manchen Zwischensequenzen etwas steif und haben mich ab und an zum Schmunzeln gebracht. Jedoch gibt es zwei Arten von Zwischensequenzen: Manche laufen mit der normalen Spielgrafik und deuten sogar diverse Auswahlinteraktionen an, andere haben eine sehr gute Qualität und allerhand grafische Effekte, auch wenn sie nicht unbedingt mit den besten grafischen Inszenierungen heutzutage mithalten können. Persönlich störte mich die Grafik eher weniger, war sie für den Action-Titel relativ gut und im Kampf fallen solche Sachen eher weniger auf. Selbst im Handheld-Modus sah der Titel gut aus, auch wenn die Draw Distance (Reichweite, bis ein Objekt überhaupt oder besser dargestellt wird) merklich niedriger als am TV ist. Zu erwähnen sei auch die Benutzeroberfläche, welche relativ schön gestaltet wurde. Das Problem hier sind jedoch die deutschen Texte. Es ist zwar schön, dass der Titel deutsche Texte erhielt, jedoch sind diese manchmal stark in die Textboxen gequetscht, und man muss sich beim Entziffern stark konzentrieren, denn die Zeichenbreite schwankt oft, abhängig vom Text. Manchmal gibt es auch kleinere Ungereimtheiten im Text, welche stören können, was aber eher die Ausnahme ist. Stören kann die japanische Vertonung bei den Missionen, da man hier den Wert mehr auf den Kampf legt und nicht auf das Lesen der deutschen Übersetzungen, wenn ein Titan sich gerade nähert.

Die Bildfrequenz ist leider ein etwas zweischneidiges Thema. Oft merkte ich keine Ruckler und die Kämpfe oder das Alltagsleben waren geschmeidig, allerdings kann es vorkommen, dass es Verlangsamungen und Bildruckler geben kann. Vor allem bei vielen Charakteren, die einen Titan angreifen, ist dies stark spürbar. Dies kann nervig sein, da man so schlechter agieren kann, ist aber kein Dauerzustand und nicht größtenteils vorkommend. Zur Musik möchte ich ebenfalls ein paar Worte verlieren, denn diese ist meines Erachtens nach großartig. Zwar sind es nicht die Musikstücke aus der Anime-Serie, aber dennoch braucht sich A.O.T. 2 nicht hinter seiner Vorlage zu verstecken. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle ebenfalls die Galerie, denn das Spiel bietet eine umfangreiche Sammlung an, die man immer wieder anschauen kann – egal ob Events mit den Charakteren (also Gespräche), den Zwischensequenzen, der Auflistung diverser Titanen oder den Musiken. Komplettierer werden vermutlich viele Stunden investieren, um die Galerie zu vervollständigen.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu A.O.T. 2

Meinung von Marco Kropp
A.O.T. 2 ist ein spaßiges Spiel. Die Vorlage Attack on Titan wurde gut eingefangen und auch entsprechend im Spiel behandelt, allerdings gibt es einige Defizite, sei es aufgrund der Grafik, Technik oder des etwas einseitigen Missionsdesigns. Dennoch wurden die Handlung der Vorlage und die verschiedenen Schauplätze gut in Szene gesetzt, und das Alltagsleben ist eine willkommene und durchaus gelungene Abwechslung. Fans des Animes oder Mangas dürften hieran Freude haben, aber auch Personen, die noch nicht mit dem Anime oder Manga vertraut sind, können den Titel genießen, da die Zusammenhänge gut erläutert und dank der umfangreichen Hintergrundinformationen nachvollziehbar dargestellt werden.
Mein persönliches Highlight: Die Events mit Sasha Braus und das Rumfliegen mit dem 3D-Manöver.

Kommentare 19

  • Lazarus Turmbaron - 27.03.2018 - 12:22

    Nur unsinnig dass man nen eigenen Charakter erstellt., der trägt nämlich nix zur Handlung bei und steht bei den Sequenzen immer nur im Hintergrund und guckt gruselig drein.
  • JoWe Splatoon-Tagger - 27.03.2018 - 12:29

    Danke für den Test! Wie ist denn AoT2 im Vergleich zum Vorgänger?
  • Zarathustra Handheld-Enthusiast - 27.03.2018 - 12:59

    Ok, werde ich mir kaufen, vielen Dank für den ausführlichen Test.

    Bin Neuling in der Materie "Attack on Titan" und durch das Spiel auf die Serie aufmerksam geworden, gestern hab ich hier im Serienthread auch ne Menge Infos dazu bekommen. die erste DVD hab ich gestern gekauft, Spiel hole ich die Tage. Nächste Woche Urlaub, witzigerweise habe ich im letzten Osterurlaub genau das selbe mit "Berserk" gemacht.
  • shadowhero007 Konsolen und Spiele Sammler - 27.03.2018 - 13:09

    Ich glaube ich kaufe mir das Spiel Mal zum testen. Wenn nicht wird es wieder verkauft
  • EdenGazier Prinzipal der Spiele - 27.03.2018 - 13:56

    Als mein 64 NSW Spiel hat es mich überzeugt

    Aber das repetive Spielverhalten nagt ab und an schon an Motivation

    Aber die Wertung ist gerechtfertigt
  • Saixilein Meister des Turms - 27.03.2018 - 14:28

    @Zarathustra Unbedingt vorher die serie (Staffel 1 & 2 gucken), da die plottwist und alles sehr sehr gut gemacht sind und im Spiel eben nicht so gut rüberkommen.

    @EdenGazier Ich als Fan der Serie empfinde gar nicht so. Hab erst 13h Aug dem Zettel und es macht immer noch immens viel Spaß.

    @Lazarus finde ich gar nicht schlimm, da man die Story eh schon kennt bzw kennen sollte. Lieber Laufe ich da mit meinem eigenen Char rum als mit Eren. Außerdem kann man so eine andere Beziehung zu den anderen Charakteren aufbauen.
  • Splatterwolf Flop-Weltstar seit 1889 - 27.03.2018 - 14:29

    Es könnte sicherlich ganz spaßig sein, die Serie finde ich aber nicht besonders gelungen, daher würde mich die Story wahrscheinlich eher langweilen. Wenn das Gameplay repetetiv ist, kommt dann wahrscheinlich als Nicht-Fan nicht soviel rum.
  • EdenGazier Prinzipal der Spiele - 27.03.2018 - 14:35

    @'Rikuthedark‘

    Ja nach 13 Stunden fand ich noch toll.....
  • Tarik Turmbaron - 27.03.2018 - 14:52

    Ich konnte den Test nicht über euren Image-Slider erreichen, nur über die News selbst. Nur als Info.
  • Vorposten Bewunderer von Chrom - 27.03.2018 - 14:55

    @Tarik Danke für den Hinweis, wurde behoben.
  • TenBoe Turmritter - 27.03.2018 - 15:24

    Hmmm, für mich persönlich ein sehr widersprüchlicher Test, der sehr anstrengend zu lesen ist.

    Es werden Aussagen getroffen, die teilweise im selben Satz gleich wieder relativiert werden: „Der Titel sieht grafisch recht gut aus, aber außer ein paar gut aufgelösten Texturen und ziemlich guten Charakter-Modellen ist der Titel grafisch eher nicht beeindruckend.“

    Oder auch: „Oft merkte ich keine Ruckler und die Kämpfe oder das Alltagsleben waren geschmeidig, allerdings kann es vorkommen, dass es Verlangsamungen und Bildruckler geben kann. Vor allem bei vielen Charakteren, die einen Titan angreifen, ist dies stark spürbar. Dies kann nervig sein, da man so schlechter agieren kann, ist aber kein Dauerzustand und nicht größtenteils vorkommend.“

    Die Benutzeroberfläche soll relativ schön gestaltet sein, die Texte aber in die Boxen gequetscht? Was denn nun?

    Ich lese da im Text, dass die Missionen sich oft gleichen, der Online-Modus nicht der Rede wert ist, und das Crafting bei den Klingen auch nur sehr eingeschränkt ist. Von daher erschließt sich mir die gute Wertung am Ende überhaupt nicht.
  • Vorposten Bewunderer von Chrom - 27.03.2018 - 16:04

    @TenBoe Ich gebe mal meine Absichten zu den einzelnen von dir zitierten Stellen:
    1. Meines Erachtens sieht es grafisch gut aus, es gibt aber hier und da einige Schwächen. Jedoch ist dieser Titel kein grafischer Meilenstein oder würde einem vom Hocker reißen. Gut aussehen und beeindrucken sind für mich zwei paar Schuhe.
    2. "Oft" impliziert häufiges, aber nicht fortwährendes Auftreten. Außerdem impliziert das "ich", dass es hier um meine Meinung geht. Die Ruckler traten in wenigen Fällen auf, sind also kein Dauerzustand, wie erwähnt. Und über die Stunden, die ich mit dem Spiel verbracht habe, waren diese doch eher rar.
    3. Die Benutzeroberfläche schön gestaltet heißt, dass das Tagebuch und die allgemeinen Menüs sowie das HUD künstlerisch schön gemacht wurden und strukturiert sind. Der Punkt mit den deutschen Texten ist nicht designzerstörend, sondern eine Auffälligkeit, die leider an manchen Stellen wirklich unschön sind, am festen Design der Benutzeroberfläche eher weniger ändern. Viele der deutschen Texte sind lesbar.
    Für mich ist eine Wertungszahl nach wie vor ein Stellvertreter für den Spielspaß, den der Tester hatte.

    Die meisten deiner im letzten Abschnitt angebrachten Punkte haben von mir keine hohe Wichtung im Rahmen der Wertung erhalten. Schwerpunkt des Spiels liegt klar, wie auch erwähnt, auf das Kämpfen und die Interaktion mit anderen (NPC)-Charakteren im Alltagsleben. Der Auslöschungsmodus ist dahingehend nur eine nette Dreingabe, aber kein Minuspunkt.
  • TenBoe Turmritter - 27.03.2018 - 16:34

    @Marco Kropp Danke dir!
  • Zarathustra Handheld-Enthusiast - 27.03.2018 - 17:12

    @Rikuthedark

    Nen teil werde ich vorher schauen, aber alle zwei staffeln sind mir leider zu teuer, da kosten ja nur ein paar Folgen 25€.
  • Lazarus Turmbaron - 27.03.2018 - 17:15

    Bin mir gerade nicht 100 Pro sicher aber hat die erste Staffel nicht 12 oder 14 folgen und die zweite ebenfalls?

    Edit: Oh gerade nachgesehen. die erste Staffel hat sogar 25 Folgen.
  • Saixilein Meister des Turms - 27.03.2018 - 17:37

    @Zarathustra Die folgen kann man auch online gucken, wenn man richtig googled :p

    Und Staffel 2 musst du in japanisch mit Sub schauen.

    @Lazarus Genau und Staffel 2 hat 12 Folgen.
  • Zarathustra Handheld-Enthusiast - 27.03.2018 - 18:00

    @Rikuthedark
    Ich weiß, bin zwar alt, aber von diesem gugel von dem du da berichtest hab ich schon gehört ;)

    Spaß beiseite, hab so sachen einfach gern im original, außerdem bin ich mittlerweile voll gehypt auf das spiel, ich mein, Spider-Man mit Samurai Schwert, frage mich seit tagen, wie die Serie bisher an mir vorbei gehen konnte
  • Saixilein Meister des Turms - 27.03.2018 - 22:19

    @Zarathustra Ja, hatte beim Spielen auch son Spidermanfeeling von damals :D Macht wirklich spaß.

    Aber wie gesagt, ich würde mir eben die 37 Folgen AoT reinziehen, bevor ich anfange zu spielen, zwecks spoiler.
  • Xenokah - 27.03.2018 - 22:57

    Die Ruckler haben mich bisher null gestört. Das Spiel macht Laune und ist besser als ich erwartet habe :thumbup: