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Test zu The Long Reach - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: The Long Reach
  • USA USA: The Long Reach
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
15.03.2018
Vertrieb
Merge Games
Entwickler
Painted Black Games
Genre
Adventure, Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Realität oder Wahnvorstellung? Das ist hier die Frage!

Von Max Kluge () The Long Reach erzählt die Geschichte von Stewart, einem Mitarbeiter einer US-amerikanischen Firma, die psychologische Experimente an Menschen vornimmt. Wie es kommen muss, geht etwas schief und Stew sieht sich bald in einer äußerst beklemmenden Situation gefangen, in der er sich nie genau sicher sein kann, ob das, was er sieht, Realität oder Halluzination ist.

Stew sieht nicht selten Dinge, die eigentlich nicht existieren.

Im Großen und Ganzen kommt das Szenario dabei sehr stimmig und mysteriös daher. Manchmal wünscht man sich, dass bestimmte Sachen etwas genauer aufgedeckt würden. Der Frage, was genau Halluzination und was Realität ist, hätte zudem etwas mehr nachgegangen werden können. Kommen wir zu einem Kernelement in The Long Reach: den Rätseln. Wie in jedem guten Adventure ist es natürlich auch hier eure Aufgabe mittels Kombinieren von Gegenständen und der Umgebung bestimmte Puzzle zu lösen. Diese fallen in der Regel ganz interessant und vor allem kreativ aus. Man muss ganz schön um die Ecke denken, um manche der Knobelaufgaben zu lösen, was dazu führen kann, dass man manchmal alle Möglichkeiten eines Abschnitts ausprobiert, bis man endlich die entsprechende Lösung gefunden hat. Damit einher geht natürlich eine gewisse Zufälligkeit, die allerdings nicht so schwer ins Gewicht fällt und je nach Spieler auch anders ausfallen dürfte – je nachdem, auf was für abgefahrene Ideen ihr kommt.

Ein wenig schade ist es, dass man keine Items in seinem Inventar kombinieren kann. Diese Ebene fällt also komplett weg. Zudem nehmt ihr nur selten ein Item mit in einen anderen Abschnitt, und nie ist es dort nötig einen der zuvor gefundenen Gegenstände für die Lösung eines Rätsels zu nutzen. Eine ganz bestimmte Knobelaufgabe muss ich hier auch noch als Negativpunkt nennen. Ich habe sie durch eine äußerst krude Herleitung gelöst, bei der ich mir nicht sicher bin, ob dies wirklich im Sinne der Entwickler war. Andererseits gibt es auch ein Rätsel, welches ich wiederum besonders interessant und kreativ fand, weil Hinweise mittels eines gewissen Gameplay-Elements übermittelt wurden. Insgesamt kann man hier also von Licht und Schatten sprechen.

Manche Referenzen sind witzig, andere eher weniger.

Ein weiter Punkt, der in eine ähnliche Kerbe schlägt, ist der Humor, der im Titel gar nicht mal so selten vorkommt. Während die Atmosphäre vor allem auf Horror und Spannung gemünzt ist und der Soundtrack Unheilvolles verkündet, wird in den Texten von The Long Reach zunächst einmal geflucht, was das Zeug hält und eine Referenz an verschiedene Pop-Kultur-Phänomene nach der anderen abgefeuert. Eigentlich bin ich ein Fan davon, wenn Spiele eine gewisse Selbstironie aufweisen und andere Franchises referenzieren, hier kam es mir aber deutlich zu oft vor. Beinahe jede Itembeschreibung enthält einen „coolen“ Spruch oder eine Anspielung auf etwas, was mich persönlich ziemlich aus der gruseligen Grundatmosphäre, die der Titel wirklich super aufbaut, herausgerissen hat. Hinzu kommt, dass manche Sprüche sogar ins Geschmackslose abdriften. Was die Entwickler sich dabei gedacht haben, weiß ich ehrlich gesagt nicht.

Was wiederum wirklich klasse in Szene gesetzt ist, sind die Schockmomente des Titels. Zunächst denkt man, dass sich bei einem Adventure in Pixel-Optik nicht wirklich Grusel einstellen kann. Dass dies eine Fehlannahme ist, lehrt The Long Reach einem in seiner rund fünf Stunden langen Kampagne mit eindrucksvollen Bildern. Die skurrilen, blutigen und düsteren Szenerien bauen eine dichte Grundstimmung auf und werden hier und da durch Schockmomente (keine Jumpscares!) durchbrochen. Manche davon ließen mich durchaus schlucken und die USK-18-Freigabe als definitiv gerechtfertigt erscheinen. Allerdings muss ich auch sagen, dass bestimmte gruselige Elemente natürlich ein wenig ausgeleiert werden, wenn man ihnen zum x-ten Mal begegnet. Das liegt aber natürlich auch daran, wie schnell man sich durch die Puzzles kämpfen kann.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu The Long Reach

Meinung von Max Kluge
The Long Reach kommt mit Licht und Schatten daher. Manche Rätsel sind super, andere wirken sehr zufällig – manche Sprüche sind witzig, andere lassen aus Skepsis eure Augenbrauen nach oben zucken. Die Atmosphäre hingegen ist beinahe im kompletten Spiel sehr dicht, was daran liegt, dass das Adventure wirklich sehr gut aussieht, mit einem schleichenden aber effektiven Soundtrack daherkommt und teils wirklich gelungene Schock-Momente aufweist. Mit ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl hätte man hier allerdings definitiv noch mehr rausholen können. Vielleicht klappt's ja beim nächsten Mal.
Mein persönliches Highlight: Die dichte Atmosphäre und die stimmigen Schockmomente

Kommentare 11

  • Guybrush Mighty Pirate - 28.03.2018 - 21:49

    Kann den Test nicht nachvollziehen. Mein Adventure highlight 2018 bisher. Die Story war interessant, die Charaktere gut geschrieben, die Atmosphäre traumhaft schaurig, die plottwist ebenfalls sehr gut und das Ende des Games hat mir ebenfalls gefallen. Die Rätsel war nicht zu knifflig aber auch nicht zu leicht, bin sehr zufrieden damit. Von mir hätte es aufjedenfall eine 9 bekommen. Hat mich vollends überzeugt und hoffe das die Entwickler mehr Adventure entwickeln! Hab es auch direkt an einem Abend durch gezockt, so sehr hat es mich in den Bann gezogen :love:
  • UncleACid Turmritter - 28.03.2018 - 23:00

    @Guybrush Ich wollte mir das Spiel unbedingt holen, habe aber noch auf ein paar Tests gewartet. Ich hoffe, ich kann mich auf dich verlassen hier :D

    Die Bewertungsskala auf ntower funktioniert irgendwie nicht so dolle, wenn ne 6 "überzeugend" heißt, fress ich nen Besen. Überzeugend wäre für mich definitiv mindestens eine 7,5 - das Adjektiv solltet ihr schleunigst ändern, sonst beeinflusst das die Bewertungen - habe in den letzten Monaten schon öfters 6-Punkte-Wertungen bei Spielen hier gesehen, die nach eigentlichem Test-Inhalt ne 7 verdient hätten, und es anderswo auch bekommen haben.

    Edit: War gerade auf Metacritic, das passt ja vorne und hinten nicht, auf der Switch ne 57 im Schnitt und auf der PS4 ne 80? Klar ist es ein spezielles Spiel, da können die Wertungen schon auseinander gehen, aber doch nicht so stark auf beiden Konsolen?
  • Guybrush Mighty Pirate - 28.03.2018 - 23:09

    @UncleACid

    Also ich hatte glaube ich Mal im Switch allgemein Thread was zum Game geschrieben, muss gucken ob ich es finde. :D

    Okay nein tue ich nicht. Aufjedenfall wenn du Fan von Horror Adventuren bist wirst du dieses Game mögen! Bei mir war es ein spontan Kauf weil ich ewig keine adventure mehr außer Thimbleweed Park gespielt hatte. Es hat sich mehr als gelohnt! Die 13€ waren sehr gut investiert. Ich konnte nicht aufhören das Game zu spielen, die Story hat mich einfach rein gesogen.

    Wenn du einen positiven Test lesen möchtest, hier. Der sollte sich überzeugen.

    beyondpixels.de/the-long-reach…h-im-test-weit-hergeholt/

    Das mit den verschiedenen Versionen macht für mich keinen Sinn. Die spinnen teilweise die Kritiker. xD
    Das Game läuft auf der Switch perfekt. Der Test oben war der der mich auch überzeugt hat mich einfach drauf einzulassen!
  • Max Kluge Damn Good Coffee... - 29.03.2018 - 02:07

    @UncleACid

    Eine 6 ist halt über den Durchschnitt und kann deswegen "überzeugen". Ich muss sagen, dass ich auch beinahe eine 7 gegeben hätte, die Atmosphäre war in der Tat gut. Ich finde aber, dass das Spiel - wenn es auf den falschen Spieler trifft - durchaus Frustpotenzial entwickeln kann. Manche Rätsel sind schon arg grenzwertig:
    Spoiler anzeigen
    Wie genau bist du auf die Lösung mit dem Safe gekommen? Ich hab keinen wirklichen Hinweis gefunden und random versucht, die Magnete aneinanderzureihen.

    Andere wiederum sehr nice:
    Spoiler anzeigen
    Das Musikrätsel, wo man die richtige Melodie am Baum spielen muss


    Kurz noch zum Metascore auf der PS4: Der wurde aus nur 4 Reviews errechnet und ist somit nicht wirklich repräsentativ. Für die Switch gibt's immerhin 7, was allerdings auch nicht wirklich aussagekräftig ist. Für mich haben es aber vor allem auch die Sprüche gekillt. Ich muss nicht an jeder Ecke eine "witzige" Zeile lesen. Zumal manche Sachen auch geschmacklos waren (z. B. dort, wo ein Witz auf Kosten des Selbstmordes von Kurt Cobain gemacht wurde - "cobained").
  • camora Werder + Hansa - 29.03.2018 - 07:29

    @Max Kluge

    mit den sinnfreien rätseln. kann man kritisieren. klar. nur gehört das auch zum genre^^
  • camora Werder + Hansa - 29.03.2018 - 07:31

    @Max Kluge

    und rechtfertigen brauchst du dich nicht. eine 6 bedeutet für mich "für genrefans super" und ich glaube das trifft hier zu. die zahl im grunde ist eh wumps
  • UncleACid Turmritter - 29.03.2018 - 08:42

    @camora
    @Max Kluge

    Danke für die Antworten, bin eben noch in dem typischen Bewertungssystem "gefangen", haha :D

    @Guybrush

    Danke, ich werd mich einfach drauf einlassen, weil's mir vom Genre her auch sehr zusagt - und danke für den Link!
  • Roman Dichter Redakteur - 29.03.2018 - 09:09

    @UncleACid
    Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Wertungssystem anzulegen und zu definieren. Wir haben die Beschreibungen von unserem erst vor Kurzem angepasst. Ich persönlich bin wirklich froh darüber, wie es jetzt ist. Viele Leute haben ja die Einstellung, dass alles unter 7 Müll ist, über den man gar nicht weiter nachdenken muss. Das finde ich nicht besonders toll. Ganz ehrlich: Was sollen wir denn mit sechs unterschiedlichen Zahlen (also 1-6) in einem Wertungssystem, wenn sie alle dasselbe bedeuten? Dann könnte man ja direkt ein dreistufiges einführen (schlecht, gut, super) – hätte auch was. :D

    Da wir aber halt ein System mit 10 Stufen haben, wollen wir es auch nutzen. Und aus Erfahrung mit unzähligen Tests kann ich sagen: Ich bin sehr froh, dass wir eine 6 nicht mit "Müll" oder so beschreiben. Gerade viele kleinere Indie-Titel schaffen es in diese Region. Zu diesen denke ich mir häufig: Klar können die nicht mit den großen Blockbustern mithalten und es wäre nicht korrekt, ihnen eine 8 oder noch bessere Wertung zu geben. Aber trotzdem hat das Spielen viel Spaß gemacht, wenn auch vielleicht nur für begrenzte Zeit. Und wer als Leser diese Erfahrung auch macht, wird sich über den Kauf auch nicht ärgern, auch gerade weil man von einem 5-Euro-Spiel nicht dasselbe erwartet wie von einem 50-Euro-Spiel.

    Darum finde ich es sehr gut, dass wir Wertungen wie 5 oder 6 nicht mit einer 1 oder 2 gleichsetzen. Ich kann euch Leser nur bitten, das eben auch nicht zu tun. Davon abgesehen sind Wertungszahlen immer schwierig, darum lest euch den Text durch und entscheidet dann, ob ihr persönlich interessiert seid. :)
  • Guybrush Mighty Pirate - 29.03.2018 - 09:21

    @Roman Dichter

    Eine Wertung ist eh immer schwierig. Ganz klar ist oben zu lesen das @Max Kluge zum Beispiel die Sprüche gestört haben oder teilweise sogar geschmacklos fand. Das ist halt eben eine persönliche Meinung und vollkommen okay. Klar sollte jemand der eine Kritik schreibt versuchen neutral an die Sache ran zu gehen, aber dies ist einfach nicht immer möglich. Es können 5 Leute dieses Game spielen und jeder würde dem Game eine andere Wertung geben, weil eben irgendwie doch die persönliche Meinung nicht weg gedacht werden kann. Mir selbst haben die Sprüche gut gefallen und ich fand nichts daran geschmacklos. Auch nicht den Cobain Spruch. Schwarzer Humor ist erlaubt. Klar muss den aber nicht jeder gut finden.

    Deshalb sehe ich Wertungen eher als Richtlinien. So kann man ungefähr einschätzen wie ein Game ist. Das geht aber auch erst nach 10, 20 oder 30 Bewertungen. Denn 10 Leute können es doof finden aber 20 wiederum richtig gut.

    Am Ende kann und sollte aber jeder für sich selbst entscheiden und dem Spiel, wenn es einen wirklich interessiert und anspricht, eine Chance geben. Schließlich ist man hinterher immer schlauer. Hätte ich immer auf Tests gehört hätte ich viele Games die ich wirklich mag verpasst.
  • UncleACid Turmritter - 29.03.2018 - 17:17

    @Roman Dichter
    @Guybrush

    Danke für die Antworten, ich denke, es wäre tatsächlich noch mal ne coole Idee, ne News mit dem Wertungsüberblick und dem Gedankenanstoß, den du, Roman, gerade gegeben hast, zu veröffentlichen. Dann könntet ihr nochmal (ich weiß ja, dass ihr das schon mal gemacht habt :D) neue Leser oder auch alte auf euer Wertungssystem hinweisen.
  • Lockenvogel Dumm aber klug! - 30.03.2018 - 00:39

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