Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Test zu Neonwall - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Neonwall
  • USA USA: Neonwall
  • Japan Japan: Neonroad
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
15.03.2018
Vertrieb
JanduSoft
Entwickler
JanduSoft
Genre
Action, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
Besitzt du dieses Spiel?
Anmelden
Magst du dieses Spiel?
Jetzt kaufen und ntower unterstützen
eBay

Neonfarben so weit das Auge reicht

Von Daniel Kania () Kennt ihr das nicht auch? Ihr sitzt während einer stürmischen Nacht im gut beheizten Arcade-Center und vergnügt euch mit ein paar Arcade-Spielen, als plötzlich ein Blitz einschlägt und eure spaßigen Runden zu einem Ende bringt. Der Blitzschlag scheint direkt ins Stromnetz übergegangen zu sein, was euren Arcade-Automaten und vor allem auch euch, den Spieler, unter Strom versetzt – und euch ins virtuelle, aber wohl auch echte Nirvana befördert. Im nächsten Moment wacht ihr in der futuristisch aussehenden, neonfarbigen Welt von Neonwall auf, welches zuletzt im Nintendo eShop der Nintendo Switch erschienen ist.

Aus dieser Perspektive erlebt ihr das Geschehen von Neonwall.

Das Spielprinzip von Neonwall ist schnell erklärt. In einem aus neonfarbenen Blöcken bestehenden Parcours helft ihr einem Ball bis ans Ende des Levels zu kommen und durch ein Portal in den nächsten Bereich zu gelangen. Der Spieler hat dabei weniger eine aktive Kontrolle über die Kugel, sondern hilft ihr lediglich durch die diversen Abschnitte zu gelangen. Wenn man es so sehen möchte, spielt ihr nämlich in der First-Person-Ansicht und fliegt um den Parcours herum, wobei die Kamera oder auch der virtuelle Spieler dem Ball selbstständig folgt. Ausgerüstet seid ihr dabei mit zwei hochmodernen Geräten, welche wie zwei Pistolen geformt sind und Laser schießen können. Diese verfügen jeweils auch über einen Pointer, sodass ihr stets wisst, wohin ihr zielt.

Ihr werdet flinke Reaktionen benötigen, um den Ball erfolgreich und problemlos durch die Passagen befördern zu können. Durch Knopfdruck könnt ihr die Farbe eures Balls ändern, ohne zwingend auf ihn zielen zu müssen. Passt die Farbe eures Balls zur Farbe des Bodens, dann bewegt sich der Ball schneller fort, was von Vorteil sein kann. Bald darauf schon lernt ihr auch weitere Mechaniken kennen, etwa das Schießen von Laserstrahlen, um hinderliche Blöcke zu zerstören, oder das Bewegen von Blöcken, um den Ball sicher über den weiteren Weg zu manövrieren. Während euch diese Mechaniken zuerst sanft beigebracht werden, trefft ihr schon bald in kombinierter Weise auf sie und müsst sie auch unter Zeitdruck meistern, was wahrlich nicht so einfach ist.

In Neonwall werdet ihr nämlich auf drei verschiedene Arten von Level stoßen. Zum einen hätten wir die gewöhnlichen Missionen im Puzzle-Stil, bei denen nur euer Geschick herausgefordert wird. Dann gibt es aber noch zwei Level-Arten, bei denen ihr regelrecht gegen die Zeit antreten müsst. Zum einen, weil wortwörtlich ein Zähler auf dem Bildschirm erscheint, der, sollte er auslaufen, einen Lebensverlust bedeutet. Bei jedem erreichten Checkpoint wird der Zähler zurückgesetzt. Zum anderen trefft ihr auf Level, bei denen das stürmische Wetter, welches sich von der realen Welt in die imaginäre übertragen hat, den Parcours hinter euch zerstört und so kleinste Fehler, wie das Zusammenstoßen mit einem Block, der euren Ball wieder zurückschickt, fatal enden können. Ohne Frage, manche dieser Level sind fürchterlich frustrierend, wenn man zum x-ten Mal an der gleichen Stelle versagt und sich außer durch Trial-and-Error kaum anders zu helfen weiß. Level können weder übersprungen werden, noch könnt ihr das Spiel irgendwie anders vereinfachen. Habt ihr keine eisernen Nerven, kommt ihr nicht weit.

Schießt den Weg frei und bringt den Ball sicher bis zum Ende!

Beim Thema "Nerven" möchte ich auch auf die verschiedenen Steuerungsoptionen zu sprechen kommen, die Neonwall bietet. In der Regel könnt ihr zum Nintendo Switch-Controller eurer Wahl greifen. Ob nun Joy-Con in der Joy-Con-Halterung oder Joy-Con getrennt, angesteckte Joy-Con im Handheld-Modus oder der Nintendo Switch Pro Controller, Hauptsache ist es, dass ihr einen zweiten Stick zur Verfügung habt, um über beide eurer Laserkanonen Kontrolle zu haben. Wer die "Twin-Stick-Steuerung" gewohnt ist, mag wohl zu dieser Steuerungsvariante greifen, für alle anderen steht aber noch eine etwas natürlichere Art zu spielen bereit. Man hat sich tatsächlich die Mühe gemacht, die in den Joy-Con verbauten Gyro-Sensoren zu nutzen und so das Zielen mit den beiden Laserkanonen nachzustellen. Solltet ihr also die nötigen Nerven dazu haben, die Gyro-Sensoren vor dem Start eines jeden Levels und bestenfalls auch im Level neu zu synchronisieren oder auszurichten, dann könnt ihr auf diese Weise Neonwall spielen. Diese Art zu spielen war (leider) die intuitivste Steuerungsweise während meiner Zeit mit dem Spiel, was zu vielen nervigen Momenten führte, bei denen die Technik eben nicht zwingend das tut, was man sich vorstellt. Ob das der Joy-Con-Technik oder der Umsetzung des Entwicklers zu verschulden ist, kann ich nicht klar beantworten.

Die Optik ist wahrscheinlich ein kleines Highlight bei dem Spiel. Die Neon-Ästhetik sieht einfach cool aus und hilft dem Puzzle-Geschicklichkeits-Spiel sich von anderen Genrevertretern abzuheben. Passend zur futuristisch-digitalen Atmosphäre von Neonwall gibt es Techno-Musikstücke zu hören, die man eher bei einem Rennspiel anstatt bei einem Puzzle-Spiel erwarten würde. Doch ohne Frage passen sie in die konstruierte Arcade-Welt und wirken sich nicht negativ auf die Spielerfahrung aus. Ich bin um ehrlich zu sein ein wenig traurig, dass ich die Musiktracks bisher nicht online aufspüren konnte. Da sind gelungene Stücke dabei!

Redaktionswertung

6

Überzeugend

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Neonwall

Meinung von Daniel Kania
Neonwall ist nichts für schwache Nerven. Wer nach einem sehr herausfordernden und bestrafenden Puzzle-Geschicklichkeits-Spiel sucht, ist hier genau richtig. Dabei werdet ihr auch auf viel Trial-and-Error stoßen, sollten eure Reflexe nicht auf einem fast schon übermenschlichen Level sein. Beim Spielen kann viel Frust aufkommen, umso schöner ist dann aber das Erfolgserlebnis beim Meistern eines Levels. Optik und Sound sind thematisch passend und lassen das Spiel besonders wirken, was sicher ein Pluspunkt für das Spiel ist. Weniger gelungen ist die Bewegungssteuerung. Auch wenn diese sich am natürlichsten anfühlt und im Konzept spaßig ist, funktioniert die dahinterstehende Technik nicht immer so, wie man es sich wünschen würde.
Mein persönliches Highlight: "3, 2, 1, GEHEN!"

Kommentare 0

  • Noch keine Kommentare verfasst :(