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Test zu Tesla vs Lovecraft - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Tesla vs Lovecraft
  • USA USA: Tesla vs Lovecraft
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
16.03.2018
Vertrieb
10tons
Entwickler
10tons
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Auf den Spuren von Nikola Tesla

Von Max Kluge () Tesla vs Lovecraft ist ein Twin-Stick-Shooter aus dem Hause 10tons Ltd., in dem ihr als Nikola Tesla den seltsamen Vorkommnissen in der Stadt Arkham auf die Schliche kommt und euch schließlich gegen die schier unendlichen Monsterhorden des Autors Howard Phillips Lovecraft zur Wehr setzen müsst, damit diese nicht die Überhand im Stadtgebiet gewinnen. Dabei könnt ihr auf allerhand verschiedene Waffen, Fähigkeiten und sogar einen Kampfroboter zurückgreifen.

Habt ihr erst einmal alle Mech-Teile zusammen, könnt ihr die Gegner mit dem Kampfroboter regelrecht niedermähen.

Bevor es mit der Review wirklich losgeht eine kleine Anekdote zu Beginn: Beim ersten Starten des Spiels hatte ich eine ungute Vorahnung. In meiner ntower-Karriere als Tester kam ich vor nicht all zu langer Zeit in den „Genuss“ von einem Titel namens Crimsonland, welcher zwar ganz gute Ansätze zeigte, aber im Großen und Ganzen doch sehr langweilig war. Tesla vs Lovecraft erinnerte mich sofort an dieses Spiel. Top-Down-Perspektive, gleiches Entwicklerstudio, ähnliche Gameplay-Prämisse und Power-ups. Im Verlauf des Tests sollte sich allerdings herausstellen, dass der Titel um diverse Aspekte erweitert wurde. Welche das sind, erfahrt ihr nun.

Die Level in Tesla vs Lovecraft gestalten sich sehr ähnlich: Es geht eigentlich immer darum, allen Feinden in einer jeweiligen Umgebung den Garaus zu machen. Dabei stehen euch verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: Zum Beispiel tauchen immer wieder Waffen auf, mit denen ihr euch ausrüsten und die verschiedenen Projektile abfeuern könnt - manche haben ein größeres Magazin als andere, einige benötigen mehr Zeit zum Nachladen und so weiter. Ein wenig nervig ist, dass ihr, wenn ihr über eine Waffe lauft, diese sofort aufnehmt und somit euer derzeitiges Schusseisen austauscht. Das passiert nicht selten unbewusst, was ärgerlich ist, wenn ihr euch gerade mit einem bestimmten Werkzeug warmgespielt habt. Mit ein bisschen Vorsicht kann man dies allerdings doch recht gut vermeiden.

Zudem gibt es Power-ups, die euch auf dem Bildschirm angezeigt werden. Diese kommen in Form von Bomben, die euren Feinden Schaden zufügen, Schilden, die euch vor dessen Angriffen schützen, oder Healthpacks daher. Des Weiteren gibt es bestimmte Spezialfähigkeiten, die ihr ebenfalls einsammeln könnt und welche mit einer bestimmten Anzahl Ladungen daherkommen. Eine weitere Besonderheit sind die Mecha-Teile, die ebenfalls auf dem Schlachtfeld auftauchen. Sammelt ihr sechs davon ein, steigt ihr für eine gewisse Zeit in einen Kampfroboter und könnt den Monstern somit mächtig einheizen. Und als ob das noch nicht genug wäre, dürft ihr bei jedem Level-up noch aus zwei verschiedenen Perks wählen, die eure Fähigkeiten auf eine passive Art und Weise verbessern.

Tesla vs Lovecraft ist ein durchaus unterhaltsamer Top-Down-Shooter


Klingt alles ganz schön durcheinander? Nun, was Crimsonland an Abwechslung fehlte, spielt Tesla vs Lovecraft zu einem großen Teil über die verschiedenen Möglichkeiten, mit denen ihr den Monsterhorden des verrückt gewordenen Autors Feuer unterm Hintern machen könnt, ein. Das Ganze kommt dabei ziemlich dynamisch daher, wirkt allerdings auf den ersten Blick ein wenig überfordernd. Schnell stellt sich eine gewisse Routine ein und ihr entwickelt eine Strategie, nach der ihr die Ungetüme in zufriedenstellender Art und Weise zerlegt. Weniger wäre trotzdem mehr gewesen: Manchmal ist der Bildschirm vor lauter Feinden, Waffen und Power-ups ganz schön überladen. Was wiederum gut gelungen ist, ist, dass man sich mithilfe von bestimmten Kristallen feste Boni freispielen kann, die einen fortan durch sämtliche Level begleiten und eine Art Charakter-Entwicklung suggerieren.

Bei Tesla vs Lovecraft ist der Bildschirm nicht selten voll mit leuchtenden Projektilen.

Lobend zu erwähnen sind dieses Mal auch die verschiedenen Gegnertypen, die andere Angriffsmuster aufweisen und für die ihr eure Spielweise anpassen müsst. Nicht selten passiert es nämlich, dass ihr ins Gras beißt, weil ihr von einer Übermacht an Monstern überrannt werdet. Damit dies nicht geschieht, gilt es eure Fähigkeit der Teleportation richtig einzusetzen. Das bringt wiederum ordentlich Dynamik ins Gameplay, da ihr euch mit schnellen Sprüngen durch die verschiedenen Areale bewegen könnt.

Auch die Präsentation kann sich durchaus sehen lassen: Die unterschiedlichen Lichteffekte der verschiedenen Waffen, Explosionen und die Angriffe der Monster lassen die Szenerien farbenfroh, aber gleichzeitig auch schaurig und düster wirken. Die somit erschaffene Stimmung passt bestens zu den finsteren Visionen Lovecrafts, weist aber ebenfalls die Leichtigkeit eines leicht ironischen Mash-ups auf, welches auch nicht mit Referenzen an die Popkultur spart.

Auch hinsichtlich des Umfangs kann man nicht meckern: Die Stadt Arkham ist in drei verschiedene Ebenen unterteilt, die sich in ihrer Schwierigkeit unterscheiden und jeweils mit rund 30 Leveln aufwarten. Im Verlauf der Abschnitte kommt es dabei immer wieder zu Bosskämpfen, die das Gameplay zwar gut auflockern, insgesamt aber noch besser hätten in Szene gesetzt werden können. So kommen die großen Ungeheuer etwas gesichtslos daher und hinterlassen keinen bleibenden Eindruck. Schade eigentlich – hier wäre definitiv noch Luft nach oben gewesen. Auch beim restlichen Leveldesign stellen sich ab einer gewissen Zeit Abnutzungserscheinungen ein: Wirkliche Varianz gibt es hier nicht, obwohl man die verschiedenen Stages durchaus mit unterschiedlichen Zielen hätte ausstatten können. Gut, dass man sich der Übermacht Lovecrafts dabei nicht alleine stellen muss und im Multiplayer mit bis zu drei weiteren Freunden Seite an Seite kämpfen kann.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Tesla vs Lovecraft

Meinung von Max Kluge
Tesla vs Lovecraft ist ein actionreicher und unterhaltsamer Top-Down-Shooter, der mit einem interessanten Soundtrack und einer tollen Optik daherkommt. Der Umfang ist relativ groß ausgefallen und dürfte euch über mehrere Stunden vor der Nintendo Switch fesseln. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr den Monsterhorden Lovecrafts sogar zusammen mit einem Freund trotzen. Einzig die Bosskämpfe und die Levelstruktur hätten noch ein wenig innovativer ausfallen können. Einem weiteren Ableger stehe ich daher absolut positiv gegenüber.
Mein persönliches Highlight: Das actionreiche und farbenfrohe Gameplay, welches auf eine gewisse Art und Weise süchtig macht

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