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Test zu Sol Divide: Sword of Darkness for Nintendo Switch - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Sol Divide: Sword of Darkness for Nintendo Switch
  • USA USA: Sol Divide: Sword of Darkness for Nintendo Switch
  • Japan Japan: Sol Divide for Nintendo Switch
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
22.03.2018
Vertrieb
Zerodiv
Entwickler
Psikyo, Zerodiv
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Schwingt das Schwert der Dunkelheit!

Von Dennis Gröschke () Mit den Umsetzungen der alten Psikyo-Arcade- und Konsolen-Spiele auf die Nintendo Switch haben die Entwickler von Zerodiv eine Nische besetzt, die sehr populär ist. Viele ältere Spiele aus den 90ern feiern einen zweiten (oder dritten) Frühling auf der Hybrid-Konsole. Dabei konnten die von mir getesteten Spiele, Gunbird, Strikers1945 II und Zero Gunner 2, nicht alle überzeugen, stellen aber alle zu einem gewissen Grad Klassiker im Shoot 'em up-Genre dar. In diese Reihe möchte sich auch „Sol Divide: Sword of Darkness for Nintendo Switch“ einfügen, jedoch stellt sich die Frage: Ist das noch ein Shoot 'em up?

Wir starten mit kleineren Gegnern, um uns mit der Steuerung vertraut zu machen...

Zunächst ist die Lage klar. Ihr wählt einen der drei zur Verfügung stehenden Charaktere aus und fliegt mit ihnen durch die Level. So weit, so gut. Dabei ballert ihr was das Zeug hält auf die Gegner und erledigt so nach und nach einige von ihnen. Relativ bald merkt ihr aber, dass da noch mehr ist. Auf einer der frei konfigurierbaren Tasten wird geballert, auf einer weiteren Taste ein Nahkampfangriff ausgeführt und zuletzt ist auch noch eine Taste mit einer Art bildschirmfüllendem Effekt versehen. Also Stopp und Kommando zurück. Wie bei allen anderen Umsetzungen von Zerodiv, findet sich ein kurzes Manual auch bei Sol Divide in den Optionen. Nach dem Durchlesen der in englischer Sprache gehaltenen Anleitung wird klar: Da steckt doch noch ein wenig mehr dahinter.

Die bildschirmfüllenden Effekte sind Magie, die ihr an den passenden Stellen einsetzen solltet. Dazu gibt es extra eine Anzeige, die sich neben eurer Lebensenergie befindet. Löse ich die Magie durch die „X-Taste“ aus, leert sich die Anzeige (je nach Einsatz der Magie) und ich bin wieder auf meine anderen Angriffsarten angewiesen. Weiterhin fallen mir unterschiedliche Symbole unterhalb der Lebensenergie-Anzeige auf, diese repräsentieren die unterschiedlichen Arten von Zaubersprüchen, die ihr mit eurer Mana-Energie einsetzen könnt. So könnt ihr „Feuer, Blitz, Einfrieren, Zeit verlangsamen, Wind, Phoenix, Alptraum, Ladung, Meteor, Unbesiegbarkeit und Tod“ auslösen. Je mehr Energie der jeweilige Zauberspruch kostet, desto länger dauert es ihn mit seiner zur Verfügung stehenden Mana einsetzen zu können. Einige Sprüche sind auch nur bestimmten Charakteren vorbehalten und stehen deshalb nicht immer zur Verfügung.

Zu Beginn habe ich im Spiel immer draufgehalten und geschossen was das Zeug hält. Erst nach und nach fiel mir auf, dass diese Geschosse auch Mana kosten, mein „Geballere“ also den Einsatz von Zaubersprüchen erschwert. Also habe ich zwischendurch darauf verzichtet und mit meinem Speer im Nahkampf angegriffen. Siehe da, meine Mana-Energie erholte sich viel schneller und ich war in der Lage viel mehr Zaubersprüche einzusetzen. Diese strategische Komponente wird euch spätestens bei den bockschweren Bosskämpfen auf die Füße fallen, solltet ihr sie nicht berücksichtigen. Die Auswahl des entsprechenden Zauberspruches erfolgt dann auch mittels Durchschalten mit den Schultertasten. So gelangt ihr schnell zum gewünschten Effekt und könnt ihn auslösen. Das klappte im Spiel ohne Probleme.

...doch schon bald müssen wir uns den Bildschirm mit furchterregenden Kreaturen teilen.

Das Spiel strotzt auch nur so von Bosskämpfen, sind die Level an sich doch eher kurzgehalten. Ziemlich schnell trefft ihr auf Schlangen mit zwei Köpfen, Drachen oder auch blitzschnelle menschliche Endgegner, die euch mit ihren variantenreichen Angriffen das Leben schwer machen. Hinzu kommt, dass das Spiel mit seinen vorgerenderten Riesen-Sprites auch immer schon einen Teil des Bildschirmes belegt. Euer Charakter befindet sich in der Regel in der linken Bildschirmhälfte, wohingegen die Gegner von rechts in das Geschehen eingreifen. Der Bildschirm scrollt langsam von links nach rechts, die Hintergründe sind dabei auch vorgerendert und bewegen sich in den Bildebenen teilweise mit. Wenn ein Bossgegner erscheint, nimmt dieser dann gerne auch mal die Hälfte des Bildschirmes ein, da fällt das Ausweichen der Angriffe und Geschosse nicht mehr so leicht.

Die drei zur Verfügung stehenden Charaktere spielen sich unterschiedlich genug, um eine Varianz zu erkennen. Während Tyora mit einem schnellen Angriff ausgestattet ist, der nicht so eine hohe Durchschlagskraft hat, kann sich Kashon mit stärkeren Angriffen brüsten, muss dafür aber Geschwindigkeit in der Ausführung einbüßen. Vorg stellt die Mischung aus beiden Charakteren dar, nicht schnell aber auch nicht schwach, eben die „goldene Mitte“.

Die Geschichte spielt in einem typischen Fantasy-Szenario, bei dem es um Verrat und Machtmissbrauch geht, eure Aufgabe ist es den Despoten zu stoppen. Auf dem Weg durch die Levels findet ihr hier und da auch mal eine Abzweigung vor, insgesamt ist die Abfolge der Level doch strikt linear. Sehr hübsch anzusehen sind die Levels nicht, es herrscht ein matschiger Grün- und Grauton vor, was sicher zum düsteren Fantasy-Szenario passt, aber schon damals auf der Sony PlayStation und dem SEGA Saturn niemanden vom Hocker gehauen hat. Es ist wirklich kein hübsches Spiel, was auch für die Gestaltung der Protagonisten und der Antagonisten gilt. Hierbei meine ich die ebenso die Farbauswahl mit der eingeschränkten Palette an gedeckten Farben. Dennoch möchte ich eine Lanze für die fantasievolle Gestaltung der Figuren brechen, das Design erinnerte mich insbesondere bei den fliegenden Skeletten und der einen oder anderen Kreatur an die tollen Kreationen von Ray Harryhausen. Nicht zuletzt einige Animationen versetzten mich wieder in meine Kindheit, in der ich die Stop-Motion-Animationen der alten Sindbad-Filme verschlungen habe.

Japp, da ist ein Sandcrawler aus Star Wars im Hintergrund zu sehen. Wären doch alle Hintergründe im Spiel so.

Abschließend bleibt mein erneuter Verweis darauf, dass ihr den Schwierigkeitsgrad in 4 Stufen einstellen könnt. Weiterhin lässt sich die Menge der „Continues“ einstellen, mit denen ihr dann an der Stelle weitermachen könnt, an der ihr gestorben seid. Jedoch werdet ihr immer an den Anfang des entsprechenden Levels gesetzt. Ebenso einstellbar ist euer Lebensbalken, so könnt ihr direkt mit einer sehr geringen Lebensenergie in das Spiel starten, sollte euch das Spiel zu langweilig oder einfach werden.

Audiovisuell ist das Spiel, wie bereits erwähnt, kein Augen- aber auch kein Ohrenschmaus, die Soundeffekte und musikalische Untermalung hören sich sehr gedämpft an und begeistern nicht wirklich. Die Bildwiederholrate lässt keine Wünsche offen. Hier ruckelt nichts, das sollte aber auch nicht verwundern. Ein zweiter Spieler kann jederzeit mit einsteigen, was das Spiel ein wenig spaßiger macht, weil hier eine Absprache hilfreich sein kann. Weder mit angeschlossenen Joy-Con im Handheld-Modus noch in der Steuerung mit Nintendo Switch Pro Controller konnte ich eine Unterstützung der HD-Rumble-Funktion feststellen. In den anderen Umsetzungen von Zerodiv war diese Unterstützung noch vorhanden, eventuell wird diese nachgepatcht.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu Sol Divide: Sword of Darkness for Nintendo Switch

Meinung von Dennis Gröschke
Sol Divide ist ein ungewöhnliches Spiel. Es ist kein klassischer Shooter, weil der Nahkampf einen großen und wichtigen Teil im Gameplay einnimmt. Gleichzeitig ist das aber auch ein Alleinstellungsmerkmal, was mir persönlich zum Beispiel gut gefallen hat. Auch die großen Sprites sind durchaus ein Kriterium, wären sie doch ein wenig hübscher. Was solls, einen Schönheitspreis gewinnt das Spiel nun auch nicht mehr, solange das Gameplay stimmt. Sol Divide macht Spaß und überrascht durch die Vielfalt an Angriffsmöglichkeiten wie Nahkampf, Fernkampf und Magieeinsatz, was eine strategische Vorgehensweise notwendig macht. Das Kreaturen-Design hat mir aus den im Test ausgeführten Gründen gut gefallen, weil es Kindheitserinnerungen weckte. Wer damit nichts anfangen kann, sieht sich hässlichen Sprites in einer matschigen Umgebung gegenüber, die mit dumpfen Sondeffekten und kargen Animationen gespickt ist, da kann das Spiel nicht wirklich punkten. Wer darüber hinwegsehen kann, hat durchaus für 1-2 Stunden Spaß mit dem Spiel, alle anderen suchen sich einen moderneren Shooter oder schnappen sich eine der anderen Arcade-Umsetzungen auf der Nintendo Switch. Es ist ja nicht so, als wäre die Auswahl klein...
Mein persönliches Highlight: Ganz klar die gegnerischen Kreaturen, farblich und in der Animation eine Katastrophe, aber im Design für mich einfach ansprechend.

Kommentare 2

  • Cyd Turmbaron - 06.04.2018 - 12:28

    Shmup? Wenigstens ein bisschen? Mehr brauch ich nicht zu wissen. Ist gekauft! Switch ist ne absolut geniale Shmup-Konsole, wie einst die X360.
  • Smart86 Turmritter - 06.04.2018 - 14:41

    Hab das Spiel mal Retail für die PS2 im Hollandurlaub für 2 € (Neuware) mitgenommen (neben einigen anderen Titeln von 505 Games/Psikyo wie Samurai Aces und Dragon Blaze). Ist ganz nett.

    ~ MfG Smart86 ~