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Test zu ClusterPuck 99 - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: ClusterPuck 99
  • USA USA: ClusterPuck 99
  • Japan Japan: ClusterPuck 99
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
29.03.2018
Vertrieb
Coatsink Software
Entwickler
PHL Collective
Genre
Action
Spieleranzahl
Lokal: 8 - Online: 0
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Eine Art Eishockey für bis zu 8 Spieler

Von Roman Dichter () 99 Dinge, die ihr über ClusterPuck 99 wissen müsst – das hätte doch wunderbar zum Namen des Spiels gepasst. Trotzdem habe ich dann doch eine andere Überschrift für diesen Text gewählt. Ich weiß nicht wirklich, warum die 99 im Titel steht. Ist die Idee zum Multiplayer-Spaß schon im letzten Jahrtausend entstanden? Vielleicht. Auf jeden Fall kostet das Spiel euch keine 99 Euro, und auch 99 Spieler werdet ihr nicht vor dem Bildschirm versammeln können. Und als wäre das nicht genug, fallen mir auch beim besten Willen keine 99 Dinge ein, die ich euch über das Spiel berichten könnte. Also vergessen wir einfach die 99 und reduzieren es auf 4. Diese vier Dinge solltet ihr über ClusterPuck 99 wissen:

1. Das Spielprinzip
Hier haben wir es mit einer der einfachsten und gängigsten Variante der Sportspiele zu tun, wie wir sie alle vom Fußball oder (was hier wohl etwas besser passt) Eishockey kennen. Es gibt zwei Teams, zwei Tore und einen Puck, den jedes Team ins gegnerische Tor befördern möchte. Im Gegensatz zu den diversen Sportarten, die dieses grundlegende Spielprinzip übernommen haben, gibt es bei ClusterPuck 99 kein komplexes Regelwerk, das die Angelegenheit verkomplizieren würde, aber ihr auch mehr Tiefe verleihen könnte. Es gibt also weder Freistöße noch Fouls, Einwürfe, Strafstöße und schon gar keinen Videobeweis. Der Puck muss ins Tor, fertig. Das ist einfach zu verstehen und somit gerade in Mehrspieler-Matches, die der Kern dieses Titels sind, leicht zugänglich.

Ganz einfach: Der Puck muss ins Tor!

Auch die Steuerung bleibt dem Motto „keep it simple“ treu. Ihr bewegt euch mit dem Analog-Stick und könnt mit den Tasten schießen, den Gegner checken, bremsen oder Energie aufladen, um einen „Kraftschuss“ abzufeuern. Das Ganze kann mit allen gängigen Controller-Varianten gespielt werden. Eine Besonderheit gibt es aber, wenn ihr einen einzelnen Joy-Con benutzt – eine Variante, die gerade dann sinnvoll ist, wenn ihr mit vielen Spielern vor dem Fernseher sitzt. In diesem Fall habt ihr natürlich keinen zweiten Analog-Stick zur Verfügung. Dieser wird bei den anderen Controller-Varianten dazu verwendet, in eine Richtung zu zielen, die auch von der Bewegungsrichtung abweichen kann. Wie ihr euch denken könnt, ist bei einem einzelnen Joy-Con dann die Bewegungsrichtung auch gleichzeitig die Schussrichtung, was grundsätzlich auch gut funktioniert, wenngleich ich die spezielle Zielfunktion per zweitem Stick schon bevorzuge.

2. Die Arenen
Während das Spielprinzip für sich betrachtet vielleicht nicht schlecht, aber doch eher unspektakulär ist, sind die verschiedenen Arenen die Stärke von ClusterPuck 99. Diese unterscheiden sich nicht nur optisch voneinander, sondern sind komplett unterschiedlich designt. Auch wenn es recht einfach gestaltete Spielfelder gibt, die sich wie typische rechteckige Fußballfelder nicht besonders in den Vordergrund drängen, finden wir andererseits auch sehr ausgefallene Arenen. Das beeinflusst den Spielverlauf und auch den Spielspaß sehr. Zunächst ist die Form der Arena entscheidend. Es gibt eckige und runde Flächen, Wände, um die ihr euch herumbewegen müsst und manchmal auch Löcher, in die man hineinfallen kann.

Im Editor könnt ihr eigene Arenen basteln.

Zudem begegnen euch besondere Hindernisse, die das Ganze noch turbulenter machen. Stachelige Objekte solltet ihr meiden, sonst hinterlasst ihr nur noch einen Blutfleck und seid für ein paar Sekunden aus dem Spiel. Außerdem gibt es gummiartige Hindernisse, bei deren Berührung ihr wie eine Flipperkugel über das Feld schießt. Auch spezielle Turbofelder verleihen euch Schwung – teilweise mehr, als euch lieb ist. Gerade in Kombination mit Abgründen oder Stachelwänden in der Nähe sind derartige Geschwindigkeitsschübe natürlich gefährlich. Unterm Strich sorgen die verschiedenen Arenen für reichlich Action und Abwechslung. Zwar gefallen mir nicht alle gut – ich mag es doch lieber übersichtlich und weniger chaotisch – aber ich habe ja auch die Wahl zwischen 30 Arenen. Wer dann noch immer nicht zufrieden ist, betritt einfach den ebenfalls einfach gestalteten Arena-Editor und bastelt sich eine eigene, ganz nach den persönlichen Vorlieben.

3. Für Einzelspieler
Was bietet ClusterPuck 99 für den überzeugten Einzelgänger? Um es klar zu sagen: nicht viel! Ich rate euch grundsätzlich vom Kauf ab, wenn ihr nicht hin und wieder vorhabt, Freude einzuladen oder mit der Familie zu spielen, denn nur für Einzelspieler gibt es zu wenig Substanz. So gibt es keinen Turnier- oder Karriere-Modus wie in anderen Sportspielen. Ebenfalls nicht vorhanden ist ein Online-Modus, was wirklich sehr schade und für ein Spiel dieser Art dann leider auch ein dicker Minuspunkt ist. Wer also allein vor der Nintendo Switch sitzt, wird nicht viel Freude mit ClusterPuck 99 haben.

Challenge-Modus: Trefft alle Ziele in der vorgegebenen Zeit.

Das heißt allerdings nicht, dass es keine Möglichkeit gäbe, allein zu spielen. Neben dem liebevollen Basteln im angesprochenen Arena-Editor lohnt es sich durchaus, den Challenge-Modus auszuprobieren. Hier warten ganz unterschiedliche Herausforderungen auf euch. Neben klassischen Matches, in denen ihr CPU-Konkurrenten besiegen müsst, gibt es beispielsweise eine Zielübung, bei der ihr vor Ablauf der Zeit möglichst viele Ziele mit eurem Puck treffen müsst, obwohl sie teilweise schwer erreichbar sind. Nicht einfach ist auch das Durchschreiten eines zufällig generierten Hinderniskurses, bei dem man sehr präzise und mit gutem Timing ans andere Ende kommen muss. Habt ihr eine Herausforderung bestanden, erhaltet ihr ggf. eine Medaille dafür (und könnt versuchen, euch im nächsten Anlauf zu steigern) und schaltet die nächste Herausforderung frei. Der Challenge-Modus ist durchaus gelungen, bietet aber nur sehr überschaubaren Inhalt. Daher ist er als Bonus zu verstehen, nicht als Kaufargument für Einzelspieler.

4. Mehrspieler-Matches
Das Spiel mit und gegen Menschen ist der Kern von ClusterPuck 99. Wegen des fehlenden Online-Modus seid ihr leider ganz auf lokale Partien beschränkt. Natürlich braucht jeder Spieler einen Controller, bis zu 8 Leute dürfen dann zugleich spielen. In diesem Zusammenhang muss ich leider einen Kritikpunkt anbringen, der aus meiner Sicht nicht nötig gewesen wäre. Leider ist es nicht möglich, einzelne Joy-Con mit anderen Controller-Varianten zu kombinieren. Ich besitze beispielsweise zwei Paar Joy-Con und zwei Pro Controller. Da war natürlich mein Gedanke, dass ich schon mit meiner Ausrüstung 6 Spieler antreten lassen kann, ohne dass noch jemand Controller mitbringen muss. Spielt aber jemand mit dem Pro Controller, muss ein zweiter Spieler zwangsläufig beide Joy-Con benutzen. Verwendet man dagegen im Party-Modus die dort zulässigen einzelnen Joy-Con, werden keine Pro Controller akzeptiert. So blieb es (bei meiner Ausrüstung) dann bei maximal 4 Spielern – schade!

Bis zu 8 Spieler dürfen gleichzeitig antreten.

Wer nicht direkt mit 8 Joy-Con und Spielern dienen kann, darf die beiden Teams auch mit CPU-Spielern auffüllen, deren Stärke einstellbar ist. Ihr dürft sogar unfaire Teams zusammenstellen, bei denen eine Mannschaft mehr Spieler hat als die andere. Das ist natürlich eine gute Möglichkeit, ein Handicap auszugleichen, wenn ihr beispielsweise zu echten Profis geworden seid, während eure Gäste noch Anfänger sind und Probleme haben. So ergeben sich in verschiedenen Konstellationen und in verschiedenen Arenen durchaus unterhaltsame Matches. Trotzdem kam der ganz große Spaß nicht auf, weil alles einfach zu wenig Tiefe bietet, teils etwas hektisch und auch von der audiovisuellen Präsentation her recht langweilig wirkt. So hatten wir für einige Partien durchaus Freude, wechselten aber dann doch recht bald zu anderen Mehrspieler-Perlen wie Mario Kart 8, die dann doch deutlich mehr langfristigen Spaß liefern.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

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Unser Fazit zu ClusterPuck 99

Meinung von Roman Dichter
ClusterPuck 99 ist ein nettes Mehrspieler-Erlebnis, bei dem ihr (vergleichbar mit Eishockey) einen Puck ins Tor des gegnerischen Teams befördern müsst. Das Spiel überzeugt vor allem durch abwechslungsreiche Arenen, die ihr in einem Editor auch selbst erstellen dürft. Davon abgesehen fehlt dem Spiel die Tiefe, um langfristig zu motivieren. Dafür ist es aber schnell verständlich und leicht zugänglich, was für ein paar schnelle Partien mit euren Freunden von Vorteil ist. Bis zu 8 Spieler können mit- und gegeneinander antreten, und dafür ist ClusterPuck 99 auch gedacht. Trotz einiger unterhaltsamer Herausforderungen im Challenge-Modus sollten reine Einzelspieler sich lieber bei anderen Titeln umsehen. Zusätzliche Modi, wie Turniere oder Online-Spiele, hätten dem Spiel gutgetan. So bleibt nur ein kleiner, mit mehreren Spielern kurzfristig unterhaltsamer Titel, den ihr besonders dann im Auge behalten solltet, wenn ihr gern mit vielen Freunden gleichzeitig spielt.

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