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Test zu Masters of Anima - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Masters of Anima
  • USA USA: Masters of Anima
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
10.04.2018
Vertrieb
Focus Home Interactive
Entwickler
Passtech Games
Genre
Adventure, Action
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Pikmin? Eher Overlord

Von Dirk Apitz () Masters of Anima wird immer gern als Mischung aus Pikmin und Diablo bezeichnet. Nun gleich vorweg, diese Spiele dienten wohl kaum als Vorbild und würden der Beschreibung nicht gerecht werden. Wenn überhaupt, lässt es sich eher mit dem Konsolen-Strategiespiel Overlord vergleichen. Ebenfalls vorweg sei gesagt, dass dieses Spiel langweiliger aussieht, als es ist. In Wahrheit haben wir es mit einer richtigen Überraschung zu tun und einem der besten Titel im Frühjahr 2018.

Oh, keine Dämonen, sondern Golems!

Die Fantasy-Welt in Masters of Anima wurde vor Jahren von Golems heimgesucht, doch die sogenannten Former, welche Soldaten erschaffen können, konnten diese vertreiben. Heute lebt die Welt in Frieden und weiterhin gibt es die Former, damit das auch so bleibt. Eine davon ist Ana und diese auch mächtige Formerin hat einen Verlobten mit dem Namen Otto. Aus einem Grund, der uns nicht näher erläutert wird, muss Otto ebenfalls ein Former werden und dazu die Prüfungen abschließen. Otto hat eigentlich gar keine Lust dazu und ist eher faul, allerdings ist seine Liebe zu Ana so stark, dass er diese Prüfung abschließen will. Also geht er raus und an dieser Stelle übernimmt der Spieler unseren Helden. Auf dem Weg zum Meister Yaku, der in seinem Tempel wartet, schlagen wir noch ein paar Büsche kaputt, damit Ana ihre Lieblingsblumen bekommt. Auf diesem Weg lernen wir, wie wir selbst schlagen und zwar einfach mit der Y-Taste. Damit können wir etwas Schaden anrichten und drücken wir mehrmals diese Taste, führt Otto ein paar Kombos aus.

Dann mal los! Noch sind keine Gegner in Sicht.

Im Tempel angekommen geht auch das Training sofort los. Auf dem Weg habt ihr noch Kugeln aufgesammelt, sogenannte Anima. Wir bekommen erklärt und sehen auch gleichzeitig unten rechts mehrere Kugeln. Sammelt ihr einen Anima, füllt sich diese Kugel. Habt ihr eine volle Kugel, könnt ihr Einheiten beschwören, indem ihr ZR und die A-Taste gleichzeitig drückt und schon kommt ein kleiner Trupp von sogenannten Wächtern. Diese Nahkampfeinheiten könnt ihr nun befehligen. Drückt ihr nur die A-Taste, dann geht ein Wächter auf das angegebene Ziel zu und wenn dort ein Gegner ist greift er ihn an oder bei einem Hindernis, wie einen Fels, versucht er zu schieben. Die Einheiten wissen automatisch, was gerade zu tun ist. Haltet ihr die A-Taste gedrückt, gehen alle Einheiten dahin, die diese Klasse haben. Haltet B gedrückt und alle Einheiten kommen wieder. Solltet ihr ZR und die B-Taste drücken, dann opfert ihr eine Einheit, die dann wieder zu einem Anima wird. Später wisst ihr noch, dass ihr mit L oder R zwischen den Klassen wechseln könnt, sobald ihr mehrere Klassen habt. Schon sehr früh bekommt ihr Fernkampfeinheiten, die sogenannten Jäger, die mit Pfeil und Bogen die Gegner attackieren. Diese schießen automatisch, wenn ihr in der Nähe eines Gegners diese Einheiten platziert. Auch wenn ihr zig Anima übrig habt, könnt ihr aber nicht unendlich viele Einheiten beschwören, denn es gibt auch ein Einheiten-Limit. Mit X könnt ihr auch einzelne Einheiten anwählen und dann steuern.

Blitze, Gegner und noch mehr Effekte. Das Spiel sieht wirklich gut aus.

Otto scheint im Tempel ein richtiges Naturtalent zu sein und beweist wahres Können dabei. Doch plötzlich bebt alles und Felsen kommen vom Himmel! Wir müssen aus dem Tempel raus und Ana retten. Auf dem Weg müssen unsere Einheiten Felsbrocken verschieben und plötzlich tauchen Golems auf, die wir bezwingen müssen. Auf dem Weg finden wir Artefakte, die unsere Lebensenergie erhöhen können, die Lebensenergie aufladen oder Türen öffnen. Das Problem ist, dass dies Anima kostet. Auch gibt es ein Artefakt, wo ihr etwas mehr Erfahrungspunkte bekommt und schon kommen wir zum Rollenspiel-Part. Ihr steigt im Level auf und bekommt auch Skill-Punkte. Nach jedem Level könnt ihr zum Beispiel eure Truppenanzahl erhöhen, die Stärke eurer Wächter oder die eigenen Kraftpunkte, damit Otto noch härter zuschlägt. Im Übrigen gibt es auch eine Spezialfähigkeit von Otto, die ihr mit ZR und Y aktiviert. Ist Otto bei den Wächtern, können diese Schilde durchbrechen und sollten im Radius Jäger sein, feuern diese Pfeile mit Bomben ab. Ana wird im Übrigen am Ende von einem mächtigen Zauberer in mehrere Splitter geteilt und will die Welt zerstören. Otto ist der letzte Former und die letzte Hoffnung. Doch Otto ist ziemlich egoistisch unterwegs und will nur seine Ana retten und dann fliehen. Dennoch hat der Meister ein wenig Hoffnung, dass Ana gerettet wird und sie Otto zur Vernunft bringt. Die Geschichte ist damit jetzt nicht besonders herausragend, nimmt sich aber nicht so ernst und wird euch schon zum Schmunzeln bringen.

Oh ein Kampf, ich plane mal Zeit ein!

Die Kämpfe, die in einem begrenzten Areal stattfinden, aus dem ihr nicht fliehen könnt, sind sehr intensiv, andere würden sagen zäh. Die Steuerung ist sehr komplex und neben taktischem Geschick ist auch Überblick und das Vertrauen in die Steuerung wichtig. Das Spiel führt euch aber gut und clever ein, und auch wenn der Anfang sehr einfach gehalten wird, hat der Spieler dennoch eine Herausforderung, da er sich mit der Steuerung vertraut machen muss. Die Gegner, leider sehen diese fast immer gleich aus, sind zudem auch nicht so dumm. Eure Einheiten werden betäubt oder komplett zerstört. Nur gut, dass am Anfang in diesem Radius auch genug Anima herumliegen, sodass man nicht haushalten muss. Später wird das aber deutlich schwieriger. Es bringt nichts einfach eure Einheiten auf den Gegner zu schicken und diese machen zu lassen. Immer wieder müsst ihr diese wieder an euch ziehen, weil der Gegner ein Beben startet oder eure Jäger die Position wechseln müssen, da der Gegner euch tacklen will. Endbosse sind da noch schwieriger, da die im Grunde nie stillstehen und eure volle Aufmerksamkeit benötigen. Später habt ihr bis zu 100 Einheiten und da wird es noch schwieriger, den Überblick zu behalten, zudem dann noch andere Einheiten dazu kommen, die wieder ganz andere Fähigkeiten haben wie Magier oder Schützen. Wer nicht konzentriert ist, der verliert. Dadurch, dass zwischen den sehr langen Kämpfen es einige Rätsel gibt, ist Abwechslung geboten und es wird nicht nur zur stumpfen Schlachtorgie. Versteht mich bitte nicht falsch, die Kämpfe sind alles andere als simpel und stumpf, aber eben sehr lang und können auf Dauer schon ermüden. Hier haben die Entwickler aber mitgedacht und eben das Ganze auch mit kleineren Erkundungen aufgelockert. Zudem ist keine Welt so richtig in die Länge gezogen.

Auf der Brücke habt ihr wenig Platz und so wird das Taktieren etwas schwieriger.

Ihr könnt es euch denken, aber im Handheld-Modus kann man da schon eher die Übersicht verlieren. Nun es ist nicht unmöglich aber schon etwas schwieriger, besonders im späteren Verlauf. Dafür läuft es im Handheld-Modus flüssig, wie auch auf dem großen Fernseher. Allgemein muss die grafische Präsentation gelobt werden. Der Comic-Stil passt zur etwas lockeren Atmosphäre und sieht wirklich gelungen aus. Klar innerhalb der Welten ähneln sich viele Objekte, aber da die Welten selbst sehr unterschiedlich aufgebaut sind, wird es nicht langweilig. Zudem passiert tatsächlich sehr viel auf dem Bildschirm und gerade später, mit der Masse an Einheiten, ist es bei den ganzen Explosionen und Effekten sehr gut, dass es nicht ruckelt.

Der Soundtrack dagegen ist leider etwas fad und langweilig. Dagegen sind die Synchronsprecher wirklich klug ausgewählt und treffen immer die passende Stimmung. Das kann ich auch von den Toneffekten sagen, die sofort signalisieren, was gerade auf dem Schlachtfeld passiert. Für die Übersicht nicht so unwichtig. Die Synchronisation ist im Übrigen komplett auf Englisch aber wurde, wie das komplette Spiel, ins Deutsche übersetzt.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu Masters of Anima

Meinung von Dirk Apitz
Masters of Anima ist wirklich ein gelungenes Echtzeit-Strategie-Spiel mit Rollenspiel-Elementen. Die grafische Präsentation ist wirklich gelungen und auch die Synchronisation ist für einen Indie-Titel nicht verkehrt. Besonders gefallen hat mir aber das Gameplay. So können Strategiespiele auf der Konsole auch aussehen und obwohl die Kämpfe sehr lang sind, wird das Spiel nicht eintönig und die Rätsel lockern das Ganze sehr gut auf.
Mein persönliches Highlight: Die tolle Präsentation

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