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Test zu Sling Ming - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Sling Ming
  • USA USA: Sling Ming
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
05.04.2018
Vertrieb
Good Night Brave Warrior
Entwickler
Good Night Brave Warrior
Genre
Platformer, Puzzle, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Die Oxyline bringt euch in Schwung!

Von Max Kluge () Als das Königreich von Prinzessin Ming von schweren Erbeben und anderen Naturkatastrophen heimgesucht wird, versucht sie der Sache nachzugehen. Unter dem königlichen Palast findet sie die seltsame Oxyline, eine Seilbahn, die sie zu einer Tür führt, hinter der sie die Lösung des Problems vermutet. Diese wird allerdings von drei Siegeln verschlossen, die auf drei verschiedenen Planeten verstreut sind. Also zieht Ming aus, um sich per Seilbahn-System durch die verschiedensten Umgebungen zu navigieren und die Relikte zu finden.

Grüne Knotenpunkte könnt ihr verschieben, um euch durch kniffelige Situationen manövrieren zu können.

Das Spielprinzip ist dabei stets ähnlich aufgebaut: Es ist eure Aufgabe komplett unbeschadet an das Ende des jeweiligen Abschnitts zu gelangen. Dabei könnt ihr sogenannte Itoms einsammeln und bestimmte optionale Aufgaben lösen, um mehr Punkte zu bekommen. Jeder Planet, den ihr so bereist, ist in eine bestimmte Anzahl von Leveln unterteilt, an deren Ende stets ein Bosskampf steht.

Die Level selbst sind sehr abwechslungsreich und kommen mit vielen unterschiedlichen Elementen daher. Seien es Schalter, die ihr mittels geschicktem Schwingen auslösen müsst, oder Magnete, die ihr verbinden könnt, um so neue Wege freizuschalten – in Sling Ming werden eure grauen Zellen ordentlich auf Vordermann gebracht. Nicht selten grübelt ihr zunächst über die Lösung eines Abschnitts, bis euch endlich ein Licht aufgeht und der Titel euch motiviert in die nächste Denksportaufgabe entlässt.

Das Kernelement des Spiels ist dabei Mings Bewegung per Seilbahn. Ihr steuert den Charakter dabei nicht direkt, sondern könnt ausschließlich die Knotenpunkte anwählen, zu der sich die Prinzessin als nächstes bewegen soll. Dabei generiert ihr Schwung und Bewegung, die ihr geschickt nutzen müsst, um bestimmte Hindernisse zu umgehen. Diese Art des Gameplays ist vor allem zu Beginn sehr ungewohnt und muss erst einmal verinnerlicht werden. Hat man das Ganze aber erst einmal raus, funktioniert es über große Strecken des Spiels wirklich gut und macht viel Spaß.

Sling Ming hat eine interessante Gameplay-Mechanik im Gepäck: das Schwingen

Was ein wenig schade ist, ist, dass Ming sich überhaupt nicht bewegen kann. Wenn man auch nur ein paar Millimeter neben einem Itom steht, welches man gerne aufheben würde, muss man sich erst per Oxyline neu justieren. Das dauert unnötig lang und nervt manchmal schon ganz schön. Auch gibt es Passagen, in denen man sich schnell ins Aus manövrieren kann und den jeweiligen Level neu starten muss. Generell sind die Abschnitte allerdings nicht so lang, dass dies furchtbar frustrierend wirken würde. Es wirkt vielmehr als Teil des Trial and Error-Prozesses, den man für die Lösung vieler Rätsel anwenden muss.

Die Steuerung funktioniert hierbei übrigens per Controller und Touchscreen – allerdings müsst ihr euch im Menü für eine der Varianten entscheiden. Ich empfand das Spielen per Touch-Befehl dabei wesentlich angenehmer, weil man bestimmte Knotenpunkte schneller anwählen oder verschieben kann.

Auch ein wenig problematisch sind die Tutorials des Spiels: Immer, wenn neue Steuermanöver eingeführt werden, gibt es eine kurze Erklärung, wie genau ihr vorgehen müsst. Diese Anleitungen sind meist nur sehr knapp und etwas kryptisch – per Piktogramm oder kleinen aufeinanderfolgenden Bildchen – in Szene gesetzt. Häufig versteht ihr nicht genau, was ihr machen müsst und kommt ein wenig später und eventuell auch frustriert selbst auf die Lösung. Hier hätten die Entwickler bestimmt eine bessere Herangehensweise wählen können.

Jeder Planet bringt seine Eigenheiten mit sich. Hier werden Magnete eingeführt.

Die eben bereits genannten Bosskämpfe sind zwar eine schöne Abwechslung, können aber ganz schön hektisch, unkoordiniert und frustrierend werden. Das liegt daran, dass ihr eben überhaupt keinen Treffer einstecken dürft – jeder Fehler wird somit rigoros bestraft. Hier hätte man eventuell noch ein wenig mit mehreren Lebenspunkten nachbessern können.

Hinsichtlich der Präsentation kann man bei Sling Ming eigentlich nicht meckern. Der Stil der Grafik ist natürlich Geschmackssache – mir persönlich hat er mit zunehmender Spieldauer immer besser gefallen, auch wenn ich finde, dass die Charaktere irgendwie nicht richtig in die Welt passen möchten. Der Soundtrack hingegen ist schön dezent, bleibt daher allerdings auch überhaupt nicht im Kopf hängen.

Zu guter Letzt ein kleines Wort zum Umfang: Wenn ihr – wie ich – nicht der gewiefteste Puzzle-Fan seid, werdet ihr Sling Ming in rund vier Stunden absolvieren. Das klingt zwar nicht besonders lang, ist aber angesichts des moderaten Preises des Titels angemessen. Nachdem ihr die Handlung komplettiert habt, könnt ihr euch zudem in jedem Level noch einmal umschauen, bestimmte Herausforderungen bestehen oder Itoms sammeln.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Sling Ming

Meinung von Max Kluge
Sling Ming ist ein spaßiges Puzzle-Spiel für zwischendurch, welches mit der Oxybahn ein interessantes Gameplay-Element aufweist. Das Schwingen, welches ihr durch Bewegungen auf der Seilbahn bewirkt, möchte dabei geschickt eingesetzt werden, um die verschiedenen Level unbeschadet zu durchwandern. Man muss sich daher zwar erst einmal ordentlich in das Spielgeschehen einarbeiten, wenn man aber verstanden hat, worum es geht, ist es umso belohnender, ein Rätsel zu lösen. Ein paar Punktabzüge gibt’s für die recht hakeligen und teils frustrierenden Bosskämpfe und die Tutorials, die nicht immer sonderlich eindeutig sind.
Mein persönliches Highlight: Herauszufinden, wie man sich richtig durch eine kniffelige Situation schwingt

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