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Test zu Asdivine Hearts - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Asdivine Hearts
  • USA USA: Asdivine Hearts
  • Japan Japan: Asdivine Hearts
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
12.04.2018
Vertrieb
KEMCO
Entwickler
KEMCO, EXE-Create
Genre
RPG
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Test zu Asdivine Hearts - Nintendo Switch

Von Rhydwen () Schon 2015 veröffentlichte das japanische Entwicklerstudio KEMCO ihr JRPG Asdivine Hearts auf der Wii U. Am 12. April wurde das Spiel nun auch für die Nintendo Switch veröffentlicht. Wie sich das Spiel auf der neusten Konsole von Nintendo schlägt und ob sich die lange Reise durch Asdivine lohnt, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen:

Götter, Monster, Waffen und... eine Katze?!

Die Story von Asdivine Hearts spielt in der magischen Welt von Asdivine. Eine Welt, die von zwei Göttern erschaffen wurde: dem für das Leben stehenden Lichtgott und dem Schattengott, der den Tod symbolisiert. Viele Jahrhunderte lebten die Bewohner von Asdivine in Frieden und Harmonie. Bis zu dem Tag, an dem sich für Asdivine und deren Bewohner für immer alles verändern sollte. Ein verheerender Blitz schlug im Land ein und brachte eine Menge finstere Kreaturen und Unheil mit sich. Die verängstigten Bewohner arrangierten sich mit der Zeit mit dem Schicksal, das sie ereilte, und verdrängten das schreckliche Ereignis.

Auf geht es in die weite Welt von Asdivine. Wäre da nur nicht das ständige warten auf die Begleitung.

Ein Jahr nach dem Blitzeinschlag schlüpft man in die Rolle von Zack, dem Protagonisten von Asdivine Hearts. Zack ist ein Waise, der in einem Waisenhaus im Süden von Asdivine lebt. Begleitet wird er stets durch seine beste Freundin und „Mitbewohnerin“ Stella, die den einen oder anderen kleinen „Tick“ besitzt. Die Bewohner des Waisenhauses, das unter der Leitung von Mrs. Hermitt betreut wird, kümmern sich seit einer gewissen Zeit um eine ausgestoßene Wildkatze. Die erste Mission besteht darin, die Wildkatze in ihre natürliche Umgebung zurück zu bringen. So bekommt ihr den Auftrag von Mrs. Hermitt, diese in den umliegenden Wäldern auszusetzen.

Dort angekommen, begegnen Zack und Stella einer mysteriösen gelben Lichtkugel. Als sich diese Zack nähert, um dessen Körper als Wirt zu nutzen, springt die Wildkatze zwischen die beiden und wird von der Lichtkugel getroffen. Da diese nun in dem Körper der Katze gefangen ist, berichtet sie, dass Zack und Stella angeblich vor dem Lichtgott stehen. Verblüfft davon, dass die Wildkatze, die sie wieder aufgepäppelt haben, plötzlich die menschliche Sprache spricht, halten es die beiden für einen schlechten Witz und machen sich über das sprechende Tier lustig. Da es nur den mächtigsten Monstern in Asdivine möglich ist, neben den Menschen, die humane Sprache zu sprechen, beschließen Zack und Stella die Wildkatze, die sie liebevoll Felix taufen, vorerst wieder zurück in das Waisenhaus zu nehmen, um Mrs. Hermitt nach Rat zu fragen. Ab hier beginnt die lange Reise mit dem Ziel, herauszufinden, was vor einem Jahr bei dem Blitzeinschlag geschah und wer dafür verantwortlich ist.

Tolles Gameplay, aber wo ist das Tutorial?

Asdivine Hearts erfindet das Rad nicht neu, wenn es um das Gameplay geht. Typische JRPG-Inhalte wie rundenbasierte Kämpfe, Spezialattacken und Levelaufstiege sind auch hier zu finden und sollten das Herz von jedem Rollenspiel-Liebhaber höher schlagen lassen. Es wird einem zwar alles mehr oder weniger erklärt, aber einfach zu ungenügend, um besonders als Anfänger die verschiedenen Funktionen zu verstehen. Viele Funktionen, die ziemlich elementar für das Gameplay sind, wurden einfach nur kurz angeschnitten. Man hatte nach dem Tutorial mehr Fragen, als man Antworten bekommen hat. Hier gilt das Sprichwort „learning by doing“. Was für den erfahrenen Spieler ein besonderer Reiz wäre, kann für einen Anfänger der pure Horror sein.

Mit einer richtigen Formation und Taktik lassen sich auch die stärksten Gegner besiegen.

Hat man die ganzen Gameplay-Mechaniken erst einmal verinnerlicht, offenbaren sich schier endlose Möglichkeiten, welche das Spielgeschehen auf unterschiedlichste Art und Weise beeinflussen. So kann man unter anderem, für JRPGs typisch, die Formation seiner Gruppe verändern oder auch außerhalb eines Kampfes einen magischen Zauber zum Heilen anwenden. Doch eine Funktion sticht besonders hervor: Man kann unter anderem in Kämpfen besondere Steine erhalten. Diese geben euch einen Bonus für die verschiedenen Statuswerte. Der Clou dabei ist, dass diese Steine in einen Rubix eingefügt werden können, wobei jeder Stein eine andere Form hat. Quasi ein kleines Tetris für zwischendurch.

Die Kämpfe sind rundenbasiert. Man hat dabei die Möglichkeit, einen normalen Angriff zu starten, in den Verteidigungs-Modus zu wechseln, Magie wie Statusveränderungen oder Heilung anzuwenden oder kräftig mit einer Spezialattacke zuzuschlagen. Leider werden die Kämpfe, die teilweise zufällig auftauchen, nach einiger Zeit ziemlich langweilig und langatmig. Über mehr Abwechslung würde sich garantiert niemand beklagen. Dafür gibt es aber die praktische Funktion, die Kämpfe automatisch laufen zu lassen. Doch sollte man diese Funktion mit Bedacht benutzen. Einige Gegner haben es wirklich in sich und schaffen es in kürzester Zeit, Kleinholz aus euch zu machen. Die Dungeons sind meistens unterschiedlich gehalten und mehr oder weniger schlauchartig. Nur selten verirrt man sich in einem Dungeon und muss sich mit einem Port-Stein zum Eingang zurück teleportieren lassen. Die Endgegner sind da definitiv anspruchsvoller und abwechslungsreicher. Bei einigen von ihnen braucht man hin und wieder mehrere Anläufe, bis man sie besiegen kann. Mal gehen die Kämpfe ziemlich eindeutig aus, mal extrem knapp. Auch die Möglichkeit, jederzeit speichern zu können, ist ein Segen.

Neben der einfachen Grafik überzeugt vor allem der Soundtrack.

Die Grafik von Asdivine Hearts erinnert sehr an die ersten JRPGs auf dem Nintendo Entertainment System. Die Overworld ist ziemlich einfach gehalten und glänzt nur mit wenig facettenreichen Details. Hier wäre ein wenig Abwechslung von Vorteil gewesen. Auch die Karte weiß nur bedingt zu gefallen. Eine Möglichkeit näher an die Karte zoomen zu können, um die Wege leichter zu erkennen, wäre wünschenswert gewesen.

Leider nur wenig Kreativität und Vielfalt: die Overworld.

Manchmal passiert es, dass man einen vermeintlichen Weg entlang läuft, um am Ende vor einem unpassierbaren Stein zu stehen, obwohl dieser auf der Karte nicht erkennbar ist. Das kostet Zeit, ist ärgerlich und wäre mit klaren Abgrenzungen vermeidbar gewesen. Die Kampfanimationen sind für den Grafikstil in Ordnung und zu fast jeder Zeit flüssig. Einzig vor einigen Bosskämpfen kommt es zu kurzen Wartezeiten, die aber definitiv zu verschmerzen sind. Die verschiedenen Orte in Asdivine Hearts sind größtenteils sehr einfach, aber auf ihre eigene Art und Weise, idyllisch gehalten und vermitteln ein schönes Ambiente. Etwas mehr Kreativität hätte man sich bei den Sprites gewünscht. Leider kommt es häufiger vor, dass man gleiche Sprites vor sich stehen hat. Das kann schnell zur Verwechslung führen, wenn man einen kurzen Augenblick nicht aufpasst.

Der Soundtrack ist wirklich großartig. Auch wenn sich die Stücke mit der Zeit wiederholen, hat man nur selten das Gefühl, in einer Dauerschleife fest zu hängen. Mal werden leise, fast gespenstische Töne gespielt, mal aufregende und hektische. Auch die Musik bei den Endbossen weiß durchaus zu gefallen und animiert einen dazu, sein Bestes zu geben. Die unterschiedlichen Musikstücke untermalen die aktuelle Situation meistens perfekt, sodass man stets von guter Musik begleitet wird.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Asdivine Hearts

Meinung von Krispin Berndt
Ich bin ein blutiger Anfänger was JRPGs angeht. Ich hatte anfangs Probleme damit, die vielen verschiedenen Möglichkeiten, welche die Charaktere verändern und verbessern können, auszuschöpfen. Es hat mir durchaus in die Karten gespielt, dass man den Schwierigkeitsgrad jederzeit umstellen kann. So begann ich auf Normal und habe mich nach kurzer Zeit entschlossen, das Spiel erst einmal auf dem Schwierigkeitsgrad Easy weiterzuspielen, bis ich mich mit den Grundlagen vertraut gemacht habe. Wer JRPGs mag oder ein grundsolides Spiel zum Einstieg in die Welt von JRPGs sucht, fährt mit Asdivine Hearts definitiv gut. Doch Vorsicht: Das Spiel ist nur in englischer Sprache erhältlich. Diese solltet ihr zumindest grundlegend beherrschen.
Mein persönliches Highlight: Der wirklich gute Soundtrack und die Möglichkeit, den Schwierigkeitsgrad jederzeit umstellen zu können.

Kommentare 9

  • denjen90 Turmknappe - 19.04.2018 - 18:50

    Jeder der auf JRPG steht sollte hier zugreifen!

    wie sieht’s eigentlich mit einem Test zu Regalia aus?
  • Aya Turmfürstin - 19.04.2018 - 18:55

    Das klingt ja richtig gut. Schöner Test! Und da ich sowieso Kemco RPGs ziemlich mag, werde ich mir das hier wohl auch zulegen müssen. :)
  • wonderboy Turmbaron - 20.04.2018 - 09:56

    schade.. auf Deutsch hätt ichs mir geholt..
  • Remus Turmritter - 20.04.2018 - 09:59

    Hab es schon auf meiner Liste. Mich sprechen gerade die Grafik und das rundenbasierte Kampfsystem an. Moderne JRPGs haben ja leider so gut wie alle Echtzeitsysteme.

    Was würde ich an der Stelle nochmal für ein neues Breath of Fire geben. <3
  • Fabinho84 Turmheld - 20.04.2018 - 10:43

    Vlt sollte ich es doch mal spielen. Es versauert gerade in meinem Steam Account :)
  • Kiramos Smashing Experience - 20.04.2018 - 11:01

    Warum sehen der Großteil dieser Spiele - und dazu zähle ich auch Stardew Valley - immer so aus, als hätte man sie mit dem RPG Maker und (guten?) Programmierungsskills erstellt? Das lässt mich immer instinktiv zurückweichen, weil ich mir dann verallgemeinernd denke: "Wenn jemand 'nen RPG maker braucht um ein Spiel zu veröffentlichen, dann kann dat ja eigentlich nix sein." Sollte ich nicht ja, passiert aber trotzdem. Daher habe ich auch bis jetzt Stardew Valley nicht angefasst.
  • Phiqu Schlimm - 20.04.2018 - 11:39

    @Kiramos
    Hat nicht unbedingt etwas mit RPG Maker zu tun, ist schlich und ergreifend Pixelart bzw. Style. Halt Retro und viele mögen, wie auch ich Titel die aussehen als würden sie noch aus früheren Zeiten stammen.

    Weder Stardew noch Kemco nutzten den RPG Maker. Aber Kemco bzw. ihren Entwickler Teams kann man schon unterstellen, dass sie kräftig recyceln. Da schaut fast jedes Spiel wie das vorherige aus.
    Stardew solltest du jedenfalls eine Chance geben, wenn dich das Genre anspricht. Ist echt ein sehr schöner Titel.
  • Aya Turmfürstin - 20.04.2018 - 12:11

    @Remus Oh ja ein neues Breath of Fire, das wäre mal was! :D Erinnere mich noch an den grandiosen dritten und vierten Teil, vor allem den vierten fand ich absolut überragend. :love:
  • Phiqu Schlimm - 20.04.2018 - 12:19

    @Aya
    Mochte ja 3 von der Geschichte lieber aber der Grafikstil von 4 war echt schön.

    (Rei und Teepo bräuchten mal n eigenes Spiel. Vor der Zeit my Ryu.)