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Test zu Skies of Fury DX - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Skies of Fury DX
  • USA USA: Skies of Fury DX
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
12.04.2018
Vertrieb
Illumination Games
Entwickler
Illumination Games
Genre
Action, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Ja, es ist ein Flugzeug!

Von Maik Dallherm () In ein Kampfflugzeug einzusteigen und hitzige "Dogfights" auszutragen, oder auch alles dem Erdboden gleichzumachen, gehört wohl zu den beliebtesten und umstrittensten Tätigkeiten in rollenverteilten Kriegsspielen und -simulationen wie Arma oder Battlefield. Mir persönlich war diese Rolle jedoch verwehrt, da ich mir ein solches Unterfangen nie zutraute, wenn es einfach zu wenig Platz dafür gab. Lieber hatte ich im Einzelspieler meinen Spaß damit oder befasste mich gleich mit Spielprinzipien, die voll auf den Luftkampf ausgelegt sind. Skies of Fury DX, die Deluxe-Version eines Mobile-Spiels von Illumination Games, ist seit Kurzem für Nintendo Switch erhältlich. Fans des Luftkampfes werden sicherlich schon auf diesen Titel aufmerksam geworden sein. Er versetzt euch in den ersten Weltkrieg und konfrontiert euch mit "himmlischen" Schlachten zwischen Großbritannien und Deutschland im Cel-Shading-Look.

Totenschädel stehen für Asse, besonders starke Gegner.

Mit dem Eintritt ins Hauptmenü werdet ihr eventuell etwas schreckhaft den Ton runterdrehen, da die Soundausgabe relativ laut ist. Passt die Lautstärke am besten in den Optionen an. Deutsche Spieler stellen an diesem Punkt ebenso fest, dass das Spiel keine deutsche Sprache unterstützt. Wer des Englischen nicht mächtig ist, wird sich zwar im Fähigkeitsbaum herumirren und die Story-Comics nicht lesen können, aber ansonsten ist das kein ernster Verlust. Bevor ihr in der Kampagne zur Sache kommt, bekommt ihr vom Spiel ein Tutorial aufgesetzt. Es besteht aus einem einfachen Testgelände mit Ringen zum Durchfliegen und Zielscheiben in verschiedenen Farben, Größen und Belastbarkeit. Nutzt diese Gelegenheit, um euch mit der Flugsteuerung vertraut zu machen. Beschleunigen und Bremsen, sowie die Steuerung des Seitenruders liegen auf dem linken Analog-Stick. Quer- und Höhenruder sind mit dem rechten Stick zu steuern. Das klingt zunächst plausibel, aber beim direkten Spielen habt ihr euch die Belegung eventuell etwas anders vorgestellt. Die Steuerung vom Höhenruder kann in den Optionen natürlich invertiert werden. Interessant ist aber, dass der Titel auch mit einzelnen Joy-Con gespielt werden kann. Die Ruder sind dann auf dem Stick ausgeglichen verteilt und SL/SR benutzt ihr in Kombination mit dem Stick und den Tasten, um damit gelegentliche Funktionen auszuüben, die sonst eigene Tasten bei der Joy-Con-Halterung oder dem Nintendo Switch Pro Controller hätten.

Auf, auf und davon

Die Kampagne setzt sich aus fünf Kapiteln zusammen. Jedes Kapitel verfügt über 20 Missionen, bei denen sich jeweils Briten und Deutsche 10 Missionen teilen. Damit kommen wir auf insgesamt 100 Missionen. Das nächste Kapitel wird erst dann freigeschaltet, wenn alle vorherigen Missionen abgeschlossen wurden. Ein kleines Symbol in der Levelauswahl erläutert eure Aufgabe, von denen es drei Arten gibt. Entweder müsst ihr einfach alle Feinde eliminieren, eine verbündete Flotte sicher eskortieren oder ein Zeitrennen absolvieren. Eure Feinde treten in Wellen auf. Wie viele verbündete und feindliche Flugzeuge sich im Kampfgebiet aufhalten, seht ihr in der oberen Anzeige. Selbstverständlich wird man versuchen, euch unter Beschuss zu nehmen. Ihr könnt euch in dem Fall entweder in den Wolken verstecken oder mit dem Steuerkreuz bzw. den Richtungstasten Ausweichmanöver durchführen: Fassrollen, Loopings oder Kehrtwenden. Diese Manöver haben eine kurze Abklingzeit. Überlegt daher, wie ihr geschickt ausweichen und direkt das Feuer erwidern könnt. Aber erwartet kein natürliches Verhalten von den gegnerischen Flugzeugen. Ich habe schon manchmal beobachtet, vor allem bei Eskortmissionen, wie sie willkürlich im Zickzack geflogen sind. Das macht es nicht gerade einfach, sie zu treffen. Ihr könnt Verbündete zu einem Begleitflug auffordern, so erhöht ihr eure Feuerkraft.

Die Zielsuche richtet die Kamera und langsam auch das Flugzeug auf das markierte Ziel. Gut, wenn ihr mal nicht wisst, wo der Feind lauert.

Wie bei Handfeuerwaffen üblich, muss hier auch das MG nachgeladen werden, Dauerfeuer ist nicht. Macht dies also am besten manuell bei günstigen Situationen, da es immer ärgerlich ist, wenn euch gerade mit einem Feind im Fadenkreuz die Munition ausgeht. Über die Zeit und mit jedem Treffer füllt sich unten eine weitere Anzeige auf. Erreicht sie die 100%, könnt ihr die "Ultimate Ability" (für Spieler gewisser Titel kein unbekannter Begriff) ausführen. Benutzt ihr sie, bekommt ihr einen kleinen Boost für die Chance auf kritische Treffer, Feuerrate und Schadensresistenz. Spart euch diese Fähigkeit also für größere Wellen oder schwierigere Gegner. Meistens schafft ihr sowieso nicht mehr als zwei Feinde in der Zeit. Die gerade genannten Eigenschaften können zusammen mit vielen weiteren aber auch im Fähigkeitsbaum verbessert werden.

Viele Aktionen bescheren euch Erfahrungspunkte (XP), womit ihr eure Stufe erhöhen könnt. Bis Level 80 schaltet jede zehnte Stufe ein neues Flugzeug frei. Killkombos, Rettungen oder "blinde Abschüsse" aus den Wolken sind aktive Faktoren dafür. Aber auch passive Belohnungen sind zuhauf vorhanden, indem man beispielsweise ohne Schaden davon kommt oder alle Flugzeuge einer Eskorte beschützt. Ist euch das Spiel zu einfach, könnt ihr in der Missionsauswahl bis zu fünf Herausforderungen aktivieren. Von schwierigeren Gegnern bis zu einem langsameren Ladevorgang der Ultimate Ability könnt ihr euch so Steine in den Weg stellen. Natürlich bringen sie auch Vorteile, denn jede Herausforderung gibt euch einen prozentualen Bonus auf eure Erfahrungspunkte, die ihr somit insgesamt sogar mehr als verdoppeln könnt. Außerdem bekommt ihr für eine Mission, die erstmals mit allen fünf Herausforderungen zusammen abgeschlossen wurde, eine zusätzliche Belohnung: Eine Lootbox! Aber nehmt den Schwierigkeitsgrad nicht auf die leichte Schulter. Wenn ihr glaubt, dass die ersten beiden Kapitel zu einfach waren, dann seht ihr es ab Kapitel 3 vielleicht schon anders.

Zeitrennen sind Teil der Kampagne.

Ja, hier bekommt ihr es mit den ebenso berühmten als auch berüchtigten Lootboxen zu tun. Aber keine Panik: Skies of Fury DX tischt euch keine Mikrotransaktionen auf. Jede Lootbox muss durch das Spiel selbst freigeschaltet werden. Die schnellste Quelle für Lootboxen sind Stufenaufstiege, denn mit jedem Level gibt es eine Lootbox. Sie enthalten jeweils ein Item: Entweder ein Flugzeugskin oder ein Fadenkreuz. Diese Items gibt es in verschiedenen Seltenheitsgraden. Solltet ihr ein Duplikat ziehen, bekommt ihr stattdessen zusätzliche XP ausgezahlt. Ihr müsst euch auch nicht groß anstrengen, um viel freizuschalten. Mit den Herausforderungen ist es leicht, in wenigen Stufen schon auf Level 40 zu kommen. Ich empfehle aber, jedes neue Item einmal auszurüsten. Es bleibt sonst so lange als neu markiert, bis ihr es einmal ausgewählt habt. Es ist ein seltsames Gefühl: Das Spiel hat verschiedene Mechaniken implementiert, mit denen man ein Auftreten in Online-Spielen gestalten würde, aber Skies of Fury DX ist ein reiner Offline-Titel ohne Online-Interaktionen.

Ich hab dich im... Visier?

Zuvor habe ich von einem Fähigkeitsbaum gesprochen. Jedes Mal, wenn ihr ein Level aufsteigt, bekommt ihr einen Skillpunkt zugeschrieben. Die Skillpunkte könnt ihr für die Pilotentalente verwenden, um euch zusätzliche Vorteile zu sichern. Er ist in drei Kategorien eingeteilt: Sniper, mit Fokus auf kritischen Treffern und dessen Schaden; Gunner, spezialisiert auf Feuerrate, Nachladegeschwindigkeit und der Ultimate Ability und Survivor, bringt also Fähigkeiten, um das eigene Überleben zu erleichtern. Zunächst sind nur die obersten Fähigkeiten freigeschaltet und können verbessert werden. Die unteren werden stufenweise freigeschaltet, je nachdem, wie viele Punkte ihr schon in die entsprechende Kategorie reingesteckt habt. Nach 20 Punkten könnt ihr pro Kategorie als letzte Fähigkeit ein Upgrade der Ultimate Ability erhalten. Diese können sehr nützlich ausfallen, darunter gibt es eine Unverwundbarkeit oder auch eine Zielhilfe, die das Fadenkreuz automatisch auf nahe Gegner richtet.

Auch mit euren Freunden lassen sich Luftschlachten einrichten.

So viel zur Kampagne und den kleineren Features. Unabhängig von allem zuvor genannten gibt es noch zwei weitere Modi: Survival und Versus. Survival ist, wie der Name vermuten lässt, ein Endlos-Modus, in dem ihr so viele Wellen feindlicher Flugzeuge wie möglich überstehen müsst. Mit der Zeit bekommt ihr im laufenden Match Level-Ups und dazugehörige Vorteile, die ihr sonst von den Pilottalenten für die Kampagne kennt. Der Survival-Modus kann mit bis zu vier Spielen im geteilten Bildschirm bestritten werden. Jede Spielerzahl hat eine eigene Bestenliste im Top 3-Format. Der Versus-Modus hingegen lässt zwei bis vier Spieler gegeneinander in zwei Teams antreten. Der Modus ist absolut selbsterklärend. Ihr könnt die Kampfbedingungen und die Ziele in den Regeln einstellen, darunter CPU-Mitstreiter, Pilotentalente oder das Verbieten der Ultimate Ability.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Skies of Fury DX

Meinung von Maik Dallherm
Wenn ihr Spaß am Spielen mit Kampfflugzeugen habt, habt ihr auch Spaß mit Skies of Fury DX. Die Kampagne aus 100 Missionen weiß euch eine Weile zu beschäftigen, wobei die Missionsvarianten über die Zeit eintönig ausfallen. Da es ein reiner Luftkampf ist und es außer Wolken sonst nichts gibt, sind die Möglichkeiten entsprechend eingeschränkt. Die Aufmachung des Titels ist allgemein nicht für lange Spielsessions am Stück geeignet. Ein Ko-op-Modus wäre für die Kampagne eine tolle Ergänzung gewesen, aber zumindest können die Arcade-Modi Mehrspieler-Action mit bis zu vier Piloten bieten. Die komplett unentgeltlichen Lootboxen für Skins und Fadenkreuze sowie die Pilotentalente, erhältlich dank der Skillpunke aus den Stufenaufstiegen, bieten neben dem Durchspielen der Kampagne weitere Ziele. Die Herausforderungen und Talente helfen euch, den Schwierigkeitsgrad dynamisch zu gestalten und auf euer Empfinden anzupassen. Optisch ist Skies of Fury DX kein großer Hingucker, läuft dafür aber sehr stabil, wobei es im geteilten Bildschirm vielleicht mal etwas hakt.
Mein persönliches Highlight: Der legendäre Leviathan-Skin für den "Sopwith 1 1/2 Strutter"

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