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Test zu Gal*Gun 2 - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Gal*Gun 2
  • USA USA: Gal*Gun 2
  • Japan Japan: Gal*Gun 2
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
13.04.2018
Vertrieb
PQube
Entwickler
Inti Creates
Genre
Action, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Eine freizügige Geschichte von Gut und Böse

Von Daniel Kania () Gerade dann wenn man denkt, man hätte alles gesehen, was die japanische Kultur an – für westliche Köpfe wohlgemerkt – verrückten und ausgefallenen Produkten, Traditionen oder Vorstellungen zu bieten hat, entscheidet sich Inti Creates dazu, eine ihrer umstrittensten Videospielserien mit einem neuen Ableger zu versehen. Gal*Gun 2 erschien am 13. April 2018 für PlayStation 4 und Nintendo Switch und macht dort weiter, wo vorherige Ableger, wie das 2011 erschienene, Japan-exklusive Gal*Gun oder seine Nachfolger Gal*Gun – Double Peace und Gal*Gun VR, aufgehört haben. Demnach haben wir es, anders als der Titel des Spiels vermuten lässt, bereits mit dem vierten Serienteil zu tun, bei dem wir lustvolle Schulmädchen und weitere weibliche Verehrer mit unserer Pheromonen-Kanone besänftigen. Wenn das noch nicht exotisch genug klingt, dann lest im restlichen Test, was Gal*Gun 2 zu einem der außergewöhnlichsten Shooter für die Nintendo Switch macht.

Hilfe, ich bin beliebt!


Die Geschichte von Gal*Gun 2 ist vor allem eines: zweckmäßig. Ihr schlüpft in die Rolle eines gewöhnlichen Schülers einer japanischen Schule und verfolgt seinen stinknormalen Alltag, der eines Tages durch ein seltsames Geschenk völlig aus der Bahn gebracht wird. In einer Box, die ihr vor euch auf eurem Schultisch findet, lassen sich zwei merkwürdige Apparaturen finden. Zum einen eine Art Virtual Reality-Headset, zum anderen etwas, das wie ein futuristischer Fön aussieht. Kaum hat unser Protagonist die "Pheromonen-Brille" aufgesetzt, schon beginnt seine extravagante Mission.

Wir haben ein Paket gekriegt! Ich frag' mich nur von wem.

Das Engel-Mädchen Risu bittet den Helden, ihr bei ihrem Vorhaben, die Schule von all den bösartigen Dämonen zu befreien, zu helfen. Sie ist Angestellte eines himmlischen Unternehmens, welches Engel auf der ganzen Welt entsendet, um Teufelsplagen zu beseitigen. Risu zählt zu den wohl tollpatschigsten und unfähigsten Engeln überhaupt, wie sich im Laufe der Handlung und in Gesprächen mit ihr herausstellt, weshalb der Spieler Risus letzte Chance ist, nicht "arbeitslos" zu werden. Bis zu einem bestimmten Tag werden eine ausreichende Menge an "Demon Repel Points" benötigt, die ihr durch das Erledigen sowie Einsaugen von Dämonen erhaltet. Richtig gehört. Euer Sci-Fi-Fön entpuppt sich als nützliches Utensil im Kampf gegen die kleinen, teuflischen Biester, welche die Schule terrorisieren. Angeführt werden die Schabernack treibenden Ungeheuer von Kurona, einer Schülerin der Teufelsschule, welche aufstrebende, junge Dämonen zu waschechten Teufeln ausbildet. Die Hauptaufgabe des Spielers wird es sein, Kuronas Pläne innerhalb der verfügbaren Spieltage möglichst zu vereiteln und den Mini-Kuronas den Garaus zu machen. Die Sache hat allerdings einen Haken.

Es wäre ja zu einfach, würde man einfach ein hochmodernes Set zur Dämonenbekämpfung bekommen und mit links durch die Schule spazieren, während man jede böse Präsenz eliminiert. Deshalb kommt die Pheromonen-Brille mit einem speziellen Nebeneffekt daher. Sie lässt den Träger besonders attraktiv wirken, was alle Personen in der Umgebung fuchsteufelswild auf unseren Protagonisten macht – jedoch nicht aus Wut, sondern aus Liebe. Horden an Mädchen – warum keine Jungen dabei sind, darüber scherzen die Entwickler im Spiel selber – werden euch entgegenkommen, während sie alle versuchen, ein Stück eurer Aufmerksamkeit für sich zu gewinnen. Sie werden euch Komplimente zurufen, euch Liebesbriefe oder andere Geschenke um die Ohren hauen, für euch posieren und euch wortwörtlich "umhauen", um anschließend auf euch zu treten oder euch einen Kuss geben zu können. Ziemlich wilde Angelegenheit. Mit jeder dieser von den Mädchen erfolgreich durchgeführten zärtlichen Aktion verliert ihr an "Lebensenergie", wobei nie eindeutig festgelegt wird, dass es sich wirklich um Schaden oder Schmerz handelt. Vielmehr wird der Protagonist immer mehr von der Fürsorge der Mädchen benebelt, sodass er irgendwann nicht mehr weitermachen kann. Dann heißt es für euch "Game Over". Aber soweit wollen wir es nicht kommen lassen, richtig?

Passt ihr nicht auf, fallt ihr glatt um und die Mädchen stürzen sich nur so auf euch!

Damit kommen wir zum Herzstück von Gal*Gun 2. Während viele Teile des Spiels Dialoge beinhalten und mehr im Stile einer Visual Novel aufgebaut sind, handelt es sich bei den Gal*Gun-Spielen in erster Linie um Railshooter. Gespielt wird – genau so als hättet ihr ein VR-Headset auf – in der Ego-Perspektive. Dabei wird auch der Ursprung von Gal*Gun 2 sichtbar: Sehr viele Umgebungen, Charaktermodelle und so weiter stammen nämlich aus Gal*Gun VR, welches im Sommer 2017 erschienen ist. Wer weiß schon, welcher feuchtfröhliche Railshooter hier von welchem die Spielelemente ausgeborgt hat? Die beiden grundlegenden Mechaniken des Spiels sind in jedem Fall das Schießen und das Einsaugen. Je nach Missionstyp werdet ihr diese beiden Kernelemente unterschiedlich einsetzen müssen. In den klassischen Shooter-Leveln, welche durch ein Pfeil-und-Bogen-Symbol gekennzeichnet sind, werdet ihr üblicherweise auf eine ganze Reihe an Mädchen und jungen Damen treffen, die ihr mit eurem "Pheromone Shot" erwischen und so von euch abhalten könnt. Jede Person hat dabei eine andere "Schwachstelle", durch die ihr sie sofort lahmlegen könnt. An manchen Personen werden allerdings auch Mini-Kuronas hängen, welche ihnen eine dämonische, lila Aura verleihen. Hier müsst ihr die garstigen Dinger erst einmal von den Personen abschießen, bevor ihr die jeweilige Person besänftigen könnt. Fliegen die kleinen Dämonen frei in der Luft umher oder sind noch von eurem Angriff betäubt, ist es Zeit, sie einzusaugen. Das ist meist einfacher, als sie abzuschießen, und gibt euch zudem die "Demon Repel Points", die ihr so dringend braucht. Eine weitere Taktik ist es, einem Mädchen tief in die Augen zu blicken, sodass sie sich Hals über Kopf in euch verliebt und dadurch mit einem Schuss von der Bühne verschwindet, was sich ebenso auf andere Mädchen in der Nähe überträgt.

Anstatt, dass ihr euch automatisch auf einer bestimmten Route fortbewegt, arbeitet ihr euch Bereich für Bereich durch die Level. Habt ihr einen Bereich von allen Dämonen gesäubert, könnt ihr einen der blau dargestellten Bewegungspunkte anschießen. Diese sind in der Form eurer Spielfigur gehalten und zeigen euch, wie sich euer Charakter als nächstes fortbewegen wird. Meist gelangt ihr an sehr merkwürdige Positionen oder versucht euch die Mädchen von witzigen Plätzen aus fernzuhalten – etwa von einem Lüftungsschacht aus, unter einem Gullydeckel oder auf Straßenlaternen. Manchmal, leider aber viel zu selten, kommt es vor, dass euch mehrere Bewegungsmöglichkeiten geboten werden, die euch zumindest ein wenig Entscheidungsfreiheit in den doch extrem linearen und durchgeplanten Leveln bieten.

Euch stehen einige unterschiedliche Missionstypen zur Auswahl! Die Symbole verraten euch, was auf euch zukommt.

Das ist aber bei weitem nicht der einzige Leveltyp, den Gal*Gun 2 zu bieten hat. Trefft ihr auf Aufträge von Mädchen, die ein Schild-Symbol anzeigen, ist es eure Aufgabe, ausgewählte Mädchen(gruppen) vor plötzlich auftauchenden Dämonen zu beschützen. Jede zu beschützende Person(engruppe) hat dabei eine sichtbare Lebensanzeige. Wird diese gänzlich leer, habt ihr zumindest diese Person(engruppe) nicht retten können. Solange ihr aber den Großteil der zu rettenden Mädchen innerhalb des Zeitlimits erfolgreich beschützt, gilt das Level als absolviert. Zur Belohnung gibt es dann, wie bei allen anderen Missionen auch, die Telefonnummer der jeweiligen Ladies, ein paar Snacks und möglicherweise Bauteile, um eure Ausrüstung zu verstärken. Gerade bei diesen Missionen muss strategisch mit der verfügbaren Einsaug-Energie umgegangen werden. So toll eure Pheromonen-Kanone auch sein mag, unendlich einsaugen kann sie nicht. Wägt also gut ab, welche Dämonen bedrohlich nahe kommen und eingesaugt werden müssen und welche ihr aus weiterer Distanz abschießen könnt.

Als dritten Leveltyp bietet euch Gal*Gun 2 spezielle Suchaufgaben an, die ihr am Geschenk-Symbol erkennt. In der Regel sind die Hintergründe dieser Aufgaben einfach gestrickt. "Finde meine verloren gegangenen Hefte wieder!" – so etwas in der Art. Obwohl eure Hauptaufgabe hierbei das Aufspüren und Einsammeln der jeweiligen Items ist, müsst ihr gleichzeitig auch dem Sichtfeld einiger umherlaufender Mädchen ausweichen und vermeiden in Fallen zu tappen. Dann nämlich wollen einige aufdringliche Schülerinnen und Lehrerinnen erst einmal von euch beruhigt werden, bevor ihr eure Suche fortführen könnt. Und das kostet euch wertvolle Zeit! Umgeht Konfrontationen also bestmöglich, damit ihr in Ruhe nach den benötigten Dingen Ausschau halten könnt. Mehr als jeder andere Leveltyp oder Modus im Spiel benötigen diese Suchaufgaben nämlich den vollen Umfang eurer Fähigkeiten. Mit den Schultertasten etwa könnt ihr euch ein Stück zur Seite lehnen, der rechte Stick erlaubt es euch in die Hocke zu gehen oder auf Zehenspitzen zu stehen. Auf diese Weise lassen sich hin und wieder manche der gefragten Items auffinden, schaut euch also gründlich um! Und keine Sorge, solltet ihr die Mission nicht auf Anhieb schaffen. Versucht sie mit eurem bis dahin erlangtem Wissen einfach anschließend noch einmal.

Routinierte Dämonenjagd


Wie bereits eingangs erwähnt wurde, folgt ihr als Spieler dem "gewöhnlichen" Tagesablauf des Protagonisten, der zugegebenermaßen nicht mehr so gewöhnlich ist. Am Tag, den ihr zum Großteil in der Schule verbringt, könnt ihr zwei Aufträge von eurem Smartphone aus anwählen. Dort kommen dann auch die bereits thematisierten Symbole zum Einsatz, die euch darüber aufklären, um welchen Leveltyp es sich dreht. Eine weitere Angabe im Menü-Bildschirm gibt euch Auskunft darüber, welche Relevanz der jeweilige Auftrag hat. Unterschieden wird dabei grundsätzlich zwischen "Main", "Side" und "Free". "Main"-Missionen bringen die Geschichte des Spiels voran und haben in der Regel mit Risu und Kurona zu tun – der alteingesessene Konflikt "Gut gegen Böse" eben. "Side"-Missionen erhaltet ihr durch Interaktion mit anderen wichtigen Charakteren neben Risu. "Free"-Missionen hingegen erhaltet ihr haufenweise von einigen der dutzenden Mädchen an eurer Schule. Diese Level können mehr als Bonus angesehen werden und haben nichts mit dem Hauptgeschehen des Spiels zu tun, bringen euch aber sicherlich zusätzlichen Gal*Gun-Spaß, wenn euch so beliebt.

Die Antwortmöglichkeiten sind manchmal so schamlos, dass man sich fragt, ob man das wirklich sagen sollte.

Was Gal*Gun 2 zu mehr als einem rein arcadelastigen Railshooter macht, sind die Interaktionsmöglichkeiten, die einem offen stehen, wenn man gerade nicht dabei ist, Dämonen die Hölle heiß zu machen. Zwischen Aufträgen kann man mit seiner Schulkameradin und Kindheitsfreundin Nanako interagieren, mit ihr sprechen, ihr ein paar Snacks zum Naschen geben. Das fördert die Sympathie und schaltet eventuell besagte "Side"-Aufträge frei, die eine ganze Reihe von Aufträgen pro Charakter umfassen. Nicht nur Nanako könnt ihr nämlich auf diese Weise näher kennenlernen, sondern auch das eher introvertierte Nachbarsmädchen Chiru. Die Häuser stehen so dicht beieinander, dass Chirus Fenster sehr nah an das Fenster eures eigenen Zimmers kommt. Zum Abend hin begibt sich der Protagonist stets nach Hause, was die optimale Chance ist, um einen Plausch mit Chiru zu halten oder sie eure Ausrüstung verstärken zu lassen, wenn ihr die passenden Bauteile dafür habt. Außerdem könnt ihr euer Zimmer mit diversen Objekten und Accessoires ausstatten, die ihr durch Geschenkpakete von Risus Unternehmen erhaltet. Es ist nur eine kleine Randfunktion, aber sie hilft eurem Zimmer dieses kleine etwas an Persönlichkeit zu verleihen. Eine weitere Reihe an "Side"-Missionen lässt euch mit dem Schwester-Duo aus Gal*Gun – Double Peace zusammenarbeiten. Fans des vorherigen Serienteils dürfen sich also auf ihr Comeback in Gal*Gun 2 freuen.

Übrigens könnt ihr euch auch mit anderen Mädchen, die ihr beispielsweise durch einen der vielen Aufträge gerettet habt, befassen. Da ihr als Belohnung für die Rettung ihre Telefonnummer erhaltet, könnt ihr sie anrufen und zu einem Date einladen. Den Ort könnt ihr euch selber aussuchen, wobei Mädchen erst dann nach Hause eingeladen werden dürfen, wenn ihr die Sympathie durch einige Snacks erhöht habt – wie es im echten Leben eben nicht anders ist! Hierbei könnt ihr verschiedene Animationen der Mädchen ansehen oder sie schlichtweg anstarren. Wie toll sie das allerdings finden, werdet ihr dann jeweils zu hören bekommen.

Mögt ihr es nicht auch, wenn auf euch getreten wird?

Insgesamt betrachtet verpasst man als Spieler von Gal*Gun 2 wahrlich etwas, wenn man diese Nebengeschichten einfach links liegen lässt. Die Charaktere sind nämlich nicht nur ein Quell weiterer irrwitziger Aufträge, sondern bringen ihre ganz eigene, persönliche Geschichte mit sich, die euch zudem mehr von der himmlischen, aber auch höllischen Welt der Gal*Gun-Reihe erzählt. Dennoch darf man nicht die bahnbrechendste Charakter-Entwicklung und die philosophischsten Dialoge erwarten, immerhin sprechen wir hier immer noch von einem Spiel, welches seinen Fokus auf Fan-Service und sogenannte "Ecchi"-Elemente, also anzügliche Inhalte, setzt. So manche zweideutige Dialoge und Spielszenen, welche man lieber nicht in der Öffentlichkeit zur Schau stellt, sind dabei vorprogrammiert.

Seid ihr weit genug in der jeweiligen Questreihe eines Charakters, besteht die Möglichkeit, dass ihr auf einen Auftrag mit einem Herz-Symbol stößt. Dabei handelt es sich um den berüchtigten "Doki Doki"-Modus (wörtlich übersetzt: "Herzschlag-Modus"). In diesem geht ihr auf Tuchfühlung mit einem der Mädchen und befreit sie von den Dämonen, die ihren Körper plagen. Dazu müsst ihr die richtigen Stellen an ihrem Körper finden und anschließend mehrmals darauf schießen, um alle Dämonen zu entlocken. Diese sollten dann schnell und sauber einkassiert werden, bevor ihr euch zur nächsten Stelle am Körper aufmacht. Seid ihr dabei besonders erfolgreich, tauchen einige leuchtende Stellen am Körper des Mädchens auf, aus denen ihr noch stärkere Dämonen herauskitzeln könnt. Schlagt ihr euch selbst dabei wie ein Weltmeister, dann wartet eine "besondere Belohnung" auf euch. Sagen wir so viel, als dass es freizügig zur Sache geht.

Ähnlich wie in der Hauptgeschichte darf man auch bei den Nebengeschichten auf Bosskämpfe gespannt sein, die euch noch einen Ticken mehr Abwechslung im sonst schnell repetitiv wirkenden Spielablauf des Spiels bieten. Immerhin implementierte man im Zuge der Nebengeschichten eine Handvoll an derart speziellen Events, die den gewöhnlichen Spielfluss auflockern. Wer sich über den Wiederspielwert sorgt, der kann sich darüber freuen, dass dank verschiedener Endszenen und einem "New Game +" auch in dieser Hinsicht genug geboten wird. Wie man die verschiedenen Enden jedoch erreicht, erfordert ein wenig Experimentieren und vor allem viel Geduld, da geschaffte Missionen beim Starten des "New Game +" nicht übertragen werden.

Darf ich vorstellen: Der "Doki Doki"-Modus. Virtuelle Mädchen. Hautnah.

Zum Abschluss ein paar letzte Worte zur technischen Umsetzung des Titels sowie zur Steuerung. Große Schnitzer bei der Framerate hat man sich mit Gal*Gun 2 nicht geliefert, das Spiel läuft aus der Erinnerung heraus ziemlich sauber. Dafür fällt die Optik allerdings nur solide aus. Manche Umgebungen lassen zu wünschen übrig, sowohl die Polygone mancher Modelle als auch Details hätten gerne in größerer Stückzahl vertreten sein dürfen. Zumindest aber Charakter-Modelle sowie -Animationen sehen hübsch aus und sind nett anzusehen. Der Anime-Look hat seinen eigenen Flair, der gerne auch mehr auf den Rest des Spiels hätte übertragen werden dürfen. Am besten gelungen sind Umgebungen wie das Klassenzimmer oder das eigene Zuhause. Musikalisch reißt man keine Bäume aus, aber ein, zwei stimmige Melodien sind auf jeden Fall dabei und konnten zumindest mir kleine Ohrwürmer bereiten. Schlecht ist aber wohl keines der Musikstücke.

Bei der Steuerung durfte ich mit Freuden eine Option zur Bewegungssteuerung feststellen, die anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, da sie nicht das selbe Level an Qualität wie Nintendos eigene Umsetzungen, beispielsweise in Splatoon 2, besitzt, aber dennoch spiel- und genießbar ist. Eine dauerhaft aktive Bewegungssteuerung würde ich trotzdem nicht empfehlen. Dank der fehlenden Möglichkeit, die Bewegungssteuerung mitten beim Spielen neu zu zentrieren, ist man mehr damit beschäftigt, die wackelige Bewegungssteuerung mithilfe der Sticks auszugleichen, als wirklich zu zielen beziehungsweise zu spielen. Bewegungssteuerung als Feintuning beim Hereinzoomen funktioniert aber wunderbar und wäre die von mir empfohlene Steuerungsvariante. Das Rumble fiel meist nicht als allzu nervig auf, merkwürdigerweise bereitete das Spielen im Tisch-Modus allerdings ein paar Schwierigkeiten, sodass nicht einmal die Bewegungssteuerung meines Pro-Controllers funktionieren wollte. Das Spiel sieht auf dem Nintendo Switch-Bildschirm vernünftig aus, ich spielte allerdings lieber auf dem großen Fernseher. Dafür scheinen auch die zahlreichen Menüs und Bildschirmtexte besser angepasst zu sein. Letztlich sei auch noch angemerkt, dass das Spiel lediglich in japanischer und englischer Sprache verfügbar ist, wohingegen nur japanische Sprachausgabe inklusive englischer Untertitel vorhanden ist.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Gal*Gun 2

Meinung von Daniel Kania
Gal*Gun 2 bedient zweifelsohne eine kleine Nische an Spielern, die jedoch, wenn sie sich wirklich auf das Spiel einlassen möchten, ein solides Gesamtpaket erhalten. Wer Fan von "Ecchi" ist, kommt hier garantiert voll auf seine Kosten und wird dank mehrerer Enden und zahlreichen Missionen auch eine Weile an dem Spiel zu Knabbern haben. Geschichte, Optik und Musik reißen keine Bäume aus, sind aber stimmig und passen zur Thematik sowie dem Setting des Spiels. Die verfügbare Bewegungssteuerung kann das Zielen meist erleichtern, gerne aber auch einmal Probleme bereiten. Höllisch schwer ist das Spiel trotz allerlei Teufel aber nicht, sodass selbst unerfahrene Spieler ihren Spaß daran finden und durch einige freischaltbare Extras motiviert werden sollten.
Mein persönliches Highlight: Drückt man den Minus-Knopf, taucht ein gefälschter Spielbildschirm auf, der euch vortäuschen lässt, ein gänzlich anderes Spiel zu spielen. Super, wenn gerade jemand in euer Zimmer stürmen sollte...

Kommentare 12

  • Nagi Sanzenin Turmheldin - 28.04.2018 - 14:42

    Finde den Test super und Fair

    Da ich ein Riesen Anime Fan bin und auch Ecchi möge, habe ich mir mal die Collector's Edition gekauft :)
    Ich finde das Spiel sehr gut, ist sehr liebevoll gemacht und es gibt tolle Charas.
    Das Spiel hat sogar eine Story :P

    Ich habe lieber so ein Spiel als manche unnötigen Wii U Ports !
  • Kugelwilli Turmbaron - 28.04.2018 - 15:14

    Die Collectors Edition ist so sweet :love:
  • Gast - 28.04.2018 - 15:26

    Habe mir das Spiel auch gegönnt. Irgendwann zocke ich es, wenn ich mal allein zu Hause bin :D
  • Songbird Nachtschwärmer - 28.04.2018 - 15:27

    Schöner, fairer Test. So muss das! Wird mal gekauft, wenn ich Lust drauf habe und zu viel Geld über. :D
  • DevilPrincess Turmheld - 28.04.2018 - 15:37

    Hatte mir auch die CE gegönnt, die wirklich niedlich daher kommt.

    Das Spiel hat auf jeden Fall Unterhaltungswert und ist nicht annähernd so schlüpfrig, wie es im Vorfeld manchmal den Anschein hatte. Ich finde es eher amüsant , dieses Gegeneinander von Engeln und Dämoninnen ist halt auch ein wenig typisch Japanisch. Auch die Dialoge sind teils sehr lustig gemacht. Ich finde es aber schon teils recht schwer, zumindest einige Missionsarten macht man nicht mal eben so nebenbei.
  • FALcoN Hüter der Spiele-Datenbank - 28.04.2018 - 16:15

    Das überrascht mich jetzt. Die Gameplay-Videos dazu sahen ziemlich billig aus. Dennoch verzichte ich. Mein Stapel ist so schon groß genug :|
  • Chefe13524 Turmheld - 28.04.2018 - 17:32

    Ich bin noch mit Teil 1 beschäftigt, aber da ich Teil 1 schon mag und der Test mich noch mehr überzeugt hat, wird Teil 2 auch noch irgendwann geholt.
  • Ande Turmbaron - 28.04.2018 - 17:56

    Mit der Minus-Taste lässt sich das Spiel verbergen? Super Idee! Jetzt braucht die Switch nur noch die Möglichkeit, auch die Spiele-Icons im Hauptmenü auszublenden... :awesome:
  • Geit_de geit - 28.04.2018 - 18:14

    Ja, der Test ist fair und spiegelt wieder, was auch andere getestet haben.

    Der Umfang ist ziemlich Groß. Das hat mich auch positiv überrascht.
  • Lazarus Turmbaron - 28.04.2018 - 19:26

    Ein Spiel für Perversos oder was? haha. Was es alles für Kram gibt...
  • Gast - 28.04.2018 - 21:55

    @Lazarus

    Das Spiel ist sicherlich nicht gerade das gewöhliche Zeug, aber pervers ist was anderes :D
  • Basti Basti - 30.04.2018 - 20:00

    Etwas teuer aber ganz in Ordnung besonders für true ecchi fans