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Test zu Ninja Striker! - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Ninja Striker!
  • USA USA: Ninja Striker!
  • Japan Japan: Ninja Striker!
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
19.04.2018
Vertrieb
Flyhigh Works
Entwickler
Q-Cumber Factory
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Die geheimnisvollen 80er-Ninjas sind zurück!

Von Holger Wettstein () Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich eigentlich ein gigantischer Retro-Fan bin, aber die mittlerweile fast schon erzwungen wirkende Retrooptik der Heerschar von Indiespielen kann ich einfach nicht mehr sehen. Das hat zwar nichts mit einer objektiven Meinung zu tun, allerdings bin ich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht der Einzige, dem es mittlerweile so geht. Als Kaufanreiz funktioniert es bei mir zumindest nicht mehr. Die für die Entwickler recht einfach zu erstellende 8-Bit- oder 16-Bit-Optik wurde in den letzten Jahren zu sehr ausgelutscht.

Das für iOS und Steam erschienene Ninja Striker! gibt es auch für die Nintendo Switch und ist ebenso so ein Titel, der sich bei dem altbekannten Look and Feel bedient. Der von Q-Cumber Factory und Flayhigh Works produzierte Titel zieht hier sämtliche Retroregister und sieht aus wie ein gutes altes 80er-Spiel, nur in HD-Auflösung. Die knuddelige Optik mit den kleinen "Sprites" stammen 1:1 aus den altehrwürdigen Tagen. Und auch musikalisch erklingt ein recht gelungener Chiptune-Soundtrack mit einigen Soundeffekten, die bei dem einen oder anderen älteren Zocker die Kindheit geprägt haben.

Ein Tutorial erleichtert den Einstieg in das Ninja-Werk

Gespielt wird auch wie früher: möglichst simpel und actionreich. Euer Ninja-Charakter wird per Slider oder D-Pad von links nach rechts durch die 2D-Welt bewegt. Sobald ihr auf die B-Taste drückt, springt er auf Kommando wie eine geschmeidige Katze über die Bildfläche. Doppelt gedrückt, wird ein Doppelsprung ausgeführt. „A“ führt eine individuelle Spezialattacke des ausgewählten Charakters aus und mit „Y“ wird ein gezielter, präziser Angriff auf das nächste Ziel ausgeführt. Auch wenn die klassische Tastenbelegung sich sehr nach einem üblichen Jump 'n' Run anhört, beschreitet Ninja Striker! eher die geheimnisvollen Wege eines Geschicklichkeitsspiels. Hinzu kommen einige Gameplay-Bausteine wie Fließbänder, stachelige Hindernisse und zahlreiche kleine Gegner, die allerdings meistens als Highscore-Futter dienen.

Nachdem ihr einen der insgesamt vier unterschiedlichen Ninjas auswählt, befindet ihr euch bereits in einem Trainingslevel, das euch die Steuerung näherbringt. Das eigentliche Ziel eines wahren Ninjas ist es, im gesamten Level keinen einzigen Fuß auf den Boden zu setzen. Das gelingt euch aber nur, wenn ihr blitzschnell die Y-Taste drückt, um die nächsten Angriffsziele automatisiert anzuvisieren. Somit gelingt euch im Bestfall ein unendlicher Combo-Move. Dies ist auch das Kernelement des Gameplays, was anfänglich eine Menge Spaß macht, aber im Laufe des Spiels des Öfteren auch monoton wirken kann. Trotzdem stellt es eine gelungene Herausforderung dar. Unterwegs werden zudem noch Münzen eingesammelt, die eurem Score gut tun. Werdet ihr dagegen von einem der Gegner getroffen, reduziert sich der Combo-Zähler wieder auf null. Ein enorm geschicktes Button-Timing ist also die Devise. All diese Aspekte fliesen am Ende in eure finale Level-Wertung ein.

Der damalige Ninja-Hype der 80er-Jahre wird gelungen reproduziert

Die auswählbare Liga der außergewöhnlichen Ninjas bietet euch die Möglichkeit das rasante Spiel auf unterschiedliche Art und Weise zu zocken. Denn jeder Ninja hat seine speziellen Fähigkeiten, die das eigentliche Spielprinzip etwas verändern. Neben dem sehr ausgewogenen Hauptcharakter haben andere Protagonisten ihre Vor- und Nachteile. Es bleibt also eure Wahl, mit welcher Variante ihr vorliebnehmt. Die hübsche Ninja-Dame, die weniger Schaden anrichtet, aber aus der Ferne bereits die Gegner attackiert, wäre beispielsweise eine interessante Alternative. Oder der Roboter-Ninja, der heftige Schläge austeilt und in der Luft schweben kann. Aber auch ein Ninja, der so gut wie nur aus der Ferne angreift, ist mit von der Partie.

Die Bossfights erinnern ein wenig an die altehrwürdigen Mega Man-Spiele

In den nach dem Tutorial folgenden sechs unterschiedlichen Welten erwarten euch auch Bosse, die etwas an die guten, alten Mega Man-Bosskämpfe erinnern und das eine oder andere Mal den etwas niedrig angelegten Schwierigkeitsgrad kurzzeitig etwas nach oben schrauben. Genaue Bewegungsabläufe müssen analysiert werden, um die kleinen fiesen Bosse in Jenseits zu befördern. Nach etwas Übung dürfte das aber für einen halbwegs geübten Spieler kein Problem sein.

Da eure Erfolge in den abgeschlossenen Welten, wie so oft bei ursprüngliche Mobile-Games, dreistufig mit Sternen kategorisiert werden, wird auch hiermit eine Herausforderung erzeugt. Denn das eigentliche Spiel kann innerhalb nur 1-2 Stunden durchgezockt werden. Wirklich spannend wird es aber erst, wenn ihr in jedem Level die Höchstwertung erreichen möchtet. Es bleibt allerdings die Frage, ob dies für eine ordentliche Dauermotivation ausreicht. Für mich persönlich ist das etwas zu wenig. Durch die unterschiedlichen Ninjas kann man den Titel aber auch mehrfach durchspielen.

Leider hat man bei der Nintendo Switch-Portierung keine Hardware-spezifischen Möglichkeiten genutzt. Klar, ihr könnt im TV- oder im Handheldmodus zocken, doch die zahlreichen anderen Funktionen der Nintendo Switch werden leider nicht verwendet.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu Ninja Striker!

Meinung von Holger Wettstein
Das Ninja-Abenteuer fängt den damaligen Ninja-Hype der 80er sehr gelungen ein. Ninja Striker ist einfach ein nettes Retro-Spiel für Highscore-Jäger, die zwischendurch mit krachenden Combos den Arbeitsalltag hinter sich lassen möchten. Um eine langfristige Investition handelt es sich hierbei aber nicht. Trotz der Möglichkeit das Abenteuer mehrfach durchspielen zu können, werden geübte Gamer schnell den finalen Score sehen. Man merkt einfach wieder einmal die mobilen Gene des Spiels, das auf Grund des kleinen Umfangs viel Potenzial verschenkt. Denn man hätte aus dem gelungenen Spielprinzip ein richtig tolles und umfangreiches Werk machen können. Weitere Möglichkeiten für einen weiteren Teil sind also vorhanden. Auf der Nintendo Switch und auch auf Steam kostet Ninja Striker! 3,99 Euro. Für iOS-Geräte wird nur ein schlapper Euro verlangt. Also herrscht hier zur Abwechslung eine gewisse Gerechtigkeit zwischen den unterschiedlichen Systemen. Von daher kann man bei Ninja Striker! von einem sehr gelungenen Preis-/Leistungsverhältnis sprechen.
Mein persönliches Highlight: Das gute alte Ninja-Feeling aus vergangenen Videospieltagen

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