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Test zu Death Road to Canada - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Death Road to Canada
  • USA USA: Death Road to Canada
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
08.05.2018
Vertrieb
Ukiyo Publishing
Entwickler
RocketCat Games
Genre
Adventure, Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Überleben auf der Todesstraße

Von Daniel Busch () Zombies machen die Nintendo Switch unsicher! Fans von Gemetzeln mit den Untoten Wesen können in Death Road to Canada ein packendes Zombie-Abenteuer erleben. Eine Epidemie von Untoten sucht die USA heim und jeder ist auf sich allein gestellt, sein Überleben zu sichern. Schutz wartet in Kanada, welches noch frei von der Untotenseuche ist, und so fahrt ihr mit eurem Auto über den Highway Richtung rettender Landesgrenze. Eure Reise könnt ihr dabei auch mit einem Kumpel starten, der entweder vom Computer oder einem richtigen Kumpel aka Spieler 2 gesteuert wird. Die Reise ist lang und eure Vorräte sind rar – denn so eine Autofahrt kostet immerhin Benzin und eure Gruppe braucht auch ständig Nahrung. Also müsst ihr ab und zu aussteigen und verschiedene Gegenden nach Vorräten und Benzin und bestenfalls auch weiteren Waffen durchsuchen, die euer Überleben sichern.

Die USA werden von Unmengen Zombies heimgesucht. Die rettende Landesgrenze Kanadas scheint die letzte Zuflucht zu sein. Doch der Weg ist lang und ihr solltet euch mit genügend Nahrung eindecken.

Diese „Vorratssuchen“ sind das Kernelement im Gameplay von Death Road to Canada. Bevor ihr in ein solches Level einsteigt, wird euch die Möglichkeit geboten, eure verfügbaren Waffen individuell zuzuweisen. Aus einer Vogelperspektive steuert ihr anschließend eure Figur durch verschiedene, zufallsgenerierte Umgebungen, wahlweise einen Werkzeugladen oder einen Supermarkt. Die umherwandernden und nach eurem Blut dürstenden Zombies wehrt ihr mit diversen Waffen ab. Ab und zu gibt es auch spezielle Level, bei denen ihr zum Beispiel den Ausgang aus einem Kanalisationslabyrinth finden müsst oder in einer Schar von Zombies auf sehr engem Raum überleben müsst. Ihr habt immer vom Start an eine Waffe bei euch, die entsprechend eurer Charaktereigenschaft ausgewählt ist, während eurer Abenteuer findet ihr aber auch weitere Haudrauf-Utensilien. Das Arsenal reicht hierbei von Golfschlägern über Schraubenschlüsseln bis zu Vorschlaghämmern. Letztgenannte, sind natürlich sehr stark, aber auch sehr schwer. Euer Charakter sollte also über genügend Fitness verfügen, um nicht direkt außer Puste zu kommen. Im Laufe des Spiels lassen sich noch viel abgedrehtere Waffen freischalten. Die herankommenden Gruppen von Zombies könnt ihr ebenfalls mit diversen Mobiliaren in den Behausungen bewerfen. Mit etwas Glück lassen ich auch neue Gefährten für eure Reise finden. Gegenstände wie Waffen, Nahrung oder Benzin liegen in den Levels verstreut oder aber in Schränken oder Toiletten. Habt ihr alles Überlebenswichtige geplündert, geht’s wieder zurück zum Auto und wieder auf den Highway Richtung Kanada.

Rogue-like-Gemetzel der verrückten Art

Diese Autofahrt bildet die zweite Hälfte des Gameplays, welche sich regelmäßig mit den actionreichen Vorratssuchen abwechselt. Die Action ist hierbei auf ein Minimum gedrosselt und ihr übernehmt auch nicht selbst die Steuerung eures Charakters oder Autos. Vielmehr präsentiert sich dieser Teil als Text-Adventure, der euch mit verschiedenen kleinen Entscheidungen konfrontiert. Ab und zu müsst ihr beispielsweise wählen, ob ihr euch auf Tausche einlasst, bei denen Nahrung als Währung gilt, oder andere risikoreiche Situation bewältigen wollt. Vertrauen ist während einer Zombie-Apokalypse ein großes Risiko. Ab und zu hat dies auch Auswirkungen auf das Gemüt eurer Charaktere, welches wichtig für die Aktionen in den Vorratssuchen sind, oder auch direkt auf eure Vorräte. Alles wird euch hier als Text geboten, ansonsten gibt es eher keine visuelle Präsentation in diesem Segment. Die „Geschichte“, die euch hierbei erzählt wird, ist, wie auch alles andere in diesem Spiel, zufallsgeneriert, sodass ein gewisser Wiederspielwert gegeben ist. Gerade aber diese Autofahrten dämpfen das Gameplay ziemlich ab, da sie doch recht eintönig wirken. Nach ein paar Seiten an Text wird euch wiederum die Wahl nach einem Level überlassen, in dem ihr erneut auf Vorratssuche gehen könnt.

In Death Road to Canada lässt sich auch zusammen mit einem Kumpel im Koop-Modus gegen die untoten Wesen vorgehen.

Wie bereits gesagt, könnt ihr Death Road to Canada auch zu zweit spielen. Im Koop-Modus macht das Zombieverkloppen auch definitiv mehr Spaß. Das Vorhaben, einfach nur zu überleben, ist aber auch hier genauso gefragt. Beide Spieler steuern gleichzeitig durch die Umgebungen und schlagen die Köpfe von Untoten ein. Falls aber jemand von euch draufgehen sollte, dann bleibt er auch für den Rest des Spiels tot. Und im Laufe des Spiels werdet ihr im Normalfall auch draufgehen. Denn Death Road to Canada ist als Rogue-like-Titel konzipiert. Sprich: Zufallsgenerierte Level, Permadeath und kompletter Neustart bei Bildschirmtod. Solltet ihr also nach einem Spiel Ausschau halten, das ihr für längere Zeit am Stück spielen könnt, dann schleicht euch lieber ganz leise an den Zombies vorbei. Death Road to Canada ist eher für kürzere Spielsessions geeignet – die jedoch mit komischen Eigenheiten manchmal für Schmunzeln sorgen. Ja, trotz des recht räudigen Titels nimmt sich das Spiel an keiner Stelle wirklich ernst und versucht euch, diese aussichtslose Situation inmitten von Zombiehorden doch mit einer Prise Humor zu versüßen.

Neben verrückten Waffen lassen sich ebenfalls recht verrückte Fahrzeuge wie ein Hot-Dog-Wagen freischalten. Wirklich ernst wird euch die Situation in dem Spiel niemals rübergebracht. Auch die meisten Texte im Spiel sind mit einem Augenzwinkern zu betrachten. Death Road to Canada mag zwar ein relativ simpel gestaltetes Spiel sein, dennoch werden euch zahlreiche Freiheiten geboten. Dies fängt schon bei der Charaktererstellung an. Ihr könnt in einem Charaktereditor eure ganz eigenen kleinen Pixelhelden gestalten und diese auch für spätere Runden speichern. In diesem Editor könnt ihr neben dem Aussehen auch die Eigenschaften der Spielfigur festlegen. Als Surgeon (Chirurg) habt ihr natürlich bessere medizinische Fähigkeiten und als Fighter (Kämpfer) könnt ihr mit mehr Kraft auftrumpfen. Für eure bevorzugte Spielweise ist die richtige Wahl eurer Fähigkeiten natürlich elementar. Andernfalls dürft ihr natürlich auch mit Zufallscharakteren ins Abenteuer starten, falls ihr darauf weniger Wert legt. Zudem lassen sich auch verschiedene Spielmodi auswählen. Neben dem normalen Abenteuer könnt ihr zum Beispiel auch einstellen, dass ihr vermehrt „bekannte Charaktere“ trefft – also die von euch erstellten Spielfiguren aus dem Editor. Für Wiederspielwert ist durch die verschiedenen Modi und natürlich auch die zufallsgenerierten Level und Ereignisse durchaus gesorgt. Kein Abenteuer gleicht dadurch dem davor.

Death Road to Canada präsentiert sich in einer groben Pixeloptik, die eher zweckdienlich als schön ist. Dafür kann aber der Soundtrack mit seinen fetzigen Melodien begeistern. Ihr solltet für das Spiel auf jeden Fall Englischkenntnisse mitbringen, deutsche Texte werden nicht geboten.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu Death Road to Canada

Meinung von Daniel Busch
Death Road to Canada präsentiert sich als verrücktes Zombiegemetzel in Pixeloptik, das durch seine Rogue-like-Elemente zwar nicht auf Dauer unterhalten, aber dennoch für einige vergnügliche Augenblicke sorgen kann. Auf zufallsgenerierte Level, Permadeath und kompletten Neuanfang bei Bildschirmtod sollte man sich also einstellen. Die Prämisse des Überlebens wird hier durch das Ganze Spiel verfolgt. So müsst ihr nicht nur vor den Untoten auf der Hut sein, sondern euch auch um die lebensnotwendigen Vorräte kümmern – ansonsten kommt ihr auf dem Highway Richtung rettender Landesgrenze Kanadas nicht sonderlich weit. Zu zweit im Koop-Modus macht das Zombiegemetzel deutlich mehr Spaß, jedoch ebenfalls nicht von Dauer.

Kommentare 2

  • Booyaka Meister des Turms - 04.05.2018 - 20:39

    Wird zusammen mit Freundin gezockt freuen uns schon drauf. :)
  • x Eviga x - 10.05.2018 - 14:53

    Man muss dazu sagen das die Text Passagen wirklich mit viel Witz gestaltet wurden. Es ist nicht gerade so das man seitenweise lesen muss und einschläft. Viel mehr sind es kurze, knackige Texte.

    Zusätzlich solltet ihr alle wissen das es komplett in Englisch daher kommt.

    Achja man kann auch Hunde steuern. Diese können sogar Waffen aller Art benutzen UND Auto fahren. Mein aktueller Rekord liegt soweit das es noch 1 Tagesfahrt nach Kanada gewesen wäre.

    Ich persönlich mag es sehr. Jede Runde ist frisch und anders. Und da man seine Bekannten und selbst erstellten Chars treffen kann macht es für mich echt Laune.