Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Test zu Pro Evolution Soccer 2008 - Wii

  • Deutschland Deutschland: Pro Evolution Soccer 2008
  • USA USA: Pro Evolution Soccer 2008
  • Japan Japan: Winning Eleven Play Maker 2008
Plattform
Wii
Erscheinungsdatum
27.03.2008
Vertrieb
Konami
Entwickler
Konami
Genre
Sport, Fussball
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 2
Besitzt du dieses Spiel?
Anmelden
Magst du dieses Spiel?
Jetzt kaufen und ntower unterstützen
eBay

Unser Test zum Spiel: Pro Evolution Soccer 2008

Von Dennis Meppiel () Wer kennt sie nicht? Die PES-Serie. Pro Evolution Soccer, in Japan Winning Eleven, hatte seine Anfänge auf der PS2 und auf dem PC. Doch so lange ist es nicht her, dass es schon die Xbox- und die Nintendo DS-Versionen gibt. Aber jetzt erwartet uns endlich die erfolgreiche Fußball-Reihe auf einer Nintendo Heimkonsole. Dieses Auftreten ist ein besonderer Moment, denn statt einer ganz normalen Gamepad-Steuerung, bekommen wir etwas ganz Neues geboten. Zum ersten Mal wird in einem Fußball-Spiel die Pointer-Funktion eingesetzt. Wie dies den Entwicklern bzw. Konami gelungen ist, erfahrt ihr im folgenden Test.

Die Steuerung ist derart komplex, dass es schwer ist, sie leicht verständlich aufzuschreiben. Im Handbuch belegt der Abschnitt 20 Seiten, und ist mit Hilfe von Bildern ziemlich gut erklärt. Versuchen werde ich es trotzdem.
Sie ist nicht wie sonst mit ganz vielen Knöpfen gespickt, sondern man muss mit der Pointer-Funktion einzelne Spieler anklicken und diese wie in einem Strategie-Spiel kontrollieren. Schon gleich, wenn das Spiel gestartet wird und ihr euch ein Profil erstellt habt, könnt ihr die wichtigsten Grundlagen in einem Training erklärt bekommen. Hierbei ist es wichtig, das Nunchuk an die Wii-Remote anzuschließen, denn bei einer Torchance müsst ihr das Nunchuk schwingen, um eine Torchance zu verwerten. Wenn ihr einen Spieler mit dem Button A angeklickt habt, müsst ihr auf der Taste A bleiben und könnt ihn über den ganzen Rasen laufen lassen. Dabei kommt ein Pfeil zum Vorschein, der die Lauf-Richtung anzeigt. Diesen Pfeil könnt ihr verkleinern oder vergrößern, je nachdem, wie nah ihr den Pointer an den jeweiligen Spieler haltet, womit sich auch die Geschwindigkeit dessen ändert. Mit dem Control-Stick könnt ihr unter anderem den Spieler auch langsamer laufen lassen. Man hat auch die Möglichkeit, einen Punkt in den Weiten des Rasens auszuwählen, auf den der Spieler dann automatisch weiter zu läuft, währenddessen ihr nebenbei andere Spieler kontrolliert. Per B-Button vollführt man einen Pass. Der Spieler, der dem Pointer am nächsten ist, läuft automatisch zum Passpunkt und nimmt den Ball an. Auch Flanken sind einfacher als sonst auszuführen. Ihr müsst nur den Pointer in die Mitte des Spielfeldes halten. Der Spieler macht anschließend den Rest und flankt haargenau auf den Punkt. Die Freistöße sehen auf dem ersten Blick ziemlich unmachbar aus, aber mit dem gewissen Kick ist dies auch ganz leicht zu meistern. Dabei müsst ihr nur mit der Pointer-Funktion auf eine beliebige Stelle im Tor zeigen und mit eurem Nunchuk schwingen. In der Abwehr habt ihr verdammt viele Möglichkeiten, einen Angriff abzuwehren. Falls euch euer Gegner angreift, könnt ihr mit der hintersten Abwehr eine Abseitsfalle vorbereiten. Dabei müsst ihr nur die Wii-Remote in die gewünschte Richtung bewegen. Doch wenn dies nicht gelungen ist, kommt es zum 1on1 Duell. Torwart gegen Spieler… in den ersten Sekunden weiß man sicherlich nicht, was man machen soll. Doch selbst hier könnt ihr fast noch alles zu 100% selbst regeln. Denn den Torwart könnt ihr raus holen, wenn ihr den Gegenspieler mit dem A Button angeklickt habt. Befindet sich euer Torwart vor ihm, drückt einfach den Z Button und wackelt mit dem Nunchuk, und euer Spieler/Torwart vollzieht eine Grätsche.

Die Dauermotivation wird beim Spielen aufrecht erhalten, denn ihr könnt an Ligen, Pokal-Turnieren, am Training oder an der Champions Road teilnehmen. Leider hat Konami, wie auch bei den Teilen zuvor, nicht viele Lizenzen mit einbezogen. In der Champions Road könnt ihr euch eine Mannschaft aussuchen. Diese hat aber nicht die gewohnten Spieler wie sonst, denn ihr müsst zuerst mit einem kleinen Team anfangen, das aus Amateuren besteht. Auf einer Europakarte bekommt ihr verschiedene Symbole gezeigt, wobei jedes für ein anderes Turnier steht. Ihr könnt entweder euer Team verwalten oder an einem neuen Turnier teilnehmen. Vor einem Spiel dürft ihr noch einmal an einem speziellen Training teilnehmen, in dem euch die Steuerung sowie Taktiken näher erklärt werden. Nachdem ihr euer Spiel bestritten habt, dürft ihr an Hand von Karten Spieler in euren Kader befördern. Diese Karten sind auf den ersten Blick verdeckt und nur mit Sätzen bestückt, welche euch Informationen über den jeweiligen Spieler geben. So zum Beispiel: „Diesem Spieler geht nicht so leicht die Luft aus“. Hierbei ist es Glückssache, ob ihr einen guten Spieler erwischt. Die Qualität dessen erkennt ihr an der Sternenanzahl des Spielers. Was man ebenfalls nach Spielen machen kann, ist, dass man die Fähigkeiten des Spielers upgraden kann. Die Spieler erhalten nach einem Spiel Erfahrungspunkte in den verschiedenen Bereichen (Angriff, Abwehr, Ausdauer etc.). Umso mehr Erfolge ihr habt, desto besser wird die/das Mannschaft/Team. Ein sehr nettes Feature ist, dass man die Wiederholungen auf seiner Wii speichern kann. Diese können unter dem Menüpunkt „Wiederholung betrachten“ so oft ihr wollt betrachtet werden.

Neben den Game-Modi gibt es noch einen Editor-Modus. In diesem könnt ihr Namen von Spielern und Mannschaften verändern. Leider wurde keine Funktion eingebaut, eigene Spieler zu erstellen. Doch statt eigenen Spielern kann man seine Miis einsetzen. Diese laufen dann mit Wasserköpfen auf dem Rasen herum und zeigen ihre Fußball-Kunst. Dank der Tausch-Funktion könnt ihr, via Wiiconnect24, Team-Daten an Freunde verschicken oder diese einfach auf die Wii-Fernbedienung laden und mit zu einem Freund nehmen. Ein Online-Modus darf natürlich nicht fehlen bei PES 2008. Man kann „Freie Matches“ oder auch „Freunde Matches“ bestreiten, aber leider hat man wieder auf die geliebt/gehassten Freundescodes gesetzt. Allerdings gibt es bei der Wii-Version keine Laggs, die bei der PS3-, Xbox-360- und PC-Version der Fall gewesen sind.
Pro Evolution Soccer 2008 unterstützt auch einen lokalen Multiplayer-Modus, den man zu zweit bestreiten kann.

Grafisch ist PES 2008 auf der Wii sicherlich kein Hingucker. PES6 PC-Engine, schwammige Texturen, kaum Polygone usw. Besonders das Publikum fällt negativ auf, ist es doch nur eine 2D-Landschaft und die reinste Pixelflut. Falls Konami einen Nachfolger plant, könnte man die Wii viel mehr ausreizen. Das Spiel unterstützt den HDTV-/ 60HZ-Modus.

Leider hört man nicht, wie in Fifa 08, originale Lieder. Stattdessen gibt es nur selbst komponierte Musik, die den Spieler erwartet, welche irgendwie an mittelmäßige Menü-Untermalungen erinnert. Die Kommentatoren sind wieder dieselben wie auch in den letzten Teilen und bringen ,wie auch das Publikum, die Atmosphäre sehr gut in den Vordergrund. PES 2008 unterstützt den Pro Logic 2-Modus.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Pro Evolution Soccer 2008

Meinung von Dennis Meppiel
Pro Evolution Soccer 2008 kann grafisch und atmosphärisch zwar nicht mit der Fifa-Serie mithalten, aber Gameplay-technisch gesehen ist PES 2008 um Welten besser. Für Jung und Alt, Core- oder Casual-Gamer, für jeden ist das Spiel perfekt zu steuern, wenn man sich erst einmal reingefuchst hat. Dank der Pointer-Funktion müsst ihr nur, wie in einem Strategie à la Warcraft 3, die Spieler an einen beliebigen Ort schicken und so den Ball auf die andere Seite befördern. Für Langzeitmotivation wurde auch gesorgt; ein Online-Modus und die Champions Road sind in der Wii-Version enthalten.