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Test zu The Way Remastered - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: The Way Remastered
  • USA USA: The Way Remastered
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
20.04.2018
Vertrieb
Sonka
Entwickler
Sonka
Genre
Adventure, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Eine spannende Geschichte kombiniert mit Platforming

Von Erwin Sigle () Das ewige Leben – Die einen streben es an, die anderen hingegen verabscheuen es. The Way: Remastered behandelt es. Wir haben hier einen Puzzle-Platformer, welcher uns eine wunderbar düstere und dennoch wirklich spannende Geschichte über einen Witwer erzählt, der einst das ewige Leben studierte und nun eine neue Zivilisation entdeckt.

Die Begierde vieler Menschen – Das ewige Leben

Tom ist ein Mann, dessen Frau ihr Leben verloren hat, was ihn äußerst mitgenommen hat. Er kommt über den Tod seiner Frau nicht hinweg, weshalb er sie aus ihrem Grab holt und zu Hause in eine Kapsel steckt. Kaum habt ihr die Frau in eine Kapsel gesteckt, zu der nichts weiter gesagt wurde, dürft ihr die Wohnung von Tom durchsuchen. Hier stoßt ihr auf Forschungsaufzeichnungen zum ewigen Leben.

Tom und seine Frau schienen ein glückliches Leben zu führen

Man merkt dem Spiel eine wirklich düstere Atmosphäre an, welche auch ziemlich gut rübergebracht wird. Eure erste Aufgabe ist es Notizen zu sammeln, die in eurer Wohnung verteilt liegen. Diese beinhalten meist Nachrichten, in denen Tom aufrichtiges Beileid für den Verlust seiner Frau ausgesprochen wird, was die Atmosphäre noch düsterer und trauriger macht. Habt ihr diese Notizen gesammelt, nimmt Tom seine Frau aus der Kapsel, schleppt sie in einen Wagen und fährt sie „zur Firma“. Hier kommt auch schon die erste Platforming-Passage, denn das Tor ist verschlossen und Tom muss über das Tor springen, um es von innen zu öffnen. Beim Springen fiel mir auch schon die ziemlich genaue Steuerung auf, was mir ziemlich gefallen hat. Kaum seid ihr drin, werdet ihr schon die ersten Gegner treffen. Euch wird auffallen, dass ihr nach nur einem Treffer sofort sterbt, denn Tom hat keine Lebenspunkte oder ähnliches, an Fallschaden könnt ihr ebenfalls sterben. Ihr könnt also davon ausgehen, dass ihr sehr oft sterben werdet, doch das Schöne daran: Es ist nicht frustrierend. Wenn ihr sterbt, könnt ihr innerhalb von einer Sekunde wieder respawnen und wieder loslegen, was ich besonders spitzte fand.

Aliens? Wurden schon entdeckt.

Ihr seid zu „der Firma“ gekommen, weil ihr ein Raumschiff sucht. Scheinbar möchte Tom seine Frau auf einen anderen Planeten bringen, doch erst mal müsst ihr das Raumschiff überhaupt finden. Ihr bekommt eine Menge Aufgaben und die Macht über die Öffnungen der Luftschächte und das Öffnen der Generaltür, doch denken ist gefragt! Es können immer nur die Luftschächte oder die Generaltür offen sein, niemals beides. Eine eurer ersten Aufgaben wird es sein, die Stromversorgung zu überfordern und den ganzen Strom dann zu entladen. Das benötigt ihr, weil einige Gegner euch daran hindern, einen wichtigen Weg zu nehmen. Die Stromversorgung überfordert ihr, indem ihr mehrere Schalter aktiviert. Dazu müsst ihr wie ein Geheimagent an Gegnern vorbeischleichen und auch warten, bis sich eine günstige Situation ergibt. Das Warten ist mal mehr, mal weniger schlimm. Habt ihr die Konsole entladen, könnt ihr schon zum Raumschiff, doch dieses ist noch lange nicht startbereit! In der Nähe des Raumschiffs befindet sich ein Passwort, welches euch Zugang auf alle Schränke gibt. Aus diesen Schränken könnt ihr euch eine coole Laserpistole holen. Das Zielen mit dieser ist äußerst gewöhnungsbedürftig, doch nicht gerade schlecht. Habt ihr zittrige Finger, so wie ich, wird es euch aber schwerer fallen. So, verteidigen könnt ihr euch nun, doch fertig seid ihr immer noch nicht. Es läuft nahezu alles schief, was schief gehen kann!

"Die Firma" ist äußerst interessant strukturiert.

Die Sicherung ist durchgebrannt, losfliegen könnt ihr gleich vergessen, da ihr weder eine Starterlaubnis, noch ein geöffnetes Dach habt, und die Energie in den Kondensatoren ist nicht gleich, weshalb ihr keine Energie bekommt. Möchtet ihr die Aufgabe mit den Kondensatoren erledigen, trefft ihr schon auf euer erstes Rätsel und, ergeht es euch so wie mir, auch auf euren ersten Bug. Ihr müsst einen beweglichen Energiespeicher transportieren, um die Energie in den Kondensatoren zu regulieren, dazu müsst ihr ihn nach rechts tragen. Ich allerdings trug ihn nach links, weshalb er in einer Wand verschwand und nicht wiederkam! Ich habe das Spiel neu geladen, neu gestartet, mich umgebracht, nichts! Mir blieb demnach nichts anderes übrig, als das Spiel mit einem anderen Account neu zu beginnen. Da das Spiel aus sehr viel Laufen und Warten besteht, könnt ihr euch vorstellen, wie ich mich gefühlt habe, als ich alles wiederholt hatte. Doch nachdem ich alles erledigt hatte, konnte ich in das Raumschiff steigen und tatsächlich: Ich flog auf einen anderen Planeten.

Meine Lieblingsinsekten sind Bugs

Der neue Planet ist sehr grün und steckt voller Leben, was unfassbar schön anzusehen ist. Doch so wie er vor Leben strotzt, tut er dies auch vor Gefahren. Ziemlich schnell werdet ihr auf dem Planeten eine von sieben Erinnerungen entdecken, diese zeigt euch eine Szene aus Toms Vergangenheit mit seiner Frau. Habt ihr diese erlebt, könnt ihr die Welt entdecken. Wichtig zu erwähnen ist hierbei, dass die Welt zwar nicht schwarz und dunkel ist, aber die Atmosphäre dennoch unfassbar düster und mysteriös bleibt. Auf eurer Durchreise werdet ihr einige Forschungsberichte zum ewigen Leben finden, später sogar eine Forschungsstation, das Dreieck der Ewigkeit wird euch auch ein Begriff sein.

Ich glaube, der Boss hier hat Wanzen auch sehr gerne...

Angekommen an der Forschungsstation erfahrt ihr, dass Tom bereits auf diesem Planeten war und mit seiner Frau das ewige Leben studierte. Warum Tom seine Frau auf diesen Planeten schleppte, dürfte wohl langsam klar sein. Allerdings gibt es der Station nicht viel, ihr geht also weiter und kommt in eine Höhle, wozu ihr ein Rätsel lösen müsst. Ich habe das Rätsel zwar sehr schnell gelöst, kann mir aber vorstellen, dass andere Spieler lange an dem Rätsel sitzen könnten, denn man muss hier das Zeichen des ewigen Dreiecks bilden. Habt ihr dies gemacht, gelangt ihr in eine Höhle, wo ihr zum ersten Mal richtig viele Platforming-Passagen habt, was bislang noch gefehlt hatte. Das schöne ist, ist dass die Passagen immer mit Rätseln kombiniert sind, ihr könnt nicht einfach durchhopsen, als wärt ihr ein gewisser Klempner mit roter Mütze. Kommt ihr durch, wartet der erste Boss auf euch, eine riesige, ekelhafte Spinne, die euch wohl sehr köstlich findet. Eure Waffe ist wirkungslos gegen sie, weshalb ihr rennen müsst, als wärt ihr ein gewisser blauer Igel. Schafft ihr es vor der Spinne eine Wand hinaufzuklettern, müsst ihr der Decke einen Schuss verpassen, was sie zusammenbrechen lässt und die Spinne tötet. Das war wirklich äußerst spannend gemacht, zumal man sich erst mal umsehen musste, sobald man oben war.

Geht ihr aus der Höhle raus, kommt ihr etwas später in ein anderes Gebiet der Welt. Hier trifft Tom auf eine neue Zivilisation, welche allerdings Angst vor ihm hat und daraufhin wegrennt. Auf meiner Suche nach ihnen entdeckte ich noch einen Bug. Aus Interesse zielte ich auf den Boden und versuchte zu Laufen. An einer Stelle hat sich das so ausgewirkt, dass ich durch den Boden gerutscht bin und an einer Wand, an der ich eigentlich hinunterklettern sollte, stecken blieb. Anders als der erste und der nächste Bug, ließ sich dieser jedoch ziemlich einfach lösen, indem ich kurz das Spiel neu lud. Es dauerte nicht lange, bis ich auf den zweiten Boss traf und dieser bringt einen schwerwiegenden Bug (wir berichteten) mit sich. Schafft man es nicht, diesen Boss in 2 Minuten und 30 Sekunden zu besiegen, stürzt das Spiel ab und der Speicherstand wird komplett gelöscht. Bei so was fragt man sich als Spieler doch, wie so was durch die Qualitätskontrollen von Nintendo kam, denn viele Spieler mussten wegen diesem Bug sicherlich ihr Abenteuer beenden, so leider auch auch ich...

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu The Way Remastered

Meinung von Erwin Sigle
The Way Remastered ist ein wirklich schönes Spiel! Die düstere Atmosphäre, die selbst in der hellen, schönen Welt noch gewirkt hat war einfach klasse! Das Spiel behandelt etwas, worüber sich jeder Mensch wohl schon mal Gedanken gemacht hat und einige Menschen streben dies sicherlich auch an. Das Platforming war äußert erfrischend und wurde immer mit ein wenig Köpfchen kombiniert. Leider leidet das Spiel sehr unter seinen Bugs, insbesondere der, der den gesamten Spielstand löscht, ist schrecklich und verdirbt die Wertung leider ein bisschen. Sobald dieser behoben ist, kann man sich das Spiel für 14,99€ durchaus zulegen!
Mein persönliches Highlight: Die düstere Atmosphäre, welche selbst in hellen Gebieten nicht verschwand.