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Test zu Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Trilogy - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Trilogy
  • USA USA: Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Trilogy
  • Japan Japan: Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Trilogy for Nintendo Switch
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
26.04.2018
Vertrieb
Bandai Namco Entertainment
Entwickler
Bandai Namco
Genre
Action
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 8
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Stürmische Zeiten für die Ninjas

Von Daniel Busch () Naruto gehört zu den ganz Großen in der Anime-Welt. Die Abenteuer des blonden Shinobi mit der Kraft des Neunschwänzigen Fuchses in sich begeistern Fans auf der ganzen Welt. Und das nicht nur in Form von Manga-Kapiteln oder des Anime, sondern auch als Videospiel. Dazu trugen maßgeblich die Spiele der Ultimate Ninja Storm-Reihe bei. Nun erobern die Shinobi auch die Nintendo Switch, denn die ersten drei Hauptabenteuer der beliebten Reihe sind nun auch auf Nintendos neuer Konsole erhältlich.

Die Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm-Reihe versteht sich als Kampfspiel, in dem die aus dem Manga und Anime bekannten Shinobi mit ihren Jutsus, Schlägen und Ninja-Werkzeugen gegeneinander kämpfen. Die Kämpfe finden dabei in einer 3D-Umgebung statt, in der ihr die Shinobi frei bewegen könnt. Dazu erlebt ihr auch die Story des Anime bzw. Manga nach und verfolgt Naruto Uzumakis Weg, einer der größten Shinobi und der Hokage von Konohagakure zu werden. Alle drei Spiele unterscheiden sich dabei durch diverse Gameplay-Elemente. Zwar bleibt das Kampf-Geschehen zum Großteil immer beständig, aber besonders im Hinblick auf die Handlung und dem freien Erkunden der Spielwelt gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Spielen. Daher werde ich die Besonderheiten jedes Spiels einzeln behandeln und im Anschluss einen spieleübergreifenden Blick auf das Kampfsystem werfen. Für all diejenigen, die mit den Geschehnissen von „Naruto“ bzw. „Naruto Shippuden“ nicht so vertraut sein sollten, gilt an dieser Stelle übrigens eine Spoiler-Anmerkung. Fangen wir also sogleich mit den Anfängen des jungen, blonden Ninjas an!

Naruto Uzumaki – Der Weg eines Shinobi

Wir erleben in der Ultimate Ninja Storm Trilogy den Werdegang und die Abenteuer von Naruto Uzumaki, dem titelgebenden Helden dieser Geschichte. Nachdem das neunschwänzige Fuchsungeheuer das Dorf Konohagakure angriff, versiegelte der damalige Hokage der Vierten Generation das Ungeheuer in seinen neugeborenen Sohn. Damit wurde das Dorf gerettet, doch er selbst und Narutos Mutter starben dabei, wodurch Naruto als Waisenjunge aufwächst und fortan als Bedrohung für das Dorf angesehen wird, da das mächtige Ungeheuer wieder aus ihm entfliehen und erneut für eine Katastrophe sorgen könnte. Etwa vierzehn Jahre später setzen dann auch der Anime sowie der erste Teil dieser Videospielreihe ein. Naruto steht am Anfang seiner Laufbahn als Ninja und hat mit Ach und Krach seine Prüfungen an der Ninja-Akademie bestanden.

Im ersten Teil erlebt ihr die Geschichte des jungen Naruto nach, der gerade erst zum Genin geworden ist. Im Laufe der Geschichte müsst ihr euch zum Beispiel Gaara und Shukaku in einem großen Kampf entgegenstellen.

Der junge Tunichtgut verfolgt den Traum, der Hokage seines Dorfes zu werden, um die Achtung der Dorfbewohner zu erhalten, die er sich sein ganzes Leben unter immerwährender Verabscheuung schon wünscht. Natürlich spornt ihn sein Traum an, alles zu geben und so hat der titelgebende Held der Serie noch viele Abenteuer vor sich. Handlungstechnisch erlebt ihr die Anfänge der Naruto-Serie und verfolgt die Geschehnisse der Gründung von Team 7, von den Chunin-Prüfungen, der Konfrontation mit Orochimaru bis hin zu Narutos schlussendlicher Abreise aus dem Dorf. Der erste Teil der Ultimate Ninja-Storm-Reihe unterscheidet sich grundlegend von den anderen Hauptteilen, denn der Fokus ist noch gar nicht so sehr auf die Handlung gelegt, sondern mehr aufs Gameplay. Ihr steuert den noch recht jungen Naruto durch ein frei begehbares Konohagakure und erledigt dort verschiedene Aufgaben. Das freie Umherlaufen und -springen im Dorf ist das Highlight dieses Spiels, und lädt auch zum Erkunden ein. Dazu könnt ihr im Menü verschiedene Missionen auswählen, die entweder die Probleme der Dorfbewohner angehen oder aber euch die Story des Spiels präsentieren. Man merkt jedoch recht deutlich, dass wir es hier mit dem ersten Teil der Reihe zu tun haben, denn alles wirkt doch noch eher, als wäre es in den Kinderschuhen. Natürlich hat das Spiel schon ein paar Jahre auf dem Buckel, und Fans, die das Spiel schon früher spielen konnten, werden ihren hellen Spaß gehabt haben. Aber die Spielwelt wirkt nicht sehr detailvoll, der technische sowie grafische Stand auch recht altbacken und dem Dorf fehlt schlicht das „Lebendige“. Nun gut, wir haben es hier immerhin mit einem Spiel zu tun, dass ursprünglich 2008 auf den Markt kam. Zudem bleibt anzumerken, dass gerade ein Spiel, welches die Geschichte des Anime nacherzählen will, dies durchaus hätte ansprechender gestalten können. Denn die wirklich gut gestalteten Zwischensequenzen, die die späteren Hauptteile auszeichnen, bekommt ihr hier noch nicht, in der Form, zu Gesicht.

Die Story wird eher steril, durch verschiedene, anwählbare Missionen in einem Menü erzählt. Wer die Handlung des Anime/Manga also nicht kennt, wird sich in diesem Spiel also schlichtweg von Kampf zu Kampf hangeln. Ein Ersatz für den Anime findet sich hier kurzgesagt nicht. Jede dieser Missionen besteht entweder aus einem Kampf oder einem Minispiel, welche von einem kurzen Text eingeleitet werden, der ein paar Worte zur eingebetteten Handlung aus Narutos Sichtweise verliert. Ab und zu bekommen wir dann doch ein paar gutaussehende und synchronisierte Zwischensequenzen zu sehen, wobei ich mir dann natürlich umso mehr wünschen würde, das die Handlung durchgängig so präsentiert werden würde. Die eben angesprochenen Minispiele, die ihr ab und zu absolviert, bestehen aus einem Versteckspiel im Dorf, einem Chakra-Training, bei dem ihr einen großen Baum hinauflaufen und dem Geäst ausweichen müsst, und einer Verfolgungsjagd durch den Wald.

Diese Minispiele sind an sich ganz unterhaltsam, wiederholen sich aber durch das ganze Spiel hindurch. Umso packender geht’s dafür im Dorf zur Sache. Es ist einfach toll, mit Naruto diese freie Spielwelt selbst zu erkunden, die uns im Anime immer präsentiert wird, und den jungen blonden Ninja durchs Dorf zu jagen. So lassen sich Geld oder Schriftrollen einsammeln, die euch zu weiteren Hilfs-Jutsus verhelfen, Zutaten für Ichirakus Ramen finden, um dadurch weitere Gerichte freizuschalten und noch viele weitere Items aufstöbern. Dieses Konzept vermisst man in den späteren Teilen leider, was wirklich schade ist! Denn gerade das freie Erkunden und Austoben in Konoha lässt Naruto-Fan-Herzen höher schlagen.

Besonders Teil 2 und 3 der Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm-Trilogy legen den Fokus klar auf eine inszenatorisch eindrucksvoll erzählte Geschichte. Euch werden die essentiellen Handlungsstränge des Anime/Manga präsentiert.

Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 2 setzt drei Jahre später ein. Naruto hat sein Training bei Jiraiya vollzogen und kehrt als junger Mann wieder in sein Heimatdorf zurück. Der Frieden des Dorfes wird aber von einer unheimlichen Bedrohung überschattet. Die unheilvolle Gruppierung Akatsuki breitet ihren Schatten aus und ist auf der Suche nach den Jinchuriki, die die mächtigen Chakra-Bestien in sich tragen. Natürlich fällt der Fokus auch auf Naruto, in dem die mächtigste der neun Bestien versiegelt wurde. Die Shinobi bekommen es also mit den einzelnen Mitgliedern der Akatsuki-Gruppierung zu tun. Die größte Bedrohung erwartet die Bewohner von Konoha jedoch als Pain auftaucht, der über dem Dorf schwebt und anschließend mit dem Jutsu der Druckwelle das gesamte Dorf auslöscht. In diesem Teil spielt ihr also die Geschehnisse des Shippuden-Anime nach, von dem Moment an, als Naruto wieder ins Dorf zurückkehrt, bis zum abschließenden Kampf gegen Pain. Hier wird der Fanservice besonders auf die visuelle Aufmachung und die Story gelegt, was wir in den späteren Hauptteilen weiterhin beobachten dürfen. Die wird schon zu Beginn deutlich, denn wo wir im ersten Teil noch inmitten des Dorfes die ersten Schritte unseres Charakters tätigten und es erstmals kein so rechtes Ziel gab, wird die Handlung in Teil 2 – und auch in Teil 3 – mit dem Gameplay und der Spielwelt verknüpft. Es wirkt tatsächlich mehr wie eine Geschichte, die wir selbst erleben dürfen. Die Handlung präsentiert sich uns in einer Vielzahl von Videosequenzen, deren grafische Aufmachung sehr schön anzusehen ist.

Fans bekommen hier also ein cineastisches Erlebnis geboten, das in seinen Bann zieht und die Abenteuer des jungen Ninja auf charismatische Art zu präsentieren weiß. Andererseits müsst ihr euch aber auch damit abfinden, dass ihr keine offene Spielwelt mehr zum Erkunden habt, denn ihr könnt nur noch einzelne Areale durchqueren. Diese sehen zwar durchaus hübscher und belebter aus als das Konoha aus dem ersten Teil, doch ihr habt leider keine Freiheiten mehr, euch auszutoben. Dafür bekommen wir aber auch andere Gegenden wie Sunagakure oder Amegakure zu Gesicht.

Während euren Erkundungen in der Spielwelt könnt ihr auch Nebenmissionen erledigen, die einen netten Kontrast zu der Story bieten, alles in allem aber nur schmückendes Beiwerk darstellen, oder auch diverse Items sammeln, die euch unter anderem Ninja-Werkzeuge für den Kampf oder nette Extras für die Sammlung bieten. Für ein Kampfspiel wird zwar ein guter Umfang geboten, doch in der Regel erweist sich das Gameplay nicht als sonderlich vielfältig. Der Fokus wird ab diesem Teil viel stärker auf die Story gelegt, welche in der Shippuden-Ära auch spannender gestaltet ist. Neben Narutos Weg ein großer Shinobi zu werden, bekommen wir auch Ausblicke aus Jiraiyas oder Sasukes Sicht geboten. So zum Beispiel als der junge Spross des Uchiha-Clans Vergeltung an seinem älteren Bruder und Akatsuki-Mitglied Itachi Uchiha üben will. Handlungstechnisch orientiert man sich dabei 1:1 an dem Anime – was sich in Teil 3 ändern wird.

Teil 3 beginnt direkt mit einem packenden Prolog: Der Angriff vom Neunschwänzigen Fuchsungeheuer auf Konoha wird gezeigt. Das ganze Spiel strotzt vor cineastischen Momenten

Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 3 wird uns hier in der Full Burst-Erweiterung geboten. Diese kam ursprünglich einige Zeit später als die normale Fassung raus und beinhaltet alle DLCs sowie auch ein komplett neues Story-Kapitel rund um Kabuto. Des Weiteren wurde das gesamte Spiel nochmals grafisch gehörig aufgehübscht und mit weiteren Effekten versehen. Vom visuellen Standpunkt her ist Teil 3 auch heute noch eine Wucht und die cineastischen Erzählungen lassen Fanherzen wirklich höherschlagen. Das ganze Spiel wirkt wie ein Filmerlebnis, welches an vielen Stellen auch effektvoller aussieht als im Anime. Die Handlung wird in vielen Cutscenes teils spannend, teils auch gefühlsvoll erzählt. Wie bei Teil 2 müsst ihr in diesem dritten Teil nicht unbedingt den Anime gesehen haben, denn die Handlung wird sehr detailvoll erzählt. Ja, Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 3 glänzt wahrlich mit seinen Schauwerten: Bereits zu Beginn erwartet uns ein effektvoll inszenierter Kampf gegen das Neunschwänzige Fuchsungeheuer, welches das Dorf Konohagakure angreift. Der dritte Hokage stellt sich mit der Unterstützung des ganzen Dorfes dem Angriff entgegen, was zu einem packenden Beginn des Spiels führt. Währenddessen liefert sich Minato Uzumaki, Hokage der Vierten Generation, einen Kampf mit dem Maskierten Mann, der das Ungeheuer Kurama beschworen hatte und den Angriff auf das Dorf verantwortet. Und das ist auch nur ein kleiner Ausblick von dem, was euch in Teil 3 erwartet. Nach dem Prolog setzt die Handlung direkt nach den Ereignissen aus Teil 2 ein. Nachdem Pain das gesamte Dorf zerstört hat, wird es wieder aufgebaut. Naruto wird inzwischen als Held gefeiert und erhält seine, das Leben lang ersehnte, Achtung der Dorfbewohner.

Neben den Kämpfen tut doch auch mal eine Verschnaufspause für unseren blinden Helden in Konoha ganz gut. Auf zu Ichiraku-Nudelrestaurant!

In dem im Aufbau befindlichen Dorf können wir auch unsere ersten Schritte tätigen und das frische, neue Ninja-Domizil erkunden. Ähnlich wie in Teil 2 geschieht dies wieder über mehrere Areale und nicht in einer offenen Welt, wie im Serienerstling. Auch hier sind die einzelnen Fleckchen des Dorfes wieder voller Details gestaltet worden und wirken herrlich lebendig. Unterwegs lassen sich unter anderem Krüge oder Pflanzen untersuchen und verschiedene Items zur Werkzeug-Herstellung finden. Zudem warten natürlich auch wieder zahlreiche Missionen und Aufträge auf euch, die es zu erfüllen gilt und die dennoch bloß eine nette Ablenkung zur Hauptstory bieten. Denn Teil 3 leidet auch unter denselben Problemen wie seine Vorgänger – es mangelt oft an einer Vielfalt im Gameplay. Dies ist bei einem vornehmlichen Kampfspiel zwar noch zu verschmerzen, aber mehr Vielfalt wäre wirklich wünschenswert gewesen. Im Grunde lauft ihr in der Spielwelt bloß von einem Bereich in den nächsten, sammelt auf, was auf dem Boden liegt, bekommt die Geschichte serviert und stürzt euch in den nächsten Kampf. Vom Gameplay her geht Teil 3 in Richtung des direkten Vorgängers, der Fokus wird hier vollends auf die Story und die inszenatorische Darbietung gelegt. Das Treffen der fünf Kage steht an, bei dem sich die Oberhäupter der fünf großen Ninja-Reiche beraten, wie man der wachsenden Bedrohung um Madara Uchiha Einhalt gebieten kann. Der abtrünnige Sasuke dagegen scheint gemeinsame Sache mit Akatsuki zu machen und attackiert das Gipfeltreffen. Nachdem er die Wahrheit über seinen Bruder Itachi erfahren hatte, hegt er einen großen Rachedurst an Konoha. Die Geschehnisse münden später in den Beginn des vierten großen Shinobi-Weltkriegs, der von Madara Uchiha alias Obito Uchiha ausgerufen wird.

Die Shinobi und die Kage müssen sich ihrer bis dahin größten Herausforderung entgegenstellen: Denn durch das Edo-Tensei erweckt Kabuto den richtigen Madara Uchiha wieder zum Leben! Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 3 wurde ursprünglich zu einem Zeitpunkt veröffentlicht, in dem der Kampf gegen Madara und auch der Vierte Shinobi-Weltkrieg noch in vollem Gange waren. Deshalb unterscheidet sich der Showdown im Finale der Handlung grundlegend vom Anime-Vorbild. Ansonsten wird die Handlung aber sehr detailgetreu wiedergegeben. Wie auch in Teil 2 wird ein Online-Modus geboten, der euch gegen andere Spieler aus der ganzen Welt kämpfen lässt.

Die Goldene Ninja-Regel: Beherrsche deine Jutsus!

Legen wir unser Augenmerk nun auf die Kämpfe! Die kurzweiligen Prügeleien sind natürlich das Highlight in der gesamten Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm-Reihe. Das Kampfgeschehen findet wie gesagt in einer 3D-Umgebung statt, in der sich die Kontrahenten frei bewegen können. Hier kann grundsätzlich für alle drei Teile gesprochen werden, denn bis auf einige Feinheiten, die im Laufe der Reihe abgeändert wurden, funktionieren die Prügeleien immer gleich. Alles in allem wird euch ein leicht zu erlernendes Kampfsystem geboten, welches die Elemente aus dem Manga und Anime wirklich gekonnt aufgreift.

Die Ultimate Ninja Storm-Spiele leben von den packenden Kämpfen. Übertrumpft den Gegner mit euren Jutsus und Schlagkombos.

Zwar sind die Kämpfe nicht so tiefgehend konzeptioniert wie in manch anderen Brawlern, aber Naruto-Fans werden dennoch ihren hellen Spaß daran finden. Durch den schnellen Einstieg ins Kampfgeschehen können daher auch Spieler einen Blick wagen, die nicht so sehr mit der Reihe oder dem Manga/Anime vertraut sind. Ziel ist es natürlich, den gegnerischen Lebensbalken auf null zu bringen. Die wesentlichen Aktionen bestehen dabei aus Schlägen, Shuriken-Werfen und natürlich dem Anwenden von Jutsus. Jeder Charakter hat seine eigenen persönlichen Jutsus. Daher werden auch durch die Fülle an verschiedenen Charakteren und ihren ganz unterschiedlichen Jutsus verschiedene Strategien und Spielweisen geboten. Je nach Tastenkombination lassen sich normale Ninjutsu, Ultimative Jutsu als spezielle Angriffe oder auch der Ninja-Sprint aktivieren. Die Animationen, die euch beim Ausführen der jeweiligen Ultimativen Jutsu geboten werden – solltet ihr euren Gegner auch treffen – sind wirklich actionreich gestaltet und immer einen Hingucker wert. Mit dem Ninja-Sprint könnt ihr blitzschnell auf euren Gegner zurasen und ihm so mit vielen Kombos einheizen. Die Verwendung dieser Ninja-Techniken hängt dabei natürlich von eurem Chakra ab – der Lebenskraft, die solche Jutsus überhaupt ermöglicht. Unter eurem Lebensbalken habt ihr eine Anzeige für euer Chakra. Jutsus benötigen natürlich eine gewisse Menge Chakra und wenn euch die Energie ausgeht, könnt ihr diese nicht einsetzen. Daher solltet ihr günstige Momente während des Gefechts finden, um euer Chakra wieder aufzuladen. Im ersten Teil der Reihe wird bei der Ausführung des Ultimativen Jutsus eine Button-Mashing-Abfolge gestartet, die ihr besser bewältigen müsst als euer Gegner. In den späteren Teilen wurde dieses Gameplay-Element entfernt. Unterstützung könnt ihr von bis zu zwei Hilfscharakteren erhalten, die auf Knopfdruck im Gefecht herbeigerufen werden können.

Diese werden in eine von drei Gruppen eingeteilt, welche entweder ein Angriffs-Jutsu gegen den Gegner ausführen, euch für kurze Zeit eine Verteidigung bieten oder aber einen Ausgleich aus beiden bieten können. Gerade in brenzligen Situationen oder wenn ihr Zeit braucht, um euer Chakra wieder aufzuladen, können diese Hilfscharaktere eine gute Untersützung sein und den Gegner für kurze Zeit auf Abstand halten. Hilfscharaktere können nach dem Herbeirufen erst wieder aktiviert werden, sobald sich ihre jeweilige Leiste wieder gefüllt hat. Neben den normalen Kämpfen müsst ihr euch ab und zu auch in einem großen Bosskampf behaupten. Gerade diese Kämpfe bieten zum Ende hin spektakuläre Cutscenes, die mit Quick-Time-Events versehen sind und inszenatorisch ein absoluter Leckerbissen sind.

Jeder Shinobi besitzt seine eigenen, ganz unterschiedlichen Jutsus. Kakashi ist zum Beispiel ein Meister des Blitz-Verstecks.

Anders als in den vorherigen Teilen, kann das Jutsu des Tausches – um einem gegnerischen Angriff zu entkommen – im dritten Teil nicht mehr unbegrenzt eingesetzt werden, sondern höchstens vier Mal in kurzer Folge. Dies zeigt euch eine entsprechende Leiste unter der Chakra-Anzeige an. Sind eure Tausch-Jutsus aufgebraucht, müsst ihr warten, bis sich die Leiste wieder aufgefüllt hat. Einige Charaktere können auch in den Erwachen-Modus wechseln – eine stärkere Version im Kampf. Drückt dafür den rechten Analog-Stick rein und schiebt ihn anschließend direkt zur Seite. Bei Naruto aktiviert sich so zum Beispiel der Chakra-Modus – sollte es ihm handlungstechnisch bereits möglich sein. Allerdings verringert sich im Erwachen-Modus eure Chakra-Anzeige. In bestimmten brenzligen Situationen lässt sich auch der „Wahres Erwachen“-Modus aktivieren. Auch hier könnt ihr wesentlich mehr Schaden austeilen, manche Charaktere bekommen in diesem Modus auch neue Angriffe. Ein in Teil 3 neu eingeführtes Feature sind auch verschiedene Entscheidungen, die ihr im Laufe des Abenteuers treffen müsst. Darin könnt ihr einen von zwei verschiedenen Wegen wählen, die euch die Geschichte aus einem etwas anderen Blickwinkel zeigen – den eines Helden und den einer Legende. Der Weg einer Legende ist zwar schwieriger, bringt euch dafür aber Legenden-Punkte ein, mit denen ihr angriffsstarke Werkzeuge für eine von nun zwei unterschiedlichen Werkzeug-Paletten bekommen könnt. Von dieser Legenden- oder Helden-Werkzeug-Palette ist natürlich nur eine im Kampf nutzbar. Mit dem Abschließen der Helden-Mission erhaltet ihr Helden-Punkte, die ihr ebenfalls für Ninja-Werkzeuge nutzen könnt. Diese füllen die zweite wählbare Werkzeug-Palette, bringen aber vergleichsweise nicht so gute Angriffsvorteile im Kampf, sondern eher defensive. Es ist zwar eine nette Erweiterung zur individuellen Kampfweise, allerdings oftmals nicht wirklich vonnöten. Wenn ihr nicht unbedingt in jedem Kampf einen S-Rang haben oder spezielle Taktiken einsetzen, sondern einfach nur die Story genießen wollt, dann braucht ihr diese Werkzeuge nicht unbedingt. Man kommt auch ganz gut mit seinen Schlägen und Jutsus durch das Abenteuer. Auch ändert die Entscheidung, ob ihr den Weg eines Helden oder den Weg einer Legende nehmt, überhaupt nichts an der Handlung, da diese weiterhin sehr stark dem Anime bzw. Manga folgt. Beim Prolog, der euch wie gesagt, gegen das Neunschwänzige Ungeheuer und auch gegen den Maskierten Mann kämpfen lässt, könnt ihr so zum Beispiel die Reihenfolge bestimmen, wem ihr zuerst entgegentreten wollt. Am Ergebnis der Handlung ändert dies im Endeffekt nichts, da ihr ohnehin beide Kämpfe bestreitet. Wer also einen der Ultimate Ninja Storm-Teile gespielt hat, dem wird das Kampfsystem sofort auch in den anderen Teilen vertraut vorkommen. Umgewöhnen müsst ihr euch also nicht, glücklicherweise will man meinen. Denn das Kampfsystem in der Ultimate Ninja Storm-Reihe ist einerseits leicht zu erlernen, strotzt aber vor Action und tollen Fanservice-Momenten. Dennoch bleibt anzumerken: Wie auch die Gameplay-Elemente ist auch das Kampfsystem nach einiger Zeit ganz schön repetitiv. Da es nicht wirklich viele Variationen in den Move-Sets gibt und die Steuerung sowie Vielfalt recht simpel gehalten wurde, werdet ihr in der Regel jeden Kampf auf die gleiche Weise bestreiten. Das nimmt nach einiger Zeit doch ziemlich die Lust raus. Wenn wir uns die Technik genauer anschauen, muss man im Vergleich zur PS4-Fassung mit einigen Abstrichen vorlieb nehmen. Was wir dort in 1080p und 60 FPS zu Gesicht bekommen, gibt's bei der Nintendo Switch nur in 900p im TV-Modus bzw. 540p im Handheld- und Tabletop-Modus sowie konstanten 30 FPS. Das gilt für alle drei Teile.

The Next Generation

Von Teil zu Teil werden die Spiele der Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Trilogy immer besser. Und auch das Charakter-Roster wächst mit jedem einzelnen Teil. In Ultimate Ninja Storm 3 Full Burst habt ihr die größte Bandbreite an Ninjas zu Auswahl. Und auch handlungstechnisch wie inszenatorisch wird euch hier ein richtiger Leckerbissen serviert. Fans von Naruto kommen also um die Ultimate Ninja Storm Trilogy nicht herum, ansonsten verpasst ihr richtig guten Fanservice. Das Alter der Spiele darf aber auch nicht vergessen werden. Daher bin ich wirklich froh, dass es diese Spielreihe, bzw. die ersten drei Hauptableger davon, auf die Nintendo Switch geschafft haben. Wie bereits angemerkt wurde das Ende von Teil 3 im Vergleich zum Anime/Manga jedoch abgewandelt. Dies ist zwar nicht schlecht, da der finale Showdown dennoch spannend umgesetzt ist. Aber Kenner der Spielereihe wissen: Es gibt noch einen vierten Teil! Naruto Ultimate Ninja Storm 4 ist unter anderem für die PlayStation 4 erschienen und führt die Handlung von Naruto Shippuden zu ihrem „richtigen“ Ende. Der Ninja-Krieg findet in diesem aktuellsten Ableger seinen eigentlichen Abschluss und auch die Konfrontationen mit Madara Uchiha, Obito Uchiha und Kaguya werden wie im Anime/Manga präsentiert. Dazu gibt es wahlweise auch noch die Road to Boruto-Erweiterung, welche die nächste Generation der Shinobi in die Spielereihe einführt, die zurzeit mit der neuen Anime-Serie „Boruto: Naruto Next Generations“ zahlreiche Abenteuer erleben. Daher: Bandai Namco hat den Naruto-Fans auf der neuen Nintendo-Konsole drei Spiele einer Reihe serviert, die als Inbegriff von Anime-Videospielen gelten, also bauen sich dabei auch die Wünsche und Erwartungen auf, dass wir eines Tages vielleicht auch Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 für die Nintendo Switch bekommen.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Trilogy

Meinung von Daniel Busch
Die Naruto Ninja Storm Trilogy bietet Fanservice pur. Fans des kleinen, blonden Ninjas werden hier vollends auf ihre Kosten kommen. Kurzweilige actionreiche Kämpfe wechseln sich stets mit gemütlichen Erkundungspassagen und einer spannenden Story ab. Teil 1 bietet vor allem auch mit einem frei erkundbaren Konoha einen besonderen Gameplay-Leckerbissen, der in den nachfolgenden Teilen leider vermisst wird. Der Fokus wird dahingehend in Teil 2 und 3 eher auf die Story gelegt, die zu größten Teilen auch getreu den Geschehnissen im Anime bzw. Manga folgt und eine cineastische Wucht darstellt. Zahlreiche Missionen und das Ergattern von Sammelgegenständen können auch abseits der Haupthandlung für viele Stunden unterhalten. Euch wird für die Nintendo Switch dabei wahlweise die Trilogie als Komplettpaket oder aber auch jeweils die einzelnen Teile geboten. Zwar haben alle Spiele den einen oder anderen Kritikpunkt, sie wirken nach einiger Zeit im Gameplay doch ein wenig repetitiv und haben auch schon einige Jährchen auf dem Buckel – für jeden Naruto-Fan sollte aber klar sein: Jeder einzelne Hauptteil der Ultimate Ninja Storm-Reihe ist wärmstens zu empfehlen.
Mein persönliches Highlight: Die cineastische Präsentation der Story in Teil 2 und 3 und das kurzweilige Erkunden von Konoha in Teil 1.

Kommentare 19

  • GuacamoleM10 .... ... .. - 07.05.2018 - 16:33

    Teil 3 ist überragend. Die Naruto Formel exzellent umgesetzt. Ich bin daweil mit der trilogy beschäftigt, würde mich aber eine Umsetzung des Vierten Teils wünschen.
  • Dunkare Hardcore Noob - 07.05.2018 - 16:46

    Wie sieht's denn mit der Technik aus? Mit wieviel FPS muss man am TV rechnen? Gibt es Ruckler oder sichtbare Abstriche im Vergleich zu PC bzw PS4?
  • EdenGazier Prinzipal der Spiele - 07.05.2018 - 17:00

    @Dunkare

    Ja läuft nur 720p und 540p im HH und 30fps

    Als Ps4 1080p 60 fps
  • Mr.Schonso Turmheld - 07.05.2018 - 17:10

    Ist das nun ein Import-Test oder ist die Trilogie gar hier erschienen? Wenn ja, habe ich wohl etwas verpasst. Und nein, ich habe den Test noch nicht gelesen, falls es darin stehen sollte.
  • Daniel Busch Chimichanga! - 07.05.2018 - 17:14

    @EdenGazier Das ist nicht ganz richtig. Die Auflösung beträgt im TV-Modus 900p ;)

    @Mr.Schonso Die Trilogy wie auch alle drei einzelnen Titel sind vorletzte Woche hierzulande mit deutschen Texten im Nintendo eShop der Nintendo Switch erschienen ^^
  • Rocco von Morrashow Turm-Ork - 07.05.2018 - 17:29

    Habe die Spiele ebenfalls auf der Switch und finde die grafischen Abstriche im Handheld Modus absolut in Ordnung. Ist jedenfalls nicht so eine Katastrophe wie Xenoblade 2. Außerdem läuft es im Handeld sowie tv Modus in flüssigen 30fps. Framedrops habe ich bisher nicht bemerkt (war allerdings nur mit dem ersten Teil am meisten beschäftigt).
    Teil 3 sieht meiner Meinung nach nochmal besser aus, hat allerdings keine open world wie es Teil 1 noch hat. Allerdings kann ich auf diese Art von open world sehr gerne verzichten, da es abseits von Boni Items und Missionen Einsammeln nicht zu tun gibt.

    Am besten sind allerdings die Kämpfe. Eigentlich sind Kampfspiele nichts für mich, aber das Kampf System ist schnell zu meistern und macht mir, einem Kampfspiel Anti, richtig Spaß :).
  • Songbird Nachtschwärmer - 07.05.2018 - 17:32

    Habe mir nur Teil 3 gekauft und bin damit absolut zufrieden. Zwar fallen die 540p im Handheld-Modus doch mehr auf, als ich es gerne gehabt hätte, aber Laune macht es mir doch allemal. Und mit der Anzahl an Charakteren ist man auch ordentlich in lokalen und Online-Kämpfen bedient.
  • Mr.Schonso Turmheld - 07.05.2018 - 18:08

    @Daniel Busch

    Oh okay. Danke für die Info. Sie einzeln erwerben zu können, macht die Sache nochmal interessanter für mich, da mir ein Teil genügt.
  • EdenGazier Prinzipal der Spiele - 07.05.2018 - 18:54

    @Daniel Busch

    Auf Reddit hab ich das nur nachgelesen.

    Aber ja soll konstant 900p 30fps

    Trotzdem HH nur 540p


    Kann auch nur von Erfahrungen anderer sprechen selber bin ich noch nicht dazu gekommen es auf der Switch zu zocken
  • Dunkare Hardcore Noob - 07.05.2018 - 19:24

    Ok Danke, das kommt dann für mich nicht in Frage.
  • Blackstar Turmbaron - 07.05.2018 - 20:10

    Mich würde es interessant für jemanden ist der keine Berührungspunkte mit Naruto hat
  • Balkanboy000 Turmknappe - 07.05.2018 - 21:02

    Ich hoffe immer noch auf ein Retail Release :/
  • Tarik Turmbaron - 07.05.2018 - 22:16

    Zitat von Balkanboy000:

    Ich hoffe immer noch auf ein Retail Release
    Ich ebenso. Das schreit gerade zu nach einem Retail-Release. Für 3 Spiele in einem lohnt es sich auch, eine Cartridge zu befüllen.
    Die Spiele sind tatsächlich purer Fanservice, aber dass der 4. Teil fehlt, stößt dennoch sauer auf.
    Wer die Story bis zu Ende kennt (durch Manga oder Anime), für den ist Teil 3 einfach unbefriedigend. Teil 4 deckt hier (sogar inklusive Boruto, wo man dann auch noch Naruto und Sasuke als Erwachsene spielen kann) wirklich alles ab.
    Folglich ist es absolute Pflicht, dass Teil 4 noch kommt!
    Vermutlich wollen sie (wie immer) das Maximum an Gewinn raus holen. Denn gäbe es direkt alle 4 Teile würden die meisten (ich zumindest) nur Teil 4 kaufen.
  • Gast - 07.05.2018 - 23:40

    @EdenGazier

    Hast du eine Ahnung, ob die japanische Retail-Version auch deutsche/Englische usw. Texte hat?
  • Songbird Nachtschwärmer - 07.05.2018 - 23:51

    @stayXgold
    Ich war nicht gefragt, aber die Antwort lautet bedauerlicherweise "Nein".
  • Gast - 08.05.2018 - 06:36

    @Songbird

    Hast du es importiert?
  • EdenGazier Prinzipal der Spiele - 08.05.2018 - 09:16

    @stayXgold

    Die Japanische Version hat nur Japanisch und Chinesisch laut Nintendo Japan
    Kannst du nachlesen

    Installiere dir in chrome die Translator App
    dann übersetzt er dir die Seiten in die gewünschte Sprache um mal gut mal weniger gut :)
  • Songbird Nachtschwärmer - 08.05.2018 - 12:29

    @stayXgold
    Ne, ich nicht, aber ein Kumpel und der hat mir bestätigt, dass der erste Teil komplett auf Japanisch ist und Teil 2 und 3 noch chinesische Untertitel haben.
  • LadyBlackrose Träumerin - 09.05.2018 - 18:56

    Interessant und danke für den gut beschriebenen Test, daher landet die Trilogie auf meiner Vermutlich-Später-Liste ˆˆ