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Test zu Nintendo Labo: Toy-Con 02 - Robo-Set - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Nintendo Labo: Toy-Con 02 - Robo-Set
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  • Japan Japan: Nintendo Labo: Toy-Con 02 - Robot Kit
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
27.04.2018
Vertrieb
Nintendo
Entwickler
Nintendo
Genre
Action, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Bauen, Spielen, Entdecken?

Von Holger Wettstein () Nach der offiziellen Ankündigung hat man es in den letzten Wochen in den Videospiel-Communities gemerkt: Nintendo Labo spaltet die Gemüter. Nintendos neuestes kreatives Werk wagt neue Wege, verbindet die analoge mit der digitalen Welt, nutzt dafür ausschließlich Pappe und die aktuell sehr beliebte Nintendo Switch. In der „Gamerschaft“ kommt die neueste Kreation allerdings nicht immer gut an, da vielleicht die Zielgruppe von der japanischen Spielefabrik relativ eingeschränkt auf Eltern und Kind eingegrenzt wurde. Vielspieler werden aber mit dem derzeitigen Marketing auch so gut wie gar nicht angesprochen. Denn Nintendo möchte mit Labo einfach nur neue Zielgruppen erschließen. Für die üblichen Dauerzocker wurde das alles nicht konzipiert. Zusammengefasst gesagt sollen Eltern mit ihren Kindern ein gemeinsames Bastelerlebnis erfahren, dass von einem interaktiven Bonus belohnt wird.

Der erste Eindruck

Gerade das Material hat im Internet im Vorfeld für einigen Spott gesorgt. Schließlich hat die Kartonage in den Köpfen der Menschheit eher ein nüchternes und praktisches Dasein. Mit Kartons werden Gegenstände um den Globus geschickt, sie schützen die Gegenstände vor Stößen und sonstigen Beschädigungen. Die praktische Pappe ist letztendlich nur ein äußerst spartanisches Nutzprodukt, das irgendwann immer im Abfall endet. Nicht gerade sexy. Doch genau diese praktischen Eigenschaften möchte Nintendo für sich nutzen. Kostengünstig in der Produktion, ökologisch korrekt, recht robust und mit guten Falt- und Knickeigenschaften, möchte man einen interaktiven Gegenspieler zu LEGO auf die Beine stellen. Neben dem Multi-Set ist auch das Robo-Set gleichzeitig im Markt gestartet. Ich und mein Sohn (5) haben uns dem fast 80 Euro teuren Bastel-Set gestellt und das Abenteuer gewagt den Cyborg-Anzug zu falten.

Der erste Blick in die Verpackung des Nintendo Labo Robo-Sets

Der erste Eindruck des Robo-Sets ist zwiespältig. Eine mächtige, aber sehr gut gemachte Verpackung mit 20 Pappbögen, Ballastbögen, Schnüren, Riemen, Ösen und einem Spielmodul, können einen im ersten Augenblick fast erschlagen. Dann nimmt man die erste Pappe in die Hand und denkt „Oh mein Gott, ist das dünn! Kann das wirklich halten?“ Der erste Eindruck täuscht aber immens. Nintendos hauseigenes Kartonprodukt ist intelligent konstruiert und besonders im Detail so ausgereift, als hätte der japanische Videospielhersteller die letzten Jahre nichts anderes gemacht. Die Perforierungen, die Knick-Kanten und Aufdrucke, die Strukturierung des Materials und der sanfte Einstieg an die mächtig wirkende Aufgabe sind bis in das letzte Detail perfektioniert. Nichts wurde dem Zufall überlassen. Nintendos kreative Köpfe haben hier so viel Gehirnschmalz hineingesteckt, dass es manchmal fast schon magisch wirkt. Alles ist klar erkenntlich, farblich geordnet und mit Buchstaben versehen. So kann das Abenteuer Nintendo Labo ohne Probleme starten.

Trennen, knicken, falten

Die Bastelorgie wird nicht wie bei anderen Bauprojekten von einer handelsüblichen und unübersichtlichen Papier-Anleitung erklärt, sondern von einem interaktiven Video direkt auf der Heimkonsole. Am besten stellt ihr hierfür eure Nintendo Switch mit Standfuß auf euren Tisch. Nintendo demonstriert mit der Anleitung die eigentliche Stärke des Unternehmens. Die auf dem Touchscreen dargestellte Video-Begleitung ist so gut, dass sich IKEA, LEGO & Co davon eine ordentliche Scheibe abschneiden könnten. Schritt für Schritt wird alles bis in das letzte Detail mit sehr unterhaltsamen Kommentaren, witzigen Sounds, groovigen Soundtracks und lustigen Animationen erklärt. Währenddessen könnt ihr jederzeit in den fortlaufenden Videos mit unterschiedlicher Geschwindigkeit vor- und zurückspulen und die Perspektive um 360 Grad drehen. So verpasst ihr nichts und die Fehlerquote wird quasi auf null Prozent reduziert. Der Humor der Texte, die übrigens so gut wie nie gelesen werden müssen (besonders wichtig für die sehr jungen Bastler), ist auch genial. Gerne nimmt sich Nintendo hierbei selbst auf die Schippe. Die zahlreichen lustigen Sprüche lockern die recht anstrengende Bastelei enorm auf.

Eines der ersten Bastelergebnisse: Ein pappiger VR-Helm

Trotz allem ist das Robo-Set sehr komplex. Unzählige Pappteile müssen gefaltet, geknickt und zusammengesteckt werden. Es gibt bis auf eine kleine Ausnahme keine Klebestreifen, alles läuft ausschließlich über einfache Steckverbindungen. Es wird kein Kleber und keine Schere benötigt. Durch die sehr intelligent wirkenden Falttechniken wird die noch anfangs sehr dünn wirkende Pappe erst richtig stabil. Stellenweise nervt aber manchmal auch das etwas übertrieben wirkende Falten. Meinem Sohn hat es aber mit meiner Unterstützung eine Menge Spaß gemacht. Ich habe auch schnell gemerkt, wie förderlich es für seine motorischen Fähigkeiten ist. Die Auf­merk­sam­keits­span­ne eines Fünfjährigen ist trotz der riesigen Vorfreude auf das finale Werk aber relativ kurz. Deshalb sollte man hier des Öfteren eine Pause einlegen. Dies wird auch von der Nintendo-Anleitung nach jedem abgeschlossenen Schritt eindringlich per Hinweis empfohlen.

Neben dem üblichen Knicken und Falten der Pappe befinden sich beim Robo-Set noch einige Stoff- und Plastikteile. Schnüre verbinden die frei beweglichen Arm- und Fußteile mit den im Rucksack angebrachten Pappgewichten. Die etwas schwer "zusammenklickbaren" Ösen führen die Schnüre weich durch die Kartonage. Nach und nach bauen wir so unseren Cyborg-Anzug zusammen, der meinen Sohn später zu einem echten Roboter mit einem Pseudo-VR-Helm machen wird.

Nintendo gibt eine gesamte Bauzeit von insgesamt drei bis vier Stunden an. Mein fünfjähriger Sohn hätte dies alleine nie gepackt. Mit meiner 70-prozentigen Unterstützung haben wir zusammen ohne Pause circa drei Stunden auf drei Tage verteilt benötigt. Wenn etwas ältere Kinder sich alleine an das Robo-Set wagen, dürfte es länger dauern. Aber es geht hierbei auch nicht darum, etwas schnell zusammenzubauen, sondern ein echtes Erlebnis zu haben, seine Fertigkeiten zu verbessern und neue Dinge zu lernen. Ähnlich wie bei komplexeren LEGO-Bauten, steht hier ja das Aufbauen im Mittelpunkt. Dies ist auch eindeutig die Stärke von Nintendo Labo.

Nun zermalmen wir die virtuelle Welt, wie es uns gefällt

Nachdem wir unser Kartonwerk mühevoll zusammengeschustert haben, werden wir nun gleich durchstarten. Doch bevor es richtig losgeht, wird der rechte Joy-Con in die Rückseite des Rucksacks und der linke in den Halter des Pseudo-Visiers gesteckt. Danach folgt eine etwas unkomfortable Anpassung. Denn die Länge der Schnüre und der Befestigungsschlaufen muss an die Körpergröße angepasst werden. Dann werden die beiden Fußteile festgezogen und die Riemen des Rucksacks angepasst. Das Längenspektrum geht hier locker von 110 bis 180 cm Körpergröße. Nur zu oft sollte man die Längen nicht korrigieren, da sich die Kartonage an den Fixierpunkten abnutzen wird. Trotzdem wirkt alles äußerst robust und stabil. Wesentlich stabiler als die meisten denken werden.

Mein Sohn zermalmt als Roboter die Stadt

Die Mechanik wirkt wie folgt: Im Rucksack befinden sich insgesamt vier Gewichte, die mit Schnüren an Handstücken und Fußteilen verbunden sind. Bewegt ihr ein Körperteil, werden die Gewichte im Rucksack bewegt. Der Joy-Con erkennt dies und überträgt es an die Software der Nintendo Switch. Der andere Joy-Con ist an dem Kopfteil angebracht, das die Kopfbewegungen von euch überträgt. So haben wir jetzt eine Art Exoskelett, nur eben aus Schnur und Pappe.

Nachdem alles auf meinen kleinen Sohn angepasst wurde, wechselten wir vom Bastel- in den Spielemodus. Wie es sich für einen Roboter-Anzug gehört, geht es im mitgelieferten Spiel natürlich auch um einen Roboter (der übrigens optisch etwas an den Film „Chappie“ erinnert). Das Spiel ist hierbei mehr als einfach gehalten. Ihr lauft, springt und fliegt mit eurem Roboter durch die Gegend und zerstört Wolkenkratzer und fliegende Untertassen. Zerstört ihr einen Gegenstand, bekommt ihr Punkte, vollzieht ihr Combos gibt es davon noch mehr. Die Übertragung eures Körpereinsatzes an die Nintendo Switch läuft perfekt. Schließlich ist Nintendo einer der maßgebenden Pioniere in der Bewegungssteuerung. Man spürt sofort die jahrelange Erfahrung des Videospielkonzerns. Natürlich sind die Bewegungen aber auch anstrengend und herausfordernd. So stampft ihr abwechselnd mit euren Füßen, boxt mit den Armen und neigt euren Körper in alle Richtungen. Klappt ihr euer Visier herunter, wechselt ihr in die Ego-Perspektive. Die visuelle Umsetzung und die Sounduntermaltung ist eher die sehr durchschnittliche Kost wie man sie eher von Nintendos Minispielen kennt. Sehr sauber gemacht, aber ohne großartigen Detailreichtum. Mir fehlt da die Liebe zum Detail, wie man sie von Nintendo normalerweise kennt.
Meinem Sohn hat der Robo-Ausflug eine Stunde begeistert, danach war leider die Luft schon wieder raus. Das Spiel hat kaum Tiefe und bietet so gut wie keine Abwechslung. Klar, für Highscorejäger ist es sicherlich interessant, aber wer nach einem Spiel sucht, das langfristig motiviert, ist hier fehl am Platz.

Neben der simplen Highscorejagd besitzt das Spiel noch einen Herausforderungsmodus, in dem ihr einige Aufgaben lösen müsst. Diese bestehen primär aus Geschicklichkeitsübungen. Im Verlauf steigt das Level des Roboters, er wird stärker und schneller und erhält kleinere Upgrades. Neben der Roboter-Funktion kann man, wenn man die Knie geht, auch in den sogenannten Auto-Modus wechseln. Hier transformiert sich euer Roboter zu einer Art Panzer, der durch die Gegend schießt. Natürlich kann euer Roboter-Klon auch noch ausgiebig angepasst werden. Der Look und die Sounds werden von euch per Modi detailliert konfiguriert und der Kalorienzähler á la Wii Fit aktiviert.

Ein coolerer Bestandteil des Spiels ist der Zweispieler-Modus. Hier verwandelt sich die Roboter-Action in ein Beat ´em up, bei dem ihr euch gegenseitig auf die pappige Birne haut. Allerdings benötigt ihr hierfür zwei weitere Joy-Con, was vermutlich die wenigsten Haushalte momentan besitzen werden. Für mich ist das eigentliche Spiel leider die klare Enttäuschung des Sets. Hier hätte man so viel mehr herausholen können. Stattdessen wirkt es eher wie ein künstlich aufgepumptes Minispiel.

Ist da noch mehr?

Überraschenderweise bietet Nintendo Labo dann doch noch etwas Tiefgang, der auch Jugendliche und Erwachsene begeistert. Zum einen werden die zahlreichen Funktionalitäten der Joy-Con euch bis ins Detail von ein knuffigen Professor erklärt und per Videos ausführlich demonstriert und zum anderen möchte Nintendo mit zahlreichen Beispielen motivieren, inspirieren und begeistern. Nehmt eure Nintendo Switch und die Joy-Con und erfindet neue Dinge. Und das geht mit jeder Pappe, die ihr findet. Ich würde sogar noch weiter gehen und mit anderen Gegenständen und Materialien experimentieren. In der beigelegten Software gibt es sogar Erklärungen, wie man beschädigte Pappe reparieren kann. Hat man das einmal im Kopf manifestiert, offenbaren sich unzählige Spielereien.

Die äußerst gelungene Toy-Con-Werkstatt

Zu guter Letzt kommen wir aber zu meinem persönlichen Highlight von Nintendo Labo: Der Toy-Con-Werkstatt. Die integrierte Spielwiese ermöglicht tiefe Eingriffe in die zahlreichen Funktionalitäten der Nintendo Switch. Mit einem spartanischen Schwarz-Weiß-Editor experimentiert ihr herum. Per Drag und Drop werden ausführende Flächen mit Funktionalitäten verbunden, die sehr detailliert konfigurierbar und kombinierbar sind. Schnell ist mit Einweggummis eine Gitarre gebaut oder ein Touch-Klavier konstruiert. Selbst eine Nachtsichtkamera ist möglich. Recherchiert man etwas im Internet, findet man schnell eine schiere Anzahl von Konstruktionen, die euch zum Staunen bringen werden und zum Nachbauen anreizen. Es gibt beispielsweise bereits einen Rollstuhlfahrer, der seinen motorisierten Rollstuhl per Nintendo Labo steuert. Nintendo sollte die Werkstatt noch weiter ausbauen und genau dieses Thema mehr in den Vordergrund stellen.

Leider fehlen aber jegliche Möglichkeiten sich online auszutauschen. Gerne hätte ich von anderen Leuten ihre Ideen heruntergeladen oder meine zur Verfügung gestellt. So könnte man eine Nintendo Labo-Community generieren und wachsen lassen. Im Onlinebereich besteht also, wie leider so oft bei Nintendo, wieder einmal noch ordentliches Potenzial.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Nintendo Labo: Toy-Con 02 - Robo-Set

Meinung von Holger Wettstein
Mit Nintendo Labo möchte der japanische Videospielhersteller ein neues Universum eröffnen. Bauen, Spielen und Entdecken stehen bei dem Produkt im Fokus. Die Qualität stimmt, die Ideen sind phänomenal und die ausgiebige Bastelaction ein großer Spaß. Doch beim Robo-Set enttäuscht die eigentliche Belohnung. Denn dem Spiel, was am Ende des Tages gezockt wird, fehlt es an Langzeitmotivation und Tiefe. Somit wird der 80 Euro teure Cyborg-Anzug aus Pappe relativ schnell in der Ecke verstauben. Viel interessanter dagegen ist die Toy-Con-Werkstatt, mit der Nintendo völlig neue Dinge ermöglicht und die Kreativität bis ins unermessliche schraubt. Mit ihr kann man Stunden verbringen, sofern man Interesse am Experimentieren hat. Ein simpleres Werkstatt-Set würde bei der erwachsenen Kundschaft sicherlich gut ankommen. Somit bleibt das Robo-Set ein etwas teurer Ausflug in die Bastelwelt, bei der das Basteln immens Spaß macht, aber von einer spielerischen Enttäuschung gekrönt wird. Von daher würde ich bei Interesse lieber eher zum etwas günstigeren und nachhaltigeren Multi-Set greifen.
Mein persönliches Highlight: Die äußerst genial gemachte und humorvolle Bastelanleitung.

Kommentare 9

  • Tarik Turmbaron - 04.05.2018 - 11:35

    Das Robo-Set interessiert mich wirklich null, aber ich bin doch positiv überrascht, dass auch dort die Garage mit dabei ist. Wusste ich gar nicht. Sehr erfreulich.
  • Harlegrins Harlegrins - 04.05.2018 - 13:09

    Das erste Toy-Con Set war schon sehr gut gemacht.
    Hier ist die große Frage für mich, wie oft schnallt man sich den "Roboter" um.
    Weitere VR-Spiele wären da sehr hilfreich. Eine größere Auswahl ist für PC ja vorhanden.
    Wiedermal heißt das Zauberwort: Portierung.
    Dann könnte die Switch ein einfacher, aber guter VR-Spielplatz werden.
  • Skerpla 任天堂 - 04.05.2018 - 13:19

    Es ist schade, dass es so wenig Inhalt bietet, schon alleine wegen der Aufbau-Zeit. Da Pappe jedoch wohl einigermaßen schnell einen Verschleiß entwickelt im Vergleich zu Plastik ist das aber vielleicht gar nicht so schlecht. Mit manchen WiiU-Demos hatte ich länger Spaß, viieeel länger.
    Der Spieletest an sich ist sehr gut gelungen, das "Spiel" würde ich aber eher im Bundle für 60€ kaufen, zusammen mit den Toy-Con-Sets 1,3,4 und 5. Dann wären 60€ auch ein angemessener Preis für etwas Pappe.
  • Sizi Turmheld - 04.05.2018 - 20:06

    Ich werde um Labo einem großen Bogen machen, vorallem für den Preis. Das ist wirklich Kinderspielzeug.
  • de Bopa Turmritter - 04.05.2018 - 20:57

    ich halte das multiset für deutlich attraktiver, habe es gekauft, nicht mal alles aufgebaut und trotzdem bereits viel Spaß damit gehabt dabei bewege Ich mich auf die 30 er zu

    Das Roboter Set interessiert mich dagegen 0
  • Wowan14 Gamer aus Leidenschaft - 05.05.2018 - 01:18

    Wenn die Anleitung das Highlight ist kann man sich schon denken wie das eigentliche Produkt dann sein müsste xD
  • Sloppy Turmheld - 05.05.2018 - 11:55

    Zitat von Skerpla:

    Der Spieletest an sich ist sehr gut gelungen, das "Spiel" würde ich aber eher im Bundle für 60€ kaufen, zusammen mit den Toy-Con-Sets 1,3,4 und 5. Dann wären 60€ auch ein angemessener Preis für etwas Pappe.
    Waaas, das ist nun wirklich völlig utopisch!
    Ich kann ja verstehen, dass einem der Preis zu hoch angesetzt ist, aber weniger als 30-40€ pro ToyCon kann man nun wirklich nicht erwarten, die produktion dieser Spezial-Pappe ist natürlich kein Luxus, aber trozdem erheblich kostspieliger als sich das einige hier vorstellen. Außerdem schlagen auch die posten Lagerung und Logistik bei solchen Riesenpaketen erheblich stärker zu Buche.
    Mal ganz abgesehen davon würde ein Bundle mit 5 ToyCons bei der Paketgröße wahrscheinlich schon einen Umfang von einem halben Kubikmeter erreichen und viele Kilo wiegen, auf sowas würden sich wahrscheinlich nichtmal die großen Märkte einlassen, dafür wäre der gewinn bei einem Bundlepreis von 60€ viel zu gering (wenn er dann überhaupt noch existert).

    Aber nochmal ontopic: Das Multiset lohnt sich finde ich wirklich für den Preis (oder spätestens ab 60€), denn es liefert allein schon durchs Aufbeuen, Spielen und Entdecken zahllose Stunden an Spaß (ich hab mich bis jetzt nur mit der Angel und den RC-Cars mit verschieden Freunden/Verwandten ausgetobt und hatte inklusive aufbauen denke ich schon über 4Stunden Spaß. 3 noch größere Bausets stehen noch aus und von der Werkstatt ganz zu schweigen!
    Außerdem finde ich die RC-Cars allein schon klasse, man kann sie in sekundenschnelle auseinander und wieder zusammenfalten und sie so überall mit hinnehmen, ich kann mir fast vorstellen das mit denen eine kleine quirlige Wettkampf-Szene möglich währe, bei der die Leute versuchen ihre RC-Roboter beliebig zu modifizieren um einen Vorteil über den gegner zu bekommen.

    Das Robo-Set hingegen reitzt mich überhaupt nicht, denn auch wenn das Mechanische Konzept in seiner umsetzung sehr spannend ist, frage ich mich warum man das selbe Konzept nicht einfacher Umsetzen kann indem man sich zwei zusätzliche JoyCon an die Füße schnallt, außerdem lädt dieses Set viel weniger zum Experimentieren ein was finde ich eigentlich einer der größten Reize an Labo ist. Deshalb fällt auch bei diesem Set finde ich die Tatsache, dass das digitale Spielelement nicht so sehr in die Tiefe geht, viel mehr ins Gewicht als bei dem Multi-Set wo jeder quasi sein Lieblingsspiel finden kann.

    Und zum Schluss nochmal ein Absatz den ich ab jetzt in allen Labo Artikeln-Posten werde:
    Für alle Labo Interressierten:
    Wir haben hier auf ntower übrigens ein eigenes Subforum für Nintende Labo:
    ntower » Community » Nintendo Switch » Nintendo Labo

    Und einen Allgemeinen Labo Thread:
    Der allgemeine Nintendo Labo-Thread

    Und einen Sammelthread für alle Labo Erfindungen und Projekte:
    LABOmania! der Labo-Projekte-Sammelthread!
  • Skerpla 任天堂 - 05.05.2018 - 12:27

    @Sloppy Also wenn ich mir die Skylander- und DisneyInfinity-Bundles anschaue scheint das logistisch keine Probleme zu machen.
    Die Produktionskosten eines Pappbogen liegen tatsächlich bei weniger als einem Cent. In China geht alles billiger, als man erwartet. Außer, die Bögen sind Made in Germany, dann würd mich der Preis gar nicht wundern.
  • Sloppy Turmheld - 05.05.2018 - 12:31

    Ne die Bögen sind tatsächlich made in the EU, steht sogar auf manchen teilen, aber frag mich nicht wo in Europa, finde ich aber sowohl aus ökologischen als auch aus sozialen gesichtspunkten schonmal ziemlich fett von Nintendo, das sie wenigstens "etwas" regionaler produzieren (auch wenn sie es wahrscheinlich eher getan haben um Transportkosten zu sparen).