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Test zu Light Fall - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Light Fall
  • USA USA: Light Fall
  • Japan Japan: Light Fall
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
26.04.2018
Vertrieb
Bishop Games
Entwickler
Bishop Games
Genre
Platformer, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Die ewige Nacht bringt Geheimnisse mit sich

Von Erwin Sigle () In Numbra scheint niemals die Sonne, es herrscht eine ewige Nacht. Numbra ist ein Ort, der vom Rest der Welt ignoriert wird, demnach überleben hier nur die Stärksten, doch das hielt die Kamloops nicht auf. Die Kamloops waren eine Rasse, welche einst in Ruhe und Frieden lebte. Doch aufgrund eines gewaltig tobenden Krieges der anderen Länder mussten die Kamloops alles zurücklassen... Alles, außer eine törichte Hoffnung auf bessere Tage... Auf ihrer Suche nach Ruhe und Frieden fanden sie Schutz im gefährlichen Numbra, sie hofften dort Zuflucht in der Dunkelheit zu finden. Diese bekamen sie temporär, denn kaum angekommen, ragte auch schon eine neue Bedrohung auf. Eine, die nicht nur die Kamloops, sondern ganz Numbra in Vergessenheit stürzen könnte.

Die ultimative Freiheit

Nachdem euch eine mysteriöse Stimme die Geschichte der Kamloops erzählt hat, lernt ihr den Protagonisten, einen unter Amnesie leidenden Jungen kennen. Ihr beginnt direkt mit nettem Platforming. Nachdem ihr eine Weile durch das Level gerannt seid, erhaltet ihr die Kontrolle über den "Shadow Core". Dieser ist der Hauptbestandteils des Spiels und ermöglicht es euch, Blöcke unter, über und neben euch zu erschaffen.

Der Shadow Core ist zu einigem in der Lage

Es gibt zwar nur eine begrenzte Anzahl an Blöcken, diese reicht, kombiniert mit der Möglichkeit eine Wand hochzuklettern, jedoch oft aus, um einige Passagen komplett zu überspringen. Euch wird die komplette Freiheit in dem Bereich, in welchem ihr euch befindet, gegeben. Nachdem ihr erst einmal ein wenig gerannt und gesprungen seid, lernt ihr die mysteriöse Stimme kennen. Hinter ihr versteckt sich eine alte Nachteule namens Stryx. Stryx ist ziemlich alt und hätte nicht damit gerechnet, noch einmal in die Angelegenheiten Numbras verwickelt zu werden. Jedoch hat er es sich zur Aufgabe gemacht, den Jungen auf seinem Weg zu begleiten. Zusammen mit Stryx landet ihr in einem Dorf der Kamloop, einen davon seht ihr auch. Jedoch ist dieser in einem Kristall eingesperrt, helfen könnt ihr ihm nicht. Ihr könnt nicht mehr tun, als euch zu fragen, welch schreckliches Schicksal den Kamloops wohl widerfahren ist. An dieser Stelle merkt man, dass die Optik des Spiels sehr schön in das Spiel integriert wurde. Die dunkle und dennoch irgendwo hoffnungsvolle Atmosphäre, welche den Spieler umgibt, passt einfach perfekt. Wie bereits erwähnt, erhaltet ihr die Fähigkeit, Blöcke über, unter und neben euch zu erschaffen, doch dies war noch längst nicht alles. Mithilfe des „X“-Knopfes könnt ihr diesen temporär bewegen, um ihn, als Beispiel, vor einen Laser zu stellen und euch so einen Weg zu bahnen. Wachsame Augen finden hier auch Secrets. Klettert ihr mithilfe der Blöcke etwas hoch, findet ihr einen geheimen Raum, in dem ihr auch herausfindet, dass ihr den „Y“-Knopf drücken könnt, um einen Stein zu schleudern und einige Dinge damit kaputt zu hauen. Hier fand ich dies jedoch nur optional heraus, die im Skript stehende Erklärung zum „Y“-Knopf sollte eigentlich direkt auf die des „X“-Knopfes folgen. Gegner gibt es hier ebenfalls, diese sind jedoch eine geringere Bedrohung und durch das Schleudern der Steine sehr schnell zu erledigen.

Geschichtsstunde gefällig?

Während eurer Reise durch Numbra erfahrt ihr immer mal wieder etwas über die Geschichte der Kamloops. Diese beteten zu fünf Gottheiten, welche sie himmlische Gottheiten nannten, allerdings retteten sie die Kamloops nicht vor großem Leid... Als Erstes wird euch die Göttin Firas vorgestellt, sie ist die Göttin der Natur und eine sehr nette Dame. Als Zweites lernt ihr Orlog kennen, den zeitlosen Gott. Dennoch scheint dieser wohl etwas senil geworden zu sein.

Ahoi, Leichtmatrose! Das Steuern des Schiffs zeigt euch, was alles mit der Macht der Blöcke möglich ist

Der Dritte im Bunde ist Shen, der Zorn der Elemente. Jemand, der immer mit seinen Klingen angeben muss. Die vierte Gottheit namens Nox lernt ihr nicht kennen, denn dessen Schrein scheint zerstört worden zu sein. Jedoch war er wohl ein Betrüger im Schutz der Schatten. Als letztes lernt ihr Luxanna kennen, die Göttin des Lichts. Auf sie konnte man sich in letzter Zeit nicht verlassen. Kein Wunder, wenn man sich Numbra so ansieht. Jedoch scheinen die Blöcke, welche ihr verwendet, eine gewisse Verbindung zu Luxanna zu haben. Fügt ihr diese nämlich in eine Lücke im Schrein ein, bekommt ihr die Fähigkeit, gewisse Objekte zu bewegen. So auch ein Rad, welches euch bislang den Weg versperrte. Aufgrund eurer Angst um Numbra, entschließt ihr euch, Luxanna zu suchen. Sie muss wissen, was los ist. Die nächste Haltestelle wird Lost Lagoon sein. Auf dem Weg dahin fragt sich Stryx immer wieder, ob unser unter Amnesie leidender Held Luxanna und ihren Schrein erkannt hat. Sie wird wissen, was mit dem Jungen und mit Numbra geschehen ist. Kaum in Lost Lagoon angekommen, bekommt ihr ein Boot, welches ihr, mit Hilfe eurer Fähigkeit Objekte zu bewegen, steuern könnt. Auf der Bootsfahrt lauern einige Gefahren, welche Geschick und zeitliches Abschätzen erfordern. Die Aufgabe ist es hierbei im Richtigen Moment unter einer Gefahr vorbeizusegeln, dies ist mal schwieriger, mal einfacher. Hier fiel mir auch zum ersten Mal auf, dass das Spiel lediglich auf Englisch verfügbar ist. Bei dem ganzen Inhalt, der auf den Spieler zugeworfen wird, ist es auch für gute Englisch-Sprecher sicherlich schwierig, alles genau aufzunehmen. Während eurer Bootsfahrt wird euch von Animus erzählt, dieser ist ein Drache, welcher über den See wacht. Seine Aufgabe ist es, den See vor Gefahren zu schützen. Jedoch scheint etwas nicht zu stimmen, denn einige Feinde wollen mit euch die See überqueren. Nach eurer aufregenden Bootsfahrt betretet ihr Animus´Höhle. Hier könntet ihr vielleicht Antworten auf die aktuellen Geschehnisse finden. Nachdem ihr in die Tiefen der Höhle gelangt seid, wartet die wohl bislang schwierigste Platforming-Passage auf euch. Hier dürfte euch wohl auffallen, dass man innerhalb einer Sekunde wieder respawned, was die Tode weniger frustrierend macht. Besteht ihr die Platforming-Passage, trefft ihr Firas, die Göttin der Natur, welche euch tatsächlich einige Interessante Dinge erzählt, welche ihr aber am besten selber herausfinden solltet...

Dunkel und dennoch Hoffnungsvoll

Wer ein Mal einen Blick auf Light Fall geworfen hat, dem wird aufgefallen sein, dass das gesamte Spiel in einem dunklen Stil gehalten ist. Die meisten Spiele, die solch ein Ambiente bieten, geben dem Spieler auch eine düstere Atmosphäre mit, so aber nicht Light Fall. Obwohl das gesamte Spiel, zumindest im Vordergrund, dunkel ist, erkennt man im Hintergrund gerne Mal den ein oder anderen Farbton. Dieser strahlt immer die Art der Welt aus, so ist der Hintergrund der ersten Welt meist lila. Dieses Lila soll dem Spieler Hoffnung verleihen. Es sagt quasi aus: "Hey, achte nicht nur auf das was vorne geschieht, genieße die Hoffnung im Hintergrund." Und in der Regel passt dies wie die Faust auf's Auge! Vorhin habe ich den Grafikstil in Verbindung mit dem in Kristall gefangenen Kamloop erwähnt und es gibt kein besseres Beispiel. Obwohl dem Spieler hier klar ist, dass man dem Kamloop aktuell nicht helfen kann, man ihn einfach im Stich lassen muss, bleibt die Hoffnung bestehen, dass er doch irgendwann befreit wird.

Seht euch meinen epischen 41. Platz in der Weltrangliste an!

Doch das Spiel hat nicht nur eine Story sondern auch einen durchaus gelungenen „Speedrun“-Modus. Es ist wundervoll, wenn ein Entwickler an den immer größer werdenden Bereich der Speedruns denkt und so tun es auch die Entwickler von Light Fall. Ein jeder, der den Begriff "Speedrun" kennt, wird wissen, was man in diesem Modus macht. Normalerweise geht es darum ein Spiel so schnell wie möglich durchzuspielen. Light Fall macht das ein wenig anders. Hier geht es darum, ein Level so schnell wie möglich durchzuspielen. Man kann nicht von Anfang an das Spiel "speedrunnen". Man muss zu erst ein Level in der eigentlichen Story meistern, um es auch im Speedrun-Modus spielen zu dürfen. Hier wird man ziemlich unter Druck gesetzt! Denn wer das Zeitfahren aus Mario Kart kennt, weiß, dass die Zeit vom Spiel gezählt und in eine globale Bestenliste eingetragen wird. Bei Light Fall wird einem die Zeit in der man das Level schaffen soll vorgegeben. Schafft man dies, wird man mit seinem wohlverdienten Platz in der Weltrangliste geehrt. Ist man erst in der Weltrangliste, ist es jedem anderen Spieler auf der Welt möglich, eure Bestzeit zu übertreffen. Auf diese Art und Weise könnt ihr überprüfen, wer der wahre Champion ist!

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu Light Fall

Meinung von Erwin Sigle
Unter den ganzen Indie-Platformern im Nintendo eShop ist Light Fall ein Spiel, welches besonders durch seine grafische Darstellung und innovativen Ideen heraussticht. Light Fall erzählt eine nette und dennoch spannende Geschichte. Eine deutsche Übersetzung fehlt zwar, das macht die Geschichte selber aber auch nicht schlechter. Der einzig wahre Kritikpunkt ist wohl die Tatsache, dass die Blöcke dem Spieler teilweise die Möglichkeit geben, ganze Passagen eines Levels zu überspringen. Dennoch kann man sich Light Fall für einen Preis von 14,99 € durchaus zulegen, besonders Fans des Jump 'n' Run-Genres dürfen diesen Titel nicht verpassen.
Mein persönliches Highlight: Die grafische Darstellung, welche einem immer Hoffnung verleiht und sogar logisch erklärt wird.

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