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Test zu Dragon Blaze for Nintendo Switch - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Dragon Blaze for Nintendo Switch
  • USA USA: Dragon Blaze for Nintendo Switch
  • Japan Japan: Dragon Blaze for Nintendo Switch
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
12.04.2018
Vertrieb
Zerodiv
Entwickler
Psikyo, Zerodiv
Genre
Shooter, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Mit Drachen sieht das Ganze doch schon besser aus

Von Dirk Apitz () Was hatte ich nicht alles schon für tolle Arcade-Shooter. Egal, ob ich mit Katzen drauflos ballerte oder im Neon-Weltraum die Galaxien unsicher machte, irgendwie gab es immer, mehr oder weniger, besondere Ableger aus diesem Genre. Nun also schwinge ich mich in einem Fantasy-Universum auf einen Drachen und ballere mich durch die verschiedenen Welten. Eigentlich macht Dragon Blaze am Ende nicht so viel anders als die anderen Vertreter und dennoch sticht es mit einem besonderen Merkmal aus dem Einheitsbrei heraus: Spielspaß!

Die Story wird nur über solche Textboxen vorangetrieben.

Vier magische Steine sowie die zwei Götter des Mondes und der Sonne brachten Wohlstand und Frieden nach Megalith. Doch plötzlich tauchte Nebiros mit seiner dunklen Armee auf und griff das Land Megalith an. Dieser wurde eigentlich durch die vier magischen Steine eingesperrt. Erst unterwarf er das Volk und ließ es für sich kämpfen, dann zwang er die Götter dazu, dies ebenfalls für ihn zu tun. Doch der Gott der Sonne gab den vier Drachenreitern seine Waffen und diese kämpfen nun gegen die Armee von Nebiros. Ganz klar, Drachen sind cooler als alle anderen Feinde in diesem Universum!

Nun haben wir es nicht mit einem richtig neuen Spiel zu tun. Im Jahre 2000 erschien bereits eine Arcade-Version von diesem Spiel und diese schaffte es 2006 auch auf die Playstation 2. Nun erscheint dieser Klassiker auch zum ersten Mal für eine Konsole aus dem Hause Nintendo. Dabei sei gesagt, dass schon der Arcade-Automat eher auf Nostalgie setzte und dies soll sich auch auf der Nintendo Switch nicht ändern. Der Vorteil? Der recht günstige Preis für jede Menge Spielspaß und ein Spiel, das sich definitiv lohnt, nachzuholen. Dabei hat Dragon Blaze wenig von seinem Charme verloren und ist wirklich gut gealtert.

Wer braucht schon die Virtual Console?

Bevor es losgeht, wählt ihr einen von vier Reitern aus. Diese Reiter sind kein stilistisches Beiwerk mit verschiedenen Drachen, auch sie haben verschiedene Fähigkeiten. So speit der eine Drache kleine Feuerkugeln aus und der andere große Geister. Durch Power-ups werden diese Fähigkeiten auch erweitert. Das ist aber noch nicht alles. So gibt es zwei Fähigkeiten, die bei jedem Drachen etwas anders sind. Zum einen gibt es einen speziellen Schuss, wie z.B. einen fetten Strahl oder mehrere Blitze, der einen größeren Flächenschaden anrichtet. Zum anderen hat jeder Drache noch eine Spezial-Attacke. Hier regnet es mal entweder Feuerbälle oder ein mächtiger Geist erscheint und richtet schön viel Schaden an. Das Ganze könnt ihr natürlich nicht unendlich tätigen. Unten links seht ihr eine kleine Energieanzeige, die sich durch das Sammeln der Magic-Container immer weiter füllt. Was alle Charaktere können, ist, dass der Drache alleine fliegt und drauflos ballert, während ihr mit dem Reiter das Gleiche macht und den Geschossen ausweicht.

Das Spiel funktioniert auch sehr gut im Koop-Modus. Schnappt euch also einen Freund oder eine Freundin und rettet die Welt!

Durch die vier unterschiedlichen Drachen lohnt es sich natürlich auch, dass das Spiel nicht nur einmal durchgespielt wird. Tatsächlich habt ihr es, solltet ihr überhaupt durchkommen, relativ schnell absolviert. Auch ist die Geschichte immer wieder etwas anders und die Levels sind ebenfalls nicht immer in der gleichen Reihenfolge zu erledigen. Ein mehrmaliges Durchspielen ist also definitiv nicht verkehrt, mal von der typischen Highscore-Jagd abgesehen. Diese kleinen aber feinen Besonderheiten sind es, die dieses Spiel tatsächlich so unterhaltsam machen. Ansonsten ist alles ganz klassisch. Ihr fliegt von unten nach oben und ballert euch schön durch die verschiedenen Gegner. Nicht nur die Level sind schön unterschiedlich gestaltet, sondern auch die Gegner und deren Angriffsmuster. Am Ende von jedem Level wartet ein Endboss auf euch. Etwas untypisch ist allerdings, dass die Level relativ kurz sind, was mich aber ehrlich gesagt stark motivierte, das Spiel auch wirklich durchzuspielen.

Aber hier hört es nicht auf. Das Steuerungsschema ist ziemlich simpel. Nur der linke Stick und vier Tasten sind notwendig. Was bedeutet das wieder? Natürlich! Der Spaß ist auch wunderbar mit nur einem Joy-Con spielbar und warum ist das relevant? Weil das Spiel einen Koop-Modus hat! Richtig gelesen! Ihr könnt das Ganze also auch zu zweit genießen und euch zusammen durch die fantastischen Welten ballern. Im Übrigen könnt ihr auch vor jedem Run den Schwierigkeitsgrad festlegen und wie bei Retrospielen für die Nintendo Switch üblich, könnt ihr mit der Plus-Taste ein spezielles Menü aufrufen, in dem ihr einige Einstellungen vornehmen könnt. So könnt ihr u.a. festlegen, wie viele Leben und Continues ihr haben wollt. Die Steuerung könnt ihr ebenfalls anpassen. Des Weiteren könnt ihr auch die Sprache ändern, wobei hier nur Englisch und Japanisch auswählbar sind. Was wieder dabei ist, ist die Möglichkeit, das Bild um 90° zu drehen. Damit könnt ihr, wenn ihr eine passende Vorrichtung habt, die Nintendo Switch länglich benutzen und der Bildschirm wird dann komplett gefüllt. Ich bin ehrlich, für mich ist diese Einstellung völlig sinnlos, da diese Vorrichtung im Tabletop-Modus überhaupt nicht anwendbar ist und im TV-Modus ebenfalls keinen Sinn ergibt. So eine Vorrichtung muss man sich zudem selber basteln oder gar kaufen, was wohl die wenigsten machen werden. Für Spieler, die damit was anfangen können, ist das eine schöne Sache, für alle anderen nur eine Spielerei ohne Mehrwert. Viel schöner wäre es da wieder gewesen, wenn das Ganze auch so im Vollbild zu genießen gewesen wäre.

Die Bosse müsst ihr nur abballern, aber dies ist relativ schwierig, jedoch schön anzusehen.

Dies würde sich bei diesem Titel auch wirklich lohnen, da die Welten schön unterschiedlich designt sind und die Animationen wirklich gelungen. Man kann den ganzen Stil als zeitlos betrachten. Zudem passiert auf dem Bildschirm echt viel, die Action ist gewaltig. Auch geübte Zocker müssen sich ganz schön konzentrieren, wenn sie jedem Schuss ausweichen wollen. Nicht nur das, auch im Hintergrund tut sich viel. Mal kämpfen wir unter Wasser oder gegen rollende Panzer, dessen Türme wir ausschalten müssen, um diese großen Wagen zu vernichten. Dabei sehen wir kleine Goblins oder andere Untertanen, die im Hintergrund werkeln. Der Soundtrack orientiert sich natürlich eher an klassischen Werken, bleibt aber nicht im Kopf. Im Vergleich zur wirklich charmanten und liebevollen Präsentation fällt dieser dann doch stark ab.

So oder so, dieses Spiel macht regelrecht süchtig und es tut einfach gut, dass wir für dieses Genre ein wirklich anderes Setting bekommen sowie dazu eine kleine Geschichte, die jetzt keine Bäume ausreißt, aber mehr liefert als die restlichen Genrevertreter. Das Einzige, was wirklich noch fehlt, ist die Möglichkeit, den Highscore mit anderen online zu teilen. Wie auch immer, das erneute Durchspielen, auch mit den verschiedenen Schwierigkeitsgraden, lohnt sich so oder so.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Dragon Blaze for Nintendo Switch

Meinung von Dirk Apitz
Das kam dann doch überraschend! So richtig viel erwartete ich ja eigentlich nicht von diesem Spiel. Am Ende habe ich mit diesem Titel immer gut die Zeit überbrückt und war richtig motiviert, mit allen Reitern das Spiel durchzuspielen. In Zukunft werde ich das auch noch mit den höheren Schwierigkeitsgraden tun. Dazu gibt es eine wirklich gelungene Präsentation, die selbst Retro-Nörglern gefallen dürfte. Auch wenn dies nur ein Port ist, so finde ich die Liebe zum Detail am Ende doch erstaunlich und trotz der nostalgischen Aufmachung wirklich erfrischend!
Mein persönliches Highlight: Der unglaubliche Suchtfaktor!

Kommentare 4