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Test zu Atelier Lydie & Suelle: The Alchemists and the Mysterious Paintings - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Atelier Lydie & Suelle: The Alchemists and the Mysterious Paintings
  • USA USA: Atelier Lydie & Suelle: The Alchemists and the Mysterious Paintings
  • Japan Japan: Atelier Lydie & Suelle: Fushigina Kaiga no Renkinjutsu-shi
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
30.03.2018
Vertrieb
KOEI Tecmo
Entwickler
Gust
Genre
RPG
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Nur noch eine Prise hiervon ...

Von Max Kluge () In Atelier Lydie & Suelle: The Alchemists and the Mysterious Paintings verkörpert ihr zwei Schwestern, die in der Zunft der Alchemisten aufsteigen und mit ihrem eigenen Atelier durchstarten möchten. Da sie von ihrem Vater, einem Taugenichts, keine Hilfe erwarten können, sehen sie sich in der Stadt nach einer Lehrerin um und werden glatt fündig. Kurz darauf wird zudem ein staatliches Förderprogramm für Alchemie beschlossen, welches sämtliche Ateliers mit Rängen versieht und je nach Rang Bezuschussungen gewährt – Eure Aufgabe scheint also klar: Steigt in der Rangfolge bis nach oben auf.

Die Umgebungen von Atelier Lydie & Suelle sind häufig sehr hübsch gestaltet.

Eure Karriere beginnt dabei sehr langsam und seicht. Zunächst müsst ihr euch durch allerhand Tutorials klicken, die euch erklären, wie das Spiel eigentlich funktioniert. Das liegt daran, dass es allerhand Mechaniken gibt, die miteinander verzahnt sind und eine gewisse Tiefe aufweisen, in die man sich durchaus gründlich reinfuchsen kann – dazu später mehr. Man muss sich allerdings auf diesen etwas schleppenden Start einlassen. Es dauert beispielsweise rund fünf Stunden, bevor man die namensgebenden mysteriösen Gemälde wirklich bereisen kann. Auch nach rund zehn Stunden Spielzeit gibt es immer wieder neue Erklärungen, die sowohl das Alchemie- als auch das Kampfsystem erweitern.

Auch sonst drängt sich der Eindruck auf, dass Atelier Lydie & Suelle: The Alchemists and the Mysterious Paintings ein unheimlich gemächlicher Titel ist, der an Slice of Life-Erzählungen erinnert. Die Stimmung, die aufgebaut wird, ist ruhig, die Charaktere sind niedlich und witzig und wirkliche Sorgen und Probleme gibt es in der Welt der beiden Alchemistinnen nicht – zumindest zu Beginn ihrer Reise. Solltet ihr euch also ein spannendes und konfliktreiches JRPG wünschen, seid ihr hier nur bedingt an der richtigen Adresse. Andererseits glänzt der Titel so als extrem beruhigendes Rollenspiel.

Doch wie funktioniert das Ganze nun? Anders als bei gewöhnlichen JRPGs liegt der Fokus bei Atelier Lydie & Suelle nicht unbedingt auf dem Kampfsystem. Seid ihr in einer anderen Welt oder bereist eine neue Umgebung, versucht ihr, möglichst viele neue Kräuter, Steine, Pilze, Insekten und so weiter zu sammeln. Diese wiederum veranlassen euch dazu, neue Rezepte für euer Alchemie-Buch freizuschalten, die ihr schließlich zu Hause in eurem Kessel craften könnt.

Atelier Lydie & Suelle: The Alchemists and the Mysterious Paintings ist ein äußerst entspannendes JRPG mit Alchemie-Komponente

Seid ihr in der Natur unterwegs, gibt es zudem bestimmte Aufgaben, die ihr erledigen könnt, um den Ruf eures Ateliers zu verbessern. Habt ihr genug davon absolviert, könnt ihr euch der Prüfung für den nächst höheren Rang stellen. Diese beinhalten allerdings nicht nur das Sammeln von Zutaten, sondern teilweise auch das Bekämpfen von Monstern. An dieser Stelle sei nun das ziemlich dynamische, simple, aber auch tiefgründige Kampfsystem des Titels erwähnt. Klingt widersprüchlich? Ist es an sich aber nicht wirklich.

Wie in jedem zünftigen JRPG finden die Kämpfe, sobald ihr in ein Monster gerannt seid, rundenbasiert statt. Auf einer Leiste seht ihr, in welcher Reihenfolge die Charaktere agieren und könnt somit abschätzen, welche Strategie euch dabei die besten Ergebnisse erzielt. Anschließend wählt ihr zwischen normalen Angriffen oder Spezialfähigkeiten, die ihr mit der Zeit freischaltet. So weit, so unspektakulär. Was das Ganze interessant macht, ist, dass ihr Lydie und Suelle stets vor gegnerischen Attacken beschützen könnt, indem ihr andere Charaktere dazwischenwerft, und, dass eure Alchemie einen ziemlich großen Einfluss auf den Kampf hat.

In der Galerie könnt ihr die mysteriösen Gemälde bestaunen, die ihr bereits bereist habt.

Es gibt zum Beispiel viele Gegnertypen, die ihr mit einem normalen Schwert nicht – oder nur schwer – besiegen könnt. Hier lohnt es sich, zuvor im Atelier Bomben zu craften, die mit jeweiligen Elementen ausgestattet sind. Auch gibt es später die Option im Kampf selbst Alchemie zu wirken und Elementarschaden und bestimmte Statuszustände an die Gegner zu verteilen. Auch wenn das Ganze sehr gemächlich beginnt, so wächst es mit der Zeit und wird durchaus umfangreich und sehr interessant. Wirklich meistern müsst ihr das System allerdings nur auf höheren Schwierigkeitsgraden – besonders schwer ist Atelier Lydie & Suelle nämlich auch auf dem normalen Härtegrad nicht.

Angesprochenes Alchemiesystem, mit dem ihr die veschiedenen Items herstellen könnt, kommt ebenfalls ziemlich komplex daher. Von anderen Spielen seid ihr sicherlich gewohnt, dass ihr verschiedene Gegenstände auswählt und schließlich einen Knopf drückt, um ein bestimmtes Item herzustellen. Bei Atelier Lydie & Suelle ist das allerdings um einiges komplizierter. Jede Zutat hat zunächst eine Wertigkeit und verschiedene Eigenschaften, die im Spiel als bunte Blöcke verschiedener Art dargestellt werden. Diese müsst ihr schließlich auf einem Schachbrettmuster so verteilen, dass ihr das möglichst beste Ergebnis erhaltet. Je nachdem wie viele Blöcke einer bestimmten Farbe ihr einsetzt, kann es sein, dass das Item, welches ihr herstellt, besondere Fähigkeiten bekommt, einen höheren Preis erzielt und so weiter.

Das herauszufinden, ist wirklich alles andere als schnell getan und lädt zum Erforschen ein, zumal man mit der Alchemie nicht nur Bomben, weitere Zutaten für andere Rezepte oder Heilitems herstellen kann. Auch Werkzeuge, die euch bestimmte neue Zutaten, zum Beispiel Insekten, sammeln lassen, sind unter den erstellbaren Gegenständen vorhanden. Was den Erkundungsdrang hier allerdings ein bisschen schmälert, sind die extrem häufigen Cutscenes, die gefühlt nach jedem neuen Item, welches man erschafft, auftreten. Zugegeben, sie sind nicht sonderlich lang, tragen aber meistens wirklich wenig zur Handlung oder der Charakterentwicklung bei, sodass man schnell in die Versuchung kommt, sie einfach zu überspringen.

Die Präsentation des Titels ist durchweg sehr hübsch ausgefallen, weist allerdings stellenweise einige Ruckler auf

Die Umgebungen, in denen ihr die verschiedensten Gegenstände sammeln könnt, fallen allesamt sehr hübsch und bunt aus. Vom idyllischen Dorf bis hin zum mysteriösen Wald sind hier einige interessante Areale enthalten. Leider sind sie jedoch ziemlich gradlinig ausgefallen und laden nicht wirklich zum Erkunden ein. Das ist besonders schade, weil man ziemlich oft in die gleichen Gebiete reist und diese irgendwann in und auswendig kennt. Hier hätte man sich definitiv noch ein bisschen mehr einfallen lassen können. Was allerdings ein interessantes Element ist, ist, dass ihr während des Tages und während der Nacht andere Monster zu Gesicht bekommt.

Ein weiterer Kritikpunkt, der viele besonders hart treffen dürfte, ist die Performance des neuen Ablegers der Atelier-Reihe. Ist die Nintendo Switch mit eurem Fernseher verbunden, läuft das Spiel eigentlich relativ flüssig in, ich würde schätzen, 30 FPS. Diese werden zwar auch hier und da einmal unterschritten, allerdings kommt man so über weite Strecken ohne gravierende Framerate-Drops aus. Ganz anders sieht es im Handheld-Modus aus. Befindet ihr euch im Atelier, oder in einem kleineren Gebiet, geht alles noch recht klar; seid ihr aber erst einmal in der Stadt oder zum Beispiel einem geheimnisvollen Gemälde unterwegs, rutschen die FPS des kompletten Geschehens meistens ziemlich ab, sodass eine deutliche Verzögerung entsteht. Diese machen sich allerdings nur beim Erkunden von bestimmten Arealen bemerkbar – beginnt ihr einen Kampf mit einem Monster, läuft alles wieder relativ rund.

Das Spiel hat besonders im Handheld-Modus mit Framerate-Einbrüchen zu kämpfen.

Wenn das Spiel nicht wegen seiner Performance hakelig läuft, kann es sein, dass ihr mal wieder gegen eine der unzähligen unsichtbaren Mauern gerannt seid. So geschieht es nicht selten, dass ihr zum Beispiel am Rand der Karte zwischen zwei Bäumen hindurchgehen möchtet, das Spiel dies aber nicht ermöglicht, ihr zunächst hängen bleibt und schließlich einen Umweg gehen müsst. Das tritt in der Tat ziemlich häufig auf und nimmt euch die Illusion, in einer weiten Welt zu sein, die ihr bis in den letzten Winkel erkunden könnt. Im gleichen Zuge fiel mir auf, dass es beim Erkunden beinahe niemals in die Vertikale geht. Es gibt selten verschiedene Terrainhöhen, die ihr erklimmen könnt. Ebenso wenig laden Gebäude zum Erkunden ein – die Türen sind geschlossen und verwehren euch den Eintritt. Hier wäre definitiv mehr Freiheit wünschenswert gewesen.

Zu guter Letzt ein paar ergänzende Anmerkungen: Auch wenn das Spiel mit einem scheinbar stolzen Preis daherkommt, könnt ihr euch gewiss sein, dass ihr mit Lydies und Suelles Abenteuer über viele Stunden Spaß haben werdet. Da die Spielzeit im Titel leider falsch angezeigt wird – es zählt die Stunden mit, welche die Nintendo Switch im Stand-By-Modus ist – kann ich schwer abschätzen, wie viel Zeit man für die Handlung benötigt, mehr als 40 Stunden alleine für das Komplettieren der Geschichte sind allerdings bestimmt drin. Zusätzlich könnt ihr euch mit allerhand Nebenquests die Zeit vertreiben. Einen Wermutstropfen müssen all jene schlucken, die den Titel gerne auf Deutsch spielen würden. Das JRPG von Gust kommt mit japanischer Sprachausgabe und englischen Bildschirmtexten daher.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Atelier Lydie & Suelle: The Alchemists and the Mysterious Paintings

Meinung von Max Kluge
Atelier Lydie & Suelle: The Alchemists and the Mysterious Paintings ist ein JRPG, welches sehr gemächlich beginnt und sehr viel Zeit damit verbringt, den Spieler mit seiner Welt und seinen Charakteren bekannt zu machen. Jeder, der nichts mit Slice of Life-Einlagen anfangen kann, sollte vielleicht einen Bogen um den Titel machen. Alle anderen dürften hier ein äußerst entspannendes und niedliches Rollenspiel finden, welches mit einem interessanten Kampf- und einem umfangreichen Alchemiesystem aufwarten kann und einiges an Spielzeit mit sich bringt. Leider gibt es Punktabzug für ein recht tristes Leveldesign, die Performance, die im Handheld-Modus nicht wirklich von sich überzeugen kann, und die Tatsache, dass man nicht viel in den verschiedenen Umgebungen entdecken kann.
Mein persönliches Highlight: Die sehr entspannende Atmosphäre und die interessanten Kämpfe

Kommentare 2

  • EdenGazier Prinzipal der Spiele - 11.05.2018 - 13:16

    Ich muss gestehen mit dem einen Monster Das immer 40k exp gab waren meine Chars schnell auf von 28/ 100

    Dadurch war jeder Kampf nen Witz gewesen

    Zusätzlich war es fast immer gleich.

    Für den Test irgendwelche Aufgaben abwickeln / Test / Mysteriöses Bild ablaufen. Nächstes Kapitel das gleiche

    Und das zog sich fast bis zum Ende durch.

    Sensationeller Soundtrack zu viele repetive Aufgaben Eine etwas zu chilliges Spiel.
    Nach 40 Stunden war ich durch

    Trotzdem die Bewertung ist sehr gut von Ntower
    Verstehe nicht wie es damals 35/40 bei der Famitsu erreichte
  • Nagi Sanzenin Turmheldin - 11.05.2018 - 14:24

    Mir gefällt dieses Spiel, gut das ich Japanisch beherrsche, weil das Spiel hat eine tolle Synchronisation.