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Test zu One Piece: Pirate Warriors 3 - Deluxe Edition - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: One Piece: Pirate Warriors 3 - Deluxe Edition
  • USA USA: One Piece: Pirate Warriors 3 - Deluxe Edition
  • Japan Japan: One Piece: Kaizoku Musou 3 - Deluxe Edition
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
11.05.2018
Vertrieb
Bandai Namco Entertainment
Entwickler
KOEI Tecmo
Genre
Action, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Die Strohhutbande nimmt sich der Überbevölkerung an

Von David Pettau () Wenn die Strohhutbande erst einmal richtig loslegt, bleibt kein Stein auf dem anderen. Schlimme Finger wie Don Krieg, Arlong, Crocodile, Hody Jones oder auch Doflamingo können wahrlich ein Lied davon singen. Nachdem sie bereits in der populären Manga- und Anime-Vorlage “One Piece“ ordentlich Prügel bezogen haben, geht es ihnen nun in One Piece: Pirate Warriors 3 ein weiteres Mal an den Kragen – doch bei ihnen soll es nicht bleiben. Wohl noch nie zuvor wurden so viele Feinde auf einmal von Ruffy und seiner verrückten Truppe in die Mangel genommen – kein Wunder, schließlich handelt es sich bei dem Spiel um einen Musou- bzw. Dynasty Warriors-Titel.

Was gibt's schöneres, als eine Gum-Gum-Jet-Gatling inmitten der wartenden Kundschaft*

Zum grundlegenden Spielprinzip muss man darum wohl auch nicht allzu viele Wörter verlieren: Wie auch in den Nintendo-Exklusiven Musou-Crossovern mit The Legend of Zelda und Fire Emblem prügelt, ballert und schnetzelt ihr euch in One Piece: Pirate Warriors 3 durch riesige Armeen von feindlichen Fußsoldaten. Dieses Spielprinzip ist natürlich gespickt mit einer Menge One Piece-Flair. Pirate Warriors 3 erzählt dabei keine eigene Handlung, sondern hangelt sich an der Storyline des Mangas bzw. des Anime entlang. In der Story-Kampagne des Spiels erlebt ihr also die Gründung der Strohhutbande im East Blue, deren Abenteuer auf der ersten Hälfte der Grandline und deren jüngsten Kämpfe in der Neuen Welt, bis hin zum Dress Rosa-Arc, dessen Verlauf allerdings nicht der Vorlage entspricht.
Fangerechte Präsentation – zumindest hin und wieder

Erzählt wird die Handlung des Spiels dabei meist in vom Gameplay losgelösten Sequenzen, die in unterschiedlichen Qualitätsstufen daherkommen. Oftmals wird die Geschichte in Form von simplen Dialogen zwischen verschiedenen Charakteren vorangetrieben, was hier und dort etwas statisch wirkt, an anderer Stelle werden euch in Echtzeit gerenderte Zwischensequenzen, also in Spielegrafik, präsentiert. Das Highlight hinsichtlich der Präsentation stellen allerdings einige vorgerenderte Filmsequenzen dar, die oftmals zum Einsatz kommen, um ikonische Momente der Vorlage einzufangen – etwa die tränenreiche Abfahrt der Strohhutbande von Water 7. Auch zugunsten des spielerischen Aspekts legt Pirate Warriors 3 einige Geschehnisse allerdings etwas anders aus, als sie eigentlich passiert sind – so ist Navigatorin Nami beispielsweise nicht im finalen Kampf zwischen Ruffy und Enel auf Skypia mit involviert. Derartige kleine Anpassungen der Handlung umgarnen zwar sicherlich keine Fanherzen, sind allerdings einigermaßen verkraftbar. Neben dem Erzeugen der One Piece-Stimmung dienen die Story-Sequenzen wohl sowieso nur dem Zweck, dem nicht ganz so fachkundigen Fan grob in Erinnerung zu rufen, was sich im Verlauf der Handlung zugetragen hat – und insbesondere die vorgerenderten Sequenzen erfüllen diesen Zweck mit Bravour und sind dabei noch schön anzusehen.

Sollte nicht allzu schwierig sein: Na, welchem Arc entstammt diese Sprechblasen-Ansammlung?

Während man sich an einigen Handlungspunkten also auch etwas Freiheit erlaubt, präsentieren sich insbesondere die Intro-Sequenzen der diversen Missionen bzw. Episoden mit viel Fanliebe. Zu Beginn einer jeden Episode werden einige ikonische oder wichtige Sprechblasen der Manga-Vorlage eingeblendet, die den Geist des Arcs, in dem die dazugehörige Mission spielt, wunderbar einfängt. Daraufhin gibt es eine kleine Einleitung zu lesen, die von dem japanischen Originalerzähler des Anime eingesprochen wird – One Piece-Stimmung pur. Die japanischen Originalsprecher kommen natürlich auch bei den zahlreichen Charakteren, auf die ihr euch im Handlungsverlauf freuen könnt, zum Einsatz. In einigen der ergreifendsten Handlungsmomente geht deren Einsatz allerdings nicht ganz so sehr unter die Haut, wie es in der Anime-Vorlage der Fall ist – ein Beispiel hierfür wäre der Tod von Ruffys Bruder Ace, dessen Anime-Vertonung jeden One Piece-Fan zu Tränen zu rühren vermag. Die Texte sind in derartigen Momenten zwar größtenteils identisch, die emotionale Tragweite der Vorlage wird in vielen Passagen allerdings nicht erreicht.

Das Beispiel der vertonten Dialoge beschreibt das Problem des Fanservice, der in Pirate Warriors 3 zum Einsatz kommt, ziemlich gut – er ist ein sehr zweischneidiges Schwert. In vielen Momenten konnte ich mein One Piece-Fanherz kaum in Zaum halten, in anderen fühlte ich mich dann allerdings wieder ein wenig vor den Kopf gestoßen. Im Ladebildschirm des Spiels werden euch etwa unterschiedliche Piraten- und Institutions-Wappen präsentiert, einige davon sind allerdings nicht gänzlich originalgetreu. Einige der Outfits der Strohhutbande entsprechen der Vorlage, andere scheinen allerdings bestenfalls an diese angelehnt zu sein. Die größte Flaute hinsichtlich der Präsentation stellt allerdings der Soundtrack des Spiels dar: Während insbesondere Nintendo-Fans mit Hyrule Warriors und Fire Emblem Warriors in den Genuss von vielen arrangierten Tracks der jeweiligen Vorlagen der Musou-Crossovers kamen, die die Stimmung der jeweiligen Universen bestens einzufangen wussten, hört sich Pirate Warriors 3 schlicht eintönig und identitätslos an. Natürlich bietet der One Piece-Anime nicht unbedingt videospieltaugliche Tracks, doch man hat nicht einmal das Gefühl, dass versucht wird, den musikalischen Stil der Vorlage einzufangen, was insbesondere die Story-Sequenzen massiv abwertet.

Besonders ikonische Momente verdienen eine vorgerenderte Zwischensequenz. Dieser Moment ist noch relativ jung: Der Dreikampf zwischen Law, Doflamingo und Admiral Fujitora auf Green Bit.

Optisch reißt One Piece: Pirate Warriors 3 Musou-typisch keine Bäume aus. Zugunsten des Gameplays sind die verschiedenen Schauplätze natürlich lediglich an die diversen Orte des One Piece-Universums angelehnt, ohne diese allerdings originalgetreu darzustellen. Wirklich hübsch oder gar detailverliebt sind diese Schauplätze dabei allerdings beim besten Willen nicht – die matschig texturierten und detailarmen Landmassen dienen in erster Linie dazu, die vielen Charaktermodelle, die diese Schauplätze unsicher machen, in Szene zu setzen. Und diese Charaktermodelle können in ihrer Detailverliebtheit generell überzeugen und fangen den Stil der Vorlage meist gut ein – insbesondere hervorzuheben sind dabei die ikonischen Angriffsanimationen der verschiedenen Pro- und Antagonisten. Die Charaktere kommen allerdings nicht etwa in einem Anime-anhauchenden Cel-Shading-Look daher, sondern wirken sehr plastisch, fast schon gummiartig. Zum Gum-Gum-Frucht-Verzehrer Monkey D. Ruffy mag das passen, an vielen Stellen wirkt der Plastik-Look allerdings etwas unpassend.
Fangerechtes Gameplay – zumindest meistens

Doch genug der Nörgelei an der Präsentation. Wie in der Musou-Reihe üblich, kann man die Präsentation von One Piece: Pirate Warriors 3 gut und gerne als “zweckmäßig“ beschreiben, während es lediglich das nötige Grundgerüst für das serientypische Gameplay bereitstellt. In der Rolle von Ruffy und Co. stellt ihr euch riesigen Massen an Feinden, die ihr mit einer großen Palette an möglichen Kombos fachgerecht verkloppt. Insbesondere in diesem Aspekt weiß Pirate Warriors 3 mit seinem Fanservice voll und ganz zu überzeugen – alle Charaktere, auch fernab der Strohhutbande, spielen sich sehr unterschiedlich und greifen auf eine große Auswahl an verschiedenen Angriffen zurück, die direkt aus der Vorlage stammen. Deren verschiedene Kampfstile fangen deren Vorbilder aus dem Manga und Anime dabei wunderbar ein. Ruffy prügelt sich unter Einsatz seiner diversen Gum-Gum-Attacken durch die feindlichen Linien, Nami lässt Blitze vom Himmel regnen und Zorro schnetzelt seine Feinde stilvoll zu Klump. Dabei hat jeder Kämpfer unterschiedliche Vor- und Nachteile. Ruffy ist ein ziemlicher Allrounder, Nami und Robin etwa sind aber beispielsweise weniger geeignet, wenn es darum geht, einen Boss im Mann gegen Mann-Gefecht auszuschalten – stattdessen können sie mit ihren Angriffen einen weiten Wirkungsbereich abdecken. Die spektakulären Angriffe sind dabei stets einfach auszuführen – im Wesentlichen kommen zwei verschiedene Angriffstasten zum Einsatz, die durch verschiedenes Kombinieren unterschiedliche Angriffe zur Folge haben. Natürlich erwartet euch dabei rein mechanisch kaum spielerische Tiefe, doch das ist auch nicht der Anspruch eines Musou-Titels.

Mit ihrem Blitzgewitter teilt Nami ordentlich aus.

Die einzelnen Episoden sind allesamt sehr ähnlich strukturiert. Das Schlachtfeld, auf das ihr entlassen werdet, ist zu Beginn meist komplett in Feindeshand – eure Aufgabe ist es nun, verschiedene Zonen einzunehmen oder individuelle Aufgaben zu erfüllen, die sich wage an der Vorlage orientieren. Dabei stellen sich euch grob gesagt drei verschiedene Gegnertypen in den Weg: Normale Fußsoldaten, die nahezu keine Gefahr für euch darstellen und lediglich als Kanonenfutter dienen, etwas mächtigere Kommandanten, die verschiedene Angriffsmuster an den Tag legen und Bossgegner, die direkt dem One Piece-Universum entstammen. Zwar ist es definitiv cool, beispielsweise in der Schlacht am Marineford mit Smoker oder einem Admiral zu kämpfen, doch fühlen sich insbesondere die Mann gegen Mann-Gefechte nie so richtig gut an. Dafür merkt man dem Kampfsystem zu sehr an, dass es auf den Kampf gegen viele Feinde auf einmal ausgelegt ist, in dem es auch erstklassig von der Hand geht.

Der Clou des Kampfsystems sind eure Crewmitglieder und eure Möglichkeit, euch mit Angriffen mit ihnen zu verbünden. Zwar könnt ihr pro Mission nur in die Rolle eines einzelnen Charakters schlüpfen, doch werdet ihr immer von verschiedenen Crewmitgliedern oder anderen Charakteren, wie etwa Boa Hancock oder Jimbei, unterstützt. Zwischen diesen Helfern könnt ihr frei hin- und herwechseln, was verschiedene Vorteile mit sich bringt. Eliminiert ihr eine gewisse Anzahl an Feinden, während ihr beispielsweise von Trafalgar Law unterstützt werdet, so steigt dessen Unterstützungs-Level. Hat dieses einen bestimmten Wert erreicht, so setzt Law zum Ende jeder eurer Kombos per Tastendruck einen zusätzlichen Angriff ein. Hat das Unterstützungs-Level das Maximum erreicht, so könnt ihr den sogenannten “Kizuna Rush“ aktivieren. In diesem Angriffsmodus werden potenzielle besondere Fähigkeiten eures Charakters aktiviert, beispielsweise Ruffys “Gear 2“ oder Lysops “Sogeking“, und je nach Kämpfertyp erhaltet ihr einen Bonus auf eure Angriffe. Paramecia-Nutzer wie Ruffy, Robin und Brook greifen während dem Kizuna Rush etwa mit erhöhter Geschwindigkeit an. Zu einem Kizuna Rush können auch mehrere Helfer verbündet werden, sodass ihr diesen mit bis zu vier Charakteren ausführt. Während dieser Angriffsmodus aktiviert ist, rücken infolgedessen am Ende eurer Kombos jeweils vier Crewmitglieder aus, um zusätzlich zu euren Angriffen für Chaos zu sorgen. Beenden könnt ihr euren Kizuna Rush daraufhin beispielsweise mit einem gebündelten Spezialangriff, der alle Charaktere, die im Kizuna Rush beteiligt sind, involviert – anschließend steht kein Stein mehr auf dem anderen, wie man auch im One Piece-Manga und -Anime schon des Öfteren bewundern durfte.

Ruffys Gear 3-Fähigkeit: Zuerst ganz groß...

Als kleiner Störfaktor während der Kämpfe macht sich allerdings immer wieder die Kameraführung des Spiels bemerkbar. Die Kamera ist zwar manuell justierbar, vor allem beim navigieren übers Schlachtfeld nimmt sie allerdings immer sehr schnell wieder die Standardperspektive ein, wodurch es euch unnötig schwer gemacht wird, in die Ferne zu blicken – womit man wohl auch kaschieren will, dass die Sichtweite in Pirate Warriors 3 sehr gering ist und ihr den verschiedenen Objekten in der Ferne förmlich beim Aufploppen zuschauen könnt. Auch in den Kampfsituationen bleibt die Kamera gerne einmal an Wänden kleben. Bossgegner und Kommandanten könnt ihr zwar anvisieren, dies hilft euch allerdings auch nicht immer dabei, die Übersicht zu behalten. Vor allem während schnellen Angriffen eurerseits oder eures Kontrahenten kommt die Kamera oftmals nicht hinterher, was aber natürlich aufgrund des geringen spielerischen Anspruchs kein Beinbruch für euren Spielfortschritt darstellt.

Als etwas schade empfand ich die Episodenabfolge des Spiels zum Ende der Haupthandlung hin. Abseits vom Prolog besteht das Hauptabenteuer aus fünf Kapiteln, die sich jeweils in vier oder fünf Episoden aufteilen. Vor allem der Beginn der Originalhandlung wird dabei sehr ausführlich behandelt – ganze sechs Episoden beschäftigen sich mit der Gründung der Strohhutbande im East Blue. Enttäuschend ist dagegen, dass die bisherigen Abenteuer der Strohhutbande in der Neuen Welt in lediglich einem Kapitel behandelt werden. Dieses Beginnt mit dem Aufbruch der Strohhutbande vom Sabaody Archipel, erzählt deren Abenteuer auf der Fischmenscheninsel, thematisiert den Beginn von Ruffys Piratenallianz mit Law auf Punk Hazard und mündet im Kampf gegen Doflamingo auf Dress Rosa, der, wie eingangs beschrieben, nicht der Vorlage entspricht. Nicht nur ist dies schade, da all diese Szenarien weit mehr Möglichkeiten für potenzielle Episoden hergegeben hätten, sondern auch, weil die Strohhutbande ab diesem Kapitel passend zur Vorlage neue Angriffe auf Lager hat, die somit im Zuge der Haupthandlung kaum zum Einsatz kommen.

...Und dann ganz klein. Wie putzig!

Außerhalb der Episoden könnt ihr eure verschiedenen Charaktere rollenspielartig aufwerten, sodass diese an Schlagkraft gewinnen und mehr aushalten. Für die Haupthandlung des Spiels ist dies kaum relevant, da eure Kämpfer auch in den Missionen selbst an Erfahrung gewinnen, in einem zusätzlichen Modus, dem Traum-Log, wird dies allerdings von großem Belang. Hier erwarten euch diverse Missionen fernab der Haupthandlung, die verschiedene kleine Geschichten erzählen – hier tritt Buggys Piratenbande etwa im Davy Back Fight gegen die Strohhüte an, während ihr Buggys Mannschaft kontrolliert. Diese kommen dabei auch mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden bzw. Levelempfehlungen daher und ihr könnt euch frei für einen Charakter entscheiden, mit dem ihr diese Missionen angehen wollt. Der Umfang von Pirate Warriors 3 kann sich wahrlich sehen lassen: Sollte es euer Ziel sein, alle Missionen samt Bonuszielen abzuschließen und all eure Charakterlevel zu maximieren, so werdet ihr eine lange Zeit beschäftigt sein. Dabei schaltet ihr auch regelmäßig Extras frei, die ihr euch in der Galerie ansehen könnt – etwa Artworks, ein Begriffsglossar und eine Charaktergalerie. Bedenkt aber, dass euch hinsichtlich des Gameplays keine allzu große Abwechslung erwarten wird – im Grunde läuft jeder Spielinhalt darauf hinaus, dass ihr euch mit einem One Piece-Charakter durch zahlreiche Feinde kloppt. Hier und dort stoßt ihr dabei zwar immer wieder einmal auf kleine Ecken und Kanten, generell stellt sich dabei aber das Musou-typische Gefühl der Befriedigung ein. Die kurzweiligen Schlachten können durchaus großen Spaß machen, insbesondere dann, wenn ihr brennender One Piece-Fan seid, eine spielerische Offenbarung erwartet euch aber selbstverständlich, sollte man fast schon sagen, nicht.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu One Piece: Pirate Warriors 3 - Deluxe Edition

Meinung von David Pettau
Es gibt wenige Dinge, die ich so sehr liebe, wie One Piece – nein, streicht das. Es gibt wohl nichts, das ich so sehr liebe, wie One Piece. Als solch großer Fan betrachtet man Werke wie One Piece: Pirate Warriors 3 wohl immer mit einem besonders kritischen Auge. Das grundlegende Prinzip funktioniert super: Sich mit Ruffy und Co. durch unzählige Feinde zu kloppen ist einfach unheimlich befriedigend. Wenn man das Spiel allerdings heruntergebrochen betrachtet und auch die One Piece-Fanbrille abnimmt, so muss man einfach zugeben, dass Pirate Warriors 3 mit Sicherheit nicht das beste Musou-Spiel auf der Nintendo Switch ist. Und selbst die rosarote Fanbrille hatte in meinem Fall an so manchen Stellen ein wenig zu leiden. Der identitätslose Soundtrack, kleinere und größere Abweichungen von der Vorlage – dem Spielspaß mag dies keinen Abbruch tun, doch dem wirklich begeisterten One Piece-Fan werden diese Aspekte negativ auffallen. Dennoch kann man als ein solcher Fan wenig Falsch machen, wenn man sich für das chaotische Schlachtengetümmel entscheidet – mehr als kurzweiligen Spaß darf man aber natürlich nicht erwarten.
Mein persönliches Highlight: Ruffys Moveset, insbesondere die Gum-Gum-Rakete (YYYX), die in der Neuen Welt leider durch die Grizzly-Magnum ersetzt wird.

Kommentare 6

  • Marco Primmer Moderator - 22.05.2018 - 15:27

    Îch denke für sowas, möchte ich nicht unbedingt den Vollpreis zahlen. Da mir ja Hyrule Warriors anscheinend beiweiten mehr bieten kann, für den selben Preis.
    Hätte es mir nur als Fan der/des Mangas/Animes geholt.

    Konnte es jetzt nicht rauslesen, aber gibts noch andere Modi, Mehrspiele, Fan-Service-Zeug wie Charaktermodelle ansehen, hintergrundinfos lesen usw? Oder ist es rein der Storymodus und dieser andere mit dem Davy-Fight?

    Der Umfang scheint mir da doch etwas gering zu sein, im Vergleich zu HW
  • David Pettau Mugiwara no Pummeluffy - 22.05.2018 - 16:37

    @DiaDemon

    Kam wohl etwas falsch rüber. Das Anschauen von Charaktermodellen und allerlei deartige Extras gibt es, die meisten davon werden auch erst im Laufe des Spielfortschritts mit den individuellen Charakteren freigeschaltet. Und neben dem Story-Modus gibt es den Traum-Log - weiß jetzt nicht, ob ich dich da falsch verstehe, aber da gibts natürlich weit mehr als den Davy Back Fight, das war nur ein Beispiel. Also der Umfang kann sich wahrlich sehen lassen und ist wohl ähnlich zu dem von Hyrule Warriors - man hat auch eine riesige Auswahl an spielbaren Charakteren, auch über die Strohhutbande hinaus. Aber, wie eben auch in Hyrule Warriors, spielt sich jeder Modus im Endeffekt doch ziemlich gleich, weil es immer aufs Verkloppen von vielen Gegnern hinausläuft.
  • UncleACid Turmritter - 22.05.2018 - 17:34

    @David Pettau

    Was wäre denn für dich besser als kurzweiliger Spaß? So wie ich dein Review lese, wäre das doch eher 'ne 7, fast schon 'ne 8. Andere Reviews auf Metacritic scheinen auch von der Ultimate Edition angetan zu sein. Aber was soll's, jedem sein Wertungssystem.
  • HonLon1 Turmbaron - 22.05.2018 - 19:27

    ich bin ehrlich gesagt nie abgeneigt gegen One piece Spiele, von daher hilft mir der Test sehr, danke!

    Gibt es eigentlich schon das one piece Abenteuer Spiel für die Switch? Das interessiert mich viel mehr...
  • GuteRuebe Wandernder Künstler - 22.05.2018 - 22:12

    Wäre cool, wenn sie auch Unlimited Cruise 1+2 bringen könnten >< Das sind meiner Meinung nach die besten One Piece Spiele.
  • BobbyMC Chirurg der Videospiele - 24.05.2018 - 11:22

    @GuteRuebe

    Oder gleich ein anständiges One Piece Unlimited Cruise 3 :D
    Red tanzt da ein bisschen aus der Reihe und zwar nicht positiv.