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Test zu Invisiballs - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Invisiballs
  • USA USA: Invisiballs
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
17.05.2018
Vertrieb
Digital Kingdom
Entwickler
Digital Kingdom
Genre
Action
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Wenn Tron ein Versteckspiel wäre

Von Daniel Busch () Es gibt gute Spiele im Nintendo eShop und es gibt auch so einige schlechte Spiele. Invisiballs gehört definitiv zur zweiten Sorte – so viel sei schon mal vorweggesagt. Euch wird für etwa 13 Euro ein kleines Spielchen geboten, dessen Idee auf dem ersten Blick zwar recht interessant erscheinen mag, aber was mit so wenig Umfang daherkommt, dass es einfach jeden Spielspaß binnen weniger Minuten missen lässt. Aber fangen wir von vorne an.

Zu wenig Spielspaß und mangelnder Umfang

Mit Invisiballs wird euch ein lokales Multiplayer-Spiel geboten, dass nach dem Hide and Seek-Spielprinzip funktioniert. Versteckspielen mit mehreren Leuten am selben Bildschirm – geht das? Invisiballs birgt hier ein recht frisches Spielprinzip, dass diese eigentlich widersprüchliche Sache möglich macht. Auf einem Neon-Spielfeld steuert ihr je einen Ball umher, der jedoch nach kurzer Zeit unsichtbar wird. Das Umhersteuern funktioniert dabei nicht eins zu eins, sondern bei einer Bewegung des Analog-Sticks bewegt sich der Ball solange entweder vertikal oder horizontal in die entsprechende Richtung, bis er auf eine Wand trifft. Kennt ihr noch die Eisflächen-Rätsel in den Pokémon-Spielen? So könnt ihr euch das in etwa vorstellen. Eine kleine Krux, da ihr euren Ball die meiste Zeit ja auch nicht sehen könnt. Auf Kopfdruck könnt ihr auch eine Attacke ausführen, die euren Ball gleichzeitig aufleuchten lässt.

Die Spielfiguren in Invisiballs sind stets unsichtbar. Führt ihr aber eine Attacke aus, leuchtet eure Spielfigur auf.

Insgesamt gibt es zwei verschiedene Modi: Free For All und Gold Rush. Der erstgenannte Modus ist klassisches Battle Royale. Ihr müsst eure Gegner erledigen, bevor sie dies mit euch tun. Mit jedem erledigten Gegner sammelt ihr Punkte und mit einer bestimmten Menge an Punkten gehört der Sieg euch. Der jeweils führende Spieler bekommt dabei einen kleinen Nachteil, denn seine Bewegungen sind sichtbar, im Gegensatz zu denen der Mitspieler. Der zweite Modus nennt sich Gold Rush und spielt sich ziemlich ähnlich, mit dem Unterschied, dass es neben dem Flüchten und Attackieren noch die Aufgabe gibt, ein sich auf dem Spielfeld befindliches Artefakt aufzusammeln. Könnt ihr dieses eine bestimmte Zeit mitführen, ohne von einem Gegner erwischt zu werden, gehört euch ein Punkt. Der Träger des Artefakts ist dabei ab und zu durch einen Punkt auf dem Spielfeld markiert, im Gegensatz zu den Gegnern, die weiterhin komplett unsichtbar sind. Zudem gibt es noch ein kurzes Tutorial, das nach einer halben Minute jedoch schon abgefrühstückt ist. Mehr hat das Spiel nicht zu bieten. Es soll zwar noch irgendwann ein dritter Modus hinzukommen, doch ich bezweifle, dass er etwas am Spielspaß herumreißen kann. Denn neben dem sehr mangelnden Umfang lässt ebenso das Spielprinzip von Invisiballs nicht wirklich Freude aufkommen.

Zum einen gibt es keine Möglichkeit im Einzelspieler zu spielen. Invisiballs lässt sich nur mit bis zu drei weiteren Mitspielern spielen und die Spielrunden wirken schon nach einigen Minuten sehr repetitiv. Denn meistens ist es Glück, was das Spiel entscheidet. Warum? Oftmals kennt man seine eigene Position nicht. Und das Bewegungsverhalten eures Spielballs ist nicht wirklich intuitiv, da er immer geradewegs zur nächsten Wand rast. Da ihr bestenfalls immer in Bewegung bleiben müsst, wisst ihr schnell nicht mehr, wo ihr euch befindet. Ihr könnt zwar eure Position sehen, indem ihr einen Angriff ausführt, doch dann sieht auch jeder andere, wo ihr euch befindet. Dies kann zwar für taktische Finessen sorgen, aber im Regelfall sorgt es eher für willkürliches Hin- und Hersausen der Spielfiguren und das Warten auf einen Glückstreffer.

Es gibt eine Handvoll Spielbretter für beide Modi, die manchmal eher offene Felder oder eher verzweigte Labyrinthe bieten. Besondere Features in den Spielfeldern sucht man vergeblich, die Entwickler haben da leider nicht so viel Einfallsreichtum an den Tag gelegt, wie man sich wünschen würde. Dies betrifft auch die Präsentation. Der gebotene Neon-Look mag zwar nett anzusehen sein, aber wirklich alles sieht eben gleich aus und wirkt schlicht langweilig. Besonders da der Großteil des Spielgeschehens ohnehin unsichtbar ist.

Redaktionswertung

3

Eher nicht überzeugend

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Unser Fazit zu Invisiballs

Meinung von Daniel Busch
Spielspaß kam bei Invisiballs nicht wirklich auf beziehungsweise war es nach ein paar Minuten schon recht langweilig. Das Spielprinzip mag zwar interessant wirken, aber der mangelnde Umfang sorgt für Missmut. Zu allem Überfluss muss ich auch sagen, dass der Preis von etwa 13 Euro wirklich überteuert ist für dieses Spiel. Da seid ihr mit anderen Multiplayer-Spielen deutlich besser beraten.

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