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Test zu Die for Valhalla! - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Die for Valhalla!
  • USA USA: Die for Valhalla!
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
29.05.2018
Vertrieb
Monster Couch
Entwickler
Monster Couch
Genre
Action
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Zusammen gegen die Horden des Wahnsinns

Von Max Kluge () In Die for Valhalla! verkörpert ihr eine Walküre, die sich in die Körper der Wikinger/innen versetzten kann, die auf dem Schlachtfeld gefallen sind. Einmal übernommen, könnt ihr euren Wirtskörper steuern und ihn in den Kampf gegen fiese Unholde führen. Euer Ziel ist es dabei, die seltsamen Vorkommnisse in eurer Welt zu ergründen und diverse Dimensions-Tore zu schließen. Die Handlung spielt dabei allerdings eher die zweite Geige und wird in nur wenigen Sätzen präsentiert.

Über die Oberwelt sucht ihr euch euren Pfad aus.

Die Levels sind stets in verschiedene Abschnitte unterteilt, in denen man beinahe immer schlicht alle Feinde besiegen muss. Je nachdem, welche Art von Klasse ihr in den verschiedenen Levels übernehmt, unterscheiden sich eure Angriffe. So gibt es zum Beispiel Kämpfer, die mit Schwert und Schild hantieren, Berserker, die zwei Äxte mit sich führen oder Jäger, die mit Pfeil und Bogen angreifen und Fallen platzieren können.

Das klingt zwar zunächst recht umfangreich, es gibt aber einen entscheidenden Haken. Die verschiedenen Charaktere weisen allesamt nicht sonderlich tiefgründige Bewegungen auf. So gibt es zwar ein paar wenige Kombos, die man entdecken kann, allerdings wird schnell klar, welche Angriffsfolge man gegen welchen Feind verwenden sollen – und schließlich setzt eine gewisse Gameplay-Monotonie ein. Mit neuen Klassen ist es da so eine Sache. Besonders der Thrall hat mir bei meinem Solo-Spiel gut gefallen, da er ordentlich Schwung ins Gameplay bringt. Andere Professionen sind hingegen klar auf den Multiplayer ausgelegt, da sie eine Unterstützer-Rolle spielen und alleine nicht wirklich im Kampf bestehen kann.

Die for Valhalla! ist manchmal recht monoton, motiviert aber trotzdem immer durch sein interessantes Level-Up-System

So kristallisiert sich schnell heraus, dass Die for Valhalla! definitiv ein Spiel ist, welches ihr zusammen mit mehreren Spieler/innen zocken solltet. Hier etabliert sich nämlich ein wesentlich abwechslungsreicheres Spielgeschehen, da man durch die unterschiedlichen Fähigkeiten der verschiedenen Klassen interessante Kombinationen und Synergien ergründen kann. Nichtsdestotrotz kann das Spiel auch im Singleplayer fesseln – wenn auch, wie bereits angemerkt, eine ganze Spur monotoner.

Was man dem Titel hingegen als Pluspunkt anrechnen kann, ist das Skillsystem, welches mit einem interessanten Kniff daherkommt. Steigt eure Walküre einen Level auf, so könnt ihr euch zunächst einen Skill aussuchen, den ihr fortan in eurem Fähigkeiten-Repertoire sehen möchtet. Diese sind zufällig ausgewählt und haben allerlei verschiedene Effekte. So kann man seine Wikinger/innen zum Beispiel mit mehr Rüstung ausstatten, man schaltet eine Fähigkeit frei, mit dem sie an vergifteten Feinden doppelt Schaden anrichten, und so weiter. Hier gibt es allerhand zu entdecken und kombinieren, wobei man sagen muss, dass man eventuell ein wenig Glück bei der Skill-Auswahl haben muss, da nicht alle Fähigkeiten die perfekte Wechselwirkung miteinander erzielen.

Beinahe jeder Feind weist gewisse Eigenheiten auf, auf die ihr euch einstellen solltet.

Abgesehen von den Skills könnt ihr jede Runde noch eine gewisse Anzahl von Runenpunkten verteilen, die ihr geschickt auf einem Raster einsetzten müsst. Die Regeln lauten hier wie folgt: Sucht euch einen Startpunkt und setzt anschließend einen Runenpunkt vor den nächsten. Schließlich bekommt ihr den Bonus der Felder, die ihr belegt – es sei denn, eure Fähigkeiten gestatten euch weitere Verbesserungen. Hier könnt ihr schließlich die Verteidigung, den Angriff, das Leben und weitere Statuswerte für eure Wikinger/innen freischalten. So entpuppt sich ein interessantes Optimierungselement, da ihr immer versucht, die besten Werte aus einem Level-Up herauszuholen.

Auch die Diversität der Gegner und der Umgebungen, in denen ihr die verschiedenen Monster erlegen dürft, ist durchaus ansehnlich. Schnetzelt ihr euch zu Beginn noch durch Waldgebiete, reist ihr später auch gerne mal durch verschiedene Dimensionen und trefft auf Kreaturen aus dem Lovecraft-Universum. Diese passen erstaunlich gut zum Gesamtkonzept des Titels. Einzig die Bosse sind etwas langweilig gestaltet und hätten durchaus noch ausgefeiltere Konzepte vertragen können. Meistens gewinnt ihr in einem der großen Kämpfe, indem ihr einfach nur stumpf auf den Boss draufschlagt und ab und zu ausweicht.

Die Präsentation ist wirklich gelungen - der Umfang kann sich durchaus sehen lassen

Generell sollte auch der Umfang des Spiels lobend erwähnt werden. Alleine für die Singleplayer-Kampagne solltet ihr rund zehn Stunden einplanen; für einen Indie-Titel, der noch nicht einmal sonderlich viel kostet, ist das in der Tat eine tolle Sache, zumal euch ja auch noch ein Multiplayer winkt, der euch weitere Spielstunden bescheren sollte. Wer es zudem eine Spur herausfordernder haben möchte, kann den Titel auch im sogenannten „Rogue Lite“-Modus spielen. Hier sterben eure Charaktere dauerhaft und der Schwierigkeitsgrad steigt schneller an.

Auch hinsichtlich der Präsentation kann ich einiges Positives berichten. Der Grafikstil ist natürlich mal wieder Geschmackssache, besticht allerdings meiner Meinung nach mit einem schönen Charakter- und Gegnerdesign – hier fühlt sich nichts fehl am Platz an. Der Soundtrack ist ebenfalls wirklich gut gelungen. Eure ausgiebigen Schlachten werden mit epischen Musikstücken unterstrichen, was dem Ganzen eine tolle Atmosphäre verpasst.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Die for Valhalla!

Meinung von Max Kluge
Die for Valhalla! erfindet das Rad nicht neu und kann an manchen Ecken und Enden durchaus wegen seines monotonen Gameplays kritisiert werden. Das Levelsystem hingegen motiviert dazu, weiterzuspielen und zu sehen, wie seine Spielfiguren immer weiter wachsen. Der Multiplayer-Modus dürfte die Schwächen des Titels mittels interessanter Klassenkombinationen überdecken und für weitere Stunden Spielspaß sorgen. Jeder, der ein Herz für simple Beat 'em ups und Couch-Koop hat, sollte sich den Titel definitiv näher anschauen.
Mein persönliches Highlight: Die Punktevergabe nach jedem Level-Up

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