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Test zu N++ - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: N++
  • USA USA: N++
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
24.05.2018
Vertrieb
Metanet Software
Entwickler
Metanet Software
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Strichmännchen springen und sterben

Von Ilja Rodstein () Der Titel N++ hat eine interessante Hintergrundgeschichte. Denn dieser sieht nicht nur so aus wie eine Inspiration der Flash-Games aus den 2000er Jahren, nein, der Titel ist der Nachfolger des Flash-Games N aus dem Jahr 2004. Im Jahr 2008 schaffte es der Titel N+ auf die Xbox Live Arcade und den beiden portablen Konsolen PlayStation Portable und Nintendo DS. Daraufhin erschien im Jahr 2015 der Titel N++ und dieser ist mittlerweile für alle aktuellen Plattformen erhältlich. Den Abschluss macht dabei die Nintendo Switch, für die der Titel im Mai 2018 erschienen ist.

Manche Level sind länger, andere sind kürzer.

Das Ziel in jedem Level ist es, dessen Endbereich zu erreichen. Dabei hüpft ihr über 2D-Passagen und versucht, den Hindernissen wie Minen oder Gegnern auszuweichen. Die Spielsteuerung ist alles andere als kompliziert. Mit dem Analog-Stick oder dem Steuerkreuz bewegt ihr euer Strichmännchen nach links oder rechts, mit der Taste A springt ihr. Mehr muss man dabei nicht erklären, doch das Spiel hat ungewöhnlich viel Tiefe und ist alles andere als ein simples Trial & Error-Spiel. Ihr müsst Mechaniken erlernen, Wandsprünge beherrschen oder auch wissen, wie man einen Fallschaden verhindert. Das alles erfordert sehr viel Übung, aber die Level sind auch so ausgerichtet, dass ihr langsam an die Spielsteuerung herangetastet werdet. Dennoch, etwas mehr Erklärungen hätten dem Spiel nicht geschadet, denn es hat lange gedauert, bis ich effektive und hohe Sprünge drauf hatte.

Mindestens 100 Stunden Spielzeit stehen euch bevor.

Die Essenz des Spiels sind eine sehr hohe Anzahl an Level, sodass nur die wenigsten diese spielen werden. Wenn man alle 4340 Level spielt und durchschnittlich für jedes Level eine Minute braucht (bei schwierigen Level ist das sowieso unmöglich), dann kommt man schon auf 72 Stunden Spielzeit. Laut Entwickler sind die Level nicht zufallsgeneriert, sondern von Hand aufgebaut und das merkt man wirklich, denn in jedem Level hat sich jemand Gedanken gemacht. Somit ist das Leveldesign sehr positiv zu bewerten. Unter den 4340 Level sind übrigens auch Koop-Level, die ihr mit bis zu vier Spielern bestreiten könnt. Dabei geht es nicht darum, sich zu messen, sondern die Level als Team zu schaffen. Oftmals sind Passagen eingebaut, in denen sich einer der beiden Spieler opfern muss, um dem anderen den Gang ins Ziel zu ermöglichen. Es muss ein Spieler das Ziel erreichen, damit das Level beendet wird. Meiner Meinung nach ist ein Koop-Modus für diese Art von Spielen nicht wirklich verpflichtend, doch dieses Spiel profitiert davon enorm. Übrigens gibt es ebenfalls den Modus "Rennen", in dem ihr Level gegen die Zeit bestreiten könnt, jedoch hätte ich mir da einen kompetitiven Mehrspieler gewünscht.

Im Koop-Modus tretet ihr nicht gegeneinander an, sondern beide im Team. Nur einer muss das Ziel erreichen.

Wem 4340 Level nicht reichen, für den ist das Spiel lange nicht vorbei, denn er kann einen Blick in den Leveleditor werfen. Dieser ist ziemlich umfangreich und ihr habt quasi dieselben Tools wie die Entwickler selbst. Meiner Meinung nach macht ein Leveleditor nur Sinn, wenn man als Spieler dieselben Freiheiten hat wie die Entwickler. Dies ist hier gegeben, doch die Steuerung des Leveleditors ist alles andere als übersichtlich. Hat man genug Geduld, um ein Level zu bauen, wird man es aber schaffen, sich da durchzuforsten. Habt ihr euch durch die Menüsteuerung gekämpft, könnt ihr euer selbsterstelltes Level hochladen. Problematisch ist der Fakt, dass ihr das Level zwar jederzeit testen könnt, aber gar nicht dazu gezwungen werdet, dieses Level zu schaffen, um es hochladen zu können. Die Folge sind Level, die einfach unmöglich und unrealistisch sind. Ein weiteres Problem ist die Tatsache, dass der Server immer offline ist und, zumindest bei mir, seit Release der Nintendo Switch-Version nie funktioniert hat. Vermutlich handelt es sich dabei um einen Bug, der aber auch zwei Wochen nach Release nicht behoben wurde, schade! Somit ist die Online-Funktion derzeit nicht nutzbar.

Die Menüführung ist übrigens überhaupt nicht an eine Konsolen-Version angepasst und steuert sich ziemlich schwierig. Einige Menüpunkte sind sinnloserweise nur mit dem Steuerkreuz zu erreichen und spielt ihr mit nur einem einzelnen Joy-Con, habt ihr damit Pech gehabt. Zumindest aus technischer Sicht gibt es noch viel Nachholbedarf, denn das Spiel läuft bislang einfach nicht rund. Hat man nicht vor, den Online-Modus oder den Level-Editor zu nutzen, lohnt es sich trotzdem, in das Spiel reinzuschauen. Zumindest der Soundtrack macht Bock und wiederholt sich nicht immer wieder.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu N++

Meinung von Ilja Rodstein
Leider hat das Spiel mit einigen Problemen zu kämpfen. Der Online-Leveldownload klappt seit Release noch nicht, das Menü ist unübersichtlich und die Menüsteuerung hakt. Es sind leider alles Kinderkrankheiten in einem sonst so guten Spiel. N++ ist ein geniales Spiel mit gigantischem Umfang, handgemachten Leveln und einem coolen Soundtrack. Die Steuerung geht gut von der Hand und die Schwierigkeitskurve ist sehr fair. Der Grafikstil ist zwar sehr gewöhnungsbedürftig, stört aber keineswegs den Spielspaß. Dennoch schade, dass zumindest die Nintendo Switch-Version derzeit mit so vielen Problemen kämpft.
Mein persönliches Highlight: Das Spiel schafft es, aus dem Minimalismus so viel rauszuholen.

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