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Test zu Shift Quantum - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Shift Quantum
  • USA USA: Shift Quantum
  • Japan Japan: Shift Quantum
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
30.05.2018
Vertrieb
Red Panda Interactive
Entwickler
Fishing Cactus
Genre
Platformer, Puzzle, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Die Welt dreht sich immer nur um dich...

Von Krispin Berndt () Shift Quantum ist ein Action-Puzzle-Platformer, welcher am 30.05.2018 im Nintendo eShop für die Nintendo Switch veröffentlicht wurde. Das Spiel stammt aus den Federn vom belgischen Entwicklerstudio Fishing Cactus. In der ziemlich verrückten und verdrehten Welt muss man nicht nur um die Ecke denken, sondern auch die Welt auf den Kopf stellen. Weiterhin warten noch ein paar knifflige Hindernisse auf einen, die überwunden werden wollen. Ob das Spiel den Lüfter der Nintendo Switch zum Qualmen bringt oder ob die Rätsel leichter als die Kreuzworträtsel in der Zeitung sind, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

Schon kurz nachdem ich das Spiel startete, wurde ich von einer reizenden Dame namens Mary dazu aufgefordert, mich bei Axon Vertigo zu registrieren. Axon Vertigo ist eine Firma, dessen Ziel es ist jeder Person kostenloses Glück bieten zu wollen, indem sie mit der „Shift-Quantum-Erfahrung“ das Gehirn in einen Spielmodus versetzen. Dort kann man durch das Lösen von Geduldsspielen das Gehirn stimulieren, um genug Energie zu erzeugen und somit den Spielspaß so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Selbstverständlich musste ich den allgemeinen Geschäftsbedingungen zustimmen und auf den reizenden „Ich stimme zu. Mach mich Glücklich“-Button klicken, bevor ich fortfahren durfte.

Die Level wurden mit der Zeit immer knackiger und komplexer.

Völlig naiv stimmte ich dem zu und musste einen Fragebogen aus drei Fragen über mich und meine Person beantworten. Neben den nicht ganz ernst gemeinten Fragen wie „Wenn dein Leben ein Film wäre, wie würde der Titel lauten?“ standen mir Antwortmöglichkeiten wie „Ein elendiges Leben“ oder „Liebling, wir sind zu Kindern geworden“ zur Verfügung. Ob die Antworten einen Einfluss auf das Spiel hatten, ist mir nicht bekannt. Natürlich ist dies nur ein Teil vom Spiel. Oder doch nicht?!

Ist das ganze Prozedere einmal überstanden, wurde ich direkt in das sehr übersichtliche Interface vom Spiel weitergeleitet. Wie bei mir üblich, schaute ich zuerst in die Einstellungen, ob ich zum Beispiel die Steuerung verändern könnte. Jedoch wurde mir schnell klar, dass ich an der Steuerung nicht so viel zu ändern brauchte. Lediglich drei Knöpfe und die Analog-Sticks werde ich verwenden müssen. Auf dem Weg und voller Tatendrang das erste Level zu betreten, scrollte ich mich durch das Interface, wo mir sofort das „Community“-Menü ins Auge sprang. Dazu aber später mehr.

Angekommen im ersten Level, dem Tutorial, musste ich in feinster Jump 'n' Run-Manier über die Blöcke hüpfen, bis ich an der Exit-Tür stand. Im nächsten Level wurde ich auch mit dem hochgelobten Shift-System bekannt gemacht. Durch Drücken des A-Knopfes haute der Charakter mit seiner Faust auf den Boden. Das Bild drehte sich und wurde von Schwarz zu einem sehr grellen Weiß. Nun hatte ich die Welt auf den Kopf gestellt und fand mich auf der anderen Seite, also quasi im Inneren der vorherigen schwarzen Blöcke, wieder. Über mir schwebte ein glänzendes „Etwas“, welches man einsammeln konnte. Nur wer diese, ich nenne sie mal Datensätze, einsammelt, kann das Spiel mit 100% abschließen. Eine nette Herausforderung, die mit der Zeit immer schwieriger wurde. Manche waren so komplex versteckt und brachten das Hirn förmlich zum Glühen. Nun konnte ich eine bisher unpassierbare hohe Wand überwinden und landete dann wieder vor der Exit-Tür. Allerdings war diese wieder auf der anderen Seite. So nutzte ich zum wiederholten Male die Shift-Fähigkeit und durfte den nächsten Raum betreten.

Das Community-Feature ist ein Highlight vom Spiel...

Eigentlich besteht das Gameplay nur daraus, den Ausgang aus dem aktuellen Level zu finden. Manchmal ist dies etwas leichter, mal ziemlich komplex. Mit der Zeit werden neue Mechaniken, wie Stachel oder neue Blöcke, in die Level eingeführt. Teilweise spielt später auch die Schwerkraft eine große Rolle. So sitzt man teilweise viele Minuten vor einem Hindernis und überlegt, wie man dieses überwinden kann, obwohl es auf den zweiten Blick völlig einfach und banal erscheint. Die neuen Elemente sorgen stets für frischen Wind und lassen das Spiel nur sehr selten mal langweilig werden. Selbst im fortgeschrittenen Gameplay wird man häufiger von neuen Gegenständen überrascht, die das komplette Spiel umkrempeln. Seien es Blöcke, die auf der schwarzen Seite als Block angezeigt werden und auf der weißen als Grube oder Ventilatoren, die die Blöcke oder einen selbst nach oben oder unten katapultieren.

Wer eine neue Herausforderung sucht, wird bei den schier unendlichen Community-Level sehr schnell fündig.

Hat man mal genug von dem Hauptspiel und braucht etwas Abwechslung, gibt esd die Möglichkeit, seine eigenen Rätsel in einem Editor zu bauen und mit der Community zu teilen. Natürlich kann man auch die Level von anderen Spielern spielen. Manche sind derartig herausfordernd, dass man schnell die Zeit aus den Augen verliert und im Spiel versinkt. Die verschiedenen Level können dabei bewertet oder aber auch gemeldet werden, sofern diese unmöglich zu schaffen sind. Dies erspart bei der Suche eine Menge Zeit, um sich durch nicht machbare Level zu quälen. Die Grafik ist hauptsächlich in Schwarz und Weiß gehalten, was sie meistens sehr unauffällig scheinen lässt. Trotzdem läuft im TV- und auch im Handheld-Modus alles einwandfrei und es gibt zu keinem Zeitpunkt Ruckler oder Abstürze. Auch die Ladezeiten sind angenehm kurz und es dauert meistens nicht mal zwei bis drei Sekunden, bis man im nächsten Level oder Menüpunkt ist. Die nicht vorhandenen Verzögerungen und die schlichte Grafik gewähren einen angenehmen Spielfluss.

Ein paar Mal gibt es kleine farbliche Akzente, wie der gelbe Schal von einer Frau, die einem häufiger mal über den Weg läuft. Auch dies ist ein kleines Rätsel, welches mit der Zeit aufgelöst wird. Es ist keine Story im typischen Sinne. Sie wird eher nebenbei und unregelmäßig „erzählt“. Fast jedes Level hat einen abwechslungsreichen Soundtrack, der sich gut anhören lässt und selten nervig wird. Im Gegensatz ist da die Vibration, die teilweise viel zu aufdringlich ist und nach jedem Shift kommt. Besonders im Handheld-Modus vibriert die ganze Konsole. Das kann schnell unangenehm werden. Mit dem Nintendo Switch Pro Controller bessert sich dies zwar merklich, ist aber noch immer stark zu spüren. Jemanden dem dies nicht gefällt, hat aber in den Einstellungen die Möglichkeit, die Vibration auszustellen.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu Shift Quantum

Meinung von Krispin Berndt
Ich bin nicht der große Fan von Puzzle-Spielen. Mir fehlt für so etwas meistens die Muße und ich werde sehr schnell ungeduldig. Shift Quantum hat allerdings eine gute Balance gefunden. Nach sehr schweren Rätseln, die teilweise eine Handvoll Anläufe brauchten, folgten in der Regel meist etwas entspanntere Rätsel. So konnte mich das Spiel viele Stunden voll in den Bann ziehen. Mit dem Hauptspiel ist man viele Stunden beschäftigt, besonders wenn man dieses mit 100 % finalisieren möchte. Nach über 5 Stunden hatte ich noch nicht einmal 50 % geschafft. Ob das an mir liegt, lasse ich mal im Raum stehen. Die Möglichkeit, seine eigenen Rätsel mit der Community zu teilen und andere Rätsel zu spielen, ist ein wirklich toller Anreiz, der für viele weitere Spielstunden sorgen wird. Zwischendurch machte es sogar mehr Spaß als das Hauptspiel. Allerdings sollte man sich, sofern man anfällig für Übelkeit ist, zwischendurch mal ein paar Minuten Pause gönnen. Durch die ständigen Rotationen kann es schnell auf den Magen schlagen. Wer Rätselspiele gut findet, wird mit Shift Quantum eine ganze Menge Spaß haben. Es erfindet das Rad sicherlich nicht von Grund auf neu, bringt aber definitiv frischen Wind in das Genre.
Mein persönliches Highlight: Die Möglichkeit selber kreativ zu werden und die Level anderer Spieler spielen zu können.

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