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Test zu Atomine - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Atomine
  • USA USA: Atomine
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
25.05.2018
Vertrieb
MixedBag
Entwickler
Broken Arms Games
Genre
Action, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Minimalistisch in allen Belangen

Von David Pettau () Dass Rogue-like-Ansätze in Verbindung mit Top-Down- und Twin-Stick-Shootern bestens funktionieren können, das dürfte sich unter Nintendo Switch-Besitzern bereits herumgesprochen haben. Einer der bekanntesten Belege für die Harmonie einer solchen Genre-Symbiose des Nintendo eShops stellt etwa NeuroVoider dar, das in unserem damaligen Test voll und ganz überzeugen konnte. Atomine versucht sich an einer ähnlichen Genre-Mischung, dosiert die einzelnen Komponenten aber etwas anders und setzt vor allem auf Minimalismus – sowohl, was die Spielmechanik angeht, als auch bezüglich der Präsentation.

Bei dem Laser handelt es sich um einen konstanten Strahl, der zuverlässigen Schaden anrichtet.

Im Spielgeschehen steuert ihr einen kleinen Würfel durch zufallsgenerierte Level, die ihr mittels eures Waffensystems, das ihr in jede beliebige Richtung abfeuern könnt, von Feinden säubern müsst. Bevor ihr einen Spieldurchlauf startet, könnt ihr euch für einen von insgesamt zehn Basiswürfeln entscheiden, die sich in ihren Basiswerten und Waffensystemen unterscheiden – zumindest, sobald ihr die neun zunächst blockierten Würfel durch das Erreichen von bestimmten Punktzahlen freigeschaltet habt. Anschließend müsst ihr eine Reihe von insgesamt 13 Leveln bestreiten, während in vier dieser Level jeweils ein Bossgegner auf euch wartet. Optisch und musikalisch erwarten euch in diesen Leveln dabei verschiedene Themes, die in jedem Spieldurchlauf gleich ausfallen, der Aufbau der einzelnen Level wird allerdings mit jedem Durchlauf neu generiert. Rogue-like-typisch ist Atomine also auf kurzweilige Spieldurchläufe ausgelegt, während ihr als Spieler immer besser werdet – denn zu Beginn werdet ihr es, ebenfalls Rogue-like-typisch, sehr schwer haben.

Durch das besiegen von Feinden gelangt ihr dabei an Erfahrungspunkte, die euch nach und nach im Level aufsteigen lassen – mit dem Erreichen eines neuen Levels solltet ihr euch zu einem Kontrollpunkt innerhalb der zufallsgenerierten Areale begeben, sodass ihr euren Würfel um einen zusätzlichen Modifikator erweitern könnt. Von diesen Modifikatoren steht euch mit jedem Levelaufstieg eine zufällig selektierte Auswahl zur Verfügung – so könnt ihr etwa das Maximum eurer Lebensenergie erhöhen, euch schneller fortbewegen oder feindliche Projektile verlangsamen. Zusätzlich findet ihr innerhalb der Level auch sogenannte “Module“ für euren Würfel, die euer Waffensystem beeinflussen. An Kontrollpunkten könnt ihr euch anschließend für die Module festlegen, die bei eurer Waffe zum Einsatz kommen sollen – diese nehmen unter anderem Einfluss auf den Waffentyp, die Feuerrate und die Reichweite. Unterschiedliche Waffentypen wirken sich dabei am spürbarsten auf euren Spielstil aus – mit dem Laser richtet ihr beispielsweise verhältnismäßig wenig, aber zuverlässigen Schaden auf große Distanzen an, Raketen haben ordentlich Wumms, sind aber schwierig zu platzieren und normale Projektile fördern einen ausgewogenen Spielstil. Abhängig von den Modulen, die ihr während eines Spieldurchlaufs findet, verändert sich die jeweilige Spielerfahrung, was prinzipiell für hohen und kurzweiligen Wiederspielwert sorgt.

In diesem Menü könnt ihr eure Waffe modifizieren. Dabei gibt es verschiedene Kategorien von Modulen.

Um euer modifiziertes Waffensystem anschließend auch so richtig nutzen zu können, wirft euch Atomine diverse unterschiedliche Gegnertypen in den Weg, die optisch klar voneinander zu unterscheiden sind, sich aber, wie auch die Level selbst, sehr minimalistisch präsentieren. Diese legen unterschiedliche Verhaltensweisen an den Tag und sind mit verschiedenen Waffensystemen ausgestattet, vor denen ihr euch in Acht nehmen solltet – eingesteckte Treffer werden mit einem massiven Energieverlust abgestraft, sodass ihr, je nach Würfel und Modifikatoren, bereits nach wenigen Treffern das Zeitliche segnet und einen neuen Anlauf starten müsst. Die Bossgegner wirken dabei etwas uninspiriert und warten mit sehr leicht zu verstehenden Bossmechaniken auf.

Das wohl größte Problem von Atomine ist, dass sich die Level, obwohl sie sich optisch ein wenig voneinander abheben und verschiedene Gegnertypen beherbergen, alle sehr ähnlich spielen. Auch die unterschiedlichen Waffentypen, die euch das Spiel zur Verfügung stellt, haben meist nur vor dem Beginn eines Feuergefechts eine Auswirkung darauf, wie ihr diesen angeht. Sobald die Projektile erst einmal fliegen, laufen die Gefechte mit jeder Waffenart auf dasselbe raus. So leistet sich Atomine im eigentlichen Gameplay keine nennenswerten Patzer, bietet allerdings auch nicht unbedingt viel – sobald man den Schwierigkeitsgrad überwunden hat, hat man schon nach sehr wenigen Durchläufen das Gefühl, alles gesehen zu haben.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

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Unser Fazit zu Atomine

Meinung von David Pettau
Atomine scheint sich bewusst minimalistisch zu halten, was für mich allerdings in einer zu eindimensionalen Spielerfahrung mündet. Nicht nur optisch bietet ein Spieldurchlauf kaum Abwechslung, auch die Rogue-like-Elemente fügen der an sich gelungenen Twin-Stick-Mechanik viel weniger Mehrwert hinzu, als sie eigentlich könnten. So bleibt Atomine schließlich ein netter Top-Down-Shooter für kurze Durchläufe zwischendurch, wirklich fesseln kann es allerdings nicht.
Mein persönliches Highlight: Das Raketen-Waffensystem in Kombination mit einem Vierfachschuss – eine Raketen-Shotgun!

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