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Test zu Never Stop - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Never Stop
  • USA USA: Never Stop
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
14.05.2018
Vertrieb
Pixelsplit
Entwickler
Pixelsplit
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Simple Geschicklichkeits-Kost

Von Daniel Kania () In letzter Zeit habe ich es scheinbar verstärkt mit Titeln zu tun, welche darauf setzen, dem Spieler keine Bremsen zu geben, wie beim kürzlich von mir getesteten BAFL: Brakes Are For Losers, oder welche darauf aus sind, ihn schlichtweg niemals stoppen zu lassen, wie es etwa bei Never Stop der Fall ist, welches ich mir nun einmal genauer für die Nintendo Switch angesehen habe. Der Geschicklichkeits-Titel ist ab sofort im Nintendo eShop der Nintendo Switch zu haben und verspricht wohl in erster Linie euch bei Laune zu halten, wenn euch unterwegs wieder einmal langweilig sein sollte. Ob sich das tatsächlich bewahrheitet, lest ihr nun im Test.

A never ending story

Das Gameplay von Never Stop basiert erst einmal auf einem sehr simplen Spielkonzept. In einer einfach gehaltenen 2D-Optik, die auf satte, eindeutig voneinander abgetrennte Farben setzt, steuert ihr einen Ball, welcher automatisch nach rechts kullert und von euch nur auf dreierlei verschiedene Weisen beeinflusst werden kann. Ihr könnt euren Ball springen lassen, einen Temposchub verpassen oder schnell zu Boden fallen lassen, wenn sich dieser in der Luft befinden sollte – jeder Aktion ist dabei ein eigener Knopf zugewiesen. Alternativ lässt sich euer Ball auch durch eine Bewegung eures Sticks oder durch Berühren des Touchscreens steuern, wobei letzteres natürlich nur im Handheld-Modus der Nintendo Switch funktioniert. Ziel des Spiels (oder sollte ich besser sagen: die Herausforderung) ist es, niemals mit eurem Ball anzuhalten. Kollidiert ihr mit einer Wand, fallt in eine Schlucht oder werdet von anderen Hindernissen erfasst, so ist es aus mit euch. Ein traditionell angelegtes Spielprinzip, welches leider kaum noch Innovation enthält und in dieser Form womöglich dutzende Male auf dem Videospielmarkt zu finden ist.

Mit jedem neuen Bereich im schier unendlichen Parcours ändert sich auch die Farbpalette schlagartig.

Never Stop kann aufgrund seines Spielprinzips den typischen "Endless-Runnern" zugeordnet werden, wie man sie oft auf Smart Devices vorfindet. Die Levelstruktur wird immer wieder zufällig generiert, wobei sich nach längerem Spielen natürlich bestimmte Level-Bausteine ausmachen lassen, die immer wieder vorzufinden sind. Das macht das Spiel einerseits berechenbar, aber gleichzeitig lernt man die Level-Elemente so immer besser kennen und kann sich so von Mal zu Mal besser durch den Parcours fuchsen. Leider aber bieten die verschiedenen Bausteine zu wenig Abwechslung, als dass sie Spieler abseits von Highscore-Jägern für lange Zeit begeistern werden können. Manchmal auftauchende, einsammelbare Sternchen sollen Anreize bieten, auch einmal Routen abseits des Hauptwegs zu bewältigen und so euren Highscore zu erhöhen, diese fallen aber oft relativ ernüchternd aus. Als Einzelspieler werden einem nur sehr wenige Items beim Spielen geboten, welche das Gameplay auffrischen sollen. Ein Augen-Item zeigt etwa kurzzeitig die Flugbahn eures Balls an, was bei manchen heiklen Manövern hilfreich sein kann, aber das Gameplay in keinster Weise bereichert. Genauso lässt sich ein Sanduhr-Item aufnehmen, welches das Spielgeschehen für einen Moment verlangsamt. Das empfand ich jedoch als weniger hilfreich und eher hinderlich. Das sonst schnell angelegte Gameplay des Spiels verliert dadurch zu sehr an Fahrt.

Das Spiel bietet außerdem einen Mehrspieler-Modus für bis zu vier Spieler, bei dem man gegeneinander um die Wette kullert und versucht als einziger der Spieler übrigzubleiben. Am Spielgeschehen ändert sich dabei nicht wirklich etwas. Auch hier lassen sich wieder Items einsammeln, die positive oder negative Statuseffekte zur Folge haben. Im Kern kommt es aber weiterhin auf das eigene Können an, wie es auch schon beim Einzelspielermodus der Fall ist. Vielleicht ärgert man sich einmal, dass man vor seinem Spielpartner gegen eine Wand kracht, aber großartig kompetitive Stimmung kann nicht aufkommen. Immerhin aber ist der Mehrspieler-Part schnell und einfach erreichbar und dank der beiden Joy-Con der Nintendo Switch überall spielbar. Das Spiel läuft technisch vernünftig und sieht auch visuell ziemlich sauber aus. Beim Soundtrack können nicht alle Musikstücke überzeugen, aber Musik liegt bekanntlich im Auge des Betrachters – oder besser gesagt im Ohr des Zuhörers.

Redaktionswertung

4

Erträglich

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Unser Fazit zu Never Stop

Meinung von Daniel Kania
Ihr sucht eine kleine Nebenbeschäftigung, wenn ihr mit eurer Nintendo Switch unterwegs seid? Vielleicht könnte Never Stop da etwas für euch sein. Allerdings darf hierbei nicht mit mehr Inhalt, Wiederspielwert oder Innovation, als man in seinem typischen Smart Device-Spiel vorfindet, gerechnet werden. Das sehr repetitive Gameplay zielt besonders auf Highscore-Jäger ab und dürfte euch ansonsten nur auf einer langweiligen Busfahrt etwas Spaß bescheren. Wobei man sich selbst da fragen müsste, wieso man nicht zu anderen Spielen auf seiner Nintendo Switch greift.
Mein persönliches Highlight: Die verschiedenen Steuerungsvarianten. Jeder kann so spielen, wie er es am liebsten hat.

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