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Test zu Wizard of Legend - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Wizard of Legend
  • USA USA: Wizard of Legend
  • Japan Japan: Wizard of Legend
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
15.05.2018
Vertrieb
Humble Bundle
Entwickler
Contingent99
Genre
Adventure, Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Zauberei im Dungeon

Von Matthias Ksoll () Wizard of Legend ist ein astreiner Dungeon Crawler, in dem ihr euch durch prozedural generierte Levels zaubert, der also auch Rogue-like-Elemente enthält. Euer Magier rennt durch den Dungeon und kämpft sich durch eine Vielzahl an Gegnern. Um diese zu besiegen, stehen euch verschiedene Zaubersprüche zur Verfügung. Wichtig hierbei ist es, vor allem in den späteren Levels des Dungeon, mächtige Combos der verschiedenen Zaubersprüche entstehen zu lassen. Eine wichtiges Element hierbei stellt ein Dash-Move dar, mit dem ihr schnell von Punkt zu Punkt springen könnt, während ihr eure Zauber auf die Gegner loslasst. Generell ist Schnelligkeit ein großer Bestandteil von Wizard of Legend.

Ausgangspunkt des Spieles ist ein Museum, das unser Protagonist besucht. Dieser Abschnitt ist gleichzeitig das Tutorial des Spieles. Wir laufen dabei durch die verschiedenen Museumsabschnitte und lernen dabei Schritt für Schritt die einzelnen Gameplay-Elemente des Spieles kennen. Das Ganze ist sehr schön aufgemacht. Die Kämpfe, um die ersten verschiedenen Zauberattacken kennenzulernen, sind Simulationen und die Mitarbeiter, Besucher und Info-Schilder geben euch alle nötigen Informationen, um die Spielmechanik zu verstehen. Es gibt übrigens 5 verschiedene Elemente für Zaubersprüche: Feuer, Wasser, Erde, Luft und Elektrizität. Für Einsteiger in dieses Genre ist es gut, dass man das Tutorial immer wieder durchlaufen kann. Da hat Entwickler Continent99 gut mitgedacht!

Der Besuch im Museum ist ein schöner Einstieg in das Spiel und macht euch mit dem Gameplay vertraut.

Die Motivation unseres Protagonisten ist Folgende: Die Chaostrials. Nur weiß er noch nichts davon. Denn diese fanden vor langer Zeit statt, im Museum ist alles nur eine Simulation. Erfunden von drei großen Zauberern, die Meister eines bestimmten Elementes sind, prüfen diese das Können von Zauberern, die versuchen, den Dungeon zu meistern. In ihnen erwarten euch zahlreiche Gegner, die extra für dieses Event von den drei großen Zauberern beschwört worden sind. Wer diese Chaostrials bestanden hat, erhielt eine Insignie aus Chaos-Energie, um die Besonderheit ihrer Leistung zu zeigen und ihnen einen Rang zu geben. Als euer Protagonist im Museum gerade davor steht, fängt die Insignie an sich zu bewegen, zerstört das Schauglas und erzeugt ein weißes Licht.

Nach diesem Schock landet euer Protagonist in einem Haus. Dort werdet ihr von Veres, einem sprechenden Spiegel, freundlich begrüßt. Euch wird mitgeteilt, dass ihr ausgewählt wurdet, um an den Chaostrials teilnehmen zu dürfen! Das Haus stellt euren Rückzugspunkt dar. Hier bereitet ihr euren Charakter auf die harte Arbeit im Dungeon vor. Nach einem Spieltod kehrt ihr immer wieder dahin zurück. Hier könnt ihr durch einen sprechenden Schrank euer Outfit wechseln, eure Bewegungs-Palette an Dummys ausprobieren und perfektionieren sowie mithilfe eines fliegenden Buches eure Zaubersprüche und Attacken, genannt Arcana, mit ihren Wirkungen genauer studieren und ausrüsten. Zu guter Letzt wählt ihr noch euer Relic. Dies ist ein Rüstungsgegenstand, der eure Attribute im Kampf verbessert. Es gibt dabei 3 Arten, je nach Spielstil: Angriff, Verteidigung und „misc“, also „Verschiedenes“. Habt ihr euren Zauberer gut genug vorbereitet, geht es mittels Portal zum Ort des Geschehens.

Vor dem Eingang zum Dungeon könnt ihr euch noch von eurem durch die Kämpfe verdienten Geld neue Ausrüstung und Zauber kaufen. Auch innerhalb des Dungeons gibt es Schatztruhen zu finden. Nach der Shopping-Tour und dem eventuellen Ausrüsten im Haus geht es mittels Portal dann endlich los! Auf geht’s zu den Chaostrials!

Im Spiel erlernt ihr über 100 Zaubersprüche.

Ein Ladescreen zeigt euch schon mal grob die einzelnen zufällig erstellten Stages des Dungeons an. Und dann geht es los. Ihr lauft durch die Räume, besiegt verschiedene Gegner und jeweils einen Endboss, wenn ihr das überhaupt schafft. Denn Wizard of Legend ist verdammt schwer. Zahlreiche Bildschirmtode habe ich auf meiner beschwerlichen Reise erleben müssen. Wie oben beschrieben, ist eine gute Kombination aus Dash- und Zauberattacken nötig, um hier erfolgreich zu sein. Und das ist gar nicht so einfach, erfordert viel Übung. Dies kann, aus eigener Erfahrung, zu unglaublich viel Frust führen, sodass man immer wieder von Neuem beginnen muss. Jedoch bin ich auch der Meinung, dass genau dies zu einem Dungeon Crawler dazugehört. Ich will das Ganze deswegen nicht unbedingt als negativen Punkt abhandeln. Es macht den Reiz dieses Spieles aus, es immer wieder von Neuem zu versuchen, eigene Taktiken zu entwickeln, die zum eigenen Spielstil passen und so irgendwann besser und besser zu werden, bis man das Spiel durchgespielt hat.

Mit jedem Durchgang verdient man auch wieder Geld und kann sich so neue Zauber und Relikte kaufen. Neben diesen beiden findet ihr bald auch verfluchte Artefakte. Diese besitzen jeweils einen sehr großen Vorteil bzw. Nachteil. Auch die Bosse lassen euch neue Attacken da, wenn ihr sie besiegt habt. So wird man auch immer besser. Die Lernkurve in Wizard of Legend ist steil und das ist motivierend. Die Bosse können euch übrigens überall über den Weg laufen, das kann, vor allem zu Beginn, ein echter Schockmoment sein. Eine Angabe der generellen Spieldauer ist dabei meiner Meinung nicht möglich. Dies hängt wirklich vom Spieler ab, der sich an Wizard of Legend versucht. Ein Kritikpunkt ist jedoch schon der Aspekt, dass sich die Gegnertypen in den nächsten Stages doch ziemlich oft wiederholen, Dungeon Crawler hin oder her.

Optisch ist Wizard of Legend sehr gelungen. Der Pixel-Look ist sehr schön und passt gut zum Spiel. Der Soundtrack ist auch stimmig und besteht aus schönen Scores, insbesondere aus klassischer, orchestraler Musik. Ein weiteres Feature im Spiel ist der Zweispielermodus. Man kann zusammen mit einem Freund das ganze Spiel durchspielen. Das ist einerseits sehr spaßig, andererseits war dies auch sehr chaotisch. Sagen wir es so: Für das Gameplay ist das Ganze eher hinderlich, man steht sich öfters im Weg, Spaß gemacht hat es trotzdem. Leider ist es bei mir auch manchmal vorgekommen, dass die Framerate im Zweispielermodus teilweise starke Einbrüche hatte. Auch hatte das Spiel in diesem Modus Probleme mit dem Nintendo Switch Pro Controller, welche aber mittlerweile durch ein Update behoben worden sind. Die Framerate-Probleme jedoch bleiben. Weiterhin gibt es einen Versus-Modus, in dem ihr in einem Duell gegen euren Mitspieler ausfechten könnt, wer der bessere Zauberer ist.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu Wizard of Legend

Meinung von Matthias Ksoll
Wizard of Legend ist zweifelsohne ein gutes Spiel. Fans von Dungeon Crawlern mit Rogue-like-Elementen können bedenkenlos zugreifen. Doch auch für Einsteiger, die sich für das Genre interessieren, lohnt sich ein Blick, da die Lernkurve steil nach oben geht. Die Steuerung ist griffig, das Spiel an sich frustig. Für einen Dungeon Crawler ist dies jedoch normal. Die Präsentation des Spiels ist sehr schön, eine höhere Wertung wird nur durch die Framerate-Probleme im Multiplayer-Modus sowie den repetitiven Gegnerarten verhindert. Ein Blick in Wizard of Legend lohnt sich auf jeden Fall.
Mein persönliches Highlight: Das Museum am Anfang des Spieles, welches euch gekonnt sofort in die Welt zieht.

Kommentare 2

  • Raute86 Turmknappe - 18.06.2018 - 15:12

    Irgendwer eine Ahnung ob es auch irgendwann zumindest deutsche Untertitel gibt ?

    Und ansonsten ? Wie sieht das Feedback aus ? Hat einer von euch bereits das Spiel und kann mal davon berichten 8o
  • HonLon1 Turmbaron - 18.06.2018 - 22:20

    @Raute86
    Ich hab alles gesammelt bzw. freigekauft und erspielt. Ich hatte riesigen Spaß dabei und dem Review stimme ich in jedem Aspekt zu. Einzig die Framerate erleidet immer wieder Einbrüche, was beim einem solch schnellen und zugleich chaotischen Spiel manchmal stört.

    Man ist anfangs wirklich auf verlorenem Posten, lernt aber sehr schnell und man schaltet laufend neue Zauber, items und Roben frei. Es gibt satte 128 Zauber, 144 items und etwa 12 Roben. Das Spielprinzip ist aus diesen beiden Aspekten unglaublich suchterregend. Die Zauber sind dabei auch wirklich abwechslungsreich, sodass für jeden genug interessante Kombinationen möglich sind.

    Ich würde das Spiel jedem ans Herz legen!