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Test zu Punch Club - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Punch Club
  • USA USA: Punch Club
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
24.05.2018
Vertrieb
tinyBuild Games
Entwickler
tinyBuild Games, Lazy Bear Games
Genre
Simulation
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Nur noch ein paar Liegestütze ...

Von Max Kluge () Punch Club startet mit einer ziemlich generischen Prämisse: Euer Vater wird von Banditen erschossen und lässt euch alleine in einer brutalen Welt voller Straßenschläger und Mafiabosse zurück. Fortan seid ihr auf euch selbst gestellt und müsst euch alleine durch die Welt „boxen“. Was so simpel beginnt, nimmt später ein wenig Fahrt auf, wenn es darum geht, den Mörder eures Vaters zu finden, bleibt aber im Großen und Ganzen immer geerdet – eine wirklich mitreißende Handlung solltet ihr nicht unbedingt erwarten.

Im Ring testet ihr eure neu erlernten Fähigkeiten aus.

Hauptsächlich kommt das Gameplay des Titels zum Tragen – bei Punch Club handelt es sich um eine Art Lebenssimulation. So müsst ihr zum Beispiel stets aufpassen, dass ihr satt, fröhlich, energiegeladen und gesund seid, denn sonst könnt ihr bestimmte Aktionen nicht unternehmen. Euer großes Ziel ist es, in der lokalen Boxliga aufzusteigen. Um dies zu erreichen, müsst ihr trainieren! Zunächst bietet sich es da natürlich an, in eurer Garage ein paar Liegestütze zu machen, aber nur, solange ihr satt seid und noch Energie habt. Ist dies nicht der Fall, wird euch euer Charakter das Training verweigern.

Schließlich bekommt ihr auch die Option in einem Fitnessstudio die Hanteln zu schwingen. Dieses kostet allerdings jedes Mal ein gewisses Eintrittsgeld, für das ihr wiederum arbeiten gehen müsst. Das Malochen erfordert abermals, dass ihr satt seid und genug Energie habt. Zudem nagt es an eurer Glücklichkeitsleiste. Sämtliche Aktionen in Punch Club sind so, wie in einem großen Getriebe, miteinander verzahnt und ständig fühlt ihr die Auswirkungen eurer Entscheidungen.

Geht ihr zum Beispiel ausreichend trainieren, dann füllen sich die Leisten eines der Attribute „Kraft“, „Ausdauer“ und „Geschicklichkeit“. Diese helfen euch wiederum im Kampf, den ich später genauer beschreiben werde. Seid ihr im Ring siegreich, fällt vielleicht eure Gesundheit ein bisschen, aber ihr seid glücklich und bekommt ein Preisgeld. Doch solltet ihr stets genau planen, was ihr an einem Tag so alles macht, denn immer, wenn 24 Stunden verstrichen sind, sinken eure Attribute ein kleines Bisschen. Es ist also wichtig, ein regelmäßiges Training in seinen Tagesablauf einzubauen.

Punch Club ist eine gelungene Box-Simulation mit ausgeprägtem Sucht-Faktor

Punch Club präsentiert sich daher auch als Optimierungsspiel. Ihr sucht eure perfekte Strategie und baut euch langsam eine Karriere als Boxer auf. Das motiviert zunächst sehr. In meiner ersten Spielsession habe ich rund vier Stunden am Stück gespielt, bevor sich der Akku meiner Nintendo Switch dem Ende neigte und es rund vier Uhr morgens war. So etwas ist mir wahrlich seit einer langen Zeit nicht mehr passiert!

Der Sog, den das Gameplay auswirkt, hat allerdings auch eine kleine Schattenseite. Nachdem ihr euch auf eine bestimmte Strategie eingestimmt habt, wird das Spielgeschehen doch etwas repetitiv. Nicht jeder Tag bringt interessante Neuheiten oder fordert euch auf, umzudenken. Dennoch bringt das Spiel sehr viel Tiefe mit sich. Diese äußert sich zum Beispiel in den passiven und aktiven Fähigkeiten, die ihr mithilfe von Talentpunkten, die ihr durch Probe- oder Ringkämpfe bekommt, freischalten könnt. Hier könnt ihr euch komplett austoben und euren Kämpfer nach euren Ideen ausstatten.

Manche Nebenquests sind ganz schön schräg.

Dabei sind zum Beispiel verschiedene Angriffe, welche die Verteidigung eurer Gegner brechen, Fähigkeiten, die eure Stärke nicht mehr unter einen gewissen Wert fallen lassen, oder neue Fähigkeitenslots, die euch im Kampf ein größeres Attacken-Repertoire gewähren. Zudem gibt es verschiedene Pfade, die ihr einschlagen könnt. Je nachdem, ob ihr euren Charakter auf Stärke, Geschick oder Ausdauer aufbaut.

Die Kämpfe könnt ihr dabei nicht aktiv steuern, vielmehr seht ihr eurem Kämpfer zu, wie er seinen Kampf bestreitet. Das heißt aber nicht, dass ihr komplett hilflos seid, wenn eure Strategie nicht aufgeht. Nach jeder Kampfrunde könnt ihr die Fähigkeiten in euren Slots austauschen und sie der Situation entsprechend anpassen. Das bringt noch einmal mehr Spieltiefe in den Titel und belohnt euch umso mehr, wenn ihr einen Kampf doch noch gewinnt.

Was man hinsichtlich Punch Club definitiv noch ansprechen sollte, sind die tollen Nebenquests, die stellenweise sehr skurril und witzig daherkommen. So gibt es zum Beispiel diverse Anspielungen auf die Popkultur, seien es Filme, Animationsserien oder andere Videospiele, die einem nicht selten ein Grinsen ins Gesicht zaubern. Hier kann man definitiv Einiges entdecken.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu Punch Club

Meinung von Max Kluge
Punch Club ist eine gelungene Simulation, die euch das Leben eines Boxers managen lässt. Das Gameplay baut schnell einen Sog auf, der euch über Stunden hinweg fesseln kann, wirkt allerdings nach einer gewissen Zeit etwas repetitiv. Die Nebenquests sind interessant gestaltet und die Anspielungen auf diverse andere Medien witzig und abwechslungsreich. Jeder, der etwas mit der Thematik oder dem Spielprinzip anfangen kann, sollte definitiv einmal einen Blick riskieren.
Mein persönliches Highlight: Immer besser werden zu wollen und dabei komplett die Zeit zu vergessen.

Kommentare 10

  • RhesusNegativ Meister des Turms - 20.06.2018 - 11:18

    Hol ich mir sobald es etwas günstiger wird.
  • UncleACid Turmritter - 20.06.2018 - 19:06

    Ist also besser als Mario Tennis Aces, alles klar...und wie sieht's mit nem Umfang-Vergleich aus? Wenn die verschiedenen Tester komplett andere Maßstäbe ansetzen bei euch auf Ntower, kommt am Ende eben so was bei raus.
  • Fire Feuerkämpfer aus Orsterra - 21.06.2018 - 08:43

    Danke. Werd ich mir holen. Wusste nicht, dass es genau mein Ding ist. :D

    Aber @UncleACid hat Recht. Sicher nicht besser als Aces. Kein annehmbarer Vergleich.
  • Splatterwolf Troll seit 1889 - 21.06.2018 - 09:40

    Zitat von UncleACid:

    Ist also besser als Mario Tennis Aces, alles klar
    Wann lernen die Leute endlich, Spiele in ihren Genres zu vergleichen? Punch Club ist überhaupt nicht mit Mario Tennis vergleichbar. Vergleich es lieber mal mit früheren Mario Sportspielen.

    Punch Club ist übrigens ein ultra geniales Game. Der Tester hat Recht. :D
  • UncleACid Turmritter - 21.06.2018 - 12:05

    @Splatterwolf

    Es ist mir vollkommen klar, dass unterschiedliche Genres unterschiedlich angesehen werden. Aber dem einen Spiel eine suboptimale Single-Player-Erfahrung zu unterstellen und trotz mannigfaltiger Steuerungsoptionen auf einer davon herumzuhacken, um die Bewertungen dadurch zu senken, zeugt bei einem primären Multi-Player-Spiel einfach nur von falscher Schwerpunktsetzung und damit Fehlbewertung.

    Wir werden ja morgen auf metacritic sehen, wie sich die Titel so bei den Konsumenten schlagen.
  • Splatterwolf Troll seit 1889 - 21.06.2018 - 12:12

    Zitat von UncleACid:

    zeugt bei einem primären Multi-Player-Spiel
    Ach, deswegen hat Nintendo den Storymodus auch so vorgestellt und beworben? Das klingt mir da jetzt nicht so schlüssig. Wenn Nintendo der Meinung ist, man müsse damit werben und der Singleplayer-Modus dann nicht die Erwartungen erfüllt, dann muss das auch entsprechend bewertet werden.

    Falls es dir nicht aufgefallen ist, das Spiel hat trotzdem den ntower-Mehrspielerhit Award bekommen, so dass die Zahl am Ende sowieso keinen Ausschlag gibt, MP-Spieler können auch weiterhin ihre Freude daran haben.
  • UncleACid Turmritter - 21.06.2018 - 13:16

    @Splatterwolf

    Ok, ich sehe, wir haben eine unterschiedliche Auffassung von dem, was das Spiel leistet. Wenn es dir nicht gefällt, dass die Werbung und die Realität für dich zu stark voneinander abweichen, dann ist das eben so.

    Ich für meinen Teil hab Spaß an der Sache, und kauf mir Spiele, auf die ich Bock hab und mir (hier bereits bestätigt) Spaß bereiten. Wenn der Umfang für dich hier nicht passt, was sagst du dann zu dem Umfang bei Punch Club? Wenn das Spiel dir einen höheren Mehrwert bietet, dann bitteschön. Für mich reicht der gebotene Mehrwert von Mario Tennis Aces.

    Wie gesagt, jedem seins. Schönen Tag noch.
  • Splatterwolf Troll seit 1889 - 21.06.2018 - 13:45

    Zitat von UncleACid:

    Wenn der Umfang für dich hier nicht passt, was sagst du dann zu dem Umfang bei Punch Club?
    Der Singleplayer ist bei Punch Club auf jeden Fall länger. Das Spiel kostet aber auch gerade mal 1/4 von dem, was man für Mario Tennis auf den Tisch legen soll.

    Insofern ist immer wichtig: Was will ein Spiel bieten und tut es das dann gut oder ausreichend?
  • UncleACid Turmritter - 21.06.2018 - 13:49

    @Splatterwolf

    Für mich ist eben am Wichtigsten, was ein Spiel mir bietet, welchen Mehrwert es mir bringt, und wie viel Spaß ich und Freunde dabei haben können. Mir ist egal, was Werbung suggerieren will, ich lad mir ne Demo runter oder schau Gameplay und entscheide, ob mir das Gezeigte das Geld wert ist. Meinungsmache mit Werbung kann man doch getrost vergessen, mir sind die Aussagen von Reggie und Konsorten gleichgültig.
  • alfalfa Turmheld - 21.06.2018 - 15:45

    Punch Club mit Mario Tennis zu vergleichen, hinkt etwas.
    Aber wenn ich mich entscheiden müsste, (aktuell) knapp 60 € für ein imaginäres Tennisspiel, das im Prinzip auch nur ein erweiterter und verbesserter Aufguss eines bereits vorhandenen Spiels ist, auszugeben, oder 15 € für ein komplett neu entwickeltes Spiel mit mehr Single Player Inhalt, müsste ich nicht lange überlegen.

    Was mich von Punch Club bisher noch abhält, ist die etwas zu pixelige Grafik, der zu 8-bitige Sound und dass ich durch den Test nun leider (bzw zum Glück!) weiß, dass man gar nicht aktiv kämpfen kann, sondern nur zuschaut.
    Könnte man selbst kämpfen und so seine verbesserten Fähigkeiten testen, wäre der Reiz für mich viel größer!