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Test zu Hollow Knight - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Hollow Knight
  • USA USA: Hollow Knight
  • Japan Japan: Hollow Knight
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
12.06.2018
Vertrieb
Team Cherry
Entwickler
Team Cherry
Genre
Adventure, Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Kein Preis zu hoch

Von David Pettau () Weder könnt ihr die Hintergründe verstehen, noch könnt ihr wirklich mit dem Finger auf die Details zeigen, die etwas über diese Hintergründe offenbaren... Und doch habt ihr von der ersten Spielminute an, die ihr mit Hollow Knight verbringt, das Gefühl, dass dort, wo ihr umherwandert, hüpft und kämpft, Großes passiert ist. Dass dort Schreckliches passiert ist. Als namens- und geschlechtsloser Protagonist erhebt ihr euch über einem uralten gefallenen Königreich, das von einem wahren Schrecken heimgesucht wurde. Ihr begebt euch auf eine bedrückende und zugleich faszinierende Reise, die euch, wenn ihr nur aufmerksam genug seid, offenbart, aus welchem Grund ihr euch der dichten Atmosphäre, die Team Cherry mit Hollow Knight auf die Beine gestellt hat, nicht entziehen könnt. Aus welchem Grund alles im von euch bereisten Heilandsnest genau so ist, wie es ist. Aus welchem Grund die Veröffentlichung einer Nintendo Switch-Version von Hollow Knight ein wahrer Segen für all jene ist, die dem Medium der Videospiele verfallen sind.

Praktisch: Mithilfe des rechten Sticks könnt ihr euch ein Bild davon machen, was über oder unter euch liegt. Safety first!

Ja, nach langer Ungewissheit, wann es endlich soweit sein würde, erschien Hollow Knight während des Zeitraums der E3 2018 als Überraschung der dortigen Nintendo Direct im Nintendo eShop. Für einen geradezu lächerlichen Preis von 14,99 € wird euch hier eines der erinnerungswürdigsten Spiele, die ihr bisher auf eurer Nintendo Switch erlebt haben werdet, regelrecht hinterhergeworfen. Denn um kurz auf die Rahmenbedingungen einzugehen: Das von Fans und Kritikern gleichermaßen gefeierte Hollow Knight erschien erstmals im letzten Jahr für den PC. Seitdem wurde es um mehrere kostenlose Erweiterungen und Inhalts-Updates bereichert, die Nintendo Switch-Spielern von Beginn an zur Verfügung stehen. Neben den Erweiterungen “Hidden Dreams“ und “The Grimm Troupe“, die das Metroidvania etwa um neue Bosse bereichert haben, wurden viele Aspekte des Spiels mit dem “Lifeblood“-Update grundüberarbeitet. Und damit nicht genug: Eine dritte Erweiterung, “Gods & Glory“, befindet sich aktuell in Entwicklung und soll noch dieses Jahr erscheinen – alles im Preis von 14,99 € mitinbegriffen, versteht sich. Für dieses Geld bekommt man mit Hollow Knight ein Umfangspaket geliefert, das etliche Vollpreistitel alt aussehen lässt – mit dem Vorhaben, alles in euch aufzusaugen, was Heilandsnest zu bieten hat, könnt ihr euch gut und gerne auf 30-50 Spielstunden freuen, je nach Spielstil und individuellen spielerischen Fähigkeiten. Während dieser Zeit etabliert Hollow Knight dabei einen derartigen Qualitätsstandard, wie man ihn insbesondere im sehr Backtracking-lastigen Metroidvania-Genre nur selten zu Gesicht bekommt.

Um das also sofort gesagt zu haben: Nicht nur wegen dem günstigen Preis sollten insbesondere Genreliebhaber sofort zuschlagen. Hollow Knight ist ein Spiel, das idealerweise ohne Vorkenntnisse angegangen werden will, damit es seine volle Wirkung entfalten kann. Im Rahmen dieses Tests müssen allerdings zwangsläufig einige spielerische und geschichtlich relevante Elemente vorweggenommen werden – diese werden sich zwar primär auf die ersten Spielstunden beschränken, dennoch will ich Interessenten des Spiels schon jetzt mit einer uneingeschränkten Empfehlung meinerseits entlassen. Für alle anderen werde ich im Rahmen dieses Tests nun Stück für Stück darauf eingehen, warum Hollow Knight streng genommen in keiner Spielesammlung fehlen dürfte.

Ein steiniger Weg zur Perfektion

Den geschichtlichen Hintergrund und die allgemeine Präsentation des Spiels zunächst einmal völlig beiseitegeschoben: Mit Hollow Knight erwartet euch ein klassisches Metroidvania, in dem ihr durch eine verzweigte, frei begehbare Spielwelt streift, während ihr nach und nach an neuen Fähigkeiten gewinnt, die es euch erlauben, noch tiefer in diese Welt vorzudringen. Spielerisch erwarten euch dabei knifflige Sprungpassagen auf Basis der erhaltenen Fähigkeiten und ein durchdachtes Kampfsystem, das hauptsächlich über kurze Reichweiten stattfindet. Zu Beginn des Spiels ist euer Protagonist lediglich mit einer Nagel ausgerüstet – einer schwertähnlichen Waffe. Denn um das vorab schon einmal kurz angeschnitten zu haben: Heilandsnest ist ein von Insekten errichtetes Königreich, und so ist auch euer Protagonist ein käferähnliches Wesen, zumindest in seiner Erscheinung – doch zurück zur Waffe eures Helden. Vom Stand aus kann er diese in drei Himmelsrichtungen schwingen – während eines Sprungs könnt ihr auch nach unten schlagen. Was von Beginn an auffällt, ist die sehr direkte Steuerung, die in Hollow Knight Verwendung findet. In der Luft könnt ihr euch beispielsweise frei hin- und herbewegen, ohne, dass euch eine in vielen Platformern existente Form der Trägheit daran hindert. Die Sprünge, die ihr ausführen könnt, sind dabei standardmäßig von sehr hoher Natur, wenn ihr die Taste gedrückt haltet. Alle Fähigkeiten, die euer Aktionspotenzial fortan erweitern, lassen sich in zwei Kategorien einteilen: Normale und magische Fähigkeiten. Um magische Fähigkeiten nutzen zu können, benötigt ihr einen gewissen Vorrat an “Seele“, der Ressource für Magie. Seele erbeutet ihr, wenn ihr Feinde mit eurem Nagel trefft. Die damit verbundenen Fähigkeiten sind meist offensiver Natur, lassen sich zu Teilen allerdings auch dafür nutzen, in der Spielwelt voranzuschreiten. Ein simples Beispiel für eine solche Fähigkeit stellt der Rachegeist dar, den ihr früh im Spiel findet – dabei handelt es sich um ein Projektil, das unter Verwendung von Seele abgefeuert werden kann und Schaden an Gegnern anrichtet.

Die Ausnahme stellt die erste magische Fähigkeit dar, die ihr bereits innerhalb der ersten Spielminuten erlangt: Der Fokus. Was zunächst etwas eigenartig erscheint, entpuppt sich im späteren Spielverlauf als einer der wichtigsten spielerischen Pfeiler, die Hollow Knight stützen. Haltet ihr die Magie-Taste gedrückt, so fokussiert sich euer Held und kann sich unter Einsatz von Seele heilen. Dies benötigt einige Sekunden an Zeit – werdet ihr von einem Angriff getroffen, während ihr euch fokussiert, wird der Heilvorgang abgebrochen. Das System hinter eurer Lebensenergie ist dabei sehr simpel gestrickt: Zu Beginn habt ihr vier Trefferpunkte – mit einigen Ausnahmen wird euch bei eingesteckten Treffern jeweils ein Trefferpunkt abgezogen.

Neben den Basisangriffen mit eurem Nagel habt ihr im späteren Spielverlauf auch Zugriff auf erweiterte Techniken, die dem Kampfsystem noch mehr Würze verleihen.

Im Falle eures Ablebens kommt dabei ein ähnliches Spielelement zum Einsatz, wie man es etwa aus Dark Souls oder Shovel Knight kennt. So erwacht ihr am letzten Checkpoint, den ihr besucht habt, wieder zum Leben – zu den Checkpoints später mehr. All das Geld bzw. “Geo“, das ihr gesammelt habt, befindet sich allerdings noch an der Stelle in der Spielwelt, an der ihr gestorben seid. Sterbt ihr nun noch einmal, bevor ihr euer Gut zurückgewonnen habt, ist dieses endgültig verloren – vor allem zu Beginn des Spiels wollt ihr dies tunlichst vermeiden, doch der fordernde Schwierigkeitsgrad von Hollow Knight macht euch das nicht gerade einfach. Geo findet für diverse Zwecke einen Einsatz – allen voran benötigt ihr genügend davon, um etwa Gegenstände in Läden zu kaufen. Diese Gegenstände sind von unterschiedlicher Natur, einen Großteil der käuflich erwerbbaren Gegenstände machen allerdings die Talismane aus.

Für das aufmerksame Erkunden der Spielwelt können euch mehrere Belohnungen winken, meist in Form von genretypischen Upgrades – einige davon erweitern etwa euren maximalen Vorrat an Trefferpunkten oder Seele. Das wohl beste, worauf ihr stoßen könnt, ist ein Talisman. Insgesamt 40 Stück dieser Talismane gilt es zu finden, sich zu erkämpfen oder zu erwerben. Mithilfe dieser Gegenstände könnt ihr euren Protagonisten in spielerischer Hinsicht individualisieren – auf Basis verschiedenster Effekte. In einer begrenzten Anzahl könnt ihr diese Talismane ausrüsten, um Effekte wie eine höhere Reichweite eures Nagels, einem schnelleren Fokus oder einer höheren Bewegungsgeschwindigkeit auszulösen. Das Spektrum an Effekten, die diese Talismane hervorbringen können, ist gewaltig. Je nachdem, was ihr ausrüstet, könnte sich euer Spielstil drastisch von dem anderer Spieler unterscheiden. Dieses System ist dabei komplexer, als es zunächst erscheint – so interagieren einige Talismane sogar miteinander, wenn ihr beide ausgerüstet habt, was wiederum gänzlich neue Effekte hervorruft. Und ihr werdet mehr als genügend Anlass haben, mit der Wirkung diverser Kombinationen herumzuexperimentieren – auch dazu gleich mehr.

Selbst Platformer-Veteranen dürfte Hollow Knight alles andere als leicht fallen.

Kehren wir noch einmal zu den Bewegungsmöglichkeiten eures Protagonisten zurück. Zwar kann dieser zu Beginn technisch gesehen nur springen und laufen, doch ist mit dem Schwung der Nagel nach unten, den ihr während eines Sprungs ausführen könnt, ein wichtiges Spielelement verbunden – sowohl für Kämpfe, als auch für die Erkundung von Heilandsnest. In der Spielwelt gibt es reichlich Hindernisse, die es zu überwinden gilt, beispielsweise Dornen und Stacheln. Trefft ihr diese Vorrichtungen mit einem Schwung eures Nagels nach unten, während ihr in der Luft gleitet, werdet ihr davon abgestoßen und gewinnt wieder etwas an Höhe. Dabei werden auch die Abklingzeiten eurer Bewegungsfähigkeiten, von denen wir gleich noch einige behandeln werden, zurückgesetzt, was vor allem im Luftkampf gegen Feinde von essenzieller Wichtigkeit ist. Auch bei einem solchen Treffer auf Widersacher werdet ihr nämlich nach oben abgestoßen und könnt somit, wenn ihr eure Fähigkeiten richtig einsetzt, nahezu während eines gesamten Kampfes in der Luft bleiben. Dies erfordert natürlich ein hohes Maß an Konzentration und wird vor allem für Herausforderungen im späten Spielverlauf relevant – soll heißen: Wer fleißig übt, kann in Hollow Knight zu einem verdammt guten Spieler werden und dabei verdammt cool aussehen.

Der Sprint wird oftmals in Kombination mit dem Wandsprung abverlangt. Achtet bloß auf euer Timing!

Fürs coole Aussehen sorgen dabei zwei mobile Fähigkeiten eures Protagonisten, die ihr sehr früh im Spielverlauf findet – diese bilden die Basis des Spielgefühls, das während des Durchstreifens von Heilandsnest aufkommt, und nahezu das gesamte Leveldesign ist auf diese Fähigkeiten gemünzt: Der Sprint und der Wandsprung. Beim Sprint handelt es sich um einen simplen horizontalen Dash, der sowohl am Boden, als auch in der Luft ausgeführt werden kann. Den Wandsprung muss man Nintendo-Fans wohl nicht erklären – dieser ist in etwa an die Metroid-Reihe angelehnt, nur um einiges einfacher auszuführen. An Wänden bleibt euer Protagonist leicht haften, wenn ihr dagegen lenkt, und rutscht langsam nach unten. In diesem Zustand könnt ihr euren Wandsprung ausführen – dabei stößt er sich für einen kurzen Moment von der entsprechenden Wand ab, bevor ihr wieder die volle Kontrolle bekommt. So könnt ihr anschließend beispielsweise direkt wieder zur selben Wand zurückkehren, um weitere Wandsprünge auszuführen – ihr braucht also nur eine Wand, um massiv an Höhe zu gewinnen. Ein Limit an ausführbaren Wandsprüngen gibt es nicht. Dank des ideal an diese Fähigkeiten angepassten Leveldesigns entsteht nun ein regelrechter Gameplay-Flow – nicht nur seid ihr sehr flott unterwegs, nach einiger Zeit bewegt ihr euch mit richtig viel Stil durch die komplexartigen Areale. Für teils mörderisch schwere Hüpfpassagen werden diese Fähigkeiten dabei clever kombiniert – solange ihr an einer Wand haftet, könnt ihr beispielsweise auch direkt in einen Sprint übergehen, sodass ihr euch horizontal von der Wand abstoßen könnt. Nützlich, um beispielsweise Dornen zu entgehen, wenn ihr nur wenig Platz zum Manövrieren habt.

Und all diese Spielelemente, die Hollow Knight zu bieten hat, einen sich in Form der Bosskämpfe des Spiels zu einer Symbiose. Auf diese Gefechte wird ein sehr großer Fokus gelegt. Die Bossgegner, denen ihr euch im Laufe des Spiels stellen müsst, könnten dabei nicht variantenreicher sein – und das ist nicht einmal in Bezug auf ihr durch und durch stilsicheres und abwechslungsreiches Charakterdesign gemeint. Jeder Bossgegner, alle von unterschiedlicher Größe und Erscheinung, verfügt über eine große Auswahl an unterschiedlichen Angriffen, die es zu lernen gilt. Anhand deren Animationen erkennen aufmerksame Spieler dabei stets, was die Kolosse als nächstes vorhaben. Eure Aufgabe ist es nun nicht nur, Öffnungen für Angriffe eurerseits zu finden, sondern für diejenigen unter euch, die nicht als Hollow Knight-Profi geboren wurden, sind vor allem zwei Fragen von großer Relevanz. Erstens: Welche Talismane würden meine Strategie für diesen Boss bestens unterstützen? Und zweitens: Wann kann ich mich inmitten des Kampfes optimalerweise fokussieren – falls ich überhaupt die Chance habe, dazu zu kommen?

Dieser Koloss löst tödliche Schockwellen aus, wenn seine Waffe auf den Boden knallt. Obacht!

Während erfahrene Spieler mit den ersten Bossen, die sich euch in Hollow Knight in den Weg stellen, noch keine großen Probleme haben dürften, wird das Experimentieren mit Talismanen im späteren Spielverlauf zu einem wesentlichen Spielbestandteil. Aus- und Umrüsten könnt ihr diese lediglich an den Checkpoints, die überall in der Spielwelt verteilt sind. Das Spielgefühl ist hierbei in etwa mit Dark Souls zu vergleichen: Nachdem ihr inmitten eines Bosskampfes gestorben seid, müsst ihr euch von eurem letzten Checkpoint aus abermals den Weg zum Ort des Kampfes bahnen, wo auch euer hart erkämpftes Geo auf euch wartet. Am Checkpoint selbst habt ihr dann idealerweise die Möglichkeit, eure Talismane umzukrempeln – nun habt ihr ja bereits gesehen, was der entsprechende Bossgegner auf dem Kasten hat. Bei wirklich schweren Brocken seid ihr meist eine gewisse Zeit lang damit beschäftigt, die ideale Kombination aus Talismanen zu finden, die eure erarbeitete Strategie unterstützt. Dabei hangelt ihr euch meist grob an einigen simplen Fragen entlang: Nutze ich Magie? Nutze ich lediglich den Nagel? Kann ich mich fokussieren? Denn ja, auch der Fokus selbst kann durch allerlei Talismane beeinflusst oder gar ganz entfernt werden, was wiederum andere Vorteile mit sich bringt. Im Bosskampf selbst kann es nämlich mitunter sehr unratsam sein, den Fokus einsetzen zu wollen. Die meisten Bosse bauen einen sehr hohen Druck auf den Spieler aus, sodass dieser kaum eine Verschnaufpause hat – und doch gibt es natürlich einige Bosskämpfe, in denen sich euch Zeitfenster öffnen, um euch zu heilen. Diese findet ihr letztlich heraus, indem ihr die Bosse genau studiert – und es gibt nichts Befriedigenderes, als wenn ihr endlich siegreich aus einem Bosskampf hervorgeht, nachdem ihr einige Anläufe zuvor niemals gedacht hättet, dass es möglich sei, diesen Koloss zu knacken. Insbesondere zum Ende des Spiels hin dürfen sich Spieler, die eine Herausforderung suchen, auf echte Brocken freuen. Dabei bleibt Hollow Knight aber stets fair – es gibt keinen Angriff, dem man nicht entgehen kann. Es gibt bereits einige Spieler, die Hollow Knight abschließen konnten, ohne Schaden zu nehmen. Schnell werdet ihr allerdings feststellen, dass dies sicherlich kein einfaches Unterfangen ist.

Klagelied an Heilandsnest

Neben seinen ausgeklügelten Kämpfen setzt Hollow Knight einen großen Fokus auf das Erkunden seiner Spielwelt. Das gefallene Königreich Heilandsnest ist ein Ort, der voller Geheimnisse steckt. Die dichte Atmosphäre, die durch die düsteren Umgebungen erzeugt wird, ist meist von sehr bedrückender Natur. Vom furchteinflößenden Tiefennest bis hin zur melancholisch angehauchten Stadt der Tränen durchwandert ihr so ziemlich alles, was ein düsteres Setting herzugeben hat. Dabei präsentieren sich die unterschiedlichen Gebiete, in die Heilandsnest einzuteilen ist, sehr abwechslungsreich, auch wenn die düstere Grundstimmung überall wahrzunehmen ist. Bleiben wir zunächst einmal bei den spielerischen Aspekten, die das Erkunden dieser faszinierenden Welt mit sich bringt.

Im Journal werden alle Gegner aufgelistet, die ihr bereits bekämpft habt. Habt ihr eine bestimmte Anzahl pro Feind bezwungen, so erhaltet ihr detailreiche Informationen zum entsprechenden Feind.

Nicht nur wegen seines sehr passiven Storytellings legt Hollow Knight großen Wert darauf, dass Spieler sehr aufmerksam durch Heilandsnest streifen. Die verschiedenen Gebiete sind geradezu gespickt mit kleinen Details, die euch bei eurer Orientierung unter die Arme greifen – natürlich nur dann, wenn ihr sie auch wahrnehmt. Wie im Metroidvania-Genre üblich, habt ihr natürlich auch in Hollow Knight Zugriff auf eine detaillierte Karte der Spielwelt, die euch beispielsweise sämtliche Verbindungen zwischen den einzelnen Arealen aufzeigt. Diese steht euch allerdings nicht standardmäßig zur Verfügung. Im zerstörten Heilandsnest hausen noch einige Persönlichkeiten, die allesamt gewisse Eigenarten aufweisen – als euer bester Freund dürfte sich dabei schnell der leidenschaftliche Kartenzeichner Cornifer herausstellen. Dieser ist in jedem der verschiedenen Gebiete anzutreffen – es liegt allerdings an euch, ihn zu finden. Als große Hilfe könnte sich dabei die aufmerksame Nutzung eurer Sinne herausstellen – Cornifer ist ein Insekt, das durch Heilandsnest streift, um die Ruinen des Königreichs auf Karten festzuhalten. Dabei fertigt er viele Skizzen an, die er unterwegs fallen lässt. Falls ihr also in einem Gebiet auf fallengelassene Papiere stößt, wäre es schon einmal ein guter Ansatz, der Spur dieser Skizzen zu folgen. Des Weiteren hat Cornifer die Eigenart, beim Zeichnen seiner Karten ein Lied zu summen. Dies könnt ihr schon aus der Ferne wahrnehmen, was immer wieder ein wohliges Gefühl erzeugt, nachdem ihr euch bereits einige Zeit lang durch ein völlig unbekanntes Gebiet gekämpft habt, auf Kosten eurer Orientierung. Die Karte, die Cornifer euch schlussendlich gegen Geo verkauft, nimmt euch das Erkunden allerdings noch lange nicht ab – der werte Herr mag ein talentierter Kartenzeichner sein, erkunden könnt ihr selbst allerdings viel besser. Heißt: Die von ihm gezeichnete Karte ist unvollständig und stellt lediglich eine grobe Skizze der Grundstruktur des Gebiets dar. Ein guter Anfang ist dies allerdings allemal – nun liegt es an euch, die Karte zu vervollständigen. Habt ihr Orte betreten, die noch nicht auf der Karte verewigt waren, werden diese automatisch nachgetragen, sobald ihr euch an einem Checkpoint ausruht.

Checkpoints werden in Hollow Knight in Form von Bänken repräsentiert, auf denen sich euer Protagonist ausruhen kann. Dort wird eure Lebensenergie vollständig wiederhergestellt und ihr habt, wie zuvor erwähnt, die Möglichkeit, eure Talismane umzurüsten. Auch für nahegelegene Bänke, wie für ziemlich alle anderen wichtigen Elemente der Spielwelt, gibt es übrigens Indizien innerhalb der Areale von Heilandsnest. Ihr solltet unbedingt mit offenen Augen und gespitzten Lauschern durch die Spielwelt schreiten.

Hier müsst ihr euch gleich mit drei kampferfahrenen Gottesanbeterinnen anlegen. Lasst bloß eure Deckung nicht fallen!

Die Spielwelt selbst ist dabei einerseits sehr metroidvaniatypisch, andererseits auch sehr genreuntypisch, aufgebaut. Innerhalb der ersten Spielstunden ist der Bereich von Heilandsnest, den ihr theoretisch erreichen könnt, noch sehr klein – mit dem Erhalt der ersten, essenziellen Fähigkeiten öffnet sich euch die Spielwelt allerdings drastisch. Dies kann so manches Mal für einen Moment der Begeisterung sorgen – immer wieder, wenn man denkt, man habe alles gesehen, wird Hollow Knight plötzlich noch einmal um ein Vielfaches größer. Dabei ist die Spielwelt sehr clever aufgebaut, erst einmal aus rein spielerischer Sicht: Die verschiedenen Gebiete sind sehr durchdacht miteinander vernetzt, sodass man im Gegensatz zu vielen anderen Metroidvania-Titeln nie das Gefühl hat, dass man bestimmte Gebiete wieder und wieder durchstreifen muss. Anstatt, dass euch Hollow Knight immer wieder mit neuen Fähigkeiten in alte Gebiete zurückschickt, versteht es sich sehr gut darin, Abkürzungen zwischen den Gebieten offen zu legen, was auf viele verschiedene Arten und Weisen mehrfach im Spielverlauf erfolgt. Mehrfach sorgt dies auch für einen “aha!“-Moment beim Spieler – erst recht dann, wenn er sich die Zeit nimmt, sich mit dem geschichtlichen Hintergrund des Spiels zu befassen. So wird sich aufmerksamen Spielern etwa alleine durch das Erkunden der Spielwelt erschließen, warum es in der Stadt der Tränen konstant regnet.

Besonders im späten Spielverlauf kann aber natürlich jeder Weg zu lang sein – irgendwann hat man natürlich keine allzu große Lust mehr, durch halb Heilandsnest zu spazieren, nur weil man auf der anderen Seite der Spielwelt etwas erledigen will. Zu diesem Zweck bietet Hollow Knight mehrere Arten der Schnellreise – eine davon sei an dieser Stelle erwähnt: In fast jedem Areal von Heilandsnest findet ihr eine sogenannte Hirschkäferstation. Dieses verbundene Netz an Hirschkäferstationen wird von einem alten Hirschkäfer betrieben, der Reisende seit ewigen Zeiten transportiert. Mithilfe dieser Reisemöglichkeit und zwei weiteren Optionen, die ich an dieser Stelle nicht vorwegnehmen will, fallen eure Fußmärsche nur noch sehr kurz aus, solltet ihr es darauf anlegen. Darüber hinaus ist jede Hirschkäferstation mit einer Bank ausgestattet – es lohnt sich also in jedem Falle, diese ausfindig zu machen.

Auf den Spuren des Hollow Knight

Das Heilandsnest war ein Königreich, das von verschiedenen Insekten und anderen Kreaturen wie Pilzen bevölkert wurde. Den meisten Gebieten könnt ihr dabei auch bestimmte Wesen zuordnen. Falls dies allerdings bislang nicht deutlich wurde: In Hollow Knight wird euch keine durchinszenierte Geschichte präsentiert. Stattdessen bekommt ihr bruchstückhaft einen Eindruck davon vermittelt, was überhaupt Sache ist. Was ist in Heilandsnest vorgefallen? Wer oder was ist eigentlich euer Protagonist? Was genau tut euer Protagonist eigentlich? Was sind die Auswirkungen eures Handelns? Es gibt verschiedene Ansätze, wie euch das Spiel über all die Fragen, das es aufwirft, aufklärt. Das offensichtlichste stellen dabei Dialoge bzw. Monologe anderer Charaktere dar, die ihr in Heilandsnest antrefft – euer Spielcharakter verbleibt stets stumm. An vielen, oftmals versteckten Stellen der Spielwelt findet ihr Schrifttafeln, die sehr mysteriös angehauchte Informationen beinhalten. Als weitere Puzzleteile gesellen sich unter anderem natürlich noch eure Beobachtungen in der Spielwelt selbst hinzu – durch die Gestaltung von Heilandsnest wird hier sehr viel erzählt, wenn ihr nur genau hinschaut und offen für Interpretationen seid. Selbst die wenigen Zwischensequenzen, die euch Hollow Knight vorsetzt, müssen gedeutet werden. Selbstverständlich ist es an euch, all diese Puzzleteile zusammenzufügen, doch Hollow Knight gibt sich große Mühe dabei, euch die Geschichte wirklich schmackhaft zu machen – allen voran mithilfe seiner dichten Atmosphäre. Nachdem ich den Abspann das erste Mal gesehen hatte, kam ich nicht umhin, mich in den Weiten des Internets mit der Hintergrundgeschichte des Spiels zu beschäftigen – die Gedanken von begeisterten Fans, die sich intensiv damit befasst haben, findet ihr reichlich, sowohl in Text-, als auch in Videoform.

Nach und nach werdet ihr feststellen, dass in Hollow Knight nichts dem Zufall überlassen wurde. Selbst die rein geografische Anordnung der verschiedenen Areale beginnt, geschichtlichen Sinn zu ergeben. Dies gilt sowohl für große, als auch für kleine Details – und sei es nur die Tatsache, an welchen Orten ihr beispielsweise bestimmte Fähigkeiten hinzugewinnt. Alles passt in das durchdachte Gesamtbild, in dem sich Hollow Knight präsentiert.

Welch melancholisches Bild...

Eines der mächtigsten Tools, das dazu verwendet wird, um euch einen noch tieferen Einblick in den geschichtlichen Hintergrund von Heilandsnest zu geben, erhaltet ihr nach einigen Spielstunden – den sogenannten “Traumnagel“. Dieser Gegenstand ermöglicht es euch, “den Schleier zwischen Traum und Erwachen zu zerschneiden“. In anderen Worten: Mithilfe dieses Gegenstands könnt ihr unter anderem einen Blick in die Träume bzw. Gedanken anderer Kreaturen werfen – seien es friedlich gesinnte Charaktere, Leichen von gefallenen Insekten oder Feinde. Je nachdem, auf wen ihr diese Fähigkeit anwendet, ist Gänsehaut vorprogrammiert. Visualisiert werden die Gedanken des entsprechenden Kontrahenten in Form einer Textbox. Mit dieser Möglichkeit weiß Hollow Knight sehr effektiv umzugehen – erinnert ihr euch beispielsweise an einen Charakter, der euch im direkten Gespräch einen sehr freundlichen Eindruck vermitteln konnte? Nun, mithilfe des Traumnagels könnten sich euch seine monströsen oder leidenden Gedanken offenbaren. Ihr bekommt vermittelt, was gefallene Insekten in den letzten Augenblicken vor dem Eintritt ihres Todes gedacht haben. Und unter anderem dadurch wird euch unscheinbar vor Augen geführt, worum es sich bei der Bedrohung, gegen die ihr unwissentlich ankämpft, eigentlich handelt. Andere Insekten sind euch gegenüber in der Regel nicht von Natur aus feindlich gesinnt...

Allgemein sei dabei noch erwähnt, dass die deutsche Übersetzung von Hollow Knight tadellos ausfällt. Nicht nur Begriffe wie “Heilandsnest“, das im englischen Original auf den Namen “Hallownest“ hört, sind sowohl treffend, als auch stimmig übersetzt, auch die toll geschriebenen Monologe des Spiels, von denen es deutlich mehr gibt, als dass man das vielleicht vermuten würde, präsentieren sich sehr charmant.

In manchen Gebieten tümmeln sich die merkwürdigsten Insekten. Worauf diese Kumpanen wohl gerade warten?

Sprechen wir den eigentlich offensichtlichsten Aspekt von Hollow Knight ganz am Ende an: Das düstere Metroidvania präsentiert sich in einer wunderschönen, handgezeichneten 2D-Optik, die geradezu vor Detailverliebtheit übersprudelt. Dadurch, dass stets Bewegung im Bild ist, wirken die verschiedenen, meist sehr düsteren Szenerien sehr lebendig. Untermalt werden diese Umgebungen natürlich noch von einem nicht weniger wunderschönen Soundtrack. Dieser kommt pro Gebiet in mehreren Variationen daher, um etwa brenzlige Situationen passend zu unterstreichen. Auch die intensiven Bosskämpfe weiß die musikalische Untermalung bestens in Szene zu setzen. Das inszenatorische Highlight dürften aber die diversen Charaktere und Kreaturen samt ihrer persönlichkeitsgebenden Animationen darstellen. Durch die ziemlich knuffige Darstellung der Charaktere gewinnt der geschichtliche Hintergrund des Spiels zusätzlich an Melancholie und Zynismus – von außen scheint es so freundlich, doch unter der Haube spielt eine andere Musik. An einigen Stellen des Spiels war ich regelrecht schockiert und konnte kaum fassen, wie der künstlerische Stil von Hollow Knight dazu genutzt wird, die ernste und brutale Natur von Heilandsnest und seinen Charakteren zu überspielen, bevor diese im richtigen Moment unterstrichen wird. Noch einmal: Gänsehaut ist vorprogrammiert.

Redaktionswertung

10

Meisterwerk

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Hollow Knight

Meinung von David Pettau
Hollow Knight ist eines dieser Spiele, das man nur alle paar Jahre einmal in die Hände bekommt. Zwar hat man gewisse Erwartungen daran, doch hätte man im Leben nicht geglaubt, derart gepackt und begeistert zu werden, und zwar in jeder erdenklichen Ausführung, die man sich vorstellen kann. Hollow Knight bietet einen süchtig machenden Gameplay-Flow, ist wunderschön, hört sich ebenso wunderschön an, bietet einen fordernden und fairen Schwierigkeitsgrad, ist intelligent und wird insbesondere unter seinem eigentlichen Wert verkauft. Einen Wert, für den es spätestens jetzt, nachdem es dank der Nintendo Switch-Version ordentlich an verdienter Popularität gewinnt, schon bald als absoluter Genreklassiker gelten dürfte. Ich kann gar nicht genug wertschätzen, was Team Cherry mit diesem Meisterwerk alles richtig gemacht hat – und es gibt nichts, worüber man sich keine Gedanken gemacht hat. So bleibt mir am Ende nur eine wärmste Empfehlung für jeden, der das Medium der Videospiele liebt, auszusprechen. Als kleine Randbemerkung sei allerdings der fordernde Schwierigkeitsgrad angemerkt, der sicherlich nicht jedermanns Geschmack trifft. Sollte dies kein Hindernis für euch darstellen, dann solltet ihr keine Sekunde länger zögern – erst recht nicht für diesen Preis.
Mein persönliches Highlight: Der bezaubernde, energische, gewissenhafte, überwältigende, prachtvolle, leidenschaftliche, furchterregende, schöne, mächtige Graue Prinz Zote!

Kommentare 56

  • Motacilla Turmheldin - 28.06.2018 - 14:02

    Eine gerechtfertigte Punktzahl für ein grandioses Spiel!

    :thumbsup:
  • Cyd Turmbaron - 28.06.2018 - 14:07

    Hatte als Wertung mit mehr gerechnet, kann aber nachvollziehen, wenn man es anders sieht. Habe dennoch sehr sehr viel Spaß mit dem Spiel und kann es nur weiterempfehlen.
  • Tarik Turmbaron - 28.06.2018 - 14:15

    Eine 10?! Wow, dachte das wäre wirklich irgendein weiterer Indie Platformer, der maximal auf 8 Punkte hier kommt.
    Als Super Meat Boy-Fan stört mich ein knackiger Schwierigkeitsgrad nicht. Nun "muss" ich wohl zuschlagen. :)
  • camora Werder + Hansa - 28.06.2018 - 14:16

    @Cyd

    Äh what!?

    Tolles Spiel. Richtige Wertung!
  • blither aToMiisiert - 28.06.2018 - 14:17

    Nur

    Für das Spiel hättet ihr euer Wertungsschema erweitern müssen ;)

    Ein grandioses Spiel, das jeden einzelnen Punkt verdient hat!

    Wer auch nur entfernt etwas mit dem Genre (Metroidvania) anfangen kann, sollte hier zugreifen!
  • Rocco von Morrashow Turm-Ork - 28.06.2018 - 14:17

    Absolut gerechtfertige Punktzahl, dieses Spiel ist eindeutig ein Meisterwerk!
  • Zarathustra Handheld-Enthusiast - 28.06.2018 - 14:17

    Ach ich verstehe es einfach nicht. Habe mich Monate darauf gefreut, habe es sofort nach der E3-Direct runtergeladen und auch schon zwei Anläufe gestartet, ich werde irgendwie nich warm damit, und das trotz einer großen Leidenschaft für Metroidvania Games. Beide Anläufe gingen gut eine Stunde, es packt mich nicht. ;(
  • Rocco von Morrashow Turm-Ork - 28.06.2018 - 14:19

    @Zarathustra also Hollow Knight hat eine durchschnittliche Spielzeit von ungefähr 30-40 Stunden. Sogar deutlich, deutlich mehr wenn man es zu 107% spielt.
    Also hast du so gut wie nichts von dem Spiel erlebt.
  • Cristiano Turmbaron - 28.06.2018 - 14:20

    Habe es gestern durchgespielt, mit einer Spielzeit von 30h und 50% der gesammelten Collectibles.

    Den Spieletest hätte man nicht besser schreiben können, dieses Spiel ist ein Meisterwerk und hat die 10/10 vollkommen verdient! Als großer Metroid-Fan hatte ich besonderst viel Spaß am Gameplay, ich kann deshalb allen 2D-Metroid Fans dieses Spiel wärmstens empfehlen :thumbsup:

    Man muss sich auch vor Augen halten, dass Hollow Knight nur 15€ kostet. Viele Vollpreistitel bieten bei weitem nicht die Qualität und Quantität eines Hollow Knight an, obwohl diese wesentlich mehr kosten!

    Ein überragendes Spiel mit einem unfassbaren Preis-/Leistungsverhältnis!
  • Splatterwolf Troll seit 1889 - 28.06.2018 - 14:22

    Ich glaub die Genialität ist vollkommen an mir vorbeigegangen. Schade eigentlich, mag das Genre, aber das Spiel gefällt mir überhaupt nicht. Auf Steam hätte ich es zurückgegeben, geht hier ja leider nicht. ;(
  • David Pettau Mugiwara no Maeve - 28.06.2018 - 14:22

    @Zarathustra Ich kann dir nur raten, am Ball zu bleiben. Anfangs war ich aufgrund meiner immensen Vorfreude auf das Spiel auch etwas ernüchtert. Spätestens mit dem Erhalt der ersten Fähigkeiten nimmt es aber richtig an Fahrt auf.
  • Zarathustra Handheld-Enthusiast - 28.06.2018 - 14:23

    @Rocco von Morrashow

    Klar, das denke ich mir, ich kann auch gar nicht richtig erklären warum aber es langweilt mich irgendwie. Leider. Naja, werde es vielleicht heute abend noch mal probieren, möchte es unbeding mögen.

    @David Pettau

    Ok, kannst du vielleicht sagen, nach wieviel Spielzeit man die erste Fähigkeit bekommt?
  • David Pettau Mugiwara no Maeve - 28.06.2018 - 14:29

    @Zarathustra Die Spielzeit kann in Hollow Knight sehr variieren, aber die beiden wichtigsten Fähigkeiten solltest du nach 3-4 Stunden haben schätze ich. Sind auch die beiden, die im Test angesprochen werden (will hier in den Kommentaren jetzt nicht spoilern).
  • Rocco von Morrashow Turm-Ork - 28.06.2018 - 14:31

    @Zarathustra naja, nicht jeder kann alles mögen, Geschmäcker sind unterschiedlich. Versuch einfach die Melancholie der Hollow Knight Welt aufzunehmen und ein Interesse für die Geheimnisse der Ruinen einer bereits vergessenen Welt zu bilden. :rover:
  • Guybrush Mighty Pirate - 28.06.2018 - 14:40

    Ich mache den Fehler öfters, lese super Kritiken, der Artstyle gefällt mir auch sehr und merke dann...obwohl das Gameplay gut ist, dass es mir einfach nicht viel spaß macht bzw einfach nicht packt. Es scheint ein unglaubliches Game zu sein und ich hab es auf meiner Switch, hab aber bisher nur 1 Stunde gespielt und es liegt nun da rum, am anfang war es auch nocht packend...vielleicht kommt ja nochmal der Moment wo ich Bock auf das Genre bekomme! :)
  • Alugard Im Turm lebender Turmgeist - 28.06.2018 - 14:51

    Hab es mir auch vor 3 Tagen gegönnt. Stimme bisher diesem Test voll und ganz zu und bin beruhigt das es auch hier heißt das der Schwierigkeitsgrad eher hoch liegt, dachte schon ich stelle mich einfach nur zu dämlich an. :ugly:

    Bin auf jeden Fall gespannt was noch alles vor mir liegt und wenn ich jetzt 30-50 Stunden lese, weiß ich das ich mit meinen vielleicht 4-5 Stunden noch sehr weit am Anfang liegen dürfte. :D
  • Lluvia Überlebende von Torna - 28.06.2018 - 15:04

    So eine hohe Wertung?
    Da werde ich mir nach der Tanzschule am Abend diesen Test in Ruhe durchlesen müssen. Damit hätte ich jetzt im Leben nicht gerechnet, habe mich aber auch noch kein bisschen (wahrscheinlich wegen den Stils) über dieses Spiel informiert. :love:
  • TheLightningYu Grim Dawn'er - 28.06.2018 - 15:47

    Auch wenn ich die Wertung absolut verstehen und nachvollziehen kann, denke ich ist die Entscheidende Sache, mit dem HK wirklich besticht, die Optik. Indie-Spiele, auch wenn es an und für sich rechter Mumpitz ist, wird von vielen Leuten halt als Pixel-Look Spiele wahrgenommen. Spielerisch wenn ich den Titel mit der Demo zu Chasm oder anderen Genre-Perlen vergleiche, finde ich nicht das diese Spiel ein Spiel ist, wo man sagen kann das sieht man vllt alle 10 Jahre mal, sondern das ist für mich eher gewohnte Standartkost aber mit einem enormen Polishing und Qualität. Was aber heraussticht ist einfach die Optik, weil solche Handgezeichneten Grafiken und das dazu noch mit dieser Qualität ist meines Erachtens für Indie-Titel in Relation mit der schieren Masse einfach sehr selten und mir fallen auch nur Spontan Ori, Rayman Legends / Origin (was ja schonmal Argumentierbar ist) und Dust an Elysian Tale(wobei letzteres nicht ganz diesen Standart erreicht).

    Denoch schöner Test und bin auch der Ansicht, das jeder Switch Besitzer, der mit dem Genre etwas Anfangen kann - der so ein wenig klassisches Metroidvania meets die Atmosphäre von Dark Souls mag, einfach eine Chance geben sollte. Und ist auch ein weiteres Beispiel dafür, das Indie-Spiele großen AAA Spielen in absolut nichts nachstehen, außer im Preis und Monetisierung-Modellen....
  • kold Deutscher Patriot - 28.06.2018 - 15:50

    Bei Metacritic hat es 90% bekommen
    Ich warte auf die Cartridge Version =)
  • frutch erwachsenes Kind - 28.06.2018 - 16:52

    Verdiente Wertung!
    Habe jetzt gut 20 Stunden in das Spiel hineininvestiert und denke, dass ich schon ziemlich weit bin. (Kann man aber dennoch schwer sagen, da ich einfach überalle erkunde und dann immer wieder mal überlegen muss, wie und wo es weitergeht.

    "Dass der Schlag nach unten mich bei Stacheln und Dornen wieder an höhe gewinnen lässt und meine Fähigkeiten zurücksetzt, wusste ich gar nicht. Danke dafür!"

    Funktioniert bei den Dornen auf jeden Fall nicht bei mir.
  • RyuX20 Turmritter - 28.06.2018 - 17:15

    Ich hab es bereits auf Steam... ich könnte mir vorstellen es vielleicht zu kaufen... aber zusätzlich als Retail wäre es mir lieber.
  • KingDDD Turmbaron - 28.06.2018 - 17:17

    Hane es mit 27-28h und 48% durchgespielt. Inzwischen noch etwas mehr gemacht und bin nun bei etwas über 60%.

    Mein einziger Kritikpunkt sind komisch platzierte Speicherpunkte
  • Albert Turmfürst - 28.06.2018 - 17:48

    Ich habs gerade gekauft... Der Testbericht war einfach klasse.
  • Wunderheiler Turmbaron - 28.06.2018 - 18:01

    Für einigen Wochen hätte ich noch direkt zugegriffen. Jetzt warte ich lieber auf eine Retail Fassung.
  • Cyd Turmbaron - 28.06.2018 - 18:18

    @camora
    ich ergänze mal mit einem ;)

    ;)
  • sCryeR Turmbaron - 28.06.2018 - 18:42

    Wie bereits gesagt, kommt eine Retail Version, die ich "Day-One" kaufen werde.
  • Yuni Turmknappe - 28.06.2018 - 19:11

    Herrausragender Genrevetreter!!
    Audiovisuelles Meisterwerk...für 15€ praktisch geschenkt!!
    Hätte nicht erwartet das es so gut ist...hab es nur wegen aktuell 93% auf Metacritic gekauft...bin ein riesen Souls & Metroidvania Fan...Hollow Knight ist das perfekte Baby!! :!:
  • Tharos Turmknappe - 29.06.2018 - 07:46

    Was bei diesem sehr positiv gehaltenen Test halt fehlt sind iwie mal gewisse Einstufungen und Kritiken.

    Der Stil des Spiels ist wirklich wunderschön, aber ist dieser Titel auch für Spieler zu empfehlen, die mit dem Schwierigkeitsgrad von Dark Souls, Nioh und Konsorten nichts anfangen können?
  • camora Werder + Hansa - 29.06.2018 - 07:53

    @Tharos

    steht doch da. der schwierigkeitsgrad ist sehr hoch.

    @Cyd

    ok ok. ich war verwirrt.^^
  • Tharos Turmknappe - 29.06.2018 - 08:59

    @camora

    Das ist aber eine sehr stark verallgemeinerte Aussage.

    Sehr schade das es für solch schöne Titel immer solch ein bitterer Beigeschmack in Kauf genommen werden muss.

    Hätte den Titel sonst gerne gespielt.
  • camora Werder + Hansa - 29.06.2018 - 09:09

    @Tharos

    woher soll der autor wissen, aber wann ein spiel für einen einzelnen zu schwer ist?!
  • OmegaSwitch Allrounder - 29.06.2018 - 09:28

    Dann muss es wohl auf die Wunschliste! :)
  • Lazarus Turmbaron - 29.06.2018 - 09:47

    Ich komm beim ersten Boss nicht weiter. Das Ding mit dem roten... kleid? Ein wenig frustrierend.
  • blither aToMiisiert - 29.06.2018 - 09:56

    @Lazarus
    Wenn ein Boss genervt hat, bin ich erstmal in eine andere Richtung gelaufen, und habe ihn am nächsten Tag nochmal versucht. Damit bin ich bislang gut gefahren. Mit ein wenig Abstand hat sich oft eine wirksame Strategie herauskristallisiert.
  • Alugard Im Turm lebender Turmgeist - 29.06.2018 - 10:03

    @Lazarus

    Spoiler anzeigen
    Du meinst die die man erst verfolgen muss? Ja die ist etwas nervig da hab ich auch mehre Anläufe gebraucht, ich hab sie dann genau beobachtet und damit herausgefunden wann ich mich mal heilen kann, es ist generell sehr zu empfehlen nicht zu gierig zu sein mit den eigenen Angriffen, lieber einmal mehr ausweichen als wie Schaden zu machen aber dabei einen Treffer zu fressen. Sie hat auf jedenfall ein recht eindeutiges Schema das man lesen kann.
  • Tharos Turmknappe - 29.06.2018 - 10:20

    @camora darum ging es mir gar nicht. Es bezog sich eher auf das Spiel selber und nicht auf den Artikel bzw der Schreibweise des Autors.

    Es ist einfach schade, dass solch tollen Spiele nur einer bestimmten Gruppe von Spielern zugänglich gemacht wird. Es gibt halt nun einmal

    Spieler die nur zb als Entspannung was spielen und es manchmal etwas schade ist, dass solche Titel wie Hollow Knight für diese Spielerschaft keinen zusätzlichen Schwierigkeitsgrad anbieten.
  • Splatterwolf Troll seit 1889 - 29.06.2018 - 10:26

    @Tharos
    Beiß dich rein. :D

    Fernab von Hollow Knight gibt es ja noch viele andere Metroidvanias auf der Switch, die vielleicht eher was für dich sind.

    Ich weiß nicht, was du da eventuell schon gespielt hast, aber Shantae Half Genie Hero ist bspw. ein sehr gutes Spiel oder Axiom Verge, Cave Story+.

    Es sei natürlich dazu auch gesagt, dass diese Spiele generell knackiger sein können vom Schwierigkeitsgrad. Es kommt auch immer drauf an, welche Upgrades man eben unterwegs schon einsammelt.

    Man muss sich jedenfalls nicht grämen, wenn einem ein Spiel mal nicht zusagt.
  • David Pettau Mugiwara no Maeve - 29.06.2018 - 12:23

    @Tharos
    Naja, du machst es dir mit dieser Aussage, dass man einen zusätzlichen Schwierigkeitsgrad für all jene, die lieber entspannen wollen, einbauen sollte, etwas leicht. Wie im übrigen auch beispielsweise Dark Souls, zumindest der erste Teil, ist Hollow Knight nicht um des Schwierigkeits Willen schwer. Der knackige Schwierigkeitsgrad ist stattdessen eine logische Konsequenz aus der Spielerfahrung, die Hollow Knight bieten will. Aus der Stimmung und Atmosphäre, die es vermitteln will. Wäre das Spiel zu einfach, würden all die anderen positiven Aspekte des Spiels langsam in sich zusammenfallen. Simples Beispiel: Wenn es sehr leicht wäre, Gebiet XY zu durchstreifen, dann könnte man es nicht wertschätzen, wenn eine Abkürzung offengelegt wird, um dieses Gebiet zu umgehen. Wenn es nicht schwierig wäre, dann würde kein wohliges Gefühl aufkommen, wenn man den Kartenzeichner seine Melodie summen hört. Dann würde keine Last von den Schultern fallen, wenn man einen Checkpoint findet. Dann würde das Experimentieren mit Talismanen keine Rolle spielen. Der Schwierigkeitsgrad ist fester Bestandteil der Spielerfahrung, die Hollow Knight bietet. Und dass dieser ein Hindernis sein kann, spreche ich im Text auch häufig an – zum einen, während ich den allgemeinen Gameplay-Fluss beschreibe, wovon sich jeder selbst ableiten muss, ob einem das zu frustrierend ist, und zum anderen noch einmal konkret im Fazit. Wie allerdings @camora schon richtig gesagt hat, empfindet Schwierigkeit jeder anders.


    @Lazarus
    Ich kann dir nur den Tipp geben, mit einer anderen Einstellung an die Bosse heranzugehen, wie ich es auch im Test geschildert habe: Deine wichtigste Aufgabe in jedem Bosskampf ist es, herauszufinden, wie du jedem einzelnen Angriff entgehen und wie du diese schon im Vorfeld erkennen kannst. Bevor du bei einem schweren Boss daran denken kannst, ihn zu besiegen, musst du ihn genauestens studieren. Hornet, also besagter Boss, verwendet etwa eine Hand voll unterschiedliche Angriffe, die du alle in- und auswendig kennen musst, wenn du Schwierigkeiten hast. Während den meisten dieser Angriffe tun sich allerdings Öffnungen auf, während denen du dich fokussieren oder angreifen kannst. (Simples Beispiel: Wenn sie ihren Nagel nach vorne wirft, kannst du Hornet attackieren, bevor sie ihre Waffe wieder an einem Faden zurückzieht).
  • Albert Turmfürst - 29.06.2018 - 12:47

    Schwer finde ich den Weg zu finden. Wo man halt hin muss. Das ist auch son Knackpunkt bei dem ich Open Worlds abbreche. :D
  • Alugard Im Turm lebender Turmgeist - 29.06.2018 - 12:50

    @Albert Sobald man den Kompass hat und die entsprechende Gebietskarte geht es eigentlich, aber auch ohne findet man sich zurecht wenn man die Gebiete mal erkundet hat, finde das jedes Eck einen Wahnsinnig hohen Wiedererkennungswert hat. :) Aber das setzt dann generell einen gewissen Orientierungssinn voraus den man hat oder nicht. :D :ugly:
  • Tharos Turmknappe - 29.06.2018 - 13:15

    @David Pettau diese grad angebrachte Aussage finde ich aber auch als "es sich leicht machen". Es ist ja schön und gut wenn sie als Redakteur und Spieletester sagen, dass die Kombination aus Schwierigkeit und Atmospähre für Sie den Titel ausmachen, aber das empfindet ja ebenso jeder Spieler anders. Zb habe ich mir jeden Dark Souls Teil und zb meinen Favoriten Nioh komplett mehrfach per Youtube zu Gemüte Geführt und finde diese Welten absolut atemberaubend und die Macher haben wirklich eine tolle Arbeit gleistet. Aber ich sage zb das mich diese Welten an sich faszienieren, dass ich gerne selber diese Geschichte nachspielen würde, da die Erschaffer dieser Spiele eine grandiose Arbeit geleistet haben. Das gleiche gilt für Hollow Knight. Die Gesamte Präsentation des Spiel ist toll und ansprechend, aber für mich als Interessent und Spieler ist es nicht wichtig dies mit der Herausforderung zu verknüpfen. Daher mein Argument das es einfach nur Schade ist, dass für solche Spieler keine Lösung in solche Spiele implementiert wird.
  • David Pettau Mugiwara no Maeve - 29.06.2018 - 13:56

    @Tharos
    Ich verstehe dich schon. Ich will aber gerade im Falle von Hollow Knight auch zu bedenken geben, dass das Spiel von einem dreiköpfigen Team entwickelt wurde – Team Cherry hat nicht die Ressourcen, ein Spiel zu entwickeln, das keiner klar definierten Vision folgt. So würde letztlich in jedem Falle eine bestimmte Gruppe von Spielern ausgeschlossen werden, da man niemals alle abholen kann. Und gerade im Falle von Hollow Knight müsste viel Arbeit gestemmt werden, um einen wirklich funktionierenden leichten Schwierigkeitsgrad zu integrieren. Idealerweise müssten alle Gebiete in Bezug auf Sprungpassagen/Gegnerplatzierungen und Bosskämpfe neu designt werden. Ich weiß nicht, inwiefern ich als jemand, der die Herausforderung schätzt, darüber urteilen kann, aber ich sehe dafür in Hollow Knight auch keine Notwendigkeit – aufgrund der generellen Ausrichtung des Spiels und der Tatsache, dass vieles von dem, was wirklich schwer ist, optionaler Natur ist, überlässt man den Schwierigkeitsgrad letztlich dem Spieler. Man kann es sich selbst sehr einfach, aber auch sehr schwer machen.
  • Tharos Turmknappe - 29.06.2018 - 14:32

    @David Pettau Das die gegebenen Ressourcen so begrenzt sind, ist natürlich ein Argument und eine Situation die mehr als nachvollziehbar ist. Mir geht es in erster Linie auch nicht darum jemanden zu kritisieren bzw das Spiel als solches iwie schlecht zu reden. Es geht an aller erster Stelle darum, dass ich es iwo einfach schade finde. Ich finde es toll, das Leuten die in Videospielen Herausforderungen suchen, auch solche geboten bekommen, nur langsam wird eine komplette Fuhre an wirklich großartigen Titeln (daher auch meine namentliche Erwähnung von Dark Souls, Nioh, Bloodborne etc.) nur noch ausschließlich für solche Spieler hergestellt und das finde ich langsam iwo schon bedenklich.

    Ich bin ein Beführworter Davon, dass auch ein Hobby wie Videospiele eine Herausforderung darstellen kann. Das aber die entgegengesetzte Richtung der Spielerschaft aber schon langsam passiv ausgeschlossen wird, finde ich manchmal mehr als negativ.

    Aber um beim Thema Hollow Night zu bleiben, hinterlässt dieser Titel auf mich eine tollen Eindruck und vll erhalte ich mal die Chance bei jemanden das Spiel zu testen um zu sehen, ob der Schwierigkeitsgrad für mich ok ist. An der Stelle natürlich auch einmal danke für den tollen und ausführlichen Test und deine Antworten. :)
  • Lazarus Turmbaron - 29.06.2018 - 15:53

    Zitat von Tharos:

    (daher auch meine namentliche Erwähnung von Dark Souls, Nioh, Bloodborne etc.)
    Die Spiele sind eigentlich recht leicht wenn man das System erstmal beherrscht bzw durchschaut hat. Aber dafür müsste man es natürlich erstmal spielen. :whistling:
  • Tharos Turmknappe - 29.06.2018 - 16:49

    @Lazarus vielen Danke für diesen überflüssigen Kommentar :) Niohhabe ich über 12 Stunden versucht und auch bei Bloodborne habe ich es Stundenlang probiert. Außerdem werben die Macher der Spiele ja auch das diese Titel sehr schwer sind... Aber mehr möchte ich zu so einem Troll auch nicht sagen :)
  • Lazarus Turmbaron - 29.06.2018 - 16:54

    @Tharos
    Troll nur weil ich die Spiele nicht so schwer finde? Danke fürs Gespräch.
  • Motacilla Turmheldin - 29.06.2018 - 17:43

    Also ich bin eine höchstens mittelmäßig begabte Spielerin, die schnell mal frustriert ist und das Handtuch wirft. Am Anfang hatte ich ziemlich mit dem Spiel zu kämpfen und fand, dass das Spiel einen für einen Tod übermäßig hart bestraft. Nicht nur, dass das Geld weg ist, nein, man muss dann auch noch mit weniger Seelenenergie auskommen (davon steht hier nichts im Test, ist aber so), man muss den Ort des Ablebens wiederfinden, was ohne Karte mitunter nicht einfach ist, und teilweise lange Wege vom letzten Checkpoint zurücklegen.

    Aber dennoch hat Hollow Knight etwas an sich, das zumindest mich dazu bringt, dranzubleiben und es nochmal zu versuchen. Das Schöne an dem Spiel ist, dass ich bisher (nach knapp 50 Spielstunden) noch nie auf eine Sackgasse gestoßen bin. Scheitere ich wiederholt an einem Boss, fallen mir mindestens drei Stellen ein, an denen ich erstmal weitermachen kann. Vielleicht findet man in der Zwischenzeit einen Talisman, ein Upgrade für die Waffe oder eine Maskenscherbe (so etwas wie ein Herzteil bei Zelda), und schon ist der vorher übermächtige Boss gar nicht mehr so schlimm. Und so, wie ich das bisher mitbekommen habe, sind die wirklich heftigen Stellen größtenteils optional.

    Was ich damit ausdrücken möchte: Dieses Spiel ist nicht nur etwas für Profis, denen Spiele nicht schwer genug sein können und überall rumheulen, dass heutzutage die Games alle viel zu einfach sind. Man kann sich auch als recht talentfreier Spieler mal daran versuchen, wenn man auf Metroidvanias steht. sooo schlimm ist es gar nicht. Und bei diesem Preis kann man sowieso nichts falsch machen - Hollow Knight ist locker einen Zehner mehr wert.
  • LordBackfisch Nervt mit Argumenten - 30.06.2018 - 21:00

    @David Pettau Ein werdender Genreklassiker, den man auf der Switch gekauft haben muss??? Verdammt, du hast mich heiß auf den Titel gemacht!
  • camora Werder + Hansa - 02.07.2018 - 08:03

    Zitat von Tharos:

    Es gibt halt nun einmal

    Spieler die nur zb als Entspannung was spielen und es manchmal etwas schade ist, dass solche Titel wie Hollow Knight für diese Spielerschaft keinen zusätzlichen Schwierigkeitsgrad anbieten.
    ganz ehrlich, was ist das denn für eine aussage. wenn das spiel zu schwer ist, beißt man sich rein oder lässt es. guckt lets plays und entspannt da. soll jedes spiel nun für jeden spieler gemacht werden?
  • Zarathustra Handheld-Enthusiast - 02.07.2018 - 20:36

    Nach den ganzen ermutigungen hier habe ich noch mal angefangen mit hollow knight, ok ok, die positiven Stimmen hier haben recht, das game ist ziemlich gut.
    gut, das ich hier den test kommentiert hab, sonst würde ich gerade echt was verpassen.
  • Tharos Turmknappe - 04.07.2018 - 07:35

    Zitat von camora:

    ganz ehrlich, was ist das denn für eine aussage. wenn das spiel zu schwer ist, beißt man sich rein oder lässt es. guckt lets plays und entspannt da. soll jedes spiel nun für jeden spieler gemacht werden?
    Diese Aussage ist vollkommen legitim. Der Trend geht leider dahin, viele Ansprechende Spiele nur noch für Leute herzustellen, die eine Herausforderung in diesem Medium suchen. Ich habe nicht gesagt, das jedes Spiel für jeden Spielertyp gemacht werden soll, sondern das es Schade ist das ein Medium für die Freizeit, bei vielen Spielen mehr Arbeit wird als alles andere. Eien gewisse Toleranz von dir wäre da mal wünschenswert.
  • blither aToMiisiert - 04.07.2018 - 07:52

    @Tharos
    Viele werden dir wahrscheinlich widersprechen und sagen, dass der Trend eher in Richtung "Vercasualisierung" geht.

    Es gibt wohl beide Richtungen, und die kleinen Indie-Entwickler machen sich selten die Mühe ihre Spiele für alle anzupassen, zumal ein hoher Schwierigkeitsgrad ein Teil des Erlebnisses sein kann. Aber jeder hat da ein anderes Empfinden, und was für den einen ein Spaziergang ist, ist für den anderen eine Bergsteiger-Tour.

    Hollow Knight ist ein riesiges Spiel, und ich glaube, dass weniger der Schwierigkeitsgrad als das Alleingelassen und das Unbekannte die Herausforderung sind.
  • camora Werder + Hansa - 04.07.2018 - 08:17

    @Tharos
    toleranz für was? du jammerst rum, dass ein spiel zu schwer ist. dann spielt man es eben nicht. im test steht, dass der schwierigkeitsgrad nicht unerheblich ist, und nicht für jedermann ist. also anscheinend nicht für dich. dann zock es nicht. nimm meinen rat an und guck dir ein lets play an, wenn du dennoch das spiel erleben willst. und hättest du es gespielt, würdest du wissen, dass der schwierigkeitsgrad nicht wirklich einstellbar ist in diesem spiel.
    wegen spielern wie dir, kriege ich ein mario odyssee, wo die ersten level fast im schlaf gespielt werden können, nur weil niemand sich mehr mit einem spiel auseinander setzen will.
    und nioh und die soulsreihe ist eben auch schwer und nie unfair und das ist das wichtige. ich hatte auhc zu beginn meine schwierigkeiten mit diesen games, aber wnen man sich drauf einlässt, dass ein tod im spiel dazu gehört und nichts schlimmes ist, kommt man auch gut weiter. dann ist es eben schon mal ein erfolg ein item zu finden.
    wie gesagt, muss es nicht für jeden dann auch spaß machen, nur verstehe ich die kritik von dir null. zumal es soooo viele einfache spiele gibt.
  • Zarathustra Handheld-Enthusiast - 04.07.2018 - 08:25

    Finde auch, das der Schwierigkeitsgrad von Hollow Knight ganz klar Teil des Gameplays ist, wäre das Spiel nicht anspruchsvoll (das ist meilenweit von einem schweren Spiel entfernt) wäre es ein ganz anderes und ich vermute stark schlechteres Erlebnis.

    Ich jammer ja z.B. bei nem Kirby auch nicht rum, dass es keinen Souls-Schwierigkeitsgrad gibt bei dem jedes Kanonenfutter zu nem möglichen Stolperstein mutiert.
  • Motacilla Turmheldin - 04.07.2018 - 09:25

    Wie ich schon schrieb, finde ich Hollow Knight auch schwer, weil ich halt auch schlecht bin. Es ist aber eine andere Schwierigkeit als beispielsweise in Super Meat Boy, wo man bei jedem Treffer sofort k.o. ist. Bei Hollow Knight kann man zumindest stärker werden. Ich habe das Spiel immer noch nicht durch, obwohl ich schon 65 Stunden auf der Uhr habe, und weiß auch nicht, ob ich es schaffen werde. Aber selbst wenn nicht, war es doch ein tolles Erlebnis, weil es überall etwss zu entdecken gibt und die Atmosphäre mich einfach gepackt hat.
    Und noch bin ich im Rennen, ich will das Spiel schaffen, jetzt wo ich so weit gekommen bin! :D

    Edit: Ich bin durch! In gerade mal 76 Stunden und mit 90 Prozent der Items. Ich sollte in die Speedrunning-Scene einsteigen!

    :ddd:
  • Tharos Turmknappe - 04.07.2018 - 11:00

    @blither Ja da hast du tatsächlich recht. Ich habe dann vorgestern dann doch die 15€ in die Hand genommen und es probiert. Habe auch am Anfang eine Menge Niederlagen einstecken müssen, aber das Art Design und die Präsentation sind so toll gemacht, dass ich dann doch den Boss so oft probiert habe bis ich weiter komme. Nur bei mir sorgt dies nicht für Motivation sondern es nervt mich einfach, wenn ich schon x-Versuche für den ersten Boss eines Spiels brauche. Aber ja Hollow Knights macht einen tollen Eindruck. :)

    @camora Jammern? Also von einem 32 jährigen Mann bin ich bei solch einer Reaktion tatsächlich jetzt mehr als zwischenmenschlich enttäuscht. Diese Thematik mit dem auseinandersetzen geht ja genau in die gleiche Richtung die ich ja auch beführworte camora. Ich finde es ja vollkommen ok wenn Spieler eine Herausforderung suchen, nur sollte Sie auf freiwillger Basis spielen. Für Spieler wie dich anscheinend, würde ich mich richtig freuen, wenn man zb beim neuen Mario zb doppelten Schaden, verändertes Moveset der Bosse, zusätzliche Fallen einstellen KÖNNTE. Das aber jetzt komplette Spielereihen NUR auf einen signifikant höheren Schwierigkeitsgrad setzen, finde ich einfach unverständlich. Ich bin in dem Thema ja deiner Meinung das man beide Sorten von Spielern bedienen sollte, aber anscheinend wird entweder nur A oder nur B als Zielgruppe gesetzt. Zb habe ich auch mehrere Stunden Dark Souls probiert, habe über 20 Stunden Nioh versucht und habe es dann doch gefrustet wieder weggelegt weil ich das Setting, das Gearsystem und leveln und alles so genial fand, aber es war für mich persönlich einfach zu schwer. Wieso zb gibt es in solchen Titel keine Option für einen einfach Modus? Schaden halbieren, eigenes Leben mehrfach multiplizieren etc.

    Trotzdem an der Stelle bei allen anderen vielen Dank für die konstruktiven Informationen und Korrekturen :)