Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Test zu Smoke and Sacrifice - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Smoke and Sacrifice
  • USA USA: Smoke and Sacrifice
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
31.05.2018
Vertrieb
Curve Digital
Entwickler
Solar Sail Games
Genre
RPG
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
Besitzt du dieses Spiel?
Anmelden
Magst du dieses Spiel?
Jetzt kaufen und ntower unterstützen
eBay

Rauch, Opfergaben und noch mehr Rauch

Von Maik Dallherm () Sachi, eine junge Mutter, steht der Tag des Opferrituals bevor. Schließlich kommt der Name Smoke and Sacrifice nicht von ungefähr. Nein, dabei geht es nicht um sie, sondern um den erstgeborenen Sohn Lio. Die Opfergabe richtet sich an den Sonnenbaum (eine Struktur aus Leitungen und Glühbirnen) und soll seinen Segen für die Bevölkerung aufrechterhalten. Sieben Jahre später jedoch scheint ein Vorfall das Licht des Sonnenbaums zu erlöschen und das Dorf wird von Monstern angegriffen! Eine seltsame Person, die ihr schon zuvor gesehen habt, empfielt den Tempel der Opfergabe zu untersuchen, als auf einmal auf der Plattform die Maschine aktiviert wird und Sachi offenbar verschwinden lässt. So schnell geht der Prolog von Smoke and Sacrifice, einem RPG von Solar Sail Games, das besonders durch seinen eigenartigen Look hervorsticht: Zweidimensonale Personen, Kreaturen und Objekte, platziert in einer simplen, dreidimensionalen Umgebung.

In Dorf Rackerschliff findet ihr erstmals eine Zivilisation. Doch die Bewohner haben offenbar ihre Schwierigkeiten.

Ihr findet euch nun in einer fremden Umgebung wieder. Sie entpuppt sich als die Unterwelt. Scheinbar funktionierte der Altar als ein Teleporter, doch als ihr an das Steuerpult geht, stellt ihr fest, dass es buchstäblich verschlossen ist. Wie dem auch sei: Wenn ihr es schon bis hierhin geschafft habt, dann müsste es doch bedeuten, dass euer Sohn immer noch am Leben ist? Zeit, ihn ausfindig zu machen! Ab diesem Zeitpunkt beginnt das eigentliche Spiel und ihr werdet euch mit den eigentlichen Funktionen vertraut machen. Sei es das Sammeln, Kämpfen oder das Herstellen und Benutzen von Gegenständen. Insbesondere für Ressourcen werdet ihr euch ständig einsetzen müssen, während ihr versucht, euren Sohn zu finden und dabei noch weitere Geheimnisse dieser Welt zu lüften.

Ihr werdet auf viele Personen stoßen, die euch um Gefallen bitten. Ein Questlogbuch erlaubt es, euer derzeitiges Primärziel und alle Nebenquests anzusehen. Oft müsst ihr jedoch erst einmal eine aktive Nebenquest erfüllen, bevor es mit dem eigentlichen Fortschritt weitergehen kann. Manchmal werdet ihr auch eine längere Zeit herumgeschickt, ohne dass etwas Interessantes passiert. Dennoch wird es euch gelegen kommen, denn so erkundet ihr zumindest rasch einen neuen Teil der Weltkarte. Währenddessen findet ihr einige interessante Objekte. Terminals erlauben das Speichern des Spiels und heilen euch bei knapper Gesundheit etwas. Beachtet daher, dass das Spielkonzept von Smoke and Sacrifice keine automatische Speicherfunktion vorsieht. Außerdem wird immer nur ein Spielstand pro Profil verwaltet, der beim Spielstart automatisch geladen wird (ein neues Spiel kann von dem Pausenmenü aus begonnen werden). In der Regel findet ihr in der Nähe eines Terminals dann auch eine Reiseröhre. Mit Trostlosen-Marken, die Währung der Unterwelt, lassen sie sich öffnen und somit freischalten. Das Reisen zwischen geöffneten Röhren ist immer kostenlos.

Was es zur Herstellung neuer Items benötigt, sind natürlich die Rezepte dazu. Nicht nur von NPCs könnt ihr welche erhalten, auch überall in der Spielwelt sind Rezepte verteilt! Allerdings sind die Schriften schon verwittert oder aufgrund magischer Tinte nicht lesbar. Radierwerkzeuge, ebenfalls ein Verbrauchsgut, erstellen Abdrücke dieser Rezepte. Alle Rezepte können im Menü auf der linken Richtungstase angesehen werden. Obacht: Größere Werkzeuge müssen an einer Werkbank hergestellt werden und komplexere Nahrungsmittel werden an einem Kochtopf zubereitet. Auch die Kochstellen sind irgendwo verteilt zu finden, sogar in den eisigen Einöden.

Reine Routine

In der Unterwelt gibt es zwar keinen konkreten Tag-Nacht-Zyklus, aber dafür hat sich Solar Sail Games eine geeignete Alternative ausgedacht. Denn schließlich kommt der Name Smoke and Sacrifice nicht von ungefähr. Während die normale Tagesphase sicherer erscheint und ein effektives Sammeln von Ressourcen ermöglicht, wird die ganze Geschichte in der sogenannten Rauchzeit schon interessanter und gefährlicher. Die Rauchzeit flutet die Unterwelt, wie der Begriff schon sagt, mit einem dunklen Rauch. Jeder ohne passendem Licht oder einer Maske würde in diesem Rauch binnen Sekunden ersticken. Die Trostlosen, so nennen sich die Dorfbewohner in der Unterwelt, raten euch früh mit dem Bau einer Lampe, um dem Rauch entgegenzuwirken. Dabei warnen sie euch vor den Rauchgeistern. Gefährliche Kreaturen, die versuchen werden, euch während der Rauchzeit ins Verderben zu stürzen, solltet ihr diesen zu nahe kommen. Die Rauchzeit hat auch auf andere Kreaturen gewisse Auswirkungen, zum Beispiel werden Polypen, schleimartige Quallen, davon beeinflusst. Die Haltbarkeit der Lampen, wie auch von vielen anderen Gegenständen, ist sehr beschränkt. Stellt sicher, dass ihr genügend Materialien zum Reparieren oder zum erneuten Herstellen dabei habt. Wobei sich die Angelegenheit entschärfen wird, da bereits ein Update angekündigt wurde, welches einige Komfort-Funktionen hinzufügen wird und darüber hinaus das Preis-Leistungs-Verhältnis bezüglich der Herstellung und Haltbarkeit von Waffen und Werkzeugen zu euren Gunsten verbessern wird. Vorsicht gilt jedoch weiterhin auch für Nahrungsmittel. Die meisten biologischen beziehungsweise organischen Güter haben eine Verfallszeit, ehe sie verrotten und somit verschwinden.

Eine seltsame Gestalt für einen vermeintlichen Raptor. Wie auch immer: Mit etwas Mühe könnte er ein starker Verbündeter sein.

Ein Schlüssel zum Erfolg ist ein Amulett, dass ihr von dem sogenannten Wolfskind als Belohnung für ein paar Gefallen überreicht bekommt. Damit wird euch eine Alternative zum Durchqueren des Rauches ermöglicht. Allerdings verbraucht sich das eingespeicherte Licht rasch, weswegen es nur zur Überbrückung kurzer Distanzen oder bis zum Erhalt einer neuen Lampe geeignet ist. Umso einfacher erfolgt dafür das Aufladen: Sobald ihr euch in die Nähe eines Speicherterminals begebt oder zu einem Charakter, der ebenfalls über einen ähnlichen Talisman verfügt. Euer Amulett erfüllt aber noch eine weitere, nicht zu verachtende Funktion innerhalb der Kämpfe. Das Kampfsystem ist für ein RPG äußerst einfach gehalten. Da alles in Echtzeit stattfindet, gibt es keine besonderen Strategien. Ihr habt einen Knopf zum Angreifen und einen für Ausweichsprünge, vielen Attacken könnt ihr auch mit bloßem Laufen entgehen. Kurze Zeit später, sobald ihr das Amulett habt, ist es möglich auf Kosten von Licht einen Schutzschild einzusetzen, das etwa eine halbe Sekunde anhält. Es muss also augenblicklich vor der bevorstehenden Attacke eingesetzt werden, wenn sie wahrscheinlich treffen sollte.

So viel zum oberflächlichen Teil. Es gibt verschiedene Mittel, um euch durch die verschiedenen Biome, Siedlungen und Industriegebiete zu schlagen. Mit den richtigen Fallen und den zugehörigen Ködern ist es möglich, verschiedene Kreaturen einzufangen, zu zähmen oder sogar neue Arten zu züchten. Auch erleichtern bessere Waffen und Rüstungen den Kampf. Viele Ausrüstungsgegenstände können nicht nur repariert, sondern mit den richtigen Materialien sogar aufgewertet werden, um ihre Effizienz zu steigern oder die Haltbarkeit zu erhöhen. Solltet ihr im Kampf fallen, wird automatisch der letzte Speicherpunkt geladen. Denkt also unbedingt daran, das Spiel zu speichern, wenn ihr an einem Terminal vorbei kommt. Ansonsten könntet ihr eine Menge Zeit und Fortschritt verlieren!

Das Spiel begleitet euch mit komplexeren Lichteffekten und Details, als es zunächst vielleicht aussehen mag. Und das wird auf der Nintendo Switch auch problematisch: Trotz der scheinbar simplen Grafik zwingen die Geschehnisse zwischen vielen Personen oder Kreaturen die Bildrate in die Knie, ansonsten läuft das Spiel recht flüssig. Noch anfälliger wird es aber bei den mobilen Spielweisen. Außerdem kann die Konsole während des Betriebs bei diesem Titel sehr warm und der Lüfter entsprechend lauter werden.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Smoke and Sacrifice

Meinung von Maik Dallherm
Smoke and Sacrifice würde ich zu den eher guten RPGs legen, wenn es auch etwas ungewöhnlich funktioniert. Bis es letzten Endes wahrscheinlich doch in der Masse von Indie-Spielen verschwindet. Das Welt- und Charakterdesign ist außergewöhnlich und entsprechend interessant. Die Tätigkeiten könnten sich hingegen als nervenaufreibend erweisen. Ständig muss für Reparaturmaterial gesorgt sein, ihr solltet nicht mit zu wenig Lebensenergie herumlaufen, und wenn ihr mal dran seid und nicht regelmäßig speichert, könnte euch viel Fortschritt verloren gehen. Glücklicherweise wird ein kommendes Update das Farmen nach Ressourcen verringern und damit den Spielfluss beschleunigen. Trotzdem gilt: Auch wenn Smoke and Sacrifice zunächst einfach erscheint, sollte man den Schwierigkeitsgrad insgesamt nicht unterschätzen.

Kommentare 7