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Test zu Fossil Hunters - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Fossil Hunters
  • USA USA: Fossil Hunters
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
28.06.2018
Vertrieb
Smiling Buddha Games
Entwickler
Smiling Buddha Games
Genre
Adventure, Action
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Archäologen aller Länder, vereinigt euch!

Von Matthias Ksoll () Seit dem 28.06. ist das Spiel Fossil Hunters im Nintendo eShop der Nintendo Switch erhältlich. Hierbei handelt es sich um einen Genre-Mix, bestehend aus Action-Adventure und Puzzle-Game. Das kanadische Entwicklerstudio des Spiels, Reptoid Games, gibt mit diesem dank Kickstarter-Finanzierung sein Debüt ab. Das Spiel startet im sogenannten „Lab“, wo euch eine Stimme mittel Radio erste Informationen gibt. Ihr befindet euch in der Grabungsstätte (The Digsite), die Stimme des Radios nennt sich mystisch „The Collector“. Dieser kauft die Fossilien, die ihr unten ausgegraben habt. Wie ihr von ihm erfahrt, haben hier schon viele ihr Glück versucht, das letzte Team hat dabei sehr viel Dreck und eine Menge Fossilien in der Grabungsstätte zurückgelassen. Außerdem werden Assistenten des Collectors vermisst. Er bittet euch, nach Ihnen zu suchen. Das „Lab“ stellt gleichzeitig auch ein kleines Tutoriallevel dar, welches euch die weiter unten beschriebenen Grundmechaniken des Spiels näherbringt.

So sieht ein fertiggebautes Fossil aus.

Grob lässt sich das Spiel pro Level in zwei Abschnitte unterteilen. Im ersten Teil hackt ihr mit einem der vier anwählbaren Charaktere alles an Erde und Sand zu Klump, was euch in den Weg kommt. Dabei werdet ihr vor allem Eines finden: Viele Knochen von Dinosaurierskeletten. Weiter findet ihr im Level eine zunächst nur leicht sichtbare, später, wenn ihr das Fossil zusammengesetzt habt, blaue Linie. Folgt ihr dieser, findet ihr eine Vorlage für die Skelette. Dort fügt ihr, und das ist der zweite Teil, dann eure gefundenen Skelettteile zusammen, indem ihr sie zusammenschiebt. Davor aber das abwischen der Skelettteile nicht vergessen! Das gibt Extra-Geld! Per Knopfdruck wird das zusammengesetzte Skelett dann zum Verkauf eingereicht. Ab und zu findet ihr auch ein wenig Geld beim Graben nach den Skeletten sowie neue Einträge für euer Journal. In diesem findet ihr ein paar Informationen über die Level, euren Spielfortschritt und andere Fossilienjäger, die hier unten waren. Habt ihr alle Skelette zusammengebaut, geht es ein Stockwerk tiefer ins nächste Level.

Dies ist das hauptsächliche Spielprinzip von Fossil Hunters. Es lässt sich alleine spielen, aber auch mit bis zu drei Freunden im lokalen Multiplayer. Das macht Spaß, kann bei 4 Spielern aber mitunter sehr unübersichtlich und hektisch werden. Das miteinander Hacken und Zusammenbauen ist aber auf jeden Fall mehr als ein Gimmick. Mit mehr Leuten macht Fossil Hunters auch deutlich mehr Laune! Im Spiel stehen vier namenlose Charaktere zur Auswahl. Sie unterscheiden sich in deren Aussehen, aber haben alle ein identisches Gameplay. Hier entscheidet nur der persönliche Geschmack. Damit wird einem natürlich der Einstieg sehr erleichtert. Fossil Hunters wird vor allem Kindern Spaß machen! Beachtet werden muss allerdings, dass das Spiel nur die englische Sprache unterstützt. Aber mir hat hier ein wenig die Gameplay-Tiefe gefehlt. Es wäre in dieser Sparte auf jeden Fall mehr möglich gewesen, um auf Dauer zu motivieren oder Level einmal anders angehen zu können. Jedoch findet man im Spiel einige Items, mit deren Hilfe ihr euch immer tiefer in die Höhle begebt. Das Hilfsarsenal reicht dabei von Bomben bis hin zu Lampen und mehr. Außerdem finden sich drei Arten von Power-ups, die das Bestehen der Level erleichtern.

Es ist ein Hacken und Knobeln

Die Steuerung des Spiels funktioniert an sich gut. Nur beim genaueren Zusammensetzen der verschiedenen Skelettteile wurde die ganze Sache manchmal ein wenig hakelig. Per Y-Taste könnt ihr euch ein Fossil-Teil schnappen und es umherschieben. Dabei dreht sich das Teil mit euch mit. Durch Druck auf die ZL-Taste blockiert man die Drehung und kann das Teil schneller und direkter schieben. Das klappt nicht immer so wie man will, wenn es genau werden muss, gerade wenn man sich um die eigene Achse drehen will. Mich hat das manchmal ganz schön genervt. Das Spiel kommt euch aber ein wenig entgegen, wenn das Skelettteil genau genug an seiner bestimmten Position ist. Ab dann werden wird das Teil genau in seinen Rahmen gesetzt.

Das Charakterdesign ist dabei gelungen. Dies kann man auch über die Optik des Spiels sagen. Sie präsentiert sich in einem schönen Comic-look, welcher jedoch auch keine Begeisterungsstürme in mir auslöste. Gespielt wird übrigens in einem isometrischen Kamerawinkel. Auch dies ist heutzutage fast schon Standard. Die Levels bieten dabei wenig Detailreichtum und wirken sehr zweckmäßig. Die Musik hingegen hat mir sehr gefallen. Fossil Hunters besitzt einen schönen und stimmigen orchestralen Soundtrack, der direkt Lust aufs Losgraben macht.

Die vier unterschiedlichen Charaktere spielen sich alle gleich.

Im Verlauf des Spiels begegnen euch verschiedene Gefahren. Ihr müsst über Abgründe springen. Grabt ihr manche Stellen frei, wird die Umgebung instabil und es fällt wieder Erde auf den Boden, die euch begraben kann. Später im Spiel habt ihr es dann auch mit Gegnern zu tun, die euch ans Leder wollen. Wenn ihr also das komplette Fossil zusammengebaut habt, heißt es: Schnell zum Aufzug! Denn sterbt ihr, müsst ihr das Level von neuem anfangen und ihr verliert eine hohe Anzahl an gesammelten Münzen. Fossil Hunters besitzt 30 Levels in 4 verschiedenen Welten. Neben der „Digsite“ erwarten euch noch die „Mushroom Caverns“, die „Magma Chamber“ und „The Abyss“ Dabei bietet Fossil Hunters ca. 10 Stunden Spielzeit. Jede Welt bietet dabei ein anderes, schönes Design, verschiedene Herausforderungen und die Level werden immer komplexer. Außerdem kann man gelegentlich geheime Gänge entdecken. Dazu braucht es manchmal etwas Geschick, manchmal muss man dafür in Form von Edelsteinen bezahlen. Diese findet man in den verschiedenen Levels versteckt. Aber auch der Collector bezahlt euch mit ihnen als Belohnung für bestandene Aufgaben.

Neben den eigentlichen Aufgaben, also dem Zusammensetzen der Fossile, bietet Fossil Hunters auch Sandbox-Elemente. Man kann nämlich auch eigene Fossile zusammenbauen und diese gegen Geld an den Collector verkaufen. Man hat auch jederzeit die Freiheit, zwischen den Leveln hin und her zu fahren, um mit den verschiedenen Fossilen dort jeweils eigene Kreationen zu erstellen. Dieses Feature sorgt für kreative Momente und macht viel Spaß. Das Geld kann man später übrigens dazu benutzen, um sich neue Items zu kaufen.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Fossil Hunters

Meinung von Matthias Ksoll
Fossil Hunters macht trotz kleiner Mängel viel Spaß. Gerade das Zusammenstecken der verschiedenen Fossilteile macht dabei den Reiz des Spiels aus. Das Hacken der verschiedenen Erdschichten hingegen ist einfaches Button-Mashing, welches schnell monoton wird. Amüsant ist Fossil Hunters alleine auf jeden Fall, aber richtig Laune macht das Spiel erst mit mehreren Mitstreitern. Das chaotische Bauen und Hacken sowie die unterschiedlichen Lösungsansätze sorgten für Lacher. Daneben gibt es viele Aspekte, die das Ganze abrunden. Das Sandbox-Element sorgt für kreative Erzeugnisse, die Geheimgänge erwecken den Forscherdrang. Dazu kommen eine schöne, wenn auch detailarme Comic-Optik und ein wunderschöner Soundtrack. Jedoch gibt es auch ein bisschen was zu meckern. Die Steuerung ist manchmal ein wenig hakelig, wenn man die Platten, auf denen die Fossile liegen, genau an eine bestimmte Stelle legen will. Das sorgte manchmal für ein bisschen Frust. Im Großen und Ganzen ist Fossil Hunters ein Spaßgarant, der mit seinem innovativen Puzzle-Konzept überzeugen kann.

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