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Test zu Bomber Crew - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Bomber Crew
  • USA USA: Bomber Crew
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
10.07.2018
Vertrieb
Curve Digital
Entwickler
Curve Digital
Genre
Simulation
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Ab in die Luft!

Von Dirk Apitz () Im letzten Jahr wurde völlig überraschend der Indie-Titel Bomber Crew angekündigt. Es hat etwas lange gedauert, aber nun ist das Spiel erhältlich und das auch auf der Nintendo Switch. Das Spiel sah im Vorfeld ziemlich vielversprechend aus und könnte der nächste Indie-Hit werden, der auch noch länger unterstützt wird und allgemein auch immer wieder zu einer neuen Runde einlädt. Nun, der Funke wollte in den ersten Minuten leider nicht überspringen, doch Geduld zahlt sich hier aus, denn nur dann erreicht das Spiel sein ganzes Potenzial.

Erst sollen wir das Flugzeug gestalten und dann können wir abheben.

Wir befinden uns im Zweiten Weltkrieg und sind eine britische Lufteinheit. Im Grunde haben wir ein Flugzeug, einen richtig großen Bomber, eine Crew und ein Ziel. In den meisten Missionen müssen wir irgendetwas wegbomben. Entweder eine Waffenfabrik, ein Lager oder auch U-Boote. Dabei werden wir natürlich auch von der gegnerischen Luftwaffe angegriffen und müssen unsere komplette Crew managen. Jedes Mitglied hat seine Aufgaben. Es gibt die Flak-Schützen, den Bomber, den Kapitän, der den Flieger steuert, ein Mitglied sitzt am Radar und ein anderer bestaunt die Karte. Da es natürlich immer wieder zu Schäden kommen kann, haben wir auch einen Techniker, der das Flugzeug sogar auch von außen reparieren kann. Zwischenzeitlich müsst ihr aber auch andere Crew-Mitglieder heilen oder ein Feuer löschen. Diese Arbeiten können alle, aber ihr solltet schon wissen, welches Mitglied ihr gerade nicht braucht.

Das ist jetzt alles nur heruntergebrochen, ich gehe später noch näher ins Detail. Doch kommen wir noch schnell zum Bomber selbst. Auch dieser kann mit einer besseren Panzerung oder neuen Mechaniken ausgerüstet werden, wie zum Beispiel einem automatischen Feuerlöscher am Flügel. Das Geld bekommt ihr immer wieder durch die verschiedenen Missionen. Aber das ist noch lange nicht alles! Auch könnt ihr euer Flugzeug gestalten und so dessen Namen sowie Farbe festlegen und auch, ob ihr Logos auf den Flügeln haben wollt. Besonders cool: Das Spiel kann auch euer Profilbild von der Nintendo Switch als Bild verwenden. Eure Kreativität ist auch bei der Crew gefragt. Denn ihr könnt immer wieder neue Mitglieder rekrutieren, diesen Namen geben und auch durch kaufbare Items gestalten. Ihr könnt die Mitglieder trainieren und ausrüsten, damit sie mehr aushalten oder durch neue Fähigkeiten wie "Notlandung" das Flugzeug oder die Crew retten. Denn geht euer Flieger zu Bruch, müsst ihr wieder von vorne anfangen was die Ausrüstung angeht. Stirbt ein Crew-Mitglied, dann müsst ihr wieder ein neues rekrutieren. Für gefallene Mitglieder gibt es im Übrigen auch noch eine Gedenkstätte. Ein charmanter und netter Einfall. Ansonsten klappert ihr immer eine Mission ab und versucht, diese abzuschließen. Schafft ihr das Ziel nicht, gibt es weniger Geld. Auch kleinere Nebenmissionen, wie das Fotografieren von Basen, könnt ihr abschließen und dadurch etwas mehr Geld sammeln.

Die Feinde kommen, doch wir sind vorbereitet.

Doch Vorsicht! Ihr habt nämlich auch einiges zu beachten, wie zum Beispiel den Sprit! Damit kommen wir zum Kern-Gameplay von Bomber Crew. Ihr müsst euch das Ganze wie eine Art Simulation vorstellen, auch wenn der erste Eindruck trügt. Erfolg habt ihr nur, wenn ihr wirklich die volle Konzentration für das Spiel opfert und immer den Überblick behaltet. Am Anfang wählt ihr euren Steuermann aus und befiehlt ihm, die Motoren zu starten, abzuheben und das Fahrgestell einzufahren, damit ihr besser gepanzert seid. Außerdem bestimmt ihr die Höhe. Diese ist nicht unwichtig. Fliegt ihr zum Beispiel sehr hoch, könnt ihr feindliche Flieger umgehen, allerdings wird es dann kalt und auch der Sauerstoff wird gering, wodurch eure Crew so einige Probleme bekommen wird. Deswegen sind bei der Rekrutierung auch die einzelnen Statistiken nicht unwichtig und ihr solltet vorher immer überlegen, ob die Person in die Crew passt. Seid ihr dann endlich in der Luft und habt vielleicht auch eure Crew an den Geschütztürmen platziert, solltet ihr euer Ziel festlegen. Also wechselt ihr mit Zl die Ansicht und seht euch vom Flugzeug aus um. Habt ihr die Markierung gefunden, wählt ihr diese aus und euer Steuermann fliegt dahin. Allerdings kommt es auch mal vor, dass er die Orientierung verliert und ihr das Ziel neu festlegen solltet. Nun kommt es zum Beispiel einmal vor, dass das Ortungssystem defekt geht und hier braucht ihr dann euren Techniker, der das repariert. Ansonsten fliegt ihr ohne Ziel und wenn der Sprit ausgeht, war es das mit der Crew. Dazu wählt ihr über die B-Taste den Techniker aus und dann müsst ihr über Zr diese Einheit auf die Stelle, die repariert werden soll, ziehen.

Unten habt ihr neben der allgemeinen Anzeige für die Höhe, den Sprit oder die Temperaturen auch ein Radar. Dieses zeigt euch feindliche Flieger an und auch, wie weit weg das Missionsziel ist. Nun kommen wir also zur Action. Wer jetzt auf tolle Ballerorgien hoffte, der wird enttäuscht sein. Das Spiel beschränkt sich nur auf die Simulation. Kommen feindliche Flieger, müsst ihr wieder Zl drücken und dann diese Flieger anwählen, schon feuern die Schützen automatisch auf diese Flugzeuge. Wichtig ist, dass ihr immer gucken müsst, ob auch alle Flieger anvisiert sind, ansonsten wird nicht auf diese geschossen. Euer Bomber dagegen liegt gemütlich am Boden und beobachtet das Ganze vom Fenster aus. Wenn ihr das Ziel bombardieren wollt, dann müsst ihr erst die Bomben laden, die Klappe öffnen und dann geduldig warten, bis ihr über dem Ziel seid. Dazu hilft euch ein kleines Fenster, das dann erscheint und ihr so besser abschätzen könnt, wann ihr abfeuert. Aber Vorsicht! Habt ihr einmal die Bomben gezündet, müssen diese auch treffen, denn eine zweite Chance habt ihr nicht! Trefft ihr nicht, müsst ihr ohne erfolgreich abgeschlossener Mission zurückfliegen. Auch kann der Bomber von oben fotografieren, was für einige Missionen wichtig ist.

Jetzt müsst ihr bedenken, dass ihr das alles gleichzeitig machen müsst. Besonders, wenn ein Feuer ausbricht oder ein Mitglied medizinische Unterstützung braucht, kann es sehr hektisch werden und eine gute Koordination ist gefragt. Dazu natürlich immer die Anzeigen im Auge behalten! Der Einstieg ist dabei sehr schwierig. Die Steuerung ist nicht wirklich selbsterklärend und auch das Tutorial ist etwas verwirrend. Gerade am Anfang müsst ihr überlegen, was ihr genau drücken müsst, damit ihr das machen könnt, was ihr gerade machen wollt. Gerade die Crewauswahl mit der B-Taste ist am Anfang etwas schwierig. Ihr müsst die Taste gedrückt halten, um in die Crew-Auswahl zu kommen. Mit dem linken Stick könnt ihr dann das Mitglied auswählen. Wollt ihr es auf einer anderen Position haben, dann müsst ihr Zr drücken und den Punkt auswählen. Hier hatte ich oft Schwierigkeiten, in der richtigen Situation auch die richtige Taste zu drücken. Am Ende müsst ihr wieder landen und dann gibt es eine Auswertung, Geld und eure Mitglieder steigen ein Level auf, wenn sie die Mission überlebt haben.

Alles brennt und nun müssen wir die Nerven behalten!

Nach einiger Zeit gewöhnt ihr euch aber an die Steuerung und dann entfaltet das Spiel auch wirklich seinen Tiefgang. Die verschiedenen Missionen motivieren euch, immer besser zu werden und euch auch besser auszurüsten. Gerade in den ersten Missionen werdet ihr auch hin und wieder scheitern oder ein Mitglied stirbt. Aber auch die Nebenaufgaben als besondere Herausforderung sind wirklich spaßig und sorgen für etwas Abwechslung. Leider verzichtet das Spiel auf einen kooperativen Modus, sodass ihr immer alleine unterwegs seid. Das ist schade, würde sich das Spiel dafür doch ganz gut anbieten. Ansonsten solltet ihr wissen, dass der Schwierigkeitsgrad sehr hoch ist und ihr eine Mission nicht einfach so nebenbei spielen könnt. Hier wird euch alles abverlangt! Am Ende besteht eure Motivation daraus, euer Flugzeug zu erweitern und auch sogenannte Hauptmissionen abzuschließen. Bis dahin vergeht aber noch viel Zeit.

Die Präsentation ist eine Mischung aus Manga- und Pixel-Grafik. Ok, die Umgebungen am Boden sind schlicht und kaum der Rede wert. Dafür kann der Rest überzeugen, wenn man auf diesen Stil steht. Von der Optik soll man sich nicht täuschen lassen, da der kindliche und leichte Look vom Schwierigkeitsgrad und dem Tiefgang des Spieles etwas ablenkt. Kommt es zu Gefechten oder Explosionen, passiert dann auch sehr viel auf dem Bildschirm und dabei bleibt das Spiel stets flüssig. Obwohl das Ganze alles andere als realistisch wirkt, so ist das Gefühl, in der Luft oder in einem Gefecht zu sein, doch sehr authentisch. Das liegt auch an der Soundkulisse. Das Metall knirscht, die Schüsse klatschen auch akustisch auf euren Bomber und die Motoren rattern. Das verdient für so einen kleinen Titel wirklich Respekt. Des Weiteren sind auch Löcher im Bomber oder gar ganz zerstörte Teile dauerhaft sichtbar, bis das Flugzeug am Boden wieder repariert wird.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Bomber Crew

Meinung von Dirk Apitz
Das Spiel kann sehr komplex sein und gerade am Anfang, wenn die Steuerung noch nicht verinnerlicht ist, auch etwas frustrierend. Ja, der Stil muss einem gefallen, ansonsten wird man es noch schwieriger haben, in das Spiel zu kommen und sich selbst zu motivieren. Habt ihr aber alle Hürden überwunden, könnt ihr euch auf ein herausforderndes und gleichzeitig interessantes Konzept freuen. Das Spiel wird zudem auch regelmäßig geupdated und auch Erweiterungen, für echtes Geld, sind möglich. Wer so eine Art Simulation sucht, für den werden sich auch die Erweiterungen lohnen und allgemein wird ihn das Spiel noch sehr lange fesseln.
Mein persönliches Highlight: Jede abgeschlossene Mission ohne Verluste!

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