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Test zu Holy Potatoes! A Weapon Shop?! - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Holy Potatoes! A Weapon Shop?!
  • USA USA: Holy Potatoes! A Weapon Shop?!
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
12.07.2018
Vertrieb
Rising Star Games
Entwickler
Daylight Studios
Genre
Simulation
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Heilige Kartoffel! Seit wann können Kartoffeln Waffen schmieden?!

Von Thomas Steidle () Kartoffeln sind eine tolle Sache. Mit dem Gemüse lassen sich Pommes, Chips, Salate, Bratkartoffeln und vieles mehr machen. Was ist aber, wenn ich euch sage, dass Kartoffeln auch Waffen schmieden können und deren Währung Stärke ist? Genau darum geht es in Holy Potatoes! A Weapon Shop?!. Eure Aufgabe ist es, als Kartoffel die Werkstatt eures Großvaters weiterzuführen und geschmiedete Waffen für viel Geld weiterzuverkaufen. Das könnte eventuell spannender klingen als es tatsächlich leider ist, aber auf die genauen Details komme ich gleich zurück.

In vielen Dialogen vom Spiel werdet ihr relativ schlechten Anspielungen begegnen.

Nachdem ihr die Werkstatt von eurem Großvater übernommen habt, kommt der sogenannte Agent 46 ins Spiel. Er scheint ein Bekannter eures Alten gewesen zu sein und hat vor, euch ziemlich abzuzocken. Nicht nur verlangt er von euch Stärke – die Währung im Spiel und zugleich ein schlechter Wortwitz –, er erklärt euch auch ein paar der Grundlagen vom Spiel. Letztenendes ist die Geschichte des Spiels nicht großartig spannend, sondern nur Mittel zum Zweck und ihr versucht, der beste Schmied zu werden. Dazu kommen noch weitere ziemlich schlechte Wortwitze und Anspielungen wie "Aus diesem Film ... Alice im Kartoffelland?". Diese kommen in so gut wie jedem Gespräch mindestens einmal vor und sind eher zum Fremdschämen als zum Lachen.

Um Waffen schmieden zu können, müsst ihr erst einmal einen eurer Schmiede zum Erkunden von Gebieten oder zum Kaufen von Materialien schicken, weshalb sie in dieser Zeit nicht zum Waffenschmieden zur Verfügung stehen. Solltet ihr benötigte Materialien für eure Waffen beisammen haben, könnt ihr mit dem Schmieden beginnen. Hierbei müsst ihr beachten, an wen ihr die Waffe verkaufen wollt. Jeder Käufer will nämlich, dass die Waffe einen bestimmten Hauptwert hat. An Werten gibt es Angriff, Präzision, Tempo und Magie. Wie hoch diese ausfallen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einerseits sind die Werte eurer verschiedenen Schmiede wichtig. So habt ihr am Anfang drei Schmiede, welche alle auf einen eigenen Wert ausgelegt sind. Einen vierten, welcher für den Magiewert zuständig ist, erhaltet ihr später. Allerdings könnt ihr deren Klasse wechseln und so können sie sich auch anderen Werten widmen. Andererseits steht euch während des Schmiedens die Möglichkeit offen, durch einen internen oder externen Handwerker einen Wert nochmal zu erhöhen. Zuletzt könnt ihr beim Erkunden gefundene Verzauberungen am Ende des Schmiedens auf die Waffe anwenden, welche einen Wert weiter anheben.

Eure Schmiede haben alle verschiedene Werte, wodurch sich dann die Endwerte der Waffen ergeben.

Solltet ihr eure Waffe geschmiedet haben, geht es über zum Verkauf des guten Stücks. Hierbei schickt ihr wie bei vielen Aktionen einen eurer Mitarbeiter weg, welcher die Waffe verkaufen geht. Nach kurzer Zeit werden euch verschiedenste Angebote eingeblendet, von welchen ihr euch für eines entscheiden könnt. Hier spielen jetzt die verschiedenen Waffenwerte eine Rolle, da – wie vorhin erwähnt – jeder Kunde auf spezielle Waffen und Werte achtet. Umso mehr die Waffe den Erwartungen des Kunden entspricht, desto mehr Geld bekommt ihr. Nachdem euer Schmied vom Verkaufen zurück ist, bekommt ihr das Geld zugeschrieben und das ganze Spiel mit dem Materialien Sammeln, Schmieden und Verkaufen geht wieder von vorne los. Später könnt ihr auch weitere Schmiede einstellen und zusätzliche Gegenden erforschen. Eigentlich macht ihr im Spiel immer nur die selben Aktionen und somit ist Abwechslung kaum bis gar nicht vorhanden. Euch stehen zwar noch andere Funktionen wie neue Waffen zu erforschen, die Arbeiter in den Urlaub zu schicken und mehr zur Verfügung, aber schlussendlich resultiert dies nur in Warterei und Knopfdrückerei durch irgendwelche Menüs. Schwierigkeit ist kaum vorhanden, da ihr bereits nach kurzer Zeit genau wisst, wie ihr am meisten Geld machen könnt.

Mit enthalten im Spiel ist außerdem eine Zusatzgeschichte namens "Spud Tales: Journey to Olympus", die von Göttern handelt. Ihr müsst "Herclueless" eine Waffe schmieden, damit er wieder würdig genug ist, in den Olymp zu Zeus zurückzukehren. Bis auf andere Dialoge und Umgebungen unterscheidet sich dieser Inhalt allerdings nicht großartig vom Hauptspiel und ihr schmiedet weiterhin Waffen nach dem altbekannten Muster. Abwechslung fällt hier definitiv dürftig aus. Leider dürft ihr auch keinen einprägsamen Soundtrack erwarten. Jede Jahreszeit (das Spiel ist in Jahre, Monate, Tage und Uhrzeit gegliedert) könnt ihr andere Musik erwarten, die euch zwar nicht nervt, aber auch nicht im Kopf bleiben wird. Außerdem dürft ihr mit ein paar unübersetzten Sätzen und Wörtern rechnen. Zwar ist das Spiel zu sehr großen Teilen auf Deutsch, allerdings konnte ich auch zwei unübersetzte Zeilen auf Englisch entdecken. Das ist allerdings nur ein marginaler Negativpunkt.

Redaktionswertung

4

Erträglich

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Unser Fazit zu Holy Potatoes! A Weapon Shop?!

Meinung von Thomas Steidle
Insgesamt lässt sich sagen, dass Holy Potatoes! A Weapon Shop?! vielleicht Fans von dieser Art Spiel gefallen könnte. Das Spielprinzip vom Besorgen der Materialien, vom Schmieden der Waffen bis hin über zum Verkauf ebendieser wird schnell repetitiv und ist nach kurzer Eingewöhnungszeit eintrainiert. Bis auf sehr wenige Ausnahmen macht man dauerhaft das Gleiche im Spiel und da die Geschichte nur Mittel zum Zweck und noch dazu mit schlechten Wortwitzen gespickt ist, hilft diese der Motivation auch nur wenig. Sollte man etwas Unkompliziertes und Wiederholendes mögen, könnte man mit dem Spiel allerdings Spaß haben.
Mein persönliches Highlight: Die witzige Idee, dass viele Charaktere des Spiels Kartoffeln sind.

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