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Test zu All-Star Fruit Racing - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: All-Star Fruit Racing
  • USA USA: All-Star Fruit Racing
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
13.07.2018
Vertrieb
PQube
Entwickler
3DClouds.it
Genre
Rennspiel, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Auf die Früchte… fertig… LOS!

Von Krispin Berndt () Ja, zugegeben: Meine Erfahrung mit Rennspielen auf der Nintendo Switch war in letzter Zeit nicht so positiv. Entweder kommt der Hybrid von Nintendo an seine technischen Grenzen, obwohl es dazu keinen triftigen Grund gibt, oder man bekommt immer wieder aufs Neue etwas Altes vorgesetzt, was man eigentlich sonst nur von einer gewissen, jährlich erscheinenden Fußball-Simulation kennt. Trotz des Aufschreies im Internet, der durch eine gewisse Ähnlichkeit zu einem anderen überaus erfolgreichen Franchise von Nintendo zustande kam, war ich gespannt auf All-Star Fruit Racing. Warum? Weil ich Rennspiele mag. Und ich mag Früchte. Perfekte Voraussetzungen für ein paar schöne Spielstunden, oder? Lasst es uns herausfinden…

Tropische Beats sorgen für einen sommerlichen Vibe.

Wenige Sekunden nachdem ich das Spiel gestartet hatte, wurde ich nicht nur von einem durchaus ansprechenden Intro-Video mit den Charakteren und Szenen aus dem Spiel in Empfang genommen, sondern bekam die volle Dröhnung Dubstep-Musik auf die Ohren, die durch den Bass durchaus jedes kleinste Staubkorn von den Boxen der Heimkinoanlage pfeffern sollte. Mit dem „Soundtrack“ von dem Spiel beweisen die Entwickler definitiv großen Mut. Vorerst geht es aber – selbstverständlich – in das Tutorial von All-Star Fruit Racing.

Manchmal ist es gar nicht so einfach sich auf das Fahren und Kombinieren der Früchte zu konzentrieren.

Als erstes wurde mir die Grundsteuerung vorgestellt. Das heißt: vor- und rückwärtsfahren, bremsen und nach Hinten schauen. Erst wenn man die „Ziele“ vom Tutorial gemeistert hat geht es auf die nächste Strecke zum weiteren Tutorial. Als nächstes stand das Driften auf dem Programm. Doch sollte man es mit dem Driften nicht übertreiben, da die Gefahr besteht, dass der Motor explodiert und man dadurch eine Vollbremsung hinlegt. Nun kommen wir zu dem, was das Spiel von anderen abheben soll. Die sogenannten „Juicer“ sind Fähigkeiten, mit denen man unter anderem einem selber einen Temposchub geben kann oder dem Gegner fiese Fallen stellt. Dazu hat man in der unteren rechten Ecke die „Fruit Tanks“, welche man mit den Früchten, welche man in Form von Blasen mit der entsprechenden Frucht auf den Strecken findet, befüllen muss. Dabei gibt es vier verschiedene Sorten, die für jede Jahreszeit stehen.

Jetzt hatte ich die Möglichkeit, die Tanks voneinander zu trennen, um verschiedene Kombinationen und andere Vor- oder Nachteile auszuprobieren. Zudem hat jeder Charakter eine eigene Spezialattacke. Diese kann man nur einsetzen, wenn jeder der vier Tanks gefüllt und miteinander verbunden ist. Doch das Highlight des Tutorials war definitiv die Hupe. Diese war zuerst ein typisches „ba dum tss“ gefolgt von einer ziemlich hohen Lache. Dies war unerwartet, aber amüsant und sorgte für ein ganz breites Grinsen. Auch kann man zwischen Ego- und Third-Person-Perspektive auswählen. Mit den Pfeiltasten kann man sich, entsprechend der jeweiligen Richtung der Tasten, umsehen.

Die längeren Ladezeiten werden mit Fakten über Früchte erträglicher gemacht.

Ist das Tutorial überstanden, findet man sich im übersichtlichen Hauptmenü wieder. Dort konnte ich neben vielen verschiedenen Modi wie Trainingseinheiten, eigene Rennen, Meisterschaften und Zeitrennen auch den Karriere-Modus auswählen. In diesem schaltet man nach und nach weitere Strecken und Charaktere sowie kosmetische Items oder Einzelteile für das eigene Kart frei. Und damit ist man eine ganze Zeit beschäftigt. Denn es gibt in All-Star Fruit Racing 21 verschiedene Strecken in unterschiedlichen Biomen und 22 weitere Fahrer, die darauf warten freigeschaltet zu werden. Das Gameplay ist simpel und komplex zugleich.

Um einen lang anhaltenden Spielspaß zu garantieren, gibt es eine ganze Menge freizuschalten.

So leicht die Mechanik auch erscheinen mag, es bedarf durchaus einige Rennen zur Vorbereitung und das erfolgreiche Meistern des Karriere-Modus. Die vielen unterschiedlichen Kombinationen von den Früchte-Tanks machen das Spiel umfangreich und jedes Rennen spannend. Die Ladezeiten zwischen den Rennen sind zwar nicht gerade kurz, aber auch nicht lang genug, um einen wirklich großen und negativen Einfluss auf den Spielfluss zu nehmen. Um die Wartezeit im Ladebildschirm etwas aufzulockern, haben die Entwickler witzige Fakten über Früchte eingebaut, welche teilweise durchaus interessant sind. Wusstet ihr zum Beispiel, dass Orangen nicht auf natürlichem Wege entstanden, sondern eine Kreuzung aus einer Mandarine und einem Pomelo (Chinesische Grapefruit) sind? Ich jedenfalls nicht. Die Grafik besitzt dank der gelungenen Nutzung der Unreal Engine 4 seinen eigenen Charme. Die Strecken sind bunt, detailreich und liebevoll gestaltet.

Im TV-Modus sieht das Spiel dabei um Längen besser aus als im Handheld-Modus. Dort wird die Grafik schon merklich herunterskaliert und die Texturen sind leicht verwaschen. Zwar gehen hier und da die Frames mal kurz in den Keller eine neue Flasche Wasser holen, aber zu großen Teilen läuft es, besonders im TV-Modus, flüssig. Etwas besorgniserregend ist hingegen der Lüfter der Nintendo Switch. Dieser fährt während dem Spielen im TV-Modus derart hoch, dass man das Gefühl hat, einen Föhn vor sich zu haben. Besonders in ruhigen Umgebungen hört man den Lüfter aus normaler Entfernung. Auch steigt die Temperatur der Rückseite von der Konsole nach einer längeren Session im Handheld-Modus. Diese lässt sich allerdings aushalten, saugt aber dementsprechend den Akku recht schnell leer. Der Soundtrack wechselt ständig zwischen Dubstep-Musik und tropischen Melodien. Dies sorgt für eine gelungene Abwechslung und passt sich dem Spiel toll an.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu All-Star Fruit Racing

Meinung von Krispin Berndt
Viel wurde im Vorfeld über All-Star Fruit Racing berichtet. Es ist nicht abzustreiten, dass sich die Entwickler an dem Mario Kart-Franchise orientiert haben – und das ist auch völlig in Ordnung. Denn von einem „Abklatsch“ oder „Klon“ ist das Spiel weit entfernt. Auch wenn die ganzen Früchte-Boni und Kombinationen anfangs etwas verwirrend sind, kommt man schnell hinter die nötige Taktik. Das Spiel läuft dabei super flüssig, egal ob im TV- oder Handheld-Modus. Auch der Umfang vom Spiel sollte nicht verachtet werden. Es gibt genug Strecken und Herausforderungen für einige Stunden Spielspaß. Zudem soll noch in diesem Jahr ein Multiplayer-Modus für All-Star Fruit Racing erscheinen. Damit dürfte dann spannenden Online-Partien nichts mehr im Wege stehen. Sobald dieser erscheint, wird es das Spiel noch einmal aufwerten und kann dann definitiv als tolle und abwechslungsreiche Alternative zu Mario Kart 8 Deluxe koexistieren. Rundum ist All-Star Fruit Racing wirklich gelungen und sollte von jedem, der etwas Abwechslung zu Mario Kart haben möchte, angesehen werden. Die technischen Mängel sind in diesem Fall meiner Meinung nach absolut zu verschmerzen. Die Entwickler haben das Spiel selbst noch ein Jahr nach der Veröffentlichung auf dem PC mit Patches unterstützt und es ist wahrscheinlich, dass auch noch der ein oder andere Patch zur Fehlerbehebung auf der Nintendo Switch folgen wird.
Mein persönliches Highlight: Der wirklich angenehme und sommerliche Soundtrack und die verschiedenen Möglichkeiten, die Früchte miteinander zu kombinieren.

Kommentare 2

  • johnchrono Deine Mudder - 03.08.2018 - 14:40

    "Viel wurde im Vorfeld über All-Star Fruit Racing berichtet." ... bei euch gibts dazu vier Artikel. ;)

    Aber ansonsten sieht es wahrlich nich so kacke aus, wie der Name vermuten lässt. :)
  • Turismo86 Turmknappe - 04.08.2018 - 01:06

    Im Test wird fast nur positives berichtet, kriegt aber nur eine 6? Jetzt wo ich den Test gelesen habe hätte ich zumindest mit einer 7 gerechnet aber eine 6 ist etwas viel abgezogen ?(