Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Test zu The Lost Child - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: The Lost Child
  • USA USA: The Lost Child
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
22.06.2018
Vertrieb
NIS America
Entwickler
Kadokawa Games
Genre
RPG
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
Besitzt du dieses Spiel?
Anmelden
Magst du dieses Spiel?
Jetzt kaufen und ntower unterstützen
Amazon eBay

Im Krieg zwischen Himmel und Hölle

Von Daniel Busch () Dungeon Crawler besitzen vor allem auf Handheld-Geräten wie zum Beispiel dem Nintendo DS viele Liebhaber. Ihr blickt durch die Augen des Protagonisten, klickt euch schrittweise durch dunkle Gewölbe und werdet ab und an in Kämpfe gegen Monster verstrickt. Das Genre muss allerdings auch oft mit einem restriktiven Gameplay und minimalistischer Grafik kämpfen. The Lost Child, welches nun für die Nintendo Switch erhältlich ist, tritt genau in dieselbe Sparte und ist darüber hinaus etwas von Shin Megami Tensei oder Pokémon beeinflusst.

Wie für einen Dungeon Crawler üblich verbringt ihr in The Lost Child viel Zeit in labyrinthartigen Gewölben.

Ihr schlüpft in die Rolle des noch jungen Journalisten Hayato, der für ein Magazin für Okkultes schreibt. In Tokyo untersucht er dabei eine Reihe von paranormalen Fällen. Als ihn seine Recherchen zu einer U-Bahn-Station in Shinjuku führen, wird er dabei auf die Gleise gestoßen. Jedoch eilt ihm ein Engel schnell zur Hilfe und zieht ihn wieder hoch. Von ihr erhaltet ihr einen Koffer mit einer göttlichen Pistole. Es stellt sich heraus: Ihr seid der Auserwählte, der im Krieg zwischen Himmel und Hölle verwickelt wird. Im weiteren Spielverlauf werdet ihr also gegen zahlreiche Dämonen und Monster in verwinkelten Gewölben – im Spiel „Layers“ genannt – kämpfen müssen. Ihr seid aber nicht allein unterwegs, denn eine Dame, die von sich behauptet, ebenfalls ein Engel zu sein, schließt sich euch an und steht euch nicht nur mit viel Wissen, sondern auch mit ihren magischen Kräften zur Seite. Durch Lua habt ihr immer eine Geprächspartnerin zu Seite, die euch durch zahlreiche Dialoge in der Handlung voranbringt und auch durch Erklärungen ins Spielgeschehen einführt. Dabei sind übrigens fast alle Dialoge vertont (leider nicht auf Deutsch). Auch die Bildschirmtexte sind nur auf Englisch. Die Dialoge sind im Visual Novel-Style gehalten.

Während am Anfang noch alles recht nebulös erscheint – was auch so sein soll – bringt ihr dank eurer Recherchen und eurer im Himmelreich sehr vertrauten Partnerin immer mehr Licht ins Dunkel. Als Operationsbasis dient quasi die kleine Redaktion des Magazins LOST, von wo aus auch ihr immer Aufträge erhaltet. Diese führen euch zu paranormalen Untersuchungen, bei denen ihr einerseits Bewohner befragt und auch durch zahlreiche Dungeons umherirrt. In den Layers und dem Kämpfen liegt natürlich das Herz des Spiels. Dabei wechselt das Spiel in eine Egoperspektive, während ihr durch die Gewölbe schreitet, wie man es von Dungeon Crawlern gewohnt ist. Ab und zu gibt es auch einige Rätsel zu lösen. Die Karte wird dabei automatisch für euch mitgezeichnet und ist stets auf dem Bildschirm zu sehen. Ansonsten würdet ihr ziemlich schnell die Orientierung verlieren. Die Grafik in den Layers ist dabei nicht wirklich berauschend, sondern eher zweckdienlich. Viele Gänge und Räume sehen absolut gleich aus. Da sieht der Rest des Spiels deutlich besser aus. Regelmäßig werdet ihr von Zufallskämpfen überrascht, denn in den Layers lauern unheimliche Monster, die euch alle feindlich gesinnt sind.

Die Gewölbe sind voller gefährlicher Monster, gegen die ihr euch behaupten müsst. Ihr könnt sie auch einfangen und Teil eures eigenen Teams machen. Pokémon lässt grüßen.

Das Kampfsystem ist Rollenspiel-typisch rundenbasiert ausgelegt. Es ist sehr einfach zu erlernen und erinnert neben Final Fantasy teilweise auch ein bisschen an Pokémon, denn ihr müsst auf die Element-Schwächen der gegnerischen Monster achten. Zudem könnt ihr die Monster mithilfe eurer göttlichen Pistole einfangen und zu euren Verbündeten machen. Ihr könnt euch eure eigene Party erstellen, in der ihr gefangene Monster und Dämonen für eure Seite kämpfen lassen könnt. Dabei könnt ihr neben Hayato und Lua bis zu drei verbündete Monster in eure Gruppe aufnehmen. Die Monster und Dämonen werden im Spiel Astrale genannt. Die Astrale sind zwar meist sehr kreativ gestaltet doch – so wie auch die Charaktere – wird euch nur ein Standbild geboten. Dieses wabbelt bei den Monstern meist ein wenig umher, ändert aber dennoch nichts an der limitierten Grafikpracht des Spiels. Mehr als 100 Astrale finden sich im Spiel und können von euch gefangen werden. „Schnapp sie dir alle“, wie wir aus Pokémon kennen. Apropos: Astrale lassen sich auch entwickeln, wenn sie durch Erfahrung und Kämpfe ihre höchste Stufe erreicht haben. Dadurch werden sie stärker und ändern ihr Aussehen, starten dann aber auch wieder bei der ersten Stufe. Doch wie erreichen Astrale höhere Stufen? Nicht etwa durch Erfahrungspunkte. Hier kommt das Karmasystem ins Spiel. Es gibt drei verschiedene Arten von Karma zu sammeln. Etwa durch gewonnene Kämpfe als Belohnung oder durch getätigte Entscheidungen in Dialogen. Damit lassen sich gefangene Monster reinigen (erst dann lassen sie sich eurer Gruppe hinzufügen) oder aber eben aufleveln.

Falls ihr noch nicht viel Erfahrung mit Dungeon Crawlern habt, dann ist das überhaupt kein Beinbruch. The Lost Child richtet sich eher an Neulinge in diesem Genre. So ist der Schwierigkeitsgrad auch eher moderat. Nur an den Bossgegnern kommt ihr nicht so leicht vorbei. Alles in allem sind aber drei Schwierigkeitsstufen anwählbar, sodass für jeden der passende dabei sein sollte.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu The Lost Child

Meinung von Daniel Busch
NIS America bietet uns mit The Lost Child solide Rollenspiel/Dungeon Crawler-Kost mit rundenbasierten Kämpfen und einem gehörigen Pokémon-Kniff beim Monsterfangen. Über 100 Astrale erwarten euch in The Lost Child. Die Handlung bietet zwar keine allzu großen Überraschungen, ist aber dennoch unterhaltend. Grafisch erwartet uns definitiv keine große Perle – die handgezeichneten Standbilder sind zwar hübsch anzusehen, lassen aber Animationen fast komplett missen. Auch sehen die Korridore in den Layers recht trist aus. Fans von Shin Megami Tensei oder Etrian Odyssey können aber mal einen Blick wagen – auch komplette Neueinsteiger in das Genre werden durch den recht einfachen Schwierigkeitsgrad nicht abgeschreckt.

Kommentare 1

  • Skerpla 任天堂 - 06.08.2018 - 15:17

    Der Preis ist vielleicht etwas hoch angesetzt im Gegensatz zum Umfang. Man muss mit dem Konzept sehr vertraut sein, aber dann lohnt es sich so richtig.