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Test zu Candle: The Power of the Flame - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Candle: The Power of the Flame
  • USA USA: Candle: The Power of the Flame
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
26.07.2018
Vertrieb
Merge Games
Entwickler
Teku Studios
Genre
Adventure, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Knuffiger Protagonist trifft auf Rätsel und Wasserfarben

Von Lisa Zander () Das Puzzle-Adventure-Spiel Candle: The Power of the Flame kommt mit einer dramatischen Vorgeschichte daher: Die Götter haben die Welt vier Mal erschaffen. Grund für die mehrfache Neuerschaffung der Welt waren Kriege unter den Menschen und das daraus resultierende Chaos in der Welt, welches die Götter nur durch ihre Zerstörung beseitigen konnten. In der fünften Phase der Welt spielt ihr Teku, eine Art Baummensch mit einer Kerze als Hand. Das Spiel beginnt mit einem Angriff des feindlichen Stammes der Wakcha auf euer Dorf. Mit Entsetzen stellt ihr fest, dass euer Lehrmeister, der Schamane, von den Wakcha entführt wurde. Entschlossen, ihn wieder zurück ins Dorf zu bringen, startet ihr euer Abenteuer.

An die Kerze, fertig, los!

Was für Rätsel lauern in diesem Gebiet wohl auf euch?

Auf der Suche nach dem Schamanen durchquert ihr verschiedenste Gebiete, begegnet neben den Wakcha auch anderen Gegnern und müsst viele Rätsel lösen. Da Teku kein Kämpfer, sondern – nicht zuletzt wegen seiner Kerzenhand – eine Leuchte ist, könnt ihr eure Gegner nur mit Köpfchen besiegen. Betretet ihr ein neues Gebiet, werdet ihr mit gefühlt dutzenden neuen Rätseln überflutet, die von euch gelöst werden wollen. Umfasst die Gegend viele Gebiete, müsst ihr häufig hin und her rennen, um die Rätsel zu lösen.

Gerade, wenn ihr kurz auf dem Schlauch steht und nicht wisst, was ihr als nächstes tun sollt, werdet ihr euch dabei erwischen, planlos von einem Gebiet zum nächsten zu pendeln. Dies kann schnell für Frust sorgen, was erst in späteren Gegenden, durch die Verkleinerung dieser auf weniger Gebiete, übersichtlicher wird. Solange können ungeduldige Spieler unter euch schnell frustriert werden und vielleicht eher nach einer Lösung des Rätsels online suchen.

Erreicht ihr eine neue Gegend, bekommt ihr in einer Zwischensequenz besonders hübsche Wasserfarbbilder zu sehen.

Die Rätsel sind sehr abwechslungsreich und zum Teil auch äußerst knifflig. Häufig müsst ihr neue Gegenstände finden und sie einem anderen Charakter im Spiel geben, der euch daraufhin mit einem weiteren Item belohnt oder euch auf eine andere Weise hilft. Andere Rätsel können sich auch nur um das Licht eurer Kerze drehen oder um die korrekte zeitliche Abstimmung verschiedener Mechanismen. Oftmals wird die Lösung eines Rätsels auch erst offensichtlich, wenn man durch das Lösen eines anderen Problems etwas Neues freilegt. Diese Verbindung zwischen den Rätseln gestaltet das Vorankommen im Spiel meist noch schwieriger. Für alle Knobelfreunde dürfte dies jedoch ein positiver Aspekt sein.

Mit Teku könnt ihr durch die Gebiete gehen, laufen, springen, schwimmen und mit Objekten interagieren. Müsst ihr einen Abgrund überqueren und von einer Plattform zur nächsten hüpfen, erfordert dies etwas Geschick und oftmals leider auch Glück. Denn die Steuerung kann zum Teil schwerfällig sein, was vor allem an einer späteren Stelle im Spiel, bei der ihr euch schneller bewegen müsst als zuvor, anstrengend ist. So kann es vorkommen, dass ihr zum Rand einer Plattform lauft und springen wollt, doch springt Teku dann nicht mehr, sondern fällt in den Abgrund. Diese Ungenauigkeit beim Steuern macht solche Abschnitte, die ihr mehrmals durchqueren müsst, unangenehm und verlangsamt den Spielfluss. Wer sich generell gemächlich durch das Spiel bewegen will, stört sich hieran vielleicht nicht; doch kann es diejenigen unter euch nerven, die keine Geduld fürs langsame Durchqueren von bekannten Gebieten haben.

Schrullig wie der Maskenhändler aus Zelda, doch mit extrem kniffligen Rätseln ausgestattet: der Sammler.

Wie ihr auf den Screenshots sicherlich schon erkennen konntet, ist der Grafikstil von Candle besonders farbenfroh gehalten. Das Spiel wurde komplett mit Wasserfarben und Tinte gezeichnet und sticht damit aus der Menge der Indie-Titel heraus. Zusammen mit einem ruhigen Soundtrack bilden Optik und Akustik eine einzigartige Kulisse für das Rätselspiel um Teku. Die in Wasserfarben erzählte Geschichte baut sich langsam im Verlauf des Spiels auf und sorgt für Spannung. Da es keine Sammelobjekte neben den in den Rätseln verwendbaren Items gibt und auch die Story stets gleich bleibt, gibt es keinen besonderen Grund, nach Abschluss des Spiels erneut mit Teku loszuziehen. Aufgrund der kniffligen Rätsel und der Menge an Text, die von einem Englisch sprechenden Erzähler begleitet wird, ist dieser Titel zudem nichts für Kinder. Knobel-Fans mit hoher Frustrationstoleranz auch bei schwammiger Steuerung sollten mit Teku hingegen viel Spaß haben.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Candle: The Power of the Flame

Meinung von Lisa Zander
Teku ist ein knuffiger Geselle, mit dem ihr euch einem Rätsel nach dem anderen stellen müsst. Die Steuerung ist zum Teil schwerfällig und die Rätsel oftmals über viele Gebiete verstreut, was euch bei gelegentlicher Planlosigkeit gerne mal viel Fußarbeit leisten lässt. Eine interessante Story und die Vielfalt an Rätseln tröstet über diese Schwächen hinweg und auch der Grafikstil trägt zu einem positiven Spielerlebnis bei. Wer nicht gerne knobelt und schnell zur Komplettlösung greift, wird Teku sicherlich schnell sich selbst überlassen. Doch wer Rätselspiele mag und auch gerne ein paar Kopfnüsse knackt, macht mit Candle: The Power of the Flame nichts falsch.
Mein persönliches Highlight: Die Theatralik der Wakcha, wenn sie einen zu Boden werfen (außer man lässt sich gefühlt zwanzig Mal hintereinander von ihnen erwischen).

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