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Test zu Assault Gunners HD Edition - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Assault Gunners HD Edition
  • USA USA: Assault Gunners HD Edition
  • Japan Japan: Assault Gunners HD Edition
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
05.07.2018
Vertrieb
Marvelous
Entwickler
Honey Parade Games
Genre
Action, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Lasst das Hirn doch zu Hause.

Von Dirk Apitz () Ursprünglich war geplant, dass Assault Gunners nur für den asiatischen Markt erhältlich ist. Dazu muss man sagen, dass dieses Mecha-Spiel auch extrem speziell ist und im Westen wohl eher untergegangen wäre. Aus irgendeinem Grund kommt dieses Spiel nun doch zu uns und das gleich noch aufpoliert. Jetzt erreicht das Spiel auch die Nintendo Switch und es zeigt sich, dass das Spiel auch dank anderer Sachen bei uns wohl gescheitert wäre und wohl scheitern wird.

Dies fängt schon mit der Geschichte an. Spannende Inszenierung oder wenigstens eine Bebilderung wäre ganz cool, aber das Spiel fängt mit einer Textwand an und demonstriert uns gleich, aus welcher Zeit dieser Titel wohl kommt. Das wäre ja noch ok, wenn die Geschichte wenigstens etwas mehr bieten würde. So kommt es, dass es am Ende einfach nur darum geht, dass alles zerstört und der Gegner beseitigt werden soll. Eine interessante Hintergrundgeschichte oder ein paar Informationen mehr sind nicht vorhanden. Dennoch wäre, vielleicht gerade dann, eine spannendere Aufmachung möglich gewesen.

Schnallt euch an! Nein, eigentlich nicht notwendig, so rasant wird es nicht.

Aber wer braucht bei einem Ballerspiel auch schon eine geile Geschichte? So ballert man sich in der Third-Person-Ansicht durch einige Gegnerhorden und ständig explodiert etwas. Doch bevor es richtig losgeht, gibt es noch ein Tutorial. Hier wird einem ein tiefgründiges Gameplay suggeriert und sogar strategischer Tiefgang. Tatsächlich kann man andere Mechs befehligen und ja, auch die Steuerung ist relativ einfach und ich frage mich, warum das Tutorial eigentlich so lang ist. So einfach die Steuerung ist, so schwerfällig fühlt sie sich aber an. Spielt aber keine große Rolle! Ihr müsst nur stumpf auf die einzelnen Gegner ballern und kommt dennoch zum Ziel. Ich würde also sagen, das Spiel zeigt im Tutorial, wie das Spiel hätte werden können. Auch das Leveldesign führt eher dazu, dass ihr nur drauflosballert. Leveldesign ist ein Begriff, den man für dieses Spiel wohl gar nicht wählen sollte. Am Ende ist es eigentlich nichts weiter als ein Wellenmodus, wo jedes Level einfach nur immer größer wird.

Ja, für viele Spieler reicht das bestimmt und einige werden sich sagen, dass es auch Spiele geben muss, wo das Hirn einfach mal in den Urlaub darf. Sicher und da stimme ich allen zu. Nur sollten diese Spiele dann auch ein wenig Herausforderung liefern. Genau das ist eben nicht der Fall. Schon auf der PlayStation Vita, wo das Spiel zuerst erschien, kann ich mir nicht vorstellen, dass das Spiel irgendwelche Leute begeisterte. Jede Bewegung und das gesamte Gameplay ist dafür viel zu schwerfällig. Klar, wir haben hier große Mechs, das bedeutet aber nicht, dass das gesamte Gameplay sich so langsam anfühlen muss und dadurch gar kein Spaß aufkommen will. Viele andere Spiele dieser Art sind ebenfalls stumpf, aber dank der Herausforderung und auch des flotten Gameplays, ist dies wenigstens spaßig und kann sogar süchtig machen. All das ist hier aber nicht vorhanden. Auch die Bosskämpfe ändern daran nichts, diese Bosse sind einfach nur größer als ihr und halten mehr aus, besitzen aber keinerlei Mechaniken. Wie die Gegner, ist auch ein Boss nur ein Mech oder ein einfacher Panzer. Kreativ waren die Entwickler scheinbar nicht.

Panzer anstelle von Mechs! Für Abwechslung sorgt das kaum.

Wer wenigstens etwas die Herausforderung sucht, sollte seinen Mech und das gesamte Team einfach nicht aufrüsten. Doch jetzt kommt das Erschreckende am Gameplay. Denn nun sind die einzelnen Mechaniken gefordert und siehe da, es klappt auch dann einfach nicht. Zum Ausweichen zum Beispiel ist euer Mech viel zu langsam und träge. Ebenfalls kommt ihr schlichtweg gar nicht mehr dazu, auch diese Mechaniken zu nutzen. So nutzt ihr nun also wieder die Upgrades und bewegt euch im Kreis, schießt, bewegt euch weiter im Kreis, schießt und das solange, bis das Level abgeschlossen ist. Solltet ihr nicht treffen, euer Team ist ja auch noch da und die KI der Gegner wirkt gegen das Team eher überfordert. Diesem Team befehligt ihr Gegner anzugreifen, euch zu folgen oder einfach nur stehen zu bleiben. Eigentlich stellt ihr nie etwas um, einfach auf Angriff lassen und mehr Tiefgang braucht es scheinbar nicht. Auch bei einem höheren Schwierigkeitsgrad, den man einstellen kann, dauert am Ende alles einfach nur länger aber wird nicht wirklich schwieriger.

Die Präsentation macht es hier nicht besser. Ja, das Ganze wurde schön hochskaliert, aber das Alter merkt man dem Spiel dennoch sofort an. Die Modelle sind, passend zum Gameplay, sehr klobig und die Animationen sehr steif. Dazu werden teilweise Texturen wiederverwendet und so richtig Abwechslung will nicht aufkommen. Auch der Soundtrack ist eher belanglos und die Toneffekte auf Dauer sogar nervig. Nein, das Spiel ist nicht mehr so wirklich zeitgemäß, läuft aber wenigstens flüssig. Der Text dagegen ist leider nicht hochskaliert und sehr pixelig oder teilweise nicht gut lesbar.

Redaktionswertung

3

Eher nicht überzeugend

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Unser Fazit zu Assault Gunners HD Edition

Meinung von Dirk Apitz
So ein Spiel wäre selbst auf dem Smartphone zu stumpf. Dieses Spiel könnte sogar ganz in Ordnung sein und die Idee ein Team zusätzlich zu befehligen, hätte das Ganze wirklich auffrischen können. Doch eigentlich ist das Team absolut irrelevant und jedes Level hat den gleichen Ablauf und bietet überhaupt keine Abwechslung, Tiefgang oder eine Herausforderung. „Hirn aus“ dient hier nur als flüchtige Ausrede, um dieses Spiel irgendwie schön zu reden. Doch jeder, der ehrlich ist, wird wissen, dass es auch dafür viel bessere Alternativen gibt, auch auf der Nintendo Switch. Selbst Mecha-Fans sollten lieber die Finger davon lassen.

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