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Test zu 1917: The Alien Invasion DX - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: 1917: The Alien Invasion DX
  • USA USA: 1917: The Alien Invasion
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
22.06.2018
Vertrieb
Korion Games
Entwickler
Andrade Games
Genre
Shooter, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Frau Dr. Brunhild Stahlmüller vs. Alien-Armee

Von Holger Wettstein () Das für die Nintendo Switch am 22. Juni erschienene 1917: The Alien Invasion DX beginnt direkt mit einer martialischen Kriegs-Story, die sehr rasant ins Skurrile abdriftet. Denn im Jahr 1917 befand sich die gesamte Welt in einem unheilvollen Krieg und Milliarden von Menschen starben im Namen des Fanatismus. Doch dieses Grauen war nur der Auftakt für eine weitaus größere Katastrophe – Endlose Schwärme bösartiger Kampfjäger attackierten Europa aus den unendlichen Weiten des dunklen Sternenhimmels. Mit ihrer weit überlegenen Waffentechnik legte die Alien-Invasion eine Großstadt nach der anderen in Schutt und Asche. Im Angesicht dieses übermächtigen Feindes mussten die zerstrittenen Nationen ihren alten Krieg beenden und gemeinsam gegen den hoch technisierten Gegner zu Felde ziehen.

Das rrrichtige Fluggerät muss sorgsam ausgewählt werden.

Ihr spielt eine extrem mutige Frau: Dr. Brunhild Stahlmüller. Sie begibt sich mit ihrem umgebauten Raumdecker „Roter Belzebub“ auf den Ritt der Walküren und stellt sich dem Kampf gegen die außerirdischen Invasoren. Die Menschheit blickt gen Himmel und sieht die letzte heldenhafte Hoffnung. Wird Stahlmüller das Blatt wenden, den Schachmeister „Überlegener Herrscherbock“ besiegen und die gesamte Menschheit mit nur einem futuristischen Fluggerät retten?

Direkt zu Beginn fällt einem die extrem retroartige und sehr grobe Pixelgrafik auf, die komplett von den Entwicklerhänden aus dem Indie-Hause Andrade Games gepixelt wurden. Den gesamten Artstyle empfinde ich persönlich als eher gewöhnungsbedürftig und er zeigt eher eine hässliche Fratze des Krieges. Besonders die Farbgebung hätte man optimaler und innovativer gestalten können. Und auch Frau Dr. Stahlmüller schaut äußerst finster aus in der Uniform. Optisch sieht das Videospiel eher nach einem sehr preiswerten Wühltisch-Spiel aus. Ich habe zumindest schon weitaus hübschere Pixelgrafiken gesehen. Die Musik beginnt mit harter Marschmusik und geht in treibende Elektroklänge über, die das sehr klassisch scrollende Shoot 'em up-Gameplay vorbildlich antreibt. Ein echter Pluspunkt gegenüber der fadenscheinigen Designumsetzung.

Zucht und Ordnung? Eher nicht...

In Sachen Gameplay erwartet euch leider so gar nichts Neues. Wer in seinem Leben schon einmal irgendeinen klassischen Shooter gezockt hat, wird sich sehr schnell zurechtfinden. Von oben herab kommt eine Schaar Aliens, die sich natürlich gegen euch stellt und aus allen Kanonen in eure Richtung ballert. Ihr stellt euch natürlich der vermeintlich übermächtigen Armee und fegt relativ hektisch alles von der Bildfläche. Ihr besitzt immer zwei Waffen und unterschiedliche Flugzeuge. Das entsprechende Flugzeug wählt ihr am Anfang aus. Anfänglich stehen euch zwei davon zur Verfügung. Eine der beiden Waffen ist euer Standard-Schuss. Die andere Waffeneinheit ist ein stärkerer Schuss, der allerdings euer beflügeltes Gefährt verlangsamt und einen ordentlichen Rückstoß nach hinten verursacht. Alles läuft weitaus präzise ab, so wie es sich für einen waschechten Arcade-Shooter gehört.

Dr. Brunhild Stahlmüller lasert mit sich mit ihrem "Roter Belzebub" durch die unzähligen Aliens.

Trotz des musikalischen Antriebs und der ordentlichen Steuerung ist 1917: The Alien Invasion DX ein frustrierendes Spielerlebnis. Der Schwierigkeitsgrad ist hoch angesiedelt. Immer wieder werdet ihr die Level von vorne anfangen, bis ihr euch alle Gegnerverhalten gemerkt habt und quasi mit dem Trial and Error-Prinzip bis zum Levelboss vorprescht. Normalerweise sollte es hier um Reflexe und schnelle Entscheidungen gehen. Das Gameplay ist somit auch nicht auf dem höchsten Niveau.

Insgesamt erwarten euch acht Level, mehr gibt es nicht. Keine zusätzlichen Inhalte, keine besonderen Features. Wer aber nicht nur alleine im Handheld-Modus auf der Couch spielen möchte, hat noch einen Zweispieler-Modus, bei dem ihr zusammen mit einem Freund im Tisch- oder TV-Modus das Weltall unsicher machen könnt. So werden die Levelbosse, wie die „Lustweibische Königin“ oder das „Grosshirn der Krankheit“, leichter zur Strecke gebracht. Generell ist das sehr harte und deutsch geprägte Wording innerhalb des Spiels die größte Skurrilität. So fallen auch mal Sprüche wie „Zucht und Ordnung“, „Folterkammer“ oder „Waffenmanufaktur“. Wahrscheinlich dürfte das nicht jedem gefallen, auch wenn es natürlich trashiger Natur ist.

Wie es sich für ein klassisches Shoot 'em up gehört, hat man vorbildlich ein Highscore-System integriert, dass durch Kombo-Möglichkeiten nochmals gesteigert wird. Aber wozu brauche ich heutzutage ein Highscore-System, wenn ich es nicht einmal online mit anderen Spielern vergleichen kann. Natürlich kann man immer und immer wieder seinen eigenen Score für sich selbst steigern, aber ich möchte doch damit auch irgendwo angeben dürfen.

Redaktionswertung

3

Eher nicht überzeugend

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Unser Fazit zu 1917: The Alien Invasion DX

Meinung von Holger Wettstein
Für 6,99 Euro bekommt ihr mit 1917: The Alien Invasion DX einen eher unterirdischen als außerirdischen Classic-Shooter, der mit etwas fragwürdigen deutschen Sprüchen und mit einer grausigen Pixeloptik bestückt wurde. Mit Dr. Brunhild Stahlmüller und ihrem „Roter Belzebub“ gegen die gigantische Alien-Armee anzukämpfen, macht einfach viel zu wenig Spaß. Das Shoot 'em up-Gameplay ist zu sehr auf das „Trial and Error“-Prinzip getrimmt und auch der Inhalt könnte wesentlich umfangreicher sein. Dagegen halten nur ein Zweispieler-Modus und der ordentliche Elektro-Soundtrack. Da gibt es leider viel bessere Genre-Vertreter.
Mein persönliches Highlight: Die seltsame Benennung der Levelbosse

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