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Test zu Ghost 1.0 - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Ghost 1.0
  • USA USA: Ghost 1.0
  • Japan Japan: Ghost 1.0
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
12.07.2018
Vertrieb
unepic fran
Entwickler
unepic fran
Genre
Adventure, Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Der Geheimtipp für Metroidvania-Fans?

Von Daniel Kania () Hin und wieder fühle ich als Redakteur und Videospieltester ein besonderes Gefühl. Das Gefühl von Überraschung. In der heutigen Zeit denkt man, man wüsste bescheid. Man hätte die Videospielwelt so gut verstanden, dass man mehr oder weniger auf den ersten Blick beurteilen kann, ob ein Spiel vielversprechend oder doch ernüchternd ausfallen wird. Und auch wenn das eigene Bauchgefühl nicht immer unrecht hat – besonders mit zunehmender Erfahrung in der Branche –, so lag es bei meinem neuesten Testspiel, Ghost 1.0, verdammt daneben. Was ich zuerst als simple 2D-Action-Kost gesehen habe, entpuppte sich als ein ambitioniertes und gelungenes Metroidvania-Abenteuer. Was Ghost 1.0 zu bieten hat, erfahrt ihr nun im Test.

Infiltriere die Nakamura-Raumstation!

Die erste Überraschung, die Ghost 1.0 zu bieten hat, erleben Spieler gleich von Beginn an. Das Abenteuer rund um unsere Protagonistin, welche schlicht unter dem Namen "Ghost" bekannt ist, kommt mit einer außergewöhnlichen Sci-Fi-Handlung daher. Die Geschichte spielt in der nahen oder fernen Zukunft und thematisiert insbesondere die jüngsten Erfolge des Nakamura-Unternehmens. Diesem gelang es scheinbar, eine so weit fortgeschrittene Künstliche Intelligenz zu erschaffen, dass sie im modernen Alltag eingesetzt werden kann. Dazu werden spezielle Roboter, die sogenannten "Naka"-Roboter, hergestellt, welche Familien etwa beim Haushaltsputz aushelfen können und das menschliche Leben im Allgemeinen erleichtern sollen. Es heißt, die Technik sei so hochentwickelt, dass die KI praktisch einen eigenen Willen habe und Wünsche entwickeln könne. Wie viel davon wohl stimmt?

In Zwischensequenzen dieser Art wird in der Regel die Geschichte erzählt. Hier sprechen die beiden in der Raumstation auffindbare 3D-Drucker an. Für Ghost sind diese praktisch Speicherpunkte, an denen sie ihr Chassis wiedererlangen kann, sollte er zerstört worden sein. Wie hochmodern und praktisch!

Hier kommen zwei der Hauptakteure des Spiels auf die Bühne. Die beiden Geeks Boogan und Jacker leben fern von der gewöhnlichen Gesellschaft und gehen jeweils ihrer Hauptbeschäftigung nach. Boogan ist Spezialist auf dem Gebiet der Roboterentwicklung, während Jacker sich als typisches Hacker-Genie auszeichnet. Trotz ihres zurückgezogenen Lebensstils beobachten sie aktuelle Weltgeschehnisse mit wachem Auge und interessieren sich deshalb für die Technologie von Nakamura. Bei ihrer Recherche fanden sie heraus, dass die Nakas den Code für ihre teuflisch gute KI nicht lokal abgespeichert haben, sondern dauerhaft online abrufen. Sie sind mit dem Netzwerk von Nakamura verbunden, welches laut Jacker komplett unabhängig aufgebaut wurde, was es unmöglich macht, von außen einzudringen. Nun entwickelten die beiden einen Plan, um dennoch an den genialen Code zu gelangen und mit dessen Verkauf unglaublich reich zu werden. Wenn man schon nicht digital einbrechen kann, wieso versucht man es dann nicht einfach in Person?

Das Nakamura-Unternehmen betreibt zu allem Überfluss eine riesige Raumstation, welche im Weltall über der Erde schwebt. Dort ist die Zentrale verankert, dort ist das Netzwerk mit allen wertvollen Daten. Jacker wendet sich an einen Bekannten, welcher die nötigen Mittel besitzt, um den Cyber-Kriminellen aushelfen zu können. Er stellt ihnen einen seiner Super-Agenten zur Verfügung, welcher ungeahnte Kräfte besitzen soll. Es handelt sich um niemand Geringeres als die zuvor erwähnte Ghost. Als Super-Agentin macht sie ihrem Namen alle Ehre, denn von einem Moment auf den anderen kann sie ihren Körper tauschen beziehungsweise fremde Körper übernehmen. Sie ist nunmal ein waschechter "Geist". Über einen Aufzug gelangt Ghost, nun in Kontrolle des von Boogan speziell angefertigten Chassis, in die Nakamura-Raumstation. Dass Eindringlinge dieser Art selbstverständlich nicht erwünscht sind, sollte auf der Hand liegen. Deshalb setzen die Verteidigungsmechanismen der Raumstation alles daran, die Plage zu beseitigen – teils unter Druck der Vorgesetzten und des CEOs, welche ausdrücklich verhindern wollen, dass irgendwelche Machenschaften an die Öffentlichkeit gelangen.

Die Geschichte wird folglich durch äußerst gelungene Dialoge zwischen Ghost und den beiden Geeks vorangebracht, wobei alles in englischer, spanischer oder russischer Sprache vertont wurde – und noch dazu äußerst gut, wenn man das sagen darf. Die Sprecher klingen überzeugend und treffen meist eine authentische Stimmlage, vor allem die Protagonistin selbst. Untertitel sind dabei natürlich auch auf Deutsch verfügbar. Bei Schlüsselmomenten werden sogar Zwischensequenzen abgespielt, welche mit eigenen Animationen daherkommen, die vom sonstigen Stil des Spiels abweichen, ohne Frage aber auch gut hineinpassen. Lobenswert ist dabei die Erzählweise, welche den Spieler über die Geschehnisse grübeln lässt, sowie der Handlungsverlauf an sich, da hin und wieder Zeitsprünge eingesetzt werden, welche mögliche Wendungen in der Geschichte vorausdeuten. Es sei so viel gesagt, dass Liebhaber interessanter Sci-Fi-Geschichten mit Ghost 1.0 auf jeden Fall voll auf ihre Kosten kommen.

Metroidvania in ganzer Pracht

Nachdem wir nun allerlei Wissenswertes zur Geschichte und dem Setting von Ghost 1.0 erfahren haben, geht es nun über zum Kernstück des eigentlichen Spiels. Was tut man im Abenteuer? Nun, es handelt sich um ein vom Aufbau her recht traditionell gehaltenes Metroidvania-Abenteuer, bei dem es in erster Linie darum geht, bestimmte Items zu erlangen, um den weiteren Weg zu öffnen. Dabei trifft man natürlich auf allerhand fiese Monster, gefährliche Cyborgs und den ganzen Rest, den die Nakamura-Raumstation zu bieten hat.

In vielen Räumen gibt es geheime Dinge zu entdecken. Hier tauchten versteckte Seelen – diese hell schimmernden Punkte – auf, als ich die Wand zerstört habe.

Das Spiel ist in 2D gehalten und kommt mit einer stilsicheren und schönen Optik daher. Ihr bewegt eure Spielfigur mit dem linken Stick und zielt mit dem rechten. Gesprungen und geschossen wird dabei mit den Schultertasten eures Controllers. Während ich zuerst verwirrt darüber war, die Hauptaktionen des Charakters mit den Schultertasten statt mit den gewohnten Aktionstasten auszuführen, geht es doch schnell in Fleisch und Blut über und fühlt sich schon nach kurzer Zeit richtig clever und sauber entworfen an.

Wie jedes Metroidvania setzt auch Ghost 1.0 voll auf das Konzept einer offen gehaltenen Spielwelt. Je weiter ihr im Spiel fortschreitet, desto seltener werdet ihr auf Barrieren stoßen, die für euch eine Sackgasse bedeuten. Zwar könnt ihr nicht nach Lust und Laune durch die verschiedenen Gebiete der Raumstation wandern, sondern müsst der Handlung folgen, um euch Stück für Stück durchzuarbeiten, innerhalb der Gebiete aber – Metroid-Spieler können sie auch Sektoren nennen – steht es euch frei, wo und was zu erkunden, wie ihr auch wollt. Zu euren ersten Aufgaben gehört es beispielsweise Sicherheitskarten zusammenzustellen oder in einem späteren Bereich genügend Proben einzusammeln. Originell, nein – aber die Umgebungen sind interessant genug aufgebaut, dass sie zum Erkunden und Entdecken einladen. Tatsächlich lassen sich in sehr vielen Räumen versteckte Gegenstände finden, welche euch in manchen Situationen nützlich sein können. Dabei kommen "Seelen" zum Einsatz, welche als Sammelgegenstand fungieren und in praktisch jedem Raum vorfindbar sind, manchmal jedoch gut versteckt. Vielleicht müsst ihr eine bestimmte Wand abschießen, einen bestimmten Ort erreichen, alle Gegner erledigen. Es gibt diverse Möglichkeiten, versteckte Seelen sichtbar zu machen.

Die durch Seelen erhaltenen Items sind Teil eines gigantischen Katalogs an freischaltbaren Extras im Spiel. Ein übersichtliches und doch umfangreiches Menü klärt euch über all eure gefundenen und einsetzbaren Items auf. Diese sind dabei in verschiedene Kategorien eingeteilt. Gefundene Gegenstände wie Heilkapseln, Magnetfelder und mehr können auf die Schnellauswahl auf dem Steuerkreuz (beziehungsweise auf den linken Tastenblock) gelegt werden und haben geringen Effekt.

Witzig: In diesem langen Gang muss man sich den Robotern gegenüber freundlich verhalten und darf nicht auf sie schießen. Stattdessen soll man sie mit einer Verbeugung begrüßen. Tut man das nicht, kann man sich auf seinen sicheren Tod einstellen.

Von größerer Bedeutung sind eure Power-Ups, die ganz unterschiedlich ausfallen können. Schutzschilder, welche Geschosse reflektieren, automatisierte Drohnen, die euch bei der Gegnerbekämpfung helfen, zielsuchende Schüsse und noch vieles weiteres. Dann gibt es noch die sogenannten Verbesserungen. Diese sind passive Effekte, die euch in manchen Situationen aushelfen können. Ironisch ist, dass die Beschreibungen der Verbesserungen (deutsche Bezeichnung) nicht lokalisiert wurden und immer noch in englischer Sprache dastehen, während die Beschreibungen der Power-Ups (englische Bezeichnung) gewöhnlich in deutscher Sprache verfügbar sind. Neben diesem Lapsus lassen sich vereinzelt auch weitere Lokalisierungsfehler aufspüren, welche das große Ganze aber nicht signifikant beeinträchtigen.

Doch nicht alles, was ihr in eurem Inventar findet, wird euch geschenkt. Vielerorts im Spiel stößt man auf Läden, welche dem Sicherheitspersonal als Rückzugsort für eine entspannte Pause dienen sollen. In diesen Läden ist auch Ghost mit dem Aussehen eines Roboters herzlich willkommen und kann nach Herzenslust einkaufen, wenn sie denn bezahlen kann. Geld braucht man hierbei nicht, stattdessen möchte der Ladenbesitzer Energiewürfel von euch. Diese erhaltet ihr primär durch das Besiegen von Gegnern, aber auch als Belohnung von überlebten Alarmen. Alarm? Was faselt der Kerl nun von Alarmen? Nun, es ist so, dass die Raumstation selbstverständlich nicht nur extra dafür postierte Roboter auf Patrouille schickt, sondern auch mit gewitzten Sicherheitssystemen für Recht und Ordnung sorgen will. Auch wenn es nur allzu offensichtlich ist, so befinden sich mancherorts rote Scheinwerfer, welche für einen Alarm sorgen, wenn fremde Objekte oder Subjekte wie Ghost hindurchtreten. In solchen Momenten ist man gezwungen, im Raum zu bleiben, bis Jacker sich um die Deaktivierung des Alarms gekümmert hat. In der Zeit muss sich Ghost, abhängig von der Alarmstufe, die zu jeder Zeit in jedem Raum am oberen, linken Bildschirmrand abgelesen werden kann, mit verschiedenen Feinden herumschlagen. Habt ihr den Alarm überstanden und registriert euch am Terminal, gibt es ein paar Boxen voller Energiewürfel. Diese können nun eingesetzt werden, um schicke Power-Ups oder aber nagelneue Waffen zu kaufen. Ghosts Standardwaffe ist meines Erachtens nach zwar gut genug, aber es geht doch nichts über etwas Abwechslung bei der Gegnerbekämpfung, oder? Waffen können im Laden auch verbessert werden, wenn ihr die nötigen Mittel dazu habt.

Ghost verschlägt es auch in ein Gewächshaus. Moment mal, ein Gewächshaus? Wozu will man im Weltall irgendetwas anbauen, wenn sich dort oben sowieso keine Menschenseele herumtreibt...?

Die Tatsache, dass die Protagonistin mehr oder weniger wirklich ein Geist ist und verschiedene Körper übernehmen kann, spielt nicht nur für die Handlung eine Rolle, sondern spiegelt sich auch im Gameplay wieder. Auf Knopfdruck könnt ihr euch als das Geist-Selbst von Ghost fortbewegen und frei über den Bildschirm fliegen. Drückt ihr den gleichen Knopf wiederum erneut, könnt ihr Körper in der Nähe heimsuchen – und das ist oft sogar notwendig, um weiterzukommen. Wenn ihr mal am Ende eines langen Raumkomplexes seid und ihr wisst einfach nicht weiter, dann kann euch vielleicht die geistreiche Idee kommen, sich einmal nach kontrollierbaren Gegnern umzusehen. Auf diese Weise könnt ihr euch nach erfolgreichem Austüfteln eines Rätsels weiter auf den Weg machen. Diese Passagen fallen meist sogar recht witzig aus, da durch Textblasen sichtbar ist, was die Roboter denken oder sagen. "Wenn sie mich übernimmt, dann knall' mich ab, verstanden?" Sowas in die Richtung. Außerdem macht es einfach Spaß, andere Figuren mit ganz eigenen Waffen und Charakteristiken spielen zu können.

Viel Freischaltbares lässt sich zudem auch im Fähigkeitenbaum finden. Jawohl, neben so vielen Waffen, Power-Ups, Verbesserungen und weiteren "Dingsbumsen" besitzt das Spiel zu alledem auch noch einen Fähigkeitenbaum. Die Fähigkeiten sind verschieden und lassen sich allgemein in fünf Bereiche einteilen. Zum einen die Fähigkeiten, welche hauptsächlich Ghost selbst betreffen, dann diese, welche von Boogans Roboter-Expertise stammen, weiterhin diese, die Jacker durch seine Hacker-Fertigkeiten ermöglicht, als viertes jene, die Ghosts Geistform verbessern und schließlich die Fähigkeiten, die im Zusammenhang mit der Raumstation stehen. Die möglichen Vorteile sind sehr variabel und viel zu detailliert oder umfangreich, als dass ich auch nur eine Handvoll im Rahmen dieses Tests erklären könnte. Es ist aber denkbar, womit man hier rechnen kann. Weniger Schaden, mehr Lebenspunkte, ungefährlichere Alarme, mehr verdiente Energiewürfel, schnellere Bewegungungen und so weiter. Eine letzte interessante Beobachtung dazu meinerseits: Die Fähigkeiten ganz rechts im Fähigkeitenbaum, welche im Bezug auf die Raumstation sind, scheinen nur für die hartgesonnensten aller Metroidvania-Spieler zu sein. Mit diesen erhöht man den Schwierigkeitsgrad nämlich drastisch. Damit sollte auf keinen Fall leichtfertig umgegangen werden.

Ein Abenteuer für jeden Spielertyp

In jedem Bereich des Spiels werdet ihr auf mindestens einen Bossgegner treffen, der durch seine enorme Größe und brutalen Attacken nicht zu unterschätzen ist. Die Kämpfe sind zwar anspruchsvoll, aber nie unfair. So kommt man in einen guten Spielfluss und hat große Freude dran, dem Obermotz eins überzubraten.

Hier sehen wir den Fähigkeitenbaum. Da wir Deutschen unsere Begriffe immer so lang machen müssen, hat das englische "Skill Tree" vom Platz her auch besser in das Menü oben gepasst als in der deutschen Version, wie gut zu sehen ist.

An dieser Stelle sollte ich vielleicht auf den Punkt "Schwierigkeitsgrad" zu sprechen kommen. Ghost 1.0 bietet Spielern nämlich eine Fülle an individuell bestimmbaren Modi und Einstellungen. Zuerst kann zwischen einem für Metroidvania-Spiele klassischen Modus und einem sogenannten Überlebensmodus ausgewählt werden. Die Unterschiede werden dabei im Detail im Spiel erklärt. Ich selbst habe lieber den klassischen Modus gewählt, weil mir dabei eine gleichmäßig steigende Schwierigkeit als auch eigene Auswahlmöglichkeiten versprochen wurden. Im Überlebensmodus hingegen steigt die Schwierigkeit mit der Dauer, in der man am Leben ist und Waffen werden zufällig zugeteilt. Noch dazu kann zwischen Leicht, Mittel und Schwer gewählt werden, sodass für jeden Spielertyp eine passende Option vorhanden sein sollte.

Solltet ihr mehr vom Spiel haben wollen – die charmante Optik und den stimmigen Soundtrack länger genießen wollen –, dann hat Ghost 1.0 noch mehr für euch auf Lager. Im Missionsmodus etwa können einige zusätzliche Herausforderungen bestritten werden, die euch in einem kleinen Rahmen nähergebracht werden. Vielleicht braucht Boogan Hilfe beim Test seines neuen Geräts oder Nakamura hat einen weiteren Satz an Robotern produziert, der zerstört gehören. Die Entwickler gaben sich größte Mühe, ein paar weitere kleine Missionen hinzuzufügen, wenn man noch mehr Inhalt aus dem Spiel ziehen will. Für Langzeitmotivation ist auf jeden Fall gesorgt.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu Ghost 1.0

Meinung von Daniel Kania
Ghost 1.0 hat mich ohne Zweifel überrascht. Nie hätte ich gedacht, dass sich hinter dem unscheinbaren Metroidvania-Abenteuer doch eine kleine Nintendo eShop-Perle verbergen würde. Neben einer schicken Optik und einem tollen Soundtrack überzeugt das Spiel vor allem durch die Sci-Fi-Handlung, durch seine Erzählweise und durch die satte Anzahl an Freischaltbarem. Das traditionelle Metroidvania-Gameplay wird mit frischen Ideen wie dem Kontrollieren von Gegnern sowie dem Lösen von Rätseln aufgepeppt und wirkt dadurch nie langweilig. Dank verschiedenen Spielmodi und Schwierigkeitsoptionen ist das Spiel für viele Spielergruppen zugänglich und sollte selbst von denjenigen im Auge behalten werden, welche sonst nicht viel mit derartigen Spielen am Hut haben. Metroidvania-Veteranen können bedenkenlos zugreifen.
Mein persönliches Highlight: Die überraschende Handlung und die vielen Möglichkeiten zur Individualisierung des Spielstils

Kommentare 5

  • stoeppel Turmknappe - 04.08.2018 - 19:28

    super, sowas habe ich gesucht.
  • Phantomilars Weltraummönch - 04.08.2018 - 19:35

    Leider wird das Spiel m.E. wahrscheinlich weitgehend unbeachtet bleiben, weil einfach zuviele exzellente Metroidvania-Highlights in den letzten Wochen für die Switch erschienen sind und noch erscheinen werden. Im Vergleich zu Hollow Knight, Dead Cells, Yoku oder Iconoclasts wirkt es auf Fotos einfach unscheinbar. Dank eures Tests werde ich es aber zumindest in meine Wunschliste aufnehmen, was ich ansonsten vermutlich unterlassen hätte. Merci :) !
  • rpg master BOSS - 04.08.2018 - 20:58

    metroidvanias kann es nie genug geben - danke..
  • kraid Turmheld - 05.08.2018 - 15:47

    Also ich bin bisher leicht entäuscht vom Spiel. (ca. 2 Stunden gespielt)

    Die Tastenbelegung ist alles andere als ideal, lässt sich zum Glück aber frei konfigurieren.
    Das Aiming ist allerdings eine mittlere Katastrophe.
    Der Cursor lässt sich zwar mit dem Analogstick frei justieren, es gibt aber tatsächlich nur 3 Abstufungen (nach vorn, nach oben oder 45° schräg) bei der Schußrichtung.
    Hier wäre eine direkte digitale 8 Wege Steuerung deutlich besser schneller und präziser gewesen.

    Das Design der Umgebung finde ich bisher auch recht Abwechslungsarm.
    Es gibt quasi nur graublaue Gänge und Räume mit sich ständig wiederholenden Elementen.
    (vielleicht ändert sich das später ja noch)
    Karte gibt es bisher auch noch keine und das erschwert die Orientierung zusätzlich.

    Zwischensequenzen sind nett, allerdings mag ich es nicht nur für etwas Dialog komplett an Ort und Stelle bewegungslos eingefrohren zu sein.
    Gerade wenn man an schwierigen Stellen öfter mal den Löffel abgibt und sich das ganze dann erneut antun muss.

    Schwierig in dem Sinne sind dann auch nur die Alarmsequenzen und das auch nur wegen der unpräzisen bzw. langsammen Steuerung.
    Auch das dieses Prinzip dann quasi in jedem größeren Raum wiederholt wird, nervt mich total.

    Kligt jetzt nach etwas viel Kritik für nur ne leichte Entäuschung, aber es handelt sich nunmal nur um einen Indie-Titel und einige Punkte könnten im späteren Spielverlauf evtl. noch entschärft werden.
  • BlackSwan Turmknappe - 22.09.2018 - 11:20

    Ich hoffe auf ein Ghost 2.0!