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Test zu Ys VIII: Lacrimosa of DANA - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Ys VIII: Lacrimosa of DANA
  • USA USA: Ys VIII: Lacrimosa of DANA
  • Japan Japan: Ys VIII: Lacrimosa of DANA
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
29.06.2018
Vertrieb
NIS America
Entwickler
Nihon Falcom
Genre
RPG
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Cast Away in "Anime"

Von David Pettau () Das, was wir heutzutage als JRPG bezeichnen, deckt sich schon lange nicht mehr mit der bloßen Tatsache, dass ein Rollenspiel aus dem Land der aufgehenden Sonne stammt. Der Begriff der JRPGs definiert ein völlig eigenes Sub-Genre von Rollenspielen, die man meist anhand mehrerer Aspekte kategorisiert. Gewisse Herangehensweisen im Gameplay, eine Geschichte und oftmals auch ein Storytelling, das direkt aus einem Anime bzw. Manga stammen könnte, und natürlich darf ein Anime-/Manga-inspirierter Grafikstil nicht fehlen, insbesondere in Hinblick auf das Charakterdesign. So hatte ich Ys VIII: Lacrimosa of Dana bereits auf den ersten Blick in eine Schublade gesteckt, deren Inhalt mir im Verlauf der letzten Jahre immer weniger zusagen konnte. Zwar schätze ich hin und wieder viele Aspekte eines klassischen JRPGs, doch ist es meist das mechanisch anspruchslose Gameplay, das in mir ein Gefühl der Langeweile auslöst. Dass Ys VIII: Lacrimosa of Dana dank seiner Anime-Optik allerdings lediglich den Anschein erweckt, ein JRPG zu sein, während es die in meinen Augen besten Aspekte dieses Sub-Genres übernimmt und in ein frisches und unverbrauchtes Gameplaygerüst und Setting packt, hätte ich nicht erwartet. Demzufolge sollten nun sowohl JRPG-Fans als auch all jene, denen es in Bezug auf JRPGs geht, wie mir, aufmerksam mitlesen – hier könnte nämlich ein echter Kracher unter eurem Radar durchschlüpfen.

Stellenweise bieten sich euch atemberaubende Ausblicke auf die Isle of Seiren.

In Europa erschien Ys VIII: Lacrimosa of Dana erstmals im September des vergangenen Jahres für die PlayStation 4 und PlayStation Vita. Nach einem PC-Release im vergangenen April feierte das Rollenspiel nun auch die Veröffentlichung einer Nintendo Switch-Version. In der Rolle des rothaarigen Abenteurers Adol beginnt ihr eure Reise auf einem Passagierschiff, das durch ein großes Unglück in die Tiefen des Meeres gerissen wird. Im Anschluss findet ihr euch gestrandet auf einer berüchtigten Insel wieder – dort trefft ihr nach und nach auf weitere gestrandete Passagiere, die euch entweder begleiten oder auch von einem kleinen Dorf aus, das ihr nach und nach aufbaut, unterstützen. Mit dem Ziel, von der “ Isle of Seiren“ zu entkommen, kämpft ihr euch durch die weitläufigen Areale der Insel, wobei ein actionlastiges Echtzeit-Kampfsystem zum Einsatz kommt. So versteht sich Ys VIII als Action-Rollenspiel mit seichten Survival-Elementen und einem Erkundungssystem mit einer Prise “Metroidvania“. Doch dazu kommen wir natürlich noch im Detail.

Wichtig ist erst einmal, dass ihr Ys VIII komplett ohne Vorkenntnisse angehen könnt, da das ganze Spiel auf einer vom Rest der Welt isolierten Insel angesiedelt ist. Zwar spielen die aus den anderen Ys-Ablegern bekannten Konflikte in der Welt von Ys in beispielsweise Gesprächen hin und wieder eine Rolle, doch könnt ihr diesen auch ohne ein allumfassendes Wissen um jene Vorgänger folgen. Was allerdings zwingend benötigt wird, sind mittelklassige Englischkenntnisse. Das gesamte Spiel präsentiert sich in der englischen Sprache, die Sprachausgabe könnt ihr optional auch auf Japanisch stellen. Da die englische Sprachausgabe insbesondere bei wichtigen Charakteren sehr stimmig ausfällt, bleibt dies letztlich eurem persönlichen Geschmack überlassen. Doch genug zu den Rahmenbedingungen – finden wir endlich heraus, was euch in Ys VIII: Lacrimosa of Dana erwartet!

Gestrandet auf der Isle of Seiren

Noch vor dem eigentlichen Spielbeginn werdet ihr Zeuge des ersten traditionellen JRPG-Aspekts, den sich auch Ys VIII auf die Fahne schreiben darf: Das Action-Rollenspiel bietet einen wunderschönen Soundtrack, der bereits im Hauptmenü ertönt. Im Spielgeschehen selbst sind die Klänge sehr abwechslungsreich, beim Erkunden der weitläufigen Insel erwarten euch teils sehr rockige, teils aber auch sehr emotional berührende Stücke – selbiges gilt natürlich für die Zwischensequenzen, die sich euch meist in Ingame-Optik präsentieren. Die Ausnahme stellen dabei einige gezeichnete Anime-Sequenzen dar, die sich euch zu besonderen Anlässen offenbaren. Im Spielgeschehen selbst reißt Lacrimosa of Dana hinsichtlich der Optik sicherlich keine Bäume aus, viele Szenerien sind aufgrund ihrer Lichtstimmung und einer teils clever eingesetzten Weitsicht dennoch schön anzusehen, vom Abwechslungsreichtum der Isle of Seiren ganz zu schweigen. Auch die Charakter- und Kreaturenmodelle sind sehr detailliert und deren Design sehr einprägsam.

Immer wieder wird das Castaway Village von Monsterangriffen heimgesucht. Diese "Raids" sind zwar optional, bringen aber tolle Belohnungen mit sich.

Doch kommen wir einmal näher auf die Isle of Seiren zu sprechen – nachdem sich Adol wie eingangs beschrieben notgestrandet auf der Insel wiederfindet, seid ihr erst einmal an vielen Küstenabschnitten der Insel unterwegs, stets auf der Suche nach Gestrandeten. Bereits nach einigen Minuten der Erkundung stoßt ihr dabei auf euer erstes Partymitglied: Laxia, eine etwas aufbrausende Dame adliger Herkunft. Auch trefft ihr sehr bald auf den Kapitän des verunglückten Passagierschiffs, Captain Barbaros. Dieser nimmt seine Pflicht als Kapitän, seine Passagiere sicher von einem Hafen an den anderen zu geleiten, sehr ernst, und so ist dieser natürlich über den unglücklichen Vorfall beschämt. Mit dem Ziel, alle gestrandeten Passagiere zu retten, gründet dieser das Castaway Village, wohin ihr künftig all die Gestrandeten, die ihr ausfindig machen könnt, schickt. Grob kann man Ys VIII in zwei Spielabschnitte einteilen – zum zweiten Spielabschnitt werde ich im Zuge dieses Tests aus Spoilergründen so wenig wie möglich verraten, doch erstreckt sich der erste Spielabschnitt bereits über viele Stunden hinweg. Während dieser Zeit ist es im Grunde eure Hauptaufgabe, lediglich so viele gestrandete Passagiere wie möglich zu finden, während ihr das Castaway Village stetig wachsen seht – beispielsweise in Form von neuen Geschäften. Im Detail läuft dies natürlich deutlich komplexer und auch strukturierter ab, als das nun klingen mag. Ys VIII: Lacrimosa of Dana versucht sich nämlich an einem spannenden Spielkonzept.

Man will euch das Gefühl vermitteln, ihr würdet ein Survival-Spiel spielen. Heruntergebrochen kommen zwar einige wenige, vom Survival-Genre inspirierte Mechaniken zum Einsatz, euer Überleben bzw. das der Dorfbewohner ist letztlich aber zu keinem Zeitpunkt abhängig von eurem Handeln in der Spielwelt. Und obwohl einem das eigentlich klar sein sollte, schafft es das Action-Rollenspiel, das Gefühl zu vermitteln, als ginge es um das nackte Überleben, als hätten eure Taten oder Nichttaten direkten Einfluss auf das Überleben und die Sicherheit des Dorfes. So ist dieser erste, umfangreiche Spielabschnitt, in dem hinsichtlich der Story des Spiels eigentlich nicht viel passiert, dennoch äußerst mitreißend, was auch daran liegt, dass ihr insbesondere die Mitglieder eurer Party sehr gut kennenlernt. Auch unter den gestrandeten Passagieren findet ihr jedoch keine reinen “Statisten“ – zwar sind einige Charaktere deutlich besser ausgearbeitet als andere, doch werden bei jedem Charakter beispielsweise persönliche Motivationen sichtbar. Erwähnt sei an dieser Stelle aber dennoch, dass die Geschichte des Spiels mit dem Erreichen der zweiten Spielhälfte deutlich an Fahrt und Struktur aufnimmt.

Der Kampf ums Überleben

Bereits recht früh im Spielverlauf seid ihr mit einer vollen Party, die drei Mitstreiter zählt, ausgestattet. Zwar werden sich euch im weiteren Verlauf noch weitere Mitstreiter anschließen, doch besteht eure aktive Party immer nur aus drei Personen. Ihr selbst könnt dabei entscheiden, in wessen Rolle ihr schlüpft und wer euch aktiv zur Seite stehen soll. Zwischen euren aktiven Partymitgliedern könnt ihr dabei fließend hin- und herwechseln. Das ist vor allem deswegen wichtig, da die KI eurer Mitstreiter nicht unbedingt zur cleveren Sorte gehört. Im offensiven Modus greifen diese wahllos verschiedene Gegner an – wohl um die nicht ganz so raffinierte KI zu kompensieren, nehmen KI-gesteuerte Mitstreiter allerdings auch keinen Schaden, wenn sie von einem Angriff getroffen werden. Stellt ihr den Modus eurer Mitstreiter auf defensiv, halten sie sich aus Kämpfen komplett raus und werden von Feinden ignoriert – dies verschafft euch eine bessere Übersicht, lässt euch aber natürlich auch weniger Schaden austeilen. Die verschiedenen spielbaren Charaktere unterscheiden sich dabei allesamt drastisch voneinander.

Hin und wieder werden kleine, neue Spielmechaniken zur Auflockerung eingeführt. Hier bläst beispielsweise ein starker Wind, sodass ihr euch immer wieder hinter den Felsen in Deckung begeben müsst.

Zunächst einmal besitzt natürlich jeder Charakter eine völlig eigene Palette an verschiedenen Angriffen, während das Grundprinzip immer gleich bleibt. Ihr könnt normale Angriffe, Angriffe in der Luft oder einen Schmetterangriff von der Luft aus ausführen. Bei diesen Angriffen kommt eine Spielmechanik zum Einsatz, wie man sie etwa aus Secret of Mana kennt – nach einem ausgeführten Schlag lädt sich euer Charakter kurz auf, um einen kurzen Moment später wieder mit voller Kraft zuschlagen zu können. Diese voll aufgeladenen Angriffe gewähren nicht nur mehr Schaden, sie füllen gleichzeitig auch euren SP-Vorrat um eine beachtliche Menge auf. Diese Ressource benötigt ihr, um spezielle Skills auszuführen – dabei handelt es sich um besondere Angriffe, von denen ihr nach und nach weitere freischaltet. Mit bis zu vier Skills kann euer Charakter bestückt werden, während jeder dieser Skills noch um zwei Level aufgestuft werden kann. Insbesondere das Aufleveln der Skills kann sich allerdings als etwas nervig herausstellen, solltet ihr es wirklich darauf anlegen – mit jedem Einsatz eines Skills gewinnt dieser an Erfahrung, bevor er schlussendlich stärker wird. Mit einem ausgewogenen Spielstil können schon einmal mehrere Stunden ins Land ziehen, ehe ihr einen Skill gemeistert habt – grindet ihr einen Skill jedoch aktiv hoch, verspürt ihr 10-15 Minuten lang eine sehr intensive Form der Langeweile. Glücklicherweise könnt ihr den Erfahrungsgewinn mit bestimmten Ausrüstungsteilen boosten, etwas suboptimal wirkt sich diese Designentscheidung dennoch auf den Spielfluss aus.

Neben den unterschiedlichen Spielweisen unterscheiden sich die verschiedenen Charaktere in der Art des Schadens, den sie austeilen. Diese spielen für das Bezwingen bestimmter Feinde eine Rolle – fixiert ihr einen solchen Feind an, könnt ihr sehen, ob dieser gepanzert ist. Ist dies der Fall, so benötigt ihr ein bestimmtes Schadensattribut, um diesen Panzer zu knacken. Greift ihr diesen Feind mit dem richtigen der drei Schadensarten an, so wird dieser nach kurzer Zeit in den Break-Zustand versetzt. Gelingt euch dies, bekommt ihr nicht nur eines von zahlreichen Monstermaterialien gutgeschrieben, sondern er nimmt fortan auch deutlich mehr Schaden, und zwar von allen Schadenstypen. So bietet es sich meist an, eure Party so aufzubauen, dass jeder Schadenstyp einmal vertreten ist, sodass ihr je nach Situation zwischen euren Mitstreitern hin- und herwechseln könnt.

Große Bossgegner erwarten euch reichlich. Diese können nicht nur ordentlich einstecken, sondern auch austeilen.

Bei besonders furchterregenden Feinden solltet ihr euch aber natürlich nicht nur um eure Offensive, sondern auch um eure Defensive kümmern. Die zahlreichen, angriffslustigen Kreaturen auf der Isle of Seiren verfügen über individuelle Angriffsmuster, deren Auswirkungen ihr anhand der Animationen des Feindes stets gut einschätzen könnt, wenn ihr erst einmal ein Gespür dafür entwickelt habt. Per Knopfdruck könnt ihr in jede beliebige Richtung ausweichen. Dies solltet ihr entweder frühzeitig tun, oder aber ihr wartet auf den genau richtigen Moment – weicht ihr im allerletzten Moment aus, aktiviert ihr den Flash Move-Modus. Während dieser aktiv ist, bewegt ihr euch merklich schneller und könnt in viel schnellerer Abfolge offensive Manöver starten. Zusätzlich gibt es noch den Flash Guard-Modus, der aktiviert wird, wenn ihr ebenfalls im richtigen Moment die Taste drückt, mithilfe der ihr Skills aktivieren könnt. Gelingt euch dies, nehmt ihr für kurze Zeit keinen Schaden mehr und teilt ausschließlich kritische Treffer aus. Das Risiko, um diese Zeitfenster auszulösen, ist aber natürlich sehr hoch – scheitert ihr, könntet ihr mitunter großen Schaden einstecken.

Die Menge des ausgeteilten und eingesteckten Schadens hängt natürlich von euren individuellen Charakterwerten hab. Eure Mitstreiter steigen nach und nach in ihrem Level auf, was die üblichen Verbesserungen von Statuswerten mit sich bringt – dabei sei erwähnt, dass stets all eure Mitstreiter an Erfahrungspunkten gewinnen, selbst dann, wenn sie sich nicht in eurer aktiven Party befinden. Die normalen Levelaufstiege dienen in erster Linie dazu, dass ihr bereits erkundete Gebiete nach und nach einfacher durchstreifen könnt. Die Feinde innerhalb des meist linearen Spielverlaufs sind in der Regel immer auf euerm Niveau. Aktiven Einfluss auf eure Statuswerte und Attribute könnt ihr dank der individuellen Ausrüstung der jeweiligen Charaktere nehmen. Dazu zählen obligatorische Ausrüstungsteile, die etwa eure Angriffs- und Verteidigungswerte verbessern, es gibt allerdings auch speziellere Rüstungen und Accessoires, die beispielsweise eure Break-Rate erhöhen, eure Waffe mit einem elementaren Attribut bestücken und so weiter. Speziell bei zähen Bossgegnern kommen diese Entscheidungen natürlich zu tragen.

Werdet zum Pfadfinder

Neben den Kämpfen spielt natürlich die Erkundung der Isle of Seiren eine elementare Rolle. Die verschiedenen Areale der Insel, die von einem Ladebildschirm voneinander getrennt werden, öffnen sich euch aber natürlich erst nach und nach – so erhaltet ihr beispielsweise im Verlauf eures Abenteuers bestimmte Gegenstände, die es euch erlauben, in neue Gebiete vorzudringen. So könnt ihr mit dem Erhalt von bestimmten Kletterhandschuhen etwa Ranken erklimmen, um neue Bereiche der Insel zu erschließen. Die von euch erkundeten Areale werden dabei automatisch auf einer Übersichtskarte festgehalten – zu bestimmten Punkten der Spielwelt könnt ihr mithilfe dieser Karte auch per Schnellreisefunktion gelangen. Bei einigen Arealen der Insel handelt es sich um besonders verwinkelte und gefährliche Dungeons – in diesen Gebieten erschließt ihr meist mehrere Abkürzungen, die euch die Navigation innerhalb der Dungeons erleichtern. Das dortige Leveldesign erinnert sehr stark an einen Metroidvania-Ansatz, der durch den Erhalt von besagten Gegenständen, die euch in neue Gebiete vordringen lassen, noch verstärkt wird.

Aufmerksames Erkunden wird dabei stets belohnt: Überall in der Spielwelt findet ihr unzählige Materialien verschiedener Gattungen, die ihr beispielsweise im Castaway Village weiterverarbeiten könnt. Auch gibt es haufenweise Schatzkisten zu bergen, die meist ebenfalls seltene Materialien beinhalten. Einige der Nebenquests in Ys VIII: Lacrimosa of Dana, die von den Bewohnern eures Dorfes in Auftrag gegeben werden, hängen auch mit dem Sammeln von bestimmten Materialien zusammen. Das ist natürlich alles andere als originell, der ständige Sammelwahn funktioniert aber und bringt sich wunderbar ins ansonsten actionlastige Gameplay mit ein. In schwierigen Kämpfen ist es natürlich auch von großem Vorteil, wenn ihr so manchen Gegenstand griffbereit habt, der euch notfalls heilen kann.

Wie gefährlich ein vor euch liegendes Gebiet womöglich sein mag, lässt sich meist schon aus weiter Ferne abschätzen...

Generell sei nun übrigens einmal erwähnt, wie viel Freude es macht, die Isle of Seiren zu erkunden. Das liegt zum einen an der Insel selbst, zum anderen an der Art und Weise, wie ihr euch fortbewegt. Die Insel hat zunächst einmal eine sehr markante Form und ist einprägsam strukturiert. Erklimmt ihr beispielsweise einen hohen Berg und blickt anschließend in Richtung Küste, könnt ihr genau erkennen, wo sich was befindet. Nach und nach bekommt ihr ein sehr greifbares Gefühl für die Spielwelt, wodurch es euch auch leichtfällt, euch zu orientieren. Die Fortbewegung selbst spielt sich dabei äußerst flott und flüssig – haltet ihr die Ausweichen-Taste gedrückt, so sprintet euer Charakter. Das spaßige ist, dass ihr auch in der Luft ausweichen könnt, was einen kurzen Dash zur Folge hat. So könnt ihr euch mit einem Affenzahn durch die verschiedenen Areale bewegen, was vielleicht etwas merkwürdig aussieht, allerdings auch einen Heidenspaß macht. Die eingangs erwähnte, oftmals rockige Musik unterstützt dieses flotte Gameplay dabei zusätzlich.

Technisch präsentiert sich die Nintendo Switch-Version dabei übrigens stehts annehmbar. Zwar konnte ich immer wieder kleinere Einbrüche der Bildrate feststellen, doch wirkten sich diese nie wirklich negativ auf den Spielfluss aus. Als störend dürfte man vor allem zu Beginn des Abenteuers die vollkommen ausbleibende Kantenglättung wahrnehmen, was durch einen starken Kontrast zu Beginn des Spiels auch sofort ins Auge springt. Während der ersten Spielminuten seid ihr auf einem Passagierschiff unterwegs – während dieser Passage präsentiert sich Ys VIII auf der Nintendo Switch in einem sehr klaren und ruhigen Bild. Mit dem Erreichen der Isle of Seiren ändert sich das schlagartig – besonders während langsamen Kamerabewegungen wirken die Landschaften sehr “grieselig“ und es entsteht ein sehr unruhiges Bild. Aber zugegeben: Nach kurzer Zeit hat man sich daran gewöhnt und nimmt dieses Manko anschließend wohl kaum noch wahr.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Ys VIII: Lacrimosa of DANA

Meinung von David Pettau
Völlig unwissend darüber, was mich erwarten könnte, habe ich mein Abenteuer mit Ys VIII: Lacrimosa of Dana begonnen. Das Resultat wusste mich ebenso gut zu unterhalten, wie zu überraschen – Ys VIII ist ein tolles Action-RPG, das insbesondere wegen seines flotten Gameplays zu gefallen weiß. Auch das ungewöhnliche Setting weiß dabei von Beginn an zu faszinieren und aus einer simplen Cast Away-Story entwickelt sich nach und nach eine tragische und mitreißende Geschichte, wie man sie zu Anfangs nicht hat kommen sehen. Im Endeffekt könnte Ys VIII: Lacrimosa of Dana insbesondere für all jene, die sich für JRPGs faszinieren können, angesichts von unzähligen Statuswerten und einem statischen, meist rundenbasierten Kampfsystem aber stets abgeschreckt sind, eine wahre Offenbarung darstellen.
Mein persönliches Highlight: Dass mich Ys VIII: Lacrimosa of Dana irgendwie ständig an One Piece: Unlimited Cruise erinnert hat. Die beiden Spiele sind sich verdammt ähnlich. Mehr davon, bitte!

Kommentare 43

  • Fabinho84 Turmheld - 02.08.2018 - 17:05

    habe die ganze Reihe mittlerweile und kann sagen,dass jeder Rpg Fan Ys gespielt haben muss.:)Einfach nur genial
  • goemon Turmbaron - 02.08.2018 - 17:07

    ich habe diesen teil so gesuchtet! Wenn man dem englischen nicvt abgeneigt ist kann ich dieses spiel nur empfehlen!
  • Juggi83 Werder! - 02.08.2018 - 17:16

    Hört sich echt gut an. Aber leider schreckt mich das actionlastige Kampfsystem ab und die nicht vorhandene deutsche Sprachausgabe. Aufgrund meiner recht bescheidenen english Skills fühlen sich Story Spiele dann immer nach Arbeit an. Schade
  • Nagi Sanzenin Turmheldin - 02.08.2018 - 17:20

    Eins der besten JRPGS.
    Wer die Möglichkeit hat, sollte es aber auf der PS4 oder PC spielen. Die Switch Version ist leider nicht so toll.
  • BANJOKONG Turmfürst - 02.08.2018 - 17:23

    ich freu mich auf das Spiel!
    Meins wartet im Regal, aber ich Muße erstmal Octopath durch spielen
  • Cyd Turmbaron - 02.08.2018 - 17:24

    Ich liebe die Ys Reihe, schon seit Teil 1, damals auf dem Master System. Hab diesen noch nicht, muss wohl demnächst zuschlagen.
  • Cristiano Turmbaron - 02.08.2018 - 17:48

    Irgendwann werde ich mir Ys VIII für die Switch kaufen, aber erstmal genießen andere Spiele bei mit Priorität (Shining Resonance, Octopath, GOD WARS etc.) :)

    Frage in die Runde: Es sind ja schon viele Updates erschienen. Ist es möglich, dass bei späteren Auflagen des Spiels die Updates mit auf der Cartridge sind? Kennt sich da jemand aus?
    Bei Nintendo-Spielen weiß ich, dass spätere Auflagen die Updates mit drauf haben, aber ob dies bei Spielen von Drittherstellern auch so ist?
  • EdenGazier Prinzipal der Spiele - 02.08.2018 - 19:13

    @Cristiano

    In der Regel sind die Updates nicht auf Karten

    Es sei denn ein gravierender Fehler wurde aufgedeckt.

    Zum Beispiel ein expoid oder etwas was spiel oder System beschädigt. Dann kommt es schon vor das eine neue Version in den Gandel kommen könnte

    Generell kann ich YS 8 empfehlen. Leider ist es nur ein Port der Vita sieht man ja besonders an den schlechten Licht Schatten Verhältnisse

    Nicht desto trotz Mega Teil toppt aber immer noch nicht 4 und 5 ;)
  • air Turmheld - 02.08.2018 - 20:08

    Liegt hier auch schon rum und wartet darauf, dass ich mit Octopath durchkomme.
  • Korgnex Turmknappe - 02.08.2018 - 20:49

    Lese im Test kein Wort zu den flackernden Schatten. Weil das ist ein optischer Mangel, der extrem nervig ist. Wurde das inzwischen bei der Switch behoben?
  • prog4m3r Nintendo I've come to bargain - 02.08.2018 - 22:41

    Ich bin kurz davor Ys VIII zu beenden und so viel Spaß es auch macht... sehe ich den Titel in einem 10er Wertungssystem ohne Zwischenschritten, doch eher bei einer 7/10. Ad absurdum geführt wird das ganze dadurch, dass das objektiv betrachtet deutlich ausgereiftere Octopath Traveler hier nur eine 7/10 bekam - wer es bis zum post-game durch zieht und sieht wie sich alles zusammen fügt, wird wohl eher bei 9/10 (natürlich sofern man sich zwischen 8 und 9 entscheiden muss wie hier) sein, aber gut... ihr Experten. Von der Seite die Color Splash eine 9/10 gab, braucht man auch keine guten Test erwarten :|
  • Recke Revali Toter Recke - 02.08.2018 - 22:50

    @prog4m3r Naja, ich denke, dass in einen Test auch immer ein kleines bisschen Subjektivität einfließt.
  • merciless Turmheldin - 02.08.2018 - 23:09

    Zitat von Juggi83:

    Hört sich echt gut an. Aber leider schreckt mich das actionlastige Kampfsystem ab und die nicht vorhandene deutsche Sprachausgabe. Aufgrund meiner recht bescheidenen english Skills fühlen sich Story Spiele dann immer nach Arbeit an. Schade
    Ach, ich hab schon RPG's auf japanisch gespielt. xD


    Der letzte Ys-Titel, den ich bisher gespielt hab war auf der PS Vita, überhaupt hab ich mehr JRPG's auf der Vita gespielt als bspw. auf der PS3/PS4.
    Das Spiel könnte auf der Switch sicher reizvoll sein. Wird vielleicht irgendwann geholt. Ein must have ist es für mich persönlich nicht.
  • Kell Conerem Kos-Mos geholt. - 02.08.2018 - 23:11

    Leider nichts für mich wegen der fehlenden deutschen texte .. traurig .
  • Cyd Turmbaron - 02.08.2018 - 23:24

    Ach menno. Hab es mir jetzt doch geholt. Und wat soll ich sagen, bin begeistert... aber nach nur 2 Stunden Spielzeit wohl nicht so schwierig. Kampfsystem der Ys-Reihe ist auch einfach genau meins. Besonders hervorzuheben ist mal wieder die Musik. Die Ys-Reihe zeichnet sich für mich durch wunderschöne Soundtracks aus. So auch hier... alleine die Titelmelodie... hachja.



    Brauche definitiv den Soundtrack. <3

    Technisch... nunja. Es ist eben ein Vita-Spiel und es sieht aus wie ein Vita-Spiel. Da ich die Vita über alles liebe - hab so dermaßen viele JRPGs darauf gespielt (u.a. eben auch diverse Ys-Spiele) - stört es mich nicht weiter, dass das Ganze nicht topultramegaglatt aussieht. Auf den Spielspaß kommt es an und der scheint hier, wie in den anderen Ys-Spielen, mal wieder grandios zu sein.

    Englischkenntnisse braucht man etwas. Aber 2-3 Jahre Schulenglisch sollten ausreichen, um das Wichtigste zu verstehen. Story scheint auch ganz nett zu sein, mal sehen aber wie sich das Ganze noch entwickelt. Schön aber, dass man die Stimmen auf japanisch (statt englisch) stellen kann,... mag das irgendwie gerne, auch wenn ich kein japanisch kann.

    Zitat von Korgnex:

    Lese im Test kein Wort zu den flackernden Schatten. Weil das ist ein optischer Mangel, der extrem nervig ist. Wurde das inzwischen bei der Switch behoben?
    Das flackert wie ein Blatt in einer Sturmböe. Schon die erste Palme am Strand wirft einen grauschwarzen Pixelschatten auf den Boden, der sich bei jeder Bewegung in allen Himmelsrichtungen zu bewegen scheint. Schade, dass man die Schatten nicht auch einfach abstellen kann.

    Bis jetzt nur im Handheldmodus gespielt... aber da es in diesem angeblich auch besser laufen soll, als im Dock-Modus, wird es dort - nehme ich an - nicht unbedingt besser sein.

    -----------------------

    Naja, wie auch immer. 60€. Aber ich glaube, dass ich keinen Cent bereuen werde. :)
  • goemon Turmbaron - 03.08.2018 - 08:41

    @prog4m3r ich würde color splash selbige bewertung geben, einfach weil das spiel grandios ist, klasse humor, ultra hübsche grafik und nen tolles kampfsystem und ich fand den teil besser als jeden anderen, viele zerreißen die serie nur weil das kampfsystem verändert wurde und verkennen dadurch ein ultra gutes spiel.... zumal es ebenfalls auch noch ne geschmackssache ist, solch eine bewertung ist manchmal auch ein wenig subjektiv, was auch vollkommen ok ist, daher sollte man sich ja mehrere tests durchlesen

    Ys und octopath kann ich leider noch nicht vergleichen, hab zweiteres noch nicht angespielt xD
  • Cyd Turmbaron - 03.08.2018 - 08:54

    Zur leidigen Diskussion "ohje ohje Hilfe, mein Spiel hat nicht meine persönliche Wunschwertung bekommen", die schon seit 327 Jahren und 17 Monaten geführt wird: Tests sind subjektiv und obligen den jeweiligen Vorlieben der Tester. Nach welche objektiven Kriterien soll denn z.B. Spielspaß bewertet werden? Es gibt Seiten die versuchen die Subjektivität zu objektivieren, bleiben aber natürlich am Ende subjektiv, eine persönliche Einschätzung wie das Spiel ist, gefärbt vom eigenem persönlichem Geschmack.

    Wer objektive Tests zu Videospielen lesen und sehen will, der muss z.B. zu Digital Foundry gehen. Die testen objektiv das was auch nur objektiv testbar ist: Die Technik.

    Ich werde am Ende Octopath Traveler eventuell auch besser finden als Ys. Andere nicht. So what? Hab ich dadurch irgendwelche negativen Folgen zu befürchten? Kann mir doch komplett egal sein, wenn jemand dem Octopath selbst ne 3/10 gibt,... hauptsache ich hab Spaß. Tests dienen für mich lediglich als Kauforientierung, mehr nicht...
  • wonderboy Turmbaron - 03.08.2018 - 09:38

    nix Deutsch - nix kauf!
  • Gast - 03.08.2018 - 10:41

    Zitat von wonderboy:

    nix Deutsch - nix kauf!
    Du hast ,, - viel verpass" vergessen.
  • prog4m3r Nintendo I've come to bargain - 03.08.2018 - 12:42

    @goemon

    "Jeden anderen"... in welchem Universum lebst du, dass Color Splash besser ist als Paper Mario, Paper Mario: The 1000-Year Door oder auch nur Super Paper Mario?

    Und Geschmack und Subjektivität hin oder her, ntower ist - ob es einem gefällt oder nicht - eine verdammt große Seite und erreicht viele Leser. Hier sollte man den persönlichen Geschmack hinten anstellen und eine soweit möglich objektive Wertung geben um einen vernünftigen Richtwert für die Leute, welche eben nur hier ihre Test lesen und darauf basierend eine Kaufentscheidung treffen, zu geben.

    Da macht eine 7 wo mindestens eine 8 hin gehört (Octopath Traveler) und eine 9 wo man gerade so eine 7 vergeben kann (Color Splash) halt schon etwas aus :|

    Und ich stehe mit dieser Meinung ja nun nicht alleine dar, der allgemeine Wertungsspiegel sieht ähnlich aus.
    Heißt nicht, dass ich die ein oder andere kritische Stimme bei manchem Titel für unangebracht halte, aber da ich die meisten Spiele die hier getestet werden, selbst gespielt habe und mir eine eigene Wertung erlauben kann, ist halt nicht von der Hand zu weisen, dass hier teilweise vollkommen willkürlich und nach dem subjektiven empfinden der Tester bewertet wird.

    Wie bereits unter dem Octopath Test gesagt, dem nächsten Pokémon Spiel wird Niels wieder eine 9/10 geben, obwohl Octopath klar ein deutlich besseres JRPG ist als alles was in den letzten 10 Jahren an Pokémon heraus kam.

    Und Ys VIII sehe ich aus diversen Gründen auch weit näher an der 7 als an der 8, wobei ich die 8 jetzt nicht unbedingt schlecht reden will, ist doch schön wenn die Reihe mal ein paar mehr Verkäufe generiert, bekomme ich Ys IV(.III) vllt. doch noch für eine Konsole und muss nicht auf die PC Version zurück greifen. Ist mMn. halt nur vollkommen bescheuert, wenn hier jetzt 1000 Leute zu Ys greifen, anstatt sich Octopath zu hole.

    Gab es hier schon einen Test zu Shining Resonance Refrain? Falls nicht, darf man dafür eine 10/10 vorschlagen? Einfach nur damit sich jeder hier das schwächste "große" JRPG für Switch holt? :ugly:
  • air Turmheld - 03.08.2018 - 12:47

    @prog4m3r es kommt aber auch ganz darauf an wie die Diskussion um Wertungen geführt wird. Ob es eine 7 oder 8 ist, liegt für mich im Rahmen des Spielers und Testers. Ein Kommentar wie "für mich ist es aber eine 8" ist völlig ok, daraus aber "eine 8 hin gehört" und den Tester schlecht zu machen bzw. seine Meinung als ungültig hinzustellen aber nicht.

    Ich persönlich stimme auch vielen Wertungen hier nicht zu und lege dementsprechend nicht so viel Wert auf die Wertung die hier verteilt wird. Solange man nicht unbegründet um mehrere Wertungsstufen vom Schnitt abweicht, muss man aber kein großes Trara drum machen.
  • Cyd Turmbaron - 03.08.2018 - 12:52

    Zitat von prog4m3r:

    Da macht eine 7 wo mindestens eine 8 hin gehört (Octopath Traveler) und eine 9 wo man gerade so eine 7 vergeben kann (Color Splash) halt schon etwas aus
    und wer entscheidet das? Eine objektive Instanz? Wozu braucht es dann einen Test, wenn eh klar ist, welche Note das Spiel bekommen muss?

    Naja, diese Diskussion gibt es auf jeder Seite die testet, gab es schon immer, wird es immer und überall geben. Ich finde es nur immer wieder amüsant, wenn Leute auf die Barrikaden gehen, wenn ihr Spiel nicht die entsprechende Wunschwertung bekommen hat.
  • sandtigerhai Turmheld - 03.08.2018 - 12:54

    Hab da auch ein Auge drauf geworfen. Aber fehlende deutsche Texte schrekcen mich sehr ab. Seit der Schule hab ich kein englisch mehr gebraucht und selbst da war ich nich die beste XD Und wenn es dann anstrengend ist ein Spiel zu spielen oder die hälfte nicht zu verstehen, da vergeht mir oft schnell die Lust. Gibt es die Möglichekeit Zwischensequenzen ein weiteres mal zu gucken (wie z.B. bei XC2) dann könnte ich damit evtl leben. Einfach so oft gucken, bis mans rallt XD

    Sollte ich es mal günstig gebraucht bekommen, schlag ich vermutlich zu und probier es einfach ob ich damit klar komme. Da mir das Spiel gefallen könnte.
  • goemon Turmbaron - 03.08.2018 - 12:57

    @prog4m3r
    "Jeden anderen"... in welchem Universum lebst du,..."

    und damit bist du raus...
  • Shadowsoul980 Enūma eliš - 03.08.2018 - 13:15

    "Spiel muss objektiv bewertet werden"

    So ein Schwachsinn Spiele und die Art wie ein Spieler (ein Tester ist nichts anderes als ein Spieler nur so zu Info) ein Spiel erlebt ist immer subjektiv wenn es sich nicht um die Technik handelt kannst du bei einen Videospiel nicht objektiv werten,ein Test ist auch nichts anderes als eine persönliche Meinung.

    "Aber was ist mit Youtuber X und Y?" Die sagen auch nur ihre Meinung hängen aber kein "Ich finde,Meiner Meinung nach etc" dran wie manch andere Leute.


    Objektiv ist eine Meinung die nicht von Gefühlen oder Vorurteilen beeinflusst wird ja......das ist mit Videospielen oder generell Unterhaltungsmedien größtenteils nicht kompatibel. :ugly:
  • David Pettau Mugiwara no Maeve - 03.08.2018 - 13:19

    @prog4m3r

    Da wären wir wohl mal wieder :D

    Aber nun ja, ich habe nun wenig Lust, die Paper Mario-Dskussion wieder aufzurollen (den ja, besagte 9 stammt auch von mir, falls du es nicht mehr wusstest). Das, was du bezüglich der Subjektivität in Hinsicht auf unsere Reichweite sagst, ist aber auch gar nicht so verkehrt. Und doch wird mir hier alles wieder einmal viel zu sehr auf die Wertung heruntergebrochen. Wer rein ausgehend von Wertungen eine Kaufentscheidung trifft, der macht wahrscheinlich generell etwas falsch. Stattdessen sollte es um die Argumente gehen, die diese Wertung stützen bzw. auf denen diese Wertung basiert. Wenn man in einem Test liest, dass etwas gelobt wird, das man persönlich nicht allzu ansprechend findet, dann weiß man auch direkt, dass die finale Wertung sich nicht mit dem eigenen Geschmack decken wird.

    Um aber doch noch einmal kurz auf Paper Mario einzugehen: Damals wurden vor allem das Kampfsystem “ohne Spieltiefe“ und die fehlenden Rollenspielelemente kritisiert. Dagegen habe ich damals ähnlich argumentiert, wie du nun vor einiger Zeit unter unserem Test zu Octopath Traveler:

    Zitat von prog4m3r:

    Was zur... also mal ganz im ernst, jedes Spiel hat seine Zielgruppe, diese "Wertung" - wenn man es so nennen mag, ist als würde man eine ausgezeichnete Simulation abstrafen weil man ein "Rennspiel" spielen wollte, aber einen Arcade-Racer meinte

    Konkret gesagt: Man kann ein Spiel nicht für etwas kritisieren, das es nicht sein will oder das man sich stattdessen gewünscht hätte. Ebenso wenig, wie ich Zelda wegen der fehlenden Möglichkeit kritisieren kann, Autos zu tunen, kann ich Color Splash dafür kritisieren, dass es kein Rollenspiel ist. Und lässt man diesen Wunsch nach einem Paper Mario-Rollenspiel außen vor, dann hat das Spiel nach wie vor eine 9 verdient – dazu stehe ich nach wie vor.

    Zu Octopath Traveler kann ich nicht allzu viel sagen, da ich lediglich die Demo gespielt habe und ich diese als äußerst langweilig empfand – der Grund dafür ist sehr simpel: Ich habe nicht viel für klassische und traditionelle J-RPGs übrig. Die Tatsache, dass ich sehr viel Spaß mit Ys VIII hatte, spricht eigentlich schon Bände – wie auch mehrfach im Test selbst verdeutlicht, hinkt der Vergleich zwischen Ys VIII und einem traditionellen japanischen Rollenspiel enorm. Ebenso gut könnte man Octopath Traveler mit Diablo vergleichen. Oder mit Fallout. Ein Action-Rollenspiel ist dann eben doch noch einmal etwas ganz anderes, als ein J-RPG, das traditioneller nicht sein könnte. Und wenn jetzt hier 1000 Leute zu Ys anstatt zu Octopath greifen, nur weil es bei uns eine bessere Wertung hat, dann machen diese Leute wie gesagt grundlegend etwas verkehrt. Auf die Kritikpunkte und Argumente kommt es an. Und am Ende unseres Octopath-Tests steht sogar explizit, welche bestimmte Zielgruppe gerne noch einen Punkt zu unserer Wertung hinzuaddieren darf.

    Der Vergleich zwischen Octopath und Pokémon ist da schon deutlich angebrachter, ich weiß allerdings nicht, weshalb man die 9 für Pokémon jetzt schon heraufbeschwören sollte und weshalb man sich vor allem jetzt schon darüber streiten sollte.
  • merciless Turmheldin - 03.08.2018 - 13:36

    Ich find's auch immer "witzig", wenn Leute es als Tatsache hinstellen, dass bspw. Spiel X ja viel besser als Spiel Y ist.
    Wir sind, Gott sei dank, nicht einheitlich gepolt, sondern Individuen; dass wir als Spieler alle ein Spiel gleich erleben und das selbe empfinden, ist unmöglich...das Spielerlebnis ist nunmal entscheidend und wir das im einzelnen wahrnehmen ist halt subjektiv.
  • prog4m3r Nintendo I've come to bargain - 03.08.2018 - 17:13

    @David Pettau Denkst du den wirklich ich hätte Color Splash grundlos erwähnt? :D

    Im Endeffekt will ich ja nicht einmal etwas gegen deine Wertung zu Ys VIII sagen, die 8/10 ist durchaus vertretbar, wenngleich mMn. auch an der oberen Grenze dessen was der Titel verdient. Die Gründe dafür auszuführen spare ich mir mal.

    Mein Hauptgrund für einen Beitrag hier war halt einfach die Kritik am Octopath Test, bzw. die verschobene Relation zwischen den wenigen JRPG-Titeln für Nintendo Switch. Ob die beiden Spiele natürlich nicht viel gemein haben, ist Octopath schlicht und ergreifend die ausgereiftere Software, was jetzt nicht heißt, dass einem rein subjektiv das vermeintlich schlechtere Spiel nicht besser gefallen darf @merciless, dennoch bin ich der Meinung man kann Spiele bis zu einem gewissen Grad objektiv bewerten und da sehe ich Ys eher bei 7-8/10 und Octopath in der Region von 8-9/10.

    Die Color Splash Diskussion wollte ich dahingehend eigentlich gar nicht wieder anstoßen, da kommen wir eh niemals auf einen Nenner :ugly:

    Einfach weil du nicht verstehen willst, wie redundant das Kampfsystem ohne die RPG-Elemente ist, wie schlecht die gesamte Story ist und dass sie leider nur selten ganz entfernt an die guten Paper Mario Zeiten zu erinnern vermag, wie sehr die Partner und ihre Fähigkeiten fehlen... als hätte man in The Legend of Zelda keine Items... oh wartet, haben in Breath of the Wild ja auch irgendwie alle gefeiert... egal... und wie unfassbar, unfassbar, UNFASSBAR originelle Charaktere fehlen anstatt der Massen um Massen generischer Toad.

    Aber egal, bleib halt bei deiner 9/10. Haben wir schon zu genüge drüber diskutiert. Die allgemeine Wertungstendenz liegt aber doch deutlich näher an meiner 7/10, auch wenn ich dies nicht unbedingt als Argument nehmen sollte, da es genügend Spiele gibt die ich deutlich niedriger bewerte als die allgemeine Tendenz :| (was aber mitunter auch daran liegen mag, dass heutzutage ja fast alles eine 8/10 bekommt, weil sonst ja niemand mehr was kauft...)

    Das mit Pokémon habe ich übrigens nur angestoßen, weil den Octopath Test hauptsächlich Niels verbrochen hat, der alte Pokémon Fanboy gibt dem nächsten Titel der Hauptreihe dann halt wieder eine 9/10 und so sehr man auch seinen Spaß mit Pokémon Spielen haben kann, wirklich weltbewegend gute Titel waren das noch nie, bzw. dem einzigen Pokémon Spielen welche ich eine 9/10 geben würde, wäre Gen 2 und das ist eigentlich reine Nostalgie.

    Popularität != Qualität. Aber gut, ich wende mich jetzt wieder meinem unterdurchschnittlichem JRPG für Nintendo Switch zu, welches ich weshalb auch immer gekauft habe und jetzt tatsächlich spiele obwohl ich hier sicher noch 30 bessere Titel des Genres liegen habe :|

    -> Shining Resonance Refrain

    (die vollbusigen Anime-Damen hatten damit nicht, absolut nichts zu tun :whistling: )
  • Niels Uphaus You shall be as gods... - 03.08.2018 - 18:53

    @prog4m3r Da hier schon wieder Octopath Traveler erwähnt: Max und ich (wir haben beide an dem Titel gearbeitet) stehen auch weiterhin zu der Wertung. Eine 7 bein ntower ist besser als eine 7 bei anderen Seiten, da wir das gesamte Spektrum ausschöpfen. Es heißt ja nicht umsonst "Spaßgarant". Ich möchte dich zudem fragen, warum du glaubst, dass deine Meinung "richtiger" ist als meine. Weil alle eine 8 oder mehr geben? Zelda: Skyward Sword hat damals von uns eine 8 bekommen, viele anderen gaben dem Titel eine 10, weil sie sich vom Hype haben mitreißen lassen. Welche Wertung beschreibt den Titel wohl besser? Das gleiche Problem konnte man bei Octopath auch schön sehen: "Der japanische Guide, den irgendeiner abfotografiert hat, sagt, dass ein finaler Dungeon die acht Charaktere miteinander interagieren lässt. Die blöden Tester haben den Titel ja gar nicht so Ende gespielt. Inkompetente Idioten." Ich habe den Titel komplett durch und dieser ach so famose letzte Dungeon hat weniger Charakterinteraktionen als die Reisegeplänkel. Sie reden kein Wort miteinander. Und diese paar Texte sind auch nicht unbedingt so toll. Aber natürlich erst mal auf alle Redakteure (das gilt auch für andere Seiten) einhacken.

    Zum Thema Pokémon: Warum vergleichst du die beiden "Serien"? Octopath Traveler wird zum Beispiel eindeutig mit den Bravely-Spielen in Verbindung gebracht. Mit diesen musste sich OT messen. Pokémon-Spiele sind komplett anders. Es sind zwar auch JRPGs, aber das, was sie erreichen wollen, ist komplett anders. Ich bewerte Titel so, dass ich mir anschaue, was die Entwickler erreichen wollten und ob sie es geschafft haben. Und ich bleibe dabei, dass OT ein fantastisches Spiel ist, welches aber seine Schwächen hat. Das gilt auch für Pokémon, allerdings liegen die Schwächen da anders und sind weniger schwerwiegend. Wenn du die Reihe nicht magst, ist das okay. Und zum Schluss noch meine Meinung zu Let's Go: Lass es mich mal so sagen. Eine Reihe, deren Stärke es ist, mit vielen Pokémon ein möglichst komplexes Kampfsystem zu erschaffen, einfach um gut 700 Monster zu streichen, ist vielleicht nicht die klügste Entscheidung, auch wenn man auf den Nostalgiefaktor setzt. Aber das ist ein anderes Thema.
  • Dirk Apitz Dr. Pepper - 03.08.2018 - 18:59

    @prog4m3r

    Würde dich bitten, nicht gleich wieder persönlich zu werden. Das geht auch anders. Danke

    (deine Moderation)
  • Captnkuesel Turmbaron - 03.08.2018 - 19:29

    Für die wirklich schlechte Technik hätte ich dem Spiel auch eher eine 7/10 gegeben, im Gegensatz zum test kann ich mich an das ganze geflacker leider kaum gewöhnen.

    Das Spiel ist an sich dennoch wirklich toll :)
  • prog4m3r Nintendo I've come to bargain - 03.08.2018 - 19:40

    Wüsste nicht, dass ich irgendwo persönlich geworden wäre, aber soll mir auch egal sein, man redet hier eh nur mit der Wand... oder dem Turm? :ugly:

    Egal und Niels, ich habe Octopath durchaus selbst bis zum finalen Dungeon durchgespielt. Dazu brauche ich keinen japanischen Guide. Spielerisch jetzt nicht unbedingt der einfallsreichste Aspekt des Spiels, sind die dortigen Texte und das ganze darum herum, welche durchaus einordnen zu vermögen warum wir ausgerechnet diesen Charakteren folgen - obwohl manche doch stärker involviert sind als andere - doch genau das was die Entwickler zu erreichen versuchten.

    Schon komisch, wie du hier anders gewichtest als bei Pokémon, welches abseits des Sammelns und eines für den kompetitiven Multiplayer tauglichen Kampf- & Zuchtsystems wenig zu bieten hat :|
  • Cyd Turmbaron - 05.08.2018 - 20:46

    Hat eigentlich schon jemand erwähnt wie gut der Soundtrack ist? Ohja, ich. :D Egal... der Soundtrack ist klasse. Da will man mal ne Pause einlegen und doch peitscht einen der Soundtrack immer weiter voran, reisst einen regelrecht mit, so klasse.



    Aber auch grafisch finde ich das Spiel ziemlich hübsch. Klaro, ist ein Vita-Spiele, daher technisch eher mau, aber vom Grafikstil gefällt es mir, hat auch viele schöne Momente. Hier ein paar eigene Screenshots.












    Story gefällt mir ebenfalls sehr gut, das schnelle, actionorinetierte Kampfsystem sowieso. Alles für mich ne ziemlich tolle, runde Sache, ein Konzentrat an Spielspaß. Und solche kleine Details mag ich auch sehr gerne: Lasse ich die Charaktere ne zeitlang inaktiv stehen, bekomme ich dann auch mal nen sarkastischen Spruch an den Kopf geworfen "Ja, sehr aufregend, toll." Überhaupt hab ich die Charaktere irgendwie ins Herz geschlossen. Hachja, tolles Spiel.

    Kann der 8/10 letzlich hier bis jetzt nur zustimmen. Wertungschnitt liegt übrigens gar höher: 82% für die Switch, 85% für die PS4
  • David Pettau Mugiwara no Maeve - 05.08.2018 - 21:14

    @Cyd Mein Lieblingstrack ist der hier :D



    Und grafisch finde ich das Spiel übrigens auch sehr schön, auch wenn ich in der Regel einen sehr großen Wert auf eine flüssige Perfomance lege. Finde dass man sich an die kleineren Ruckler und den generell etwas unsauberen und unruhigen Look sehr schnell gewöhnt :D
  • goemon Turmbaron - 05.08.2018 - 21:40

    @Cyd ja das ging mir auch so mit dem ost, treibt einen an so vielen stellen voran!
  • Captnkuesel Turmbaron - 05.08.2018 - 22:32

    Habe es am Wochenende gut weiter gespielt und finde es auch immer besser :)
  • BobbyMC Chirurg der Videospiele - 07.08.2018 - 21:16

    @David Pettau
    Ich wollte mit dem Spiel eigentlich warten bis ich meine restlichen Spiele durchgespielt habe, damit keinen großen Switch-Backlog ansammele. Aber, OMG!!!! Es erinnert dich an OP: UC? Mein absolutes Lieblingsspiel. Ich muss das Spiel jetzt sofort bestellen!!!
  • David Pettau Mugiwara no Maeve - 08.08.2018 - 00:13

    @BobbyMC Dann berichte mir doch bitte, ob du das auch so siehst :D
    Das gesamte Gameplay ist einfach sehr ähnlich, nur wirkt irgendwie alles ausgereifter als in Unlimited Cruise (das ich übrigens auch sehr liebe :D)
  • sandtigerhai Turmheld - 08.08.2018 - 08:44

    Kann jemand meine Frage von oben beantworten?

    Kann man bereits angesehene Zwischensequenzen später nochmal wiederholen? (Z.B. so wie in Xenoblade Chronicles) Das würde es mir vereinfachen trotz der Sprachbarriere das Spiel zu kaufen^^
  • goemon Turmbaron - 08.08.2018 - 09:07

    @sandtigerhai wenn du das spiel durchgespielt hast schaltest du die galerie frei da waren die sequenzen mit drin
  • David Pettau Mugiwara no Maeve - 08.08.2018 - 13:08

    @sandtigerhai
    Nicht nur nach Abschluss des Spiels. Du kannst Zwischensequenzen immer ab dann vom Hauptmenü aus erneut einsehen, nachdem du sie im Spielverlauf gesehen hast.
  • sandtigerhai Turmheld - 08.08.2018 - 13:43

    Super, danke das hilft mir weiter. Wenn ich also etwas nicht verstehe, kann ich das danach einfach immer wieder gucken, bis ichs kapiert hab. Das würde es für mich einfacher machen^^
  • goemon Turmbaron - 08.08.2018 - 20:22

    @David Pettau @sandtigerhai
    Oder so, krame weniger in diesen bonus menüs rum, die szenen kann man aber so oder so nochma anschauen xD