Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Test zu Mugsters - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Mugsters
  • USA USA: Mugsters
  • Japan Japan: Mugsters
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
17.07.2018
Vertrieb
Team 17
Entwickler
Reinkout Games
Genre
Action
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
Besitzt du dieses Spiel?
Anmelden
Magst du dieses Spiel?
Jetzt kaufen und ntower unterstützen
eBay

So perfekt unperfekt

Von Dirk Apitz () Es gibt schon merkwürdige Spielideen oder Geschichten. Oft ist es auch nicht mehr möglich, ein Spiel in eine Schublade zu stecken. Mugsters ist so ein Titel aus dem Hause Team17, die schon für die verrückten Titel wie Worms oder Overcooked bekannt sind. Dieser Titel wird als Puzzler bezeichnet, aber so einfach würde ich es nicht in diese Schublade stecken. Auch Kämpfe und Action sind in diesem Titel vorhanden und versprechen eine sehr abgefahrene Spielerfahrung, die zudem perfekt für die Nintendo Switch geeignet ist.

Wenn ihr es schafft zum Ballon zu kommen, wird es für euch deutlich einfacher.

Die Welt wird von Aliens bedroht und ihr seid die einzige Rettung für die Erde. Ihr müsst nicht nur die letzten Überlebenden retten, sondern auch die Welt von den Aliens befreien. So meine Interpretation, die Wahrheit ist nämlich, dass ich das nur so interpretieren kann. Es gibt keine wirkliche Story, sondern ihr startet direkt in einer Basis. Die Geschichte ist also überhaupt nicht wichtig und eher eurer Fantasie überlassen. Auch solltet ihr bedenken, dass die Welt sich stark von unserer unterscheidet. Denn das Spiel verfolgt dem Prinzip des Minimalismus und scheinbar gibt es hier nur kleinere Inseln, die ihr nach und nach abklappern müsst.

Mugsters nutzt für das Gameplay eine isometrische Ansicht. Wie bereits erwähnt, werdet ihr in diese Welt einfach so hineingeworfen. Es gibt auch kein Tutorial oder Erklärungen. Ihr seid am Anfang in einer Hub-Welt, doch das Einzige, was ihr besuchen könnt, ist ein Teleporter zum ersten Level. Jedes Level hat ein Fluchtflugzeug, was ihr erreichen müsst. Davor gibt es immer drei Aufgaben. Eine davon ist immer, dass ihr eine gewisse Anzahl an Personen retten müsst. Diese sind in merkwürdigen Behältern gefangen. Um diese zu zerstören, muss ein explosives Fass, die reichlich in jedem Level vorhanden sind, an diesen Behälter geworfen werden. Danach folgen euch dankbare Personen, bis du mit ihnen im Flugzeug entkommst oder stirbst. Eine weitere Aufgabe ist es, grüne Kristalle einzusammeln. Die dritte Aufgabe unterscheidet sich immer ein wenig. Hier müsst ihr mal diverse Objekte zerstören oder zum Beispiel einen Stecker zu einem Generator tragen. So das Grundprinzip.

Nun hat aber jedes Level so seine Herausforderung. Neben Gegnern und den Fässern existieren noch andere Elemente pro Level. Tore und Schalter gibt es da zum Beispiel. Manche Tore kann man mit den Fässern zerstören, andere können nur mit einem Schalter geöffnet werden. Auch bei den Schaltern gibt es unterschiedliche Arten. Bei manchen muss ein Gegenstand auf dem Schalter sein, bei anderen reicht es, wenn ihr es nur einmal aktiviert habt. Auch Gegner findet ihr wie gesagt, diese könnt ihr aber mit einem Schlag besiegen. Richtig spannend werden aber die verschiedenen Autos, die es ebenfalls in einem Level gibt. Dabei gibt es nämlich Fahrzeuge, die schneller sind oder einen kleineren Wendekreisbesitzen. Als ob das nicht genug wäre, gibt es sogar auch noch Rampen, die ihr dank der kleinen Fahrzeuge zum Springen nutzen könnt. Ganz andere Fahrzeuge haben auch die Fähigkeit viel auszuhalten und so schafft ihr es, Gebäude zu zerstören oder große Gegenstände zu transportieren. Desto weiter ihr es schafft, desto vollgepackter sind die Level. Interessant ist dabei, dass es verschiedene Lösungsansätze gibt. So könnt ihr zum Beispiel mit den Fässern die Barrikaden durchbrechen und so zum Schalter kommen, der euch den Weg zum Flugzeug frei macht. Aber wenn ihr mit den Fässern nicht so verschwenderisch seid, könnt ihr vielleicht über einen anderen Weg einen zusätzlichen grünen Kristall ergattern und dort ist auch ein Auto mit einer Rampe, die euch direkt zum Flugzeug führt.

Vor dem Ufo müsst ihr aufpassen, denn dies könnt ihr nicht so einfach zerstören.

Dabei sollte man sich nicht von den Trailern blenden lassen. Zwar gibt es hier mehr Action als in so manch anderen Knobelspielen, aber wer hier rasante Autofahrten erwartet oder ständige Explosionen, sollte sich ein anderes Spiel suchen. Das Spiel ist sogar recht ruhig und alles andere als hektisch. Auch solltet ihr etwas Zeit einplanen, um die Level zu erkunden. Für unterwegs sind die Level aber dennoch sehr gut geeignet, um mal eine Runde im Park zu spielen oder um die Wartezeit in der Straßenbahn zu verkürzen. Ihr selbst könnt auch gern das Tempo etwas erhöhen, indem ihr zum Beispiel kein Alien tötet, sondern nur vor ihnen abhaut und dadurch immer hektisch durch die Level rennen müsst. Allerdings können diese auch sich selbst umbringen, da die KI nicht wirklich intelligent agiert. Die KI der Menschen, die ihr retten wollt, ist nicht besser und erschwert euch unnötig, die Level perfekt abzuschließen. Es gibt zudem auch einen lokalen Multiplayer-Modus, wo einzelne Level etwas abgeändert werden. Zwar ist dieser Modus ganz nett, allerdings führt dieser nicht wirklich dazu, das Spiel wieder zu spielen. Der Schwierigkeitsgrad ist gerade später schon sehr fordernd, allerdings habt ihr ganz schnell alles gesehen und nur die Bestenlisten werden euch motivieren, einzelne Level erneut zu spielen.

Grafisch ist das Spiel sehr einzigartig und auch eigen. Die Figuren sind fast nur Strichmännchen ohne Charakter oder Stil. Dafür sind die Umgebungen sehr schön im Polygon-Stil gestaltet. Besonders das Wasser sieht wirklich hübsch aus und auch die Explosionen können sich sehen lassen. Leider läuft das Spiel nicht wirklich flüssig. In der Hubwelt ist das Spiel nur am Ruckeln und auch in den einzelnen Level kommt es immer wieder zu Einbrüchen der Framerate. Im Handheld-Modus passiert dies etwas seltener. Das gesamte Leveldesign könnte etwas durchdachter sein. Im Grunde sieht alles sehr willkürlich aus und dient nur als Mittel zum Zweck. Dennoch merkt man, dass die Entwickler sich viel Mühe gegeben haben und alles aus den eher geringen Mitteln herausholten. Hier sollte ich den Soundtrack erwähnen, der wirklich gelungen ist und sehr atmosphärisch wirkt.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Mugsters

Meinung von Dirk Apitz
Das Spiel sieht interessant aus und hat auch tatsächlich eine interessante Prämisse, die leider nicht komplett ausgereizt wird. Insgesamt hat das Spiel mit kleineren Fehlern zu kämpfen. So hätte ich zum Beispiel auf einen Multiplayer-Modus, der sehr rudimentär ist, verzichtet und dafür kleinere Storybezüge oder bessere Designs ergänzt, auch um für mehr Abwechslung zu sorgen. Dennoch ist dieses Spiel für unterwegs wirklich ganz nett und hat sehr tolle Rätsel und Ideen. Die technischen Probleme sollten durch einen Patch, wie schon bei Overcooked, behoben werden können. Dazu sei auch gesagt, dass dies ein Erstlingswerk von einem jungen Entwickler-Team ist. Kreativ sind sie und bin schon auf das nächste Projekt gespannt!
Mein persönliches Highlight: Das wirklich schön aussehende Wasser.

Kommentare 2

  • Albert Turmfürst - 08.08.2018 - 15:23

    Für mich ist Mugsters ganz klar: Menschen retten, Kristalle sammeln und Aliens schrotten. Das alles macht Spaß und bietet für seine 15€ einen angemessenen Inhalt.
  • Skerpla 任天堂 - 08.08.2018 - 15:46

    Dieser kleine, aber besondere Titel wird wohl durch den unübersichtlichen eShop an vielen vorbeiziehen...
    Team17 hat das echt gut gemacht, da kann man auch mal höhere Erwartungen haben für die nächsten Projekte.