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Test zu LEGO Die Unglaublichen - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: LEGO Die Unglaublichen
  • USA USA: LEGO The Incredibles
  • Japan Japan: LEGO Incredible Family
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
15.06.2018
Vertrieb
Warner Bros. Interactive Entertainment
Entwickler
TT Games
Genre
Action, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Verbrecherjagd im Steinchengewand

Von Matthias Ksoll () Seit 2005 steht das Entwicklerstudio TT Games (früher Traveller’s Tales) vor allem mit einem Franchise in Verbindung: Lego. Damals kam das sehr spaßige und auch erfolgreiche „Lego Star Wars: das Videospiel“ heraus und überzeugte vor allem durch die gelungene Verbindung zwischen beiden Welten. Dies hat sich nach 13 Jahren, in denen ca. 30 (!!!) weitere Lego-Spiele erschienen sind, nicht geändert. Zu überzeugen wussten dabei besonders zwei Dinge: Das Spielen im Multiplayer und der tolle Humor. Mit dem neuesten Ableger, LEGO Die Unglaublichen, hat sich all dies nicht geändert. TT Games setzt auch hier auf Bewährtes. Dabei ist dies das erste Mal, dass eine Filmreihe von Pixar mit dem Lego-Universum verbunden wurde. Grund dafür ist der zweite Teil der Unglaublichen, der bei uns in Deutschland aber erst am 27.09. in den Kinos startet, während er in den USA schon läuft.

Der Lego-Look ist wie immer sehr charmant umgesetzt worden. Gerade die Zwischensequenzen sind toll! Man kann sie jedoch nicht überspringen.

Im Spiel könnt ihr die Story beider Teile nachspielen. Doch worum geht es eigentlich grundsätzlich? Familie Parr scheint auf dem ersten Blick eine ganz normale Familie zu sein. Vater Bob geht seiner Arbeit nach, Mutter Helen kümmert sich um die 3 Kinder Violetta, Robert („Flash“) und Baby Jack (die Haupthandlung des ersten Teils spielt im Jahr 1962). Die fiktive Stadt Municiberg, in der die Familie lebt, ist eine Großstadt wie jede andere. Jedoch war dies bis 1947, also 15 Jahre zuvor, noch ganz anders: Denn zu dieser Zeit waren Bob und Helen noch als Superhelden unterwegs sorgten für Recht und Ordnung in der Stadt. Bob ist superstark und nannte sich Mr. Incredible, Helens Körper ist elastisch, sie kann ihre Körperteile in jede beliebige Länge dehnen. Die beiden waren aber nicht die Einzigen: Municiberg war voll von verschiedenen Superhelden. Die Dinge änderten sich jedoch, als ein Junge namens Buddy Pine, welcher Mr. Incredibles Sidekick sein wollte, jedoch von ihm verstoßen wurde, von Mr. Incredible gerettet wurde. Buddy verklagte ihn wegen seiner Schrammen auf Schadensersatz. Viele andere machten es ihm bei den anderen Helden nach. Die ansteigenden Kosten, die der Staat übernehmen musste, sorgten für Unmut bei den restlichen Bewohnern. Aus den gefeierten Helden wurden die Hassobjekte der Stadt. Um die Sicherheit von Bob und Co. Zu gewährleisten, wurde der Einsatz von Superkräften verboten, alle bekamen eine neue Identität und mussten jetzt ein normales Leben führen. Doch Bob hasst dieses Leben, er würde am liebsten wieder ein Superheld sein. Auch die Kinder des Ehepaares besitzen natürlich Superkräfte, bis auf Baby Jack – oder doch nicht? Die sich in der Pubertät befindende Violetta kann sich unsichtbar machen. Der jüngere Flash ist, seinem Namen getreu, superschnell.

Gewohntes Spielprinzip, gewohnter Spaß!

So beginnt der erste Teil der Unglaublichen, aber nicht das hier getestete Spiel. LEGO Die Unglaublichen startet nämlich mit dem zweiten Film. Das ist nicht nur der Chronologie der Geschichte entsprechend verwirrend, sondern birgt auch eine gewisse Spoilergefahr. Vielleicht gibt es Spieler, die den ersten Teil hiermit gerne nachgespielt hätten, dann in den zweiten Kinofilm gegangen wären und danach den zweiten Teil innerhalb des Spieles beenden wollten. Dieser Plan ist somit zunichte gemacht. Wer sich nicht Spoilern lassen bzw. die Geschichte lieber ohne den Legostil erleben will, dem empfehle ich, mit dem Kauf zu warten.

Die Action ist wie gewohnt gut umgesetzt. Manchmal gibt es jedoch ein paar Ruckler.

Springen wir also ins Spielgeschehen. Wer die Lego-Spiele schonmal gespielt hat, wird feststellen, dass sich Gameplaymäßig nichts verändert hat. Wie in den vorherigen Teilen ist LEGO Die Unglaublichen meistens eine Mixtur aus Kampfpassagen und kleineren Rätseln, die man mithilfe der Fähigkeiten der Protagonisten lösen muss. Dazu sammelt ihr fleißig Legosteine ein und manchmal dürft ihr per Knopfdruck Dinge für das erfolgreiche Voranschreiten zusammenbauen. Dazu gibt es einige Passagen, in denen ihr euch in der Top-Down-Perspektive durch ein Labyrinth schlagen müsst. Aufgelockert wird das Ganze dann mit sehr charmanten und lustigen Zwischensequenzen, die beide Welten gekonnt zueinander führen. Die Sprachausgabe ist dabei auf Deutsch und gut gelungen. Der Soundtrack passt auch super zum Geschehen.

Im Multiplayermodus entfaltet LEGO Die Unglaublichen dann auch seinen ganzen Reiz und macht viel Spaß. Dieser Aspekt ist seit jeher eines der schlagkräftigsten Argumente für die Spielereihe. Es macht einfach Spaß, sich zusammen durch die Welten zu kloppen und Rätsel zu lösen. Manchmal erfordern diese mehrere Eigenschaften der verschiedenen Charaktere, um gelöst werden zu können. Dann muss man im Einzelspielermodus zwischen den Charakteren hin und her wechseln, im lokalen Koop-Modus ist der Wechsel natürlich obsolet. Am Ende eines Levels baut ihr dann zusammen mit eurem Partner sogar ein großes Legogebilde, um den Endboss besiegen zu können. Die Rätsel sind dabei relativ einfach. Klar richtet sich das Spiel wie die gesamte Legoreihe doch primär an Kinder. Dies kann man generell auch für das gesamte Spiel behaupten. Denn insgesamt ist das Spiel für erfahrene Gamer viel zu leicht durchzuspielen.

Neben den Haupthelden des Filmes gibt es noch 113 weitere.

Jeder spielbare Held hat verschiedene Fähigkeiten zur Verfügung, was innerhalb des Spiels für Abwechslung sorgt. Anders als vielleicht gedacht ist aber nicht nur die Familie Parr mit ihren schon oben genannten Kräften zu finden, insgesamt gibt es im Spiel 113 Helden und 40 Fahrzeuge zum Freispielen. Da gibt es z.B. Frozone, der ein Meister im Umgang mit Eis ist. Apogee fliegt durch die Lüfte und verschießt Laserstrahlen. Jede noch so vorstellbare Superkraft hat es ins Spiel geschafft. Es macht Laune, die Charaktere und ihre Fähigkeiten auszuprobieren. Besonders im Open-World-Modus, den ihr nach dem erfolgreichen Abschluss der Story-Kampagne spielen könnt. Dort könnt ihr dann schön frei jeglichen Schabernack anstellen. Aber auch Gangster wollen gestoppt werden. Die beiden Storyteile hat man in ca. 10 Stunden durchgespielt, aber gerade in der Open World kann man noch einige Stunden draufpacken.

Technisch gibt es nichts groß zu meckern. Der ikonische Legolook sieht auch hier sehr schön aus und wurde gut in die Welt der Unglaublichen umgesetzt. Hochauflösende Top-Optik sollte man jetzt nicht voraussetzen. Manchmal gab es ein paar Ruckler, wenn zu viel auf dem Bildschirm los war. Dies kam aber selten vor und hat mich nicht groß gestört. Eher problematisch waren die doch etwas längeren Ladezeiten. Die Steuerung ist, für die Serie typisch, einfach gehalten und sorgte für keinerlei Probleme.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu LEGO Die Unglaublichen

Meinung von Matthias Ksoll
Im Fazit steht jetzt wohl das, was es seit 13 Jahren in wohl jeder Abhandlung zu einem Legospiel über ein Franchise zu lesen gibt. LEGO Die Unglaublichen ist eine charmante und gekonnte Umsetzung im Legogewand. Der ikonische Look hat auch heute nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Wie immer punktet das Spiel außerdem mit seinem tollen Humor und dem gelungenen Koop-Konzept. Besonders für Kinder ist das Spiel aufgrund seiner Zugänglichkeit sehr geeignet. Gerade ihnen wird das Spiel viel Freude bereiten. Doch muss man auch sagen, dass das Ganze langsam ziemlich ausgelutscht wirkt. Eigentlich kann man LEGO Die Unglaublichen nur jenen empfehlen, die noch kein Legospiel angefasst haben oder eben Fans von den Unglaublichen an sich sind, mangels Alternativen. Am Ende habe halten wir jedoch ein gutes Spiel in den Händen, und wer sich am bewährten Spielprinzip nicht stört, greift bedenkenlos zu. Aber ich spreche es hier noch einmal an: Ich empfehle euch ausdrücklich, euch erst einmal den Kinofilm anzuschauen, bevor ihr das Spiel zockt.
Mein persönliches Highlight: Die süße Klötzchenoptik

Kommentare 14

  • Ande Turmbaron - 09.08.2018 - 13:09

    Die Lego Spiele bringen Spass. Der grosse Kritikpunkt ist immer, dass sich nur wenig ändert. Kennt man eines, kennt man alle. Es gibt aber, vor allem bei PS und Xbox, schlicht keine Alternativen zu Lego. Ein Kinderfreundliches Spiel mit Co-Op-Gameplay und ansprechender Qualität, Lego ist einfach nicht gezwungen einen grossen Sprung zu machen und das Gameplay komplett zu überarbeiten. Ein paar kleine Anpassungen eine zugkräftige Lizenz und mehr vom üblichen reichen da... Trotzdem macht es es immer wieder mal Spass, aber alle Lego-Titel muss man sich definitiv nicht kaufen.
  • Taneriiim Son of a Switch - 09.08.2018 - 13:14

    Seit „der Hobbit“ hat Lego bei mir verkackt.

    Erst im April das Spiel releasen (also deutlich vor dem Erscheinen des dritten Teils der Film Trilogy im Kino damals) und den Leuten versprechen dass der dritte Teil nachträglich als kostenloses DOC eingereicht wird. Und dann, nachdem so viele vorab gekauft wurden, Ende des Jahres verkünden Nö.

    Das ging gar nicht.
  • Skerpla 任天堂 - 09.08.2018 - 13:21

    LEGO wird auch in hundert Jahren noch erfolgreich sein, keine Frage. Einfach immer nur irgendeine Lizenz holen und fertig.
  • johnchrono Deine Mudder - 09.08.2018 - 13:57

    "Der ikonische Look hat auch heute nichts von seiner Anziehungskraft verloren."
    Schon wieder dieses inflationär genutzte Wort ohne Aussagekraft. Dabei gibt es so viele Wörter, die vermutlich besser beschreiben, was gemeint ist.

    - der einzigartige Look
    - der interessante Look
    - der besondere Look
    - der kindliche Look
    - der witzige Look
    - der Lego-Look (von mir aus auch)
    - der verspielte Look
    - der tolle Look
    - der prägnante Look
    - der bekannte Look
    - der hervorstechende Look
    - der eigenartige Look
    - der liebevolle Look

    Ansonsten sieht es mal wieder nach nem echt netten Lego-Spiel aus. :)
  • Gast - 09.08.2018 - 14:08

    @johnchrono
    Ich möchte mich auch in aller Form für unsere schlechte Arbeit und die damit einhergehende Dummheit entschuldigen, diese Arbeit in unserer Freizeit und das ohne pekuniäre Entlohnung durchzuführen, um einer breiten Leserschaft, die meist sogar - und das macht mich ebenso perplex, wie dich - mit unseren Tests und berichten durchaus zufrieden ist, tagtäglich die frischsten Nachrichten rund aus der Nintendo-Welt aufzubereiten und kostenlos anzubieten.
    Wir werden den entsprechenden Redakteur umgehend wegen dieser schmutzigen Gabel.. äh.. dieses unentschuldbaren Verbrechens an der Deutschen Grammatik bzw. Orthografie feuern und ihm sämtliche Menschenrechte entziehen lassen - den Haag ist informiert!
    (Au, meine alte Kriegsverletzung!)
  • johnchrono Deine Mudder - 09.08.2018 - 14:16

    @Hans Wafzig
    Wunderbar. Das klingt doch schonmal nach einer guten Ideen. :P
    Allerdings hatte das weder was mit Ortographie noch mit Grammatik zu tun. Sondern schlicht mit der Fähigkeit, die Möglichkeiten der eigenen Sprache zu nutzen.

    Und wenn ich euch nicht mögen würde, hätte ich es auch nicht lesen können. Von daher war es wohl eher ein (zu kritischer) Hinweis, auf die aktuelle Verschlichtung der Sprache zugunsten dusseliger Wörter, wie "ikonisch" oder "meistern". Nichts für ungut. :)
  • johnchrono Deine Mudder - 09.08.2018 - 14:52

    @Rocco von Morrashow
    Richtig intelligent, Peter? :D
  • Rocco von Morrashow Turm-Ork - 09.08.2018 - 14:53

    @johnchrono Ich entschuldige mich ebenfalls für meine Dummheit. :dk: <3
  • Roman Dichter Redakteur - 09.08.2018 - 14:54

    @johnchrono Das Wort "ikonisch" wird inflationär benutzt? Ist mir noch gar nicht aufgefallen. Ich habe eher den Eindruck, es so gut wie nie zu lesen. Aber wenn, dann komme ich emotional trotzdem ganz gut damit klar. ;) Trotzdem hier was schönes zu lesen für dich: better-media.de/bmwp/2012/01/was-bitte-ist-ikonisch/

    Und was hat das Wort "meistern" dir angetan?

    Naja, bei uns ist jedem Autor freigestellt, die Wörter seiner Texte selbst auszusuchen. ;)
  • johnchrono Deine Mudder - 09.08.2018 - 14:54

    @Rocco von Morrashow ;) Alles gut.

    @Roman Dichter

    Zitat aus dem, von Ihnen genannten, Artikel:
    Ich habe beschlossen, diese drei Adjektive jeweils als eine gute Alternative anzubieten, damit Sie ikonisch vermeiden können, das in der Bedeutung unklar ist, Bildungsbürgertum und zu wenig Distanz zum Englischen verrät .

    Noch weiter gelesen und einen Satz aus meiner Realtität gefunden, der es noch besser trifft:
    Ich persönlich versuche als Texter Adjektive zu verwenden, die Bilder vor meinen Augen erzeugen. Das gelingt bei ikonischem Holzdesign nicht. Was darf ich mir darunter vorstellen? Wenn ich mir demgegenüber das Bild des entspannt Musik hörenden Herren oben vergegenwärtige und mich dort besonders auf das fein gemaserte, warme Holz konzentriere, fallen mir diese Adjektive ein:

    Ich werde bei Zeiten mal ikonisch zählen. ^^
  • Lluvia Überlebende von Torna - 09.08.2018 - 15:15

    "Ikonisch...."
    Das ist ganz typisch Deutschland. :P
    Wenn es nichts zu meckern gibt, dann stimmt irgendetwas nicht. Haha

    Wunderschön geschriebener Test!
    Ich hatte das Spiel ja bei euch gewonnen und habe bisher nur die erste Pflichtmission absolviert. Ansonsten bin ich ein klein wenig in der Stadt herumgelaufen und habe allerhand Nebenmissionen und Bonusgegenstände eingesammelt.

    Der Grund warum ich bisher nicht weitergespielt habe ist, weil ich auf den Kinofilm warte. Ich bin eine verdammt große Disney-Anhängerin und möchte mich durch das Spiel noch nicht so viel spoilern lassen. :dead:
  • Ande Turmbaron - 09.08.2018 - 16:21

    @johnchrono
    Wenn ich mittels Suchfunktion nach dem Wort suche, bekomme ich 273 Treffer. In ganzen 5 Jahren. Das ist doch alles andere als inflationär...
    Zum Vergleich: deine ersten 3 Vorschäge kommen alle auf über 1000.
  • johnchrono Deine Mudder - 10.08.2018 - 09:36

    @Ande Eine Suchfunktion, die auch jeden Kommentar zum Thema mit nutzt? Och bitte. :) Das ist schon recht dilettantisch. Aber okay.

    Trotzdem muss ich schlussfolgern: Thema verfehlt. Setzen. Sechs.

    Denn, es ging weniger darum, wie oft ein Wort hier genutzt wird, sondern wie oft ein Begriff genutzt wird, der überhaupt keinen Sinn ergibt. Der keinerlei Aussage enthält. Darüber hinaus ist inflationtär ein Synonym für übermäßig. Und ja, einen Begriff, der überhaupt keine Aussage tätigt, allein zwei Mal in diesem Artikel zu nutzen, ist übermäßig. Aber lassen wir es gut sein. Scheinbar hat man eine andere Sicht auf derartige Dinge, wenn man beruflich damit zu tun hat.

    @Roman Dichter Das Wort "meistern" hat mir an und für sich nichts angetan. :) Allerdings wird inzwischen gefühlt nur noch gemeistert. Hürden, die eigentlich genommen werden oder hinter sich gebracht, werden gemeistert. Aufgaben, die bewältigt werden können, werden gemeistert. Das könnte man ewig so weiter führen. :) Wer mit wachen Augen liest, wird es merken.

    Aber wie oben schon geschrieben: Alles gut. :)